Ich würde das nicht immer alles so strikt einteilen und direkt sonst was in die Handlungen eines Hundes interpretieren. Es gibt mit Sicherheit auch mal Situationen, wo der Hund nicht nach der Bezugsperson handelt und auch ein Hund denkt sich nicht immer alles dabei. So ganz "fair" finde ich diese Trennung auch nicht, denn der Hund versteht ja meist gar nicht, warum seine Halter das machen. Generell denke ich, dass der Hund der Bezugsperson vor allem dann nachrennt, wenn er die Situation als für ihn gefährlich einschätzt und Schutz sucht. Wenn das nicht der Fall ist, sehe ich durchaus die Möglichkeit, dass er auch mal woanders bleibt, gerade in bekannten Gebieten. Gehen wir also Infanos Beispiel durch, würde ich da jetzt z.B. kein riesen Drama draus machen, wenn BJ lieber dem Freund hinterherrennt als ihr, weil das nicht zwangsweise bedeuten muss, dass er sie nicht als Bezugsperson akzeptiert. Etwas anderes wäre es, wenn man das in einem Gebiet machen würde, welches der Hund nicht kennt oder wo er unsicher erscheint. Da kann ich es auch verstehen, dass Infano die Situation aufgelöst hat, weil ich - ohne die Situation natürlich gesehen zu haben - aus den Erzählungen auch eher denke, dass das für BJ eine sch*** Situation war und ich in Situationen der Unsicherheit nicht vom Hund verlangen würde, die Rudelkonstellation aufgeben zu wollen, nur weil ich sehen will, wofür er sich entscheidet.
Ich fänds auch nicht tragisch, wenn der Hund sich äußert, dass er etwas nicht in Ordnung findet, wie eben die Trennung zweier Bezugspersonen. Wenn so etwas passiert, bedeutet das für den Hund u.U. Sicherheitsverlust und da kann ich die Empörung des Hundes aus hündischer Sicht gut verstehen. :eusa_think: Dort als Halter auch mal nachzugeben muss ja auch nicht bedeuten, dass man gleich die Herrschaft an den Hund abgegeben hat. Klar, wenn der Hund ein kleines Rangordnungsproblem hat, sollte man schon schauen, dass man relativ strikt ist (da würde ich dann aber auch diese "Experimente" meiden^^). Aber bei eher "harmonischen" Hunden? Ich weiß nicht.
Ich denke auch, dass viele Hunde zwei oder mehr Bezugspersonen haben können. Von daher fänd ichs nicht tragisch, wenn der Hund sich nicht immer für die eine Person entscheidet, sondern auch mal für die andere. Vielleicht auch aus verschiedenen Gründen. Bisher wüsste ich nicht, wieso sich das widersprechen sollte. Vielleicht interpretieren wir zu viel dort hinein? :001: