Max (Mischling) verstehen und kennen lernen

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  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #1
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Hallo zusammen :)

Mein erster Beitrag beginnt schon mit vielen Fragen ;)
Wir, meine Freundin und ich, haben uns eingehend mit dem Thema Hund beschäftigt und auch Bücher (z.B. Kosmos - Erziehungsprogram für Hunde usw.) gekauft und gelesen.
Trotzdem wollten wir nicht aus einem Geführ heraus einen Hund kaufen, sondern uns eingehend damit Beschäftigen. Deswegen haben wir uns bereit erklärt, den Hund meiner Schwiegereltern für 3 Wochen zu hüten.
Ein paar Infos zum Hund:
Max ist ein Mischling und ein Tierheim Hund aus Italien, wobei man nicht genau sagen kann welche Rasse.
Er ist kastriert und ca. 8 - 9 Jahre alt.

Haltung bisher:
Es gab wenig oder gar keine geordnete Ordnung, der Hund dürfte immer in den Garten um sein Geschäft zu verrichten, wenig Spaziergänge deswegen (grosser Garten).
Er schlief IMMER auf dem Bett und war nicht davon abzubringen, war teilweise Stubenrein und hat gut gehorcht.

Als wir Ihn zu uns gefahren haben, waren wir von Anfang an Konsequent:
Im Auto war er sehr ruhig, bei Ankunft haben wir einen langen Spaziergang gemacht (40min) und sind dann in die Wohnung. Wir haben darauf geachtet das zuerst wir eintreten und wir gewartet haben bis er wieder ruhig wurde.
Danach haben wir Ihm die Wohnung an der Leine gezeigt und 1 Zimmer ausgeschlossen. Danach durfte er selber schnuppern.
Wir haben seine eigene Decke direkt vor dem Sofa gelegt, sein Liegeplatz direkt vor unserem Bett.
Auf Sofa wollte er ein paar mal drauf, doch wir haben sofort den Platz beansprucht (mit "Nein"), so dass er wieder runter ist vom Sofa. Nach dem er sich auf der Decke bequem gemacht hat, gab es viel Lob und Streicheleinheit.
Die nächsten Tage hat sich das vielleicht 1 mal wiederholt, aber ansonsten ist er ganz zufrieden und kommt nicht mehr aufs Sofa.
Sein essen bekommt er immer am Abend und muss immer Sitz machen und warten bis wir sein Essen freigeben.
Auf dem Bett darf er nicht schlafen, wen wir schlafen gehen versucht er es 1 mal, doch wie beim Sofa wird der Platz sofort beansprucht, danacht gehe ich vom Bett und geh in die Hocke vor seinem Liegeplatz und rufe Ihn: Max, Decke! und zeige mit den Zeigefinger drauf und schnipse mit dem Finger. Danach kommt er meistens auch mit gesenkter Rute und hängendem Kopf und legt sich hin und schläft ein.
In der NAcht musste er was trinken und ist in die Küche, als er gesehen hat das ich wach bin, hat er mich angeschaut und ist dann sofort ins Bett gehüpft.
Ich habegleich gehandelt wie am Anfang, danach hat er wieder friedlich auf seinem Platz geschlafen :)
(Info: das ist bei seinen Haltern ein Ding der unmöglichkeit, er springt sofort aufs Bett wen Sie schlafen, bei uns jedoch benimmt er sich Vorbildlich und schläft bis am Morgen auf seiner Decke vor unserem Bett)

Spaziergänge:
Am Morgen bringe ich Ihn um 6Uhr für ca. 20min raus, damit er sein Geschäft erledigen kann, danacht meine Freundin um ca. 9 Uhr für einen langen Spaziergang. Am Mittag ist er meistens mit Ihr unterwegs, am Abend gibt es einen kleinen Spaziergang, danach Futter. Anschliessend gehe ich noch mal mit Ihm raus damit er sein Geschäft erledigen kann.
Für die Spaziergänge nehmen wir eine normale Leine damit er lernt am "Fuss" zu laufen. Am Anfang haben wir ihn mit einem kleinen Ruck versucht am Ziehen zu hindern, wir machen dies jedoch ab sofort so wie hier oft besprochen.
Wir bleiben stehen oder ändern unsere Richtung, was er auch sofort bemerkt und direkt neben uns läuft. Frei laufen kann, er schaut immer wieder zu uns ob wir auch noch da sind, bei Zuruf auf "Max, hier" kommt er sofort angerannt.

Für uns noch unklare Punkte:
Wir werden Ihn ca. 3 Wochen haben, ist es deswegen überhaupt sinnvoll das er bei uns Regeln hat?
Er darf viel liegen, bekommt immer wieder Streicheleinheiten und spielt zeitweise mit uns (in der Regel nur 15 min). Wird die Umgewöhnung auf sein "voriges" Leben schwierig gestalten?
Sitz und auf die Decke versteht er eigentlich, aber er gehorcht nicht immer. (Nur wen wir leckerli haben und Ihn dann mit dem Zeigefinger über seinen Kopf den Befehl "Sitz" geben). Wie können wir Ihn dazu bringen, dass er immer Sitz macht?
Wir wollen die Befehle nicht leer Wiederholen, doch manchmal dreht er den Kopf weg oder leckt uns die Hände --> daraus schliesse ich das ich vielleicht nicht ganz ruhig gewesen bin und eventuell frustiert, da es ja ganz klare Beschwichtigungssignale sind, oder liege ich da Falsch?

Wir verlieben uns schon in den Hund und nehmen uns mindestens 3 Stunden Zeit für Ihn, er ist fast nie alleine Zuhause (max. 1 - 2 Stunden) die er ruhig verbringt bis wir wieder nach Hause kommen.
Was noch zu sagen ist, wen wir nicht da sind, erwischen wir Ihn manchmal auf dem Bett :) Da er ein Schlingel ist und Befehle auch versteht wen er es möchte, denke ich dass das Problem bei uns liegt oder an unerem Verhalten gegenüber Ihm.
Grundsätzlich versuchen wir immer zu agieren und er reagiert, er bekommt viel Lob wen er das tut was wir wollen ohne das wir es ihm befohlen haben.
Für uns sind diese 3 Wochen auch eine Probe, ob wir mit einem Tierheim Hund klar kommen würden, falls wir uns dazu entschliessen einen 3 Familienmitglied zu uns zu holen...
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #2
So ganz klar kommt es leider nicht raus, was du eigentlich testen und fragen möchtest.
Wollt ihr den Hund evtl. übernehmen oder warum meint ihr, die Erziehung übernehmen zu müssen?
Denn scheinbar kommen ja Hund und Halter gut miteinander klar?
Wenn ihr ihn aber nicht übernehmen wollt (davon gehe ich jetzt mal aus), frage ich mich, warum ihr "rumerzieht"?
Sobald der Hund wieder in seiner gewohnten Umgebung ist, wird er sich auch wie gewohnt verhalten, WENN die Halterin die "Hausregeln" nicht selbst ändert.


Solche Sachen, wie "zuerst aus der Wohnungstüre" und "Hund darf nicht auf gleicher Höhe sein" (Bett, Sofa) oder "Hund bekommt erst nach uns sein Fressen (wegen der "Dominanz") sind schon lange überholt bzw. widerlegt worden...

Übrigens: Kontaktkuscheln kann Vertrauen und Bindung vertiefen.



Solltet ihr Interesse an einem neuen Familienmitglied haben, würde ich euch raten, direkt ins TH zu gehen und dort mit dem Vermittlungspersonal zu sprechen.
Redet über eure Ansprüche an den Hund, welche Eigenschaften er besitzen soll, Erziehung, Jagdverhalten etc.
Das Personal vor Ort kennt meist jeden Hund und kann euch helfen, den richtigen Hund, der zu euch und eure Lebensumstände passt, auszusuchen und euch auch in erzieherische Fragen unter die Arme greifen.

Es ist leider so, dass es sehr viele Bücher über Hunde und deren Erziehung gibt, nur taugen nicht alle was....
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #3
Vielen Dank für die Antwort.
Unserer Meinung nach hat der Hund fast keine Erziehung im anderen Haushalt, das heist keine Regeln.
Dazu muss ich auch aber sagen das er, nach dem anschein, nicht unglücklich ist, sondern sein Leben so lebt. Er geht in den Garten, bekommt sein Futter, wird ab und zu gekuschelt und schläft auf dem Bett und ist sehr glücklich damit.
Wir wollen natürlich das gleiche, aber Ihm abwechslung bieten, wir gehen oft mit Ihm spazieren, spielen mit Ihm, er bekommt streicheleinheiten, darf Futter suchen usw. weil wir denken, dass er damit glücklicher und ausgewogener ist.


Ja, eventuell wäre die Möglichkeit da, dass wir den Hund übernehmen könnten.
Das ist das schwierige für unerfahrene Hundehalter, jeder beschreibt es anderns :?

Ok, das heisst für uns viel Kontakt, viel Kuscheln und Zuneigung aber trotzdem Regeln einhalten wie nicht aufs Bett und Sofa?
Wir würden auch gerne wissen warum der Hund auf "Sitz" hört und danach wieder nicht, wen es ihm nicht passt.
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #4
Das hängt sicherlich damit zusammen, dass ihr nicht die "eigentlichen" Ansprechspartner seid.... Der "Boss" des Hundes seid ihr ja (noch) nicht.

Sollte ihr ihn übernehmen wollen, wäre es das Wichtigste zuerst die Grundlagen an Vertrauen und Bindung (an euch) zu schaffen und dann weiter auszubauen.

Bett und Sofa: jeder wie er es möchte. Der eine findet das OK, der andere möchte dort keine Hunde haben...

Meine Hunde dürfen überall hin (sie schlafen auch nachts im Bett), dennoch habe ich keinerlei Probleme sie auch mal wegzuschicken...
Mein Rüde darf bereits seit über 14 Jahren bei mir schlafen...

Die sog. Regeln ergeben sich einfach durch das Zusammenleben - nicht alleine dadurch, dass man "Sitz", "Platz" angibt und der Hund es dann macht
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #5
Hm, ich verstehe.
Demnach macht es für uns jetzt gar keinen Sinn mit dem Hund diese Gehorsamsübungen zu trainieren?
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #6
Wenn er zuerst wieder zurückkommt und ihr euch noch nicht ganz für ihn entschieden habt, macht es weniger Sinn...

Klar könnt ihr eine Regelung in eurer Umgebung aufstellen.... aber er wird wahrscheinlich wieder alles ablegen, wenn er in seinem Zuhause ist.
Wenn die Besitzerin mit allem zufrieden ist, so wie es war, wird sie auch nicht die "neuen" Regeln weiter mit ihm üben
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #7
Also ich denke es macht schon Sinn Regeln aufzustellen und diese konsequent durchzusetzen.
Auch Gehorsamsübungen sind sinnvoll, wobei ich mich erst mal auf einige wenige beschränken würde (so wie ihr es ja auch macht).

Auch kleine Kinder bekommen sehr schnell mit, dass wo anders als zu Hause, z. B. bei Oma und Opa, andere Regeln gelten und verhalten sich dann entsprechend.

Zeigt ihr dem Hund das Leckerlie und lockt ihn, oder weiß er nur, dass ihr was habt ?
Gerade am Anfang finde ich es vollkommen OK, den Hund immer wieder für gutes Verhalten zu belohnen.
Es sollte allerdings kein Locken mit dem Leckerlie sein.
Das Ausschleichen sollte erst passieren, wenn die Befehle sitzen.
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #8
Nein, er schmeckt das Leckerli, wir versuchen Sprache mit dem Auge zu verbinden, dass heisst wir sagen mit Zeigefinger Sitz und sobald er Sitz geben wir Leckerlie und loben ihn.
Es steht meistens von alleine wieder sofort auf.
Wen wir kein Leckerlie in der Halt halten, macht er nur Sitz wen wir spazieren gehen wollen, ansonsten nur wann er möchte. Manchmal versteht er es auch nicht.

Wen er auf seine Decke soll schnipsen wir mit dem Finger und zeigen auf die Decke und sagen "Max, auf die Decke". Meistens kommt er dann mit hängendem Kopf und legt sich hin :)
Mir geht es mehr darum zu verstehen, warum er die Hörzeichen nicht immer befolgt, sondern so wie es ihm passt und wie ich Ihn dazu kriege diese auszuführen, auch wen er keine Lust dazu hat obwohl die Situation es erfordert.

Was mir noch aufgefallen ist, manchmal haltet er sein Hinterteil nur kurz über dem Boden und hebt es sofort wieder auf nach dem er den Leckerlie erhalten hat.
Welche Übung würde sich dafür eignen diese Gehorsamzeichen Sattelfest zu machen?
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #9
Wenn er körperlich gesund ist; heißt nicht schwerhörig, dann wird er nicht hören weil es bisher (wie es sich anhört) nie konsequent was durchgezogen wurde. Das macht ihr jetzt ja, aber der Hund hatte 8-9 Jahre ´Narrenfreiheit´. Das ist nicht schwupps weg, je nachdem wie stur er ist, wird er da euch durchaus rausfordern. Immer viel geduld und konsequenz. ;)
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #10
Ok, aber wenigstens befinden wir uns auf einem guten Weg :clap:
Was sollen wir machen wen er bei der Übung alles mit macht, aber dann 2 - 3 mal aussetzt weil er denkt das es Ihn nicht betrifft?
Wie können wir seine volle Aufmerksamkeit haben und auch aufrecht behalten?

Und welche Übungen würdet Ihr noch einbinden?
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #11
Wenn er den Hintern über dem Boden schweben lässt, verarscht er dich. Und offensichtlich klappt es, weil er ja sein Leckerlie bekommt :mrgreen:
Wenn er auch da keine gesundheitlichen Einschränkungen hat sollte er das Leckerlie erst bekommen, wenn er richtig sitzt.

Wenn er sich sein Futter verdienen muss, also nichts mehr aus dem Napf bekommt, wird er sich natürlich noch ein bisschen mehr anstrengen :)
Außerdem fördert auch das den Zusammenhalt zwischen euch.

Wenn er direkt nach dem Sitz wieder aufsteht, würde ich ihm auch einfach kein Leckerlie geben. Sondern erst, wenn er deiner Meinung nach lang genug gesessen hat. Natürlich sollte man die Zeit erst langsam und vorsichtig steigern :)

Dass der Hund sich an eure Regeln halten muss ist klar, aber groß an ihm rumerziehen würde ich nicht. Wollte auch nicht, dass das bei meinem Hund gemacht wird, wenn ich mal weg bin...
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #12
Nein, gross erziehen werden wir Ihn sicher nicht.
Unserer Regeln haltet er schon ein, im dem er nicht auf dem Bett schläft. Es geht nicht nur darum Ihn zu erziehen, sondern ihm eine beschäftigung zu bieten.
Statt nur spazieren gehen und schlafen, wollen wir auch Ihn fördern, da er, wie es aussieht uns auch mancmal verarscht, gehe ich davon aus der er nicht gerade auf den Kopf gefallen ist :D
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #13
Ach so, na dann versteh ich das :)

Wenn das so ist kannst du ja die Besitzer fragen, ob du ihm ein paar Tricks beibringen oder Dummytraining anfangen kannst.
Leckerlie suchen ist auch immer gut, wenn bei euch nicht die Gefahr von Giftködern besteht. Die kann man auch mal an Baumrinden kleben oder in die Äste hängen, sodass er dreidimensional suchen muss.
 
  • Max (Mischling) verstehen und kennen lernen Beitrag #14
Hier ein Bild von Ihm..
Wen es nach meiner Freundin geht, würde Sie ihn gleich behalten :D

max.jpg
 
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