Hormonchip bei Hündin?!

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  • Hormonchip bei Hündin?! Beitrag #1
Bloodlove

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Hallo ihr Lieben,

meine Kiwi ist in der zwischenzeit schon fast 10 Monate alt und so langsam warten wir auf ihre erste Läufigkeit.

Bei meinem Mann und mir ist häufig die Kastration Thema. Er ist dagegen und ich bin dafür. :? Die erste und eventuell auch die zweite Läufigkeit wollen wir jedoch mindestens abwarten.

Wir auch schon über einen Hormonchip nachgedacht, jedoch ist der wohl er für Rüden... Gibt es da auch was für Hündinnen? und wenn ja was bewirkt dieser bei unserer Kleinen?

Danke für die Hilfe
 
  • Hormonchip bei Hündin?! Beitrag #2
Huhu,

es gibt eine Spritze, die die Läufigkeit verzögert. Die müsste dann alle 6 Monate erneuert werden. Ihr sorgt allerdings damit dafür, dass sie dann gar keine Läufigkeit erhält. Die bleibt also fern und damit kommen deiner Hündin auch die wichtigen Hormone und Entwicklungen nicht zu, die ihr ihr ja bestimmt durch die erste und zweite Läufigkeit geben wollt. Wenn ich ehrlich bin, wäre das für mich die schlechteste Variante. Bei der Kastration bekommt sie immerhin noch Hormone, wenn ihr nicht frühkastrieren lasst, auch wenn der Eingriff natürlich schwerer (aber Routine) ist. Ich würde mir auch eher die Frage zwischen Kastra oder nicht Kastra stellen. Solltet ihr kastrieren, schließe ich mich aber an und würde der Hündin auch 1-2 Läufigkeiten gönnen.

Was sind denn jeweils eure Gründe, wieso einer kastrieren lassen möchte und der andere nicht? Vielleicht findet man noch ein paar Argumente, die den anderen schließlich überzeugen?

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Hormonchip bei Hündin?! Beitrag #3
Dachte immer das die Spritze nur so ne Notlösung ist, wenn man in Urlaub fahren will und die Hündin zeitgleich läufig sein würde oder so?
 
  • Hormonchip bei Hündin?! Beitrag #4
Mein Mann hatte halt mal den gedanken, dass wir sie vielleicht mal in der fernen Zukunft decken lassen könnten, was eigentlich außer Frage steht, da ich nicht denke, dass wir in den nächsten fünf Jahren in ein Haus mit grundstück ziehen und nicht mehr arbeiten brauchen und so Zeit für die welpen haben... ich denke eher das ist so eine Männersache :roll:... zum Glück ist meine Kiwi kein Rüde, dem man an die Hoden will :cool:

kennst du dich mit den Kosten aus von dieser Spritze? und was zum geier ist eigentlich eine chemische Kastration?

ist die Sterilisation eigentlich noch möglich? da werden doch angeblich nur die Eileiter abgeklemmt und es würde die Möglichkeit bestehen dies Rückgängig zu machen.
 
  • Hormonchip bei Hündin?! Beitrag #5
Haben dein Mann und du euch einmal Gedanken gemacht welche Gefahren bei einer Schwangerschaft und einer Geburt auf eure Hündin zukommen? Selbst der Deckakt ist weder angenehm noch ungefährlich für Hündin und Rüde.

Die Zucht sollte man solchen Leuten überlassen, die sich mit Standards, Genetik und Erbkrankheiten ernsthaft auseinander gesetzt haben. VDH-Züchter z.B. müssen auf Ausstellungen und in entsprechende Seminare um das entsprechende Wissen zu erwerben.

Welche Rasse ist eure Maus denn?

Eine Sterilisation wird bei Hündinnen fast nie durchgeführt. Da der Bauchraum sowieso einmal eröffnet wird, werden meist sofort Eierstöcke und - wenn gewünscht - auch die Gebärmutter entfernt.
Wenn die Eierstöcke "nur" verklebt werden wird die Hündin regelmäßig läufig und ist in dieser Zeit für die Rüden extrem interessant und muss separiert gehalten werden. Denn auch wenn kein Eisprung erfolgt wollen die Rüden decken und der Deckakt kann zu gefährlichen Verletzungen führen.
Das dieser Eingriff rückgängig gemacht werden kann ist mir persönlich unbekannt. Da würde ich deinen TA fragen.

Nach einer Kastration brauchst du in der Regel keine Angst mehr vor ungewollten Deckakten zu haben. Die Hunde werden im Allgemeinen auch nicht mehr von anderen Hunden angepöbelt als vorher auch.
 
  • Hormonchip bei Hündin?! Beitrag #6
Meines Wissens gibt es - Gott sei Dank - für die Hündin noch keinen Chip.
Eine Spritze zur Unterdrückung der Läufigkeit ist mit zahlreichen Nebenwirkungen verbunden. Selbst Tierärzte raten hiervon ab.

Ich würde mich an Deiner Stelle einmal kritisch mit der Kastration auseinandersetzen. Hier eine informative Seite.
Zitat:
Kastrierte Hündinnen hingegen haben ein höheres Risiko


1. (2 x) zu Übergewicht

2. (8 x) größeres Risiko zu Herztumoren

3. akute, fatale Pancreatitis

4. (8 x) zu Harninkontinenz

5. größeres Risiko zu Hämangiom (Blutschwamm)

6. Schilddrüsenkrebs

7. Schilddrüsenüberfunktion

8. Nieren/Blasengeschwüre

9. chronische Hornhautentzündung

10. Schwund von Muskelmasse und Bindegewebe

11. während der Operation zu sterben

Quelle:
 
  • Hormonchip bei Hündin?! Beitrag #7
Dachte immer das die Spritze nur so ne Notlösung ist, wenn man in Urlaub fahren will und die Hündin zeitgleich läufig sein würde oder so?

Ich kann mir gut vorstellen, dass das so gedacht ist - gerade auch, wenn die Hündin für eine Op zu alt ist, aber der Stress der Läufigkeit zu hoch -, aber wie so oft, werden sinnvolle Dinge gerne auch mal "missbraucht" oder völlig unnötig verwendet.

Mein Mann hatte halt mal den gedanken, dass wir sie vielleicht mal in der fernen Zukunft decken lassen könnten

Kann ich um ehrlich zu sein auch nur abraten von. Aufwand und Informationsbeschaffung sind einfach zu enorm für "nur einmal decken lassen", weil mehr dazu gehört als den Hund draufspringen und die Hündin werfen lassen. Von den ganzen Hunden, die bereits auf ein Zuhause warten mal ganz zu schweigen. In der Regel ist das auch für die Hündin kein Zuckerschlecken und ich beneide die ganzen Züchter nicht, die dann einen Wurf Welpen sozialisieren "dürfen", ständig TA-Besuche haben, gute Leute finden müssen usw. Freunde von mir (Züchter) hatten mal einen Wurf mit 13 Welpen und beide konnten dann ihrem Betrieb nicht mehr wirklich nachgehen, weil sie sich um diesen Wurf kümmern mussten. Ein 13er Wurf ist vielleicht nicht soo wahrscheinlich, aber ich denke, ein 5er oder 6er Wurf reicht auch schon, um als Neuling die Übersicht zu verlieren. Ich bin da einfach immer sehr skeptisch. Züchter wissen in der Regel, was sie tun, aber wir bekommen hier zu oft Anfragen von "einmal-werfen-Lasser", wo die Hündin schon längst soweit ist, die Welpen zu bekommen und die Leute fragen hier nach Dingen, über die man sich schon vorher hätte informieren müssen.

Die Kosten für die Spritze kenne ich leider nicht. Mit 3 Spritzen im Jahr +/- wirst du wohl rechnen müssen. Problematisch sind die Nebenwirkungen. Hier mal eine kurze Info zum Thema:

Die Läufigkeit von Hündinnen kann durch Hormone unterdrückt werden. Das Tier wird 3-5 Monate nach der letzten Läufigkeit mit Progesteron gespritzt. Die Spritze wird nach 4 Monaten wiederholt, dann wird alle 4-5 Monate gespritzt. Die Läufigkeitsverhütung ist sicher, wenn sie entsprechend dem aktuellen Körpergewicht dosiert und möglichst exakt zum errechneten Zeitpunkt durchgeführt wird. Anders als die Pille bei der Frau hält die Läufigkeitsunterdrückung den Zyklus an: Die Hündin ist hormonell im Status einer Dauerträchtigkeit (denn sie soll ja auch nicht läufig werden - nicht tragend zu werden, reicht alleine nicht aus).

Allerdings beinhalten Hormonbehandlungen der Hündin stets das Risiko einer Gebärmutterentzündung. Es wird umso größer, je näher man dem Termin der nächsten Läufigkeit kommt. Wenn Sie sich an den ausgerechneten Termin halten, sind Entzündungen selten. Spritzt man in eine bestehende Läufigkeit hinein, erkrankt die Hälfte der so behandelten Hündinnen.
An der Injektionsstelle kann es zu Haarveränderungen und Haarausfall kommen.
Außerdem steigt das Risiko von Mammatumoren auf das 2-5fache.



Mir wäre das Risiko zu hoch. Man bezahlt Geld dafür, dass das Tumorrisiko steigt :?

und was zum geier ist eigentlich eine chemische Kastration?

So nennt man die Möglichkeiten einer (temporären) Kastration durch Arzneimittel. Wie die bereits genannte Spritze für die Hündin, der Chip für Rüden (hält in etwa ein halbes Jahr) oder auch hormonunterdrückende Spritzen für den Rüden bei Liebeskrankheit. Eine Kastration im herkömmlichen Sinne durch eine OP (Entnahme der entsprechenden Organe) gehört demnach nicht dazu.

ist die Sterilisation eigentlich noch möglich? da werden doch angeblich nur die Eileiter abgeklemmt und es würde die Möglichkeit bestehen dies Rückgängig zu machen.

Auf Wunsch ist sie sicherlich möglich. Ob es rückgängig ist, kommt vermutlich auf das handwerkliche Geschick des Arztes an bzw. ob er es drauf anlegt, es wieder rückgängig zu machen. Die Chance ist aber relativ hoch, dass sowas nicht mehr rückgängig zu machen ist. Gerade beim Menschen ist das ja auch immer ein Thema, weswegen viele Ärzte davon abraten. Der Arzt muss nur minimal abrutschen und die Möglichkeit sie rückgängig zu machen ist hinüber. Würde ich entsprechend wohl nicht in Betracht ziehen, gerade weil TÄ heutzutage auch eher kastrieren als sterilisieren.
 
  • Hormonchip bei Hündin?! Beitrag #8
Nur mal ganz kurz zur "chemischen Kastra":
Wir hatten uns eine Hündin aus dem TH geholt, die vorher (bevor sie ins TH kam) diese Hormonstpritzen bekommen hat. Über Jahre hinweg....
Im TH wurde sie kastriert.... trotzdem bekam sie noch Krebs an den Milchleisten... sie starb daran.

Das Risiko durch die Hormonspritzen sind also nicht klein!

An eurer Stelle würde ich erst abwarten, ob sie unkastriert wirklich leidet..und höllisch aufpassen, wenn sie läufig ist!

Diese Hormonspritzen wirken auf den Körper ein, wie bei Frauen, die einen Hunden vertragen sie schlecht, die anderen besser... auf jeden Fall ist diese körperliche Umstellung der Hormone nicht ohne!
 
  • Hormonchip bei Hündin?! Beitrag #9
Das Tumorrisiko sinkt auch nur dann, wenn man spätestens nach der 3. Läufigkeit kastriert. Ansonsten hat eine Kastra keinerlei Auswirkungen mehr in diesem Bereich. Die Spritze erhöht das Risiko sogar.

Ob man kastrieren lässt oder nicht ist eine Glaubensfrage. Die Liste von Bubuka kann man auch für den anderen Fall (also intakt halten) erstellen. Beides hat seine Vor- und Nachteile und beides birgt Risiken. Ob man kastrieren lässt, muss jeder für sich selbst wissen, da kann man sich nur bedingt von Befürwortern oder Gegnern helfen lassen, weil beide gute und schlechte Argumente haben. Man muss sie für sich abwägen.
 
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