Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis?

Diskutiere Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? im Hamster Gesundheit Forum im Bereich Hamster Forum; Hallo, ich bin mal wieder fix und fertig. Mein Hamster Pirati (1 3/4 Jahr) hat seit ein paar Tagen (wann genau kann ich nicht sagen) ein Geschwür...
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naturliebhaberin89

naturliebhaberin89

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Hallo, ich bin mal wieder fix und fertig. Mein Hamster Pirati (1 3/4 Jahr) hat seit ein paar Tagen (wann genau kann ich nicht sagen) ein Geschwür oder so was unterm Bauch. Ich hab es gestern festgestellt, am Samstag war es noch nicht da. Er verhält sich sonst ganz normal, ist zig mal am Tag wach und holt sich was zu futtern, frisst ganz normal und ist aktiv. Ich wollte eig. gestern gleich zu dem notdiensthabenen TA hier bei uns, aber der meinte, wenn der Hamster sich normal verhalten würde und fressen würde, würde es auch reichen heute zu kommen. Tja nur hat der liebe Mann wohl vergessen, dass sie heute gar keine Sprechzeiten haben, ich also wieder angerufen und er meinte ich solle morgen kommen (es ist eine Gemeinschaftspraxis und ich hatte den unkompetente TA [meiner Meinung nach] dran und morgen soll der TA da sein, der meine Meinung nach Ahnung hat. Aber das war auch schon oft so, dass der dann doch nicht da war. Naja also bin ich heute extra 30 Min. weiter gefahren mit meinem Vater, da ich von dem TA schon viel gutes gehört habe. Dort war aber auch nicht er selbst anwesend, sondern seine Mitarbeiter. Ich kam zu einer sehr jungen Ärztin, sie erschien mir kompetent. Sie schaute sich das Geschwür genau an und zeigte es dann auch nochmal ihrem Kollegen. Sie waren sich beide einig, dass es drirekt am Penis liegen würde und das daher eine Rausschneiden oder eine operative Entfernung kaum möglich ist, da er den Penis ja braucht. Sie gab mir Antibiotika mit, wo von ich ihm 1x täglich 0,1ml in den Mund verabreichen soll und das 4 Tage lang. Wenn es dann nicht abschwellt sollte ich weiter beoachten und falls es größer werden sollte müsste man evt. doch noch einmal über eine Entfernung des Geschwürs nachdenken. Nun hab ich mich schon viel belesen gestern und heute und weiß dass man Tumore rausoperieren kann und Abszesse auch oft ausdrücken kann. Ich weiß aber absolut nicht was es ist. Ich hab einfach Angst, dass man aber vielleicht doch was machen muss, also operieren oder rausdrücken. Was meint ihr, soll ich morgen nochmal zu dem TA gehen, der mir bis jetzt am kompetentesten erschien, ich mein der Hamsterkenner ist er sicher nicht, aber er kennt sich in unserer blöden Umgebung wo es kein gescheiten Hamster-TA gibt sicher am besten aus oder würdet ihr erstmal abwarten? Das Problem ist nämlich auch, dass ich eig. ab 20.01. für 14 Tage im Urlaub bin und sich dann meine Mutter drum kümmern wird.... das macht mich so fertig, wenn da was passiert. Aber ich kann jetzt auch nichts mehr stornieren. Was würdet ihr machen?
 
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  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #2
Penishautvorfall wurde ausgeschlossen? Das war mein erster Gedanke. Sollte das Ausgeschlossen sein, dann muss man es eben mal mit dem AB probieren, wobei mir ja eig. nicht so klar ist, wieso man bei einem Geschwür AB geben sollte...
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #3
Also, wenn er nachher wach ist, werde ich mal ein Foto reinstellen. Von Penishautvorfall hat sie nichts gesagt. Wie würde das denn aussehen. Bei Pirati ist es ein kleiner als erbengroße Kugel, die beige, weiß, gelblich aussieht.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #4
02012013722.JPG

nicht so tolles Bild, das weiß ich, aber nach 5 Min. Quälerei für ihn, hab ich es aufgegeben, er hat so gezappelt.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #5
wobei mir ja eig. nicht so klar ist, wieso man bei einem Geschwür AB geben sollte...

Es könnte sich auch um eine Entzündung handeln, dann würde AB vielleicht anschlagen. Bei einem Abzess wird auch AB gegeben. Solange solche Knuppel nicht punktiert und die Proben im Labor untersucht werden, kann man nicht genau feststellen, was es ist.

naturliebhaberin89, versuch doch mal den Kleinen in einen Glasbehälter zu setzen und von unten zu fotografieren. Das stresst ihn weniger und das Foto wird meist besser. Gut wäre auch, wenn man etwas mehr vom Hamster sieht, so kann man schlecht abschätzen, wo das Geschwür genau sitzt.

Mein erster Gedanke war ein Duftdrüsentumor. Die Duftdrüse sitzt bei Zwerghamstern (Pirati ist doch Zwerg, oder) am Bauch, allerdings sollte ein TA diese Stelle vom Penis unterscheiden können....
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #6


ich denke, dass ist genau das was Pirati hat. Was haltet ihr von der Behandlung? Soll ich das morgen dem TA sagen, also dass er punktieren soll? Ich hab so Angst, dass dadurch alles viel schlimmer wird. Schon bei meinem verstorbenen Hamster Seppl hat der TA-Besuch alles nur schlimmer gemacht, seit dem bin ich hin und hergerissen, weil ich mir nie sicher bin ob der TA auch weiß was er da tut. Mein Kanninchen hat auch 3 Jahre mit einem Tumor gelebt und ist 12 Jahre gewurden ohnen eine TA-Besuch.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #7
Ich würde auf jeden Fall zum TA damit. Denn ohne Punktieren wird man auch nicht genau wissen, was es ist. Wenn es eine Entzündung ist, kann sie behandelt werden. Bei einem Tumor sieht das ganze schon anders aus, jedoch hast du danach die Karten auf dem Tisch und kannst dementsprechend handeln.
Wie ist es denn nach dem Punktieren schlimmer geworden? Das es für das Tier unangenehm ist, kann ich mir vorstellen, aber was hat sich denn danach so rapide verschlimmert?
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #8
Ich würde jetzt erst mal das AB geben. Vielleicht hilft das schon und wenn nicht, kannst du dann immer noch punktieren lassen.
Wenn du dir allerdings mit deinem TA nicht sicher bist, würde ich noch mal nach einem anderen Ausschau halten. Frag mal einen Mod, es gibt eine TA-Liste. Vielleicht ist jemand in deiner Nähe vermerkt.

Ob du es letztendlich wagst, musst du selbst entscheiden. Allerdings rate ich dir, diese Entscheidung nicht an deinen Erfahrungen mit deinem Kaninchen fest zu machen. Hamster ist noch mal eine ganz andere Nummer. Jeder Tumor wächst anders. Mein letzter Goldi hatte einen Backentaschentumor, der ihn nach spätestens 4 Wochen umgebracht hätte, so ist der gewachsen.
Noch dazu ist Bauch eine blöde Stelle, denn ab einer bestimmten Größe schleift das Ding auf dem Boden und die Haut scheuert sich wund.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #9
Wie ist es denn nach dem Punktieren schlimmer geworden? Das es für das Tier unangenehm ist, kann ich mir vorstellen, aber was hat sich denn danach so rapide verschlimmert?

das weiß ich leider auch nicht, da der Thread der vorbei ist. Naja ich sehe es so, dass jeder Eingriff 1. Stress für das Tier bedeutet und eine offene Wunde ist, in der sich wieder Keime sammeln können, so meinte es auch die TA heute, deswegen erstmal nur AB. Ich gehe morgen nochmal zu dem TA, wo ich denke, dass der besser Bescheid wissen müsste und spreche das mit dem punktieren mal an.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #10
Da hast du auch wieder recht:eusa_think:
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #11
Ja und da steht man wieder als Halter vor der Frage: Was mache ich - so oder so ist es die falsche Entscheidung... =(
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #12
Was mache ich - so oder so ist es die falsche Entscheidung... =(

Das würde ich so nicht sagen. Die richtige Entscheidung ist erst mal, dass du zum TA gehst und alle Möglichkeiten abwägst. ;)

Eine Punktion ist in der Regel nicht so wild. Die Wunde ist so klein, dass sie sehr schnell wieder zuheilt. Das Geschwür liegt in diesem Fall auch gut zugänglich. Es muss keine komplette Narkose gelegt werden, mit ein bisschen Gas (z.B. Isufloran) geht das auch. Der Hamster wacht fast sofort wieder auf, sobald er kein Gas mehr atmet. Natürlich ist auch das ein Risiko, aber es ist geringer.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #13
Bei meinem Tumor-Mäuschen wurde auch punktiert. Ich hatte da auch nicht das Gefühl, dass es so wild ist. Sie hat sich nichts anmerken lassen, was natürlich nichts heißen muss.
Ich hab gerade überlegt, dass, falls ein Abszess festgestellt wird, der Knubbel sowieso gespült werden muss, da wird dann eh alles so gut wie möglich sterilisiert. Den Rest würde das AB erledigen.
Ob sich ein Stich negativ auf einen Tumor auswirken würde, weiß ich echt nicht:eusa_think:

Ich verstehe aber auch deine Ansicht, mach am besten das, was dein Bauchgefühl dir verrät und lass dich da nochmal von einem TA beraten;)
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #14
Vielen Dank an euch zwei. Ich denke, wenn es dem TA, zu dem ich heute geht zu heikel ist würd er es keineswegs in Erwegung ziehen. Ich hoffe der TA zu dem ich will ist nur auch da... Ich hoffe es wird alles wieder gut.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #15
Ob sich ein Stich negativ auf einen Tumor auswirken würde, weiß ich echt nicht:eusa_think:

Das will ich mal nicht sicher mit nein beantworten, bei dem Backentaschentumor meiner Annui tat es das jedenfalls nicht.

Wenn du nicht genau weißt, ob dein TA da ist, ruf doch einfach vorher an und mach einen Termin? So mache ich das auch immer, ehe ich den Hamster umsonst hin und her schleppe.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #16
Ich bin grad vom 2. TA wieder heim: er meint das AB ist Quatsch, wenn man nicht weiß was man da bekämpfen will. Er will Pirati unter Narkose (aber keine Gasnarkose) am Dienstag punktieren, da das Geschwür noch weit in den Bauchinnenraum reicht. Es könnte eine Talgdrüse sein, die sich leicht leeren lässt oder ein Tumor. Jedenfalls will er nichts aufschneiden, da er meint, dass das für Hamster eig. immer der Weg in den Tod ist. Wenn etwas anderes vorliegt will er es ausscheren, so hab ich ihn glaub ich verstanden. Ich habe ihn auch auf Gasnarkose angesprochen, er meinte aber das er da den Grund nicht sieht, denn eh das Narkosegas wirkt wäre er schon fast fertig, er sieht darin keinen Unterschied, außer in den Kosten, daher verzichtet er darauf. Er würde Pirati dann nur ganz gering dosieren und danach gleich unter Rotlicht setzen, damit der Kreislauf sich schnell regulieren kann. Wenn ich allerdings eine Gasnarkose haben möchte würde er mich nach Mühlhause überweisen, die machen das dort, dies ist allerdings um die 70km von uns weg.
Was meint ihr?
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #17
Öhm, also mein Stand des Wissens ist, dass man mit einer Gasnarkose viel flexibler ist. Injektionsnarkose werden gespritzt, das Tier schläft ein und dann pennt es eben, bis die Wirkung nachlässt. Das kann man mit der Dosierung ein bisschen regeln, aber eher grob.
Bei der Gasnarkose atmet das Tier die ganze Zeit das Narkosegas ein, man kann die Konzentration des Gases einstellen, also auch die Tiefe der Narkose. Sobald das Tier kein Gas mehr atmet, dauert es nur einige Sekunden bis höchstens wenige Minuten, bis es wieder aufwacht.
Eigentlich ist diese Narkoseart risikofreier als Injektion und für die Tiere auch einfacher zu verarbeiten.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie mein Meerschwein damals von der Kastra kam. Er war noch stundenlang völlig platt, musste richtig seine Narkose ausschlafen. Damals war es noch Injektion. Bei Meeris wird heute sogar empfohlen, nur noch mit Gas operieren zu lassen, weil sie mit das größte Narkoserisiko unter den Kleintieren haben.
Meine Hamster und Mäuse, die ich habe operieren lassen, kamen immer fit vom TA zurück. Inhalationsnarkose. Annui hatte einen Backentaschentumor, den ich habe punktieren lassen. Dazu haben wir sie unter einen Glasbehälter gesetzt und einen Wattebausch mit Narkoseflüssigkeit mit drunter geworfen. Es dauerte keine 10 Sekunden, da war der Hamster weg. Dann musste alles schnell gehen, denn eben so rasch ließ die Narkose auch wieder nach, sobald wir sie unter dem Glas rausholten.
Ich habe in zwei Kliniken Praktikum gemacht, die fast nur Inhalation benutzen. Es dauert einen Moment, bis die Tiere einschlafen, aber auf die 2-3 Minuten kommt es nicht an. Bei sowas kleinem wie einem Hamster geht das noch schneller. Sobald die Gasmaske wegkommt, kann man zusehen, wie die Tiere aufwachen. Besonders bei Tieren mit schnellem Stoffwechsel, also sehr kleinen Tieren und Vögeln, geht das problemlos.

Ich bin kein TA, aber Injektionsnarkose für eine Punktion halte ich für übertrieben. Das dauert nicht mal eine halbe Minute, das kriegt man bestimmt nicht mit einer Injektion hin. Gas kann man eben benutzen, solange man es braucht und nicht unnötig darüber hinaus.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #18
ja so sehe ich das eig. auch. Zumal ich in den ganzen Hamsterforen glaub ich von keinem Erfolgsbericht bei einer solchen Narkose gelesen habe, die meisten Tierchen sterben danach. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll, in einem anderem Forum beschreibt jemand mit gleichen/ähnlichen Problemen sein momentanen Zustand so:
Meine Gedanken sind:

1. Günterchen so weiterleben lassen, so lange wie es ihm gut geht und er seinen runden im Rad und seine Mehlwürmer geniessen kann und er sich nicht quält.

2. Ich lasse ihn operieren, wenn er es aber nicht schafft, habe ich ihm mitten aus dem leben gerissen und zwar noch dann, als es ihm gut ging.



Jetzt denk ich grad nach, und denke nicht an mich sondern an günterchen.
Soll ich ihm das wirklich antun?
erstmal den stress zum TA, dann evtl nochmal Termin für OP, die ganze evtl. Genesung. Und wenn er dann doch nur noch zwei wochen länger hat?

Ich fühl mich grad so schlecht entscheiden zu müssen, wie lange günterchen noch leben darf.


Mein gedanke grad ist, das ich ihn nicht operieren lasse.
kaum "freunde" ich mich mit dem gedanken an, kommen schon wieder zweifel.

Ich weiss, hier kann mir KEINER meine entscheidung abnehmen, aber vielleicht könnten mir einige ihre Gedanken schildern?

ganz genauso geht es mir auch: lass ich ihn operieren wo auch immer, dann stirbt er vielleicht und wäre aber so noch zig Monate am Leben geblieben und ich hätte ihm so einfach das Leben genommen. Ich habe jetzt so viele Berichte im Internet gelesen, wo die Hamster mit Tumor noch gut nen halbes Jahr und länger leben konnten. Viele die sich für eine Op entschieden haben und der Hamster es dann nicht geschaftt hat, machen sich jetzt Vorwürfe...
Ich mein so ein TA-Besuch ist schon schlimm für ihn, er kommt dann nen ganzen Tag nicht mehr richtig klar. Jetzt ist er komplett umgezogen, damit ich ihn nicht so leicht finden kann und er zuckt total, wenn nur jemand in seine Nähe kommt und läuft weg. Er hat einfach Angst, dass ich ihn wieder zum TA schleife. Bei Seppl damals denke ich waren die vielen TA-Besuche auch nicht ganz anschuld an seinem so schnellen Tod, einfach zu viel Aufregung für einen so ängstlichen Hamster wie er immer war. Ich will einfach nicht, dass das gleiche nochmal passiert.
Was habe ich jetzt für eine Wahl:
-den OP Termin am Dienstag wahrnehmen, bei der er ne Infusion als Narkose bekommt und hoffen, dass er A die Narkose übersteht und das es B nur ein Abszess ist
-in Mühlhausen (70km) weit weg von uns wieder einen Termin machen für eine Untersuchung, nach Hause fahren um zu einem weiteren Termin für die OP oder zum punktieren unter Gasnarkose wiederkommen und ebenfalls die gleichen Hoffnungen haben wie bei der Infusionsnarkase
-oder ihn einfach so friedlich leben lassen und verwöhnen und ihn erlösen lassen, wenn ich merke er geht nicht mehr

Ich gehe dabei wirklich nicht von mir aus, wenn es das beste wäre ihn heute erlösen zu lassen, dann würde ich das auch sofort tun... ich kann nur einfach keine entscheidung über leben und tot fällen. In der Natur würden sie ja auch ganz normal sterben, aber die letzten Qualen könnte man durch das Erlösen abwenden. Ich bin so hin und hergerissen, wie der andere schon schreibt, entscheid ich mich gegen den Eingriff, kommen gleich wieder die Zweifel. Vorallem noch das Problem das ich ab dem 20.01. im Urlaub bin für 14 Tage.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #19
Huhu,

ich kann dich gut verstehen.
Eine OP ist natürlich ein Risiko, aber auch eine Chance. Ich habe bisher noch kein Tier dabei erloren. Wenn der TA in Mikrochirugie erfahren ist, dann hat man auch gute Chancen, dass alles glatt läuft.
Bei Farbmäusen ist es z.B. auch Gang und Gebe, die Böcke kastrieren zu lassen. Das ist auch mit Vollnarkose und allem drum und dran verbunden, auch wenn eine Kastra ein kleinerer und einfacherer Eingriff ist als ein Geschwür am Bauch...

Vielleicht helfen dir meine Erfahrungen ein bisschen, dich für die eine oder andere Seite zu entscheiden. Weil's so'n Roman ist, mal versteckt.

[VERSTECK]Ich habe mal eine Rennmaus an dieser Stelle (Bauch) operieren lassen, weil sich ein Duftdrüsentumor gebildet hatte. Es ist alles gut gegangen, wir hatten nie wieder Probleme an dieser Stelle. Die Naht ist sauber verheilt, keine Entzündungen usw. Der Tumor wuchs zwar merklich, war bei der OP aber noch recht klein.

Mein letzter Goldhamster hatte einen Backentaschentumor. Medikamente haben nicht angeschlagen, daher haben wir punktiert, um festzustellen, was es jetzt wirklich ist. Leider Tumor, also habe ich mich sofort für die OP entschieden. Dieses Ding ist rasant gewachsen, hätte ich gewartet, wäre es nicht mehr operabel gewesen und wenig später wahrscheinlich geplatzt oder es hätte Annui die Luftröhre abgedrückt. Die OP verlief gut, obwohl die Stelle ziemlich schwierig war. Nach 3 Monaten kam der Tumor wieder, füllte nach gerade mal zwei Wochen die komplette Backe aus, war fast doppelt so groß wie der erste Tumor. Obwohl die Bedingungen nun merklich schlechter standen, ließ ich wieder operieren. Die OP war hart an der Grenze, auch Annui war danach viel schlapper, als nach der ersten OP. Aber die Lage besserte sich rasch. Wieder hatten wir nur 3 Monate Ruhe, dann wuchs dieses Mistbiest wieder. Eine dritte OP schlossen sowohl ich, als auch meine TÄ aus, daher stiegen wir auf eine Cortisonbehandlung um. Diese schlug an, stoppte das Tumorwachstum und wurde lebenslänglich fortgeführt. Annui starb Ende des letzten Jahres friedlich in ihrem Nest, sie war ziemlich genau 2 Jahre alt.
Obwohl ich ihr damit sicher viel zugemutet habe, bereue ich die ganze Behandlungsgeschichte nicht. Wir haben damit über ein halbes Jahr tumorfreies Leben rausgeschlagen und danach noch mal einige Wochen.
In diesem Fall war die Entscheidung aber auch etwas leichter, entweder Annui überlebte die OP nicht oder sie starb 4 Wochen später einen grausigen Tod. Oder sie konnte leben - und das tat sie.[/VERSTECK]

So oder so gilt, je kleiner ein Geschwür ist, desto leichter lässt es sich operieren und desto größer sind die Chancen, dass das Tier auch überlebt. Außerdem steigt das Narkoserisiko mit dem Alter, jüngere Tiere stecken sowas besser weg.

Ich an deiner Stelle würde erst mal abklären lassen, was für ein Problemchen ihr da habt. Eine Punktion ist eigentlich kein großer Akt, ich glaube nicht, dass dafür ein extra Termin gemacht werden muss. Wie gesagt, bei Annui dauerte es keine 5 Minuten.
Wenn es nur ein Abzess ist, kann man ihn wahrscheinlich öffnen, entleeren und dann zuheilen lassen.
Falls es ein Tumor sein sollte, musst du abwägen, ob du sofort eine OP wagst oder erst mal abwartest. Ich würde das Wachstum beobachten und danach entscheiden, ob der Tumor bald eine Belastung sein wird oder ob der Hamster noch länger problemlos unterwegs sein kann. Wenn abzusehen ist, dass der Tumor bald Schmerzen verursachen wird, weil er z.B. auf dem Boden schleift, würde ich operieren lassen, solange die Bedingungen dafür günstig sind.
 
  • Entzündung, Abszess, Tumor, ... am Penis? Beitrag #20
Danke, das du verständniss hast und mich nicht runtermachst. Oft wird man ja immer gleich verurteilt, dass man egoistisch ist und nur an sich denkt, aber das bin ich garantiert nicht. Ich will einfach nur alles richtig machen. Ich will ihm nur jeden Stress und jede Qual abnehmen... ich werde das nochmal mit meiner Familie abklären und dann entscheiden. Ich danke dir auf jedenfall total.
 
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