Zeitdruck! Leistungdruck! Ich gehe langsam kaputt :(

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Ngoci

Ngoci

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Hallo an alle, der folgende Beitrag kann sehr lang werde, bitte nicht erschrecken!




In 2 Jahre halte ich mein Fachabi in den Händen und ich merke selber,dass ich in eine Sackgasse renne.
Ich will mich überall verbessern, aber das braucht alles seine Zeit.Zeit die ich nicht habe sie alle unterzubringen.
Kurzer Einblick in meine Lebensgeschichte:


Vergangenheit
Es begann in der 1. Klasse schon. Das Umfeld meiner Eltern legte viel Wert auf Bildung & Leistung. Es wurde mit dem Kind geprahlt, welches eine Gute Note mit nach Hause brachte oder eine kluge Antwort gab. Ich wurde damals ständig mit einer Freundin verglichen. Ich brachte wegen den Druck wohl nur schlechte Noten nach Hause, Lust zulernen hatte ich nicht und landete dann schließlich auf der Hauptschule. (Mein Traum war es zu studieren, aber mit einem Hauptschulabschluss hat man da eh keine Chance, dachte ich damals und verwarf es dann). Für meine Eltern war diese Zeit besonders schlimm,weil alle sie angesprochen haben deswegen. Meine Mutter hat sogar geweint.
Ich rappelte mich dann wegen ihr dann auf, weil ich ihnen keine Schande bereiten wollte. In der 7. Klasse wurde ich dann auf die Realschule hochgestuft.
Den Abschluss machte ich dann mit nicht so erfreulichen Noten. Ich hatte es anders erwartet, aber ich war damals wohl noch nicht so weit zu begreifen wie wichtig er war. Dennoch stand mein Entschluss fest, irgendwann zu studieren.
Ab jetzt zählte nur noch Leistung und Erfolg. Alles andere hat keinen Platz mehr.


Gegenwart
Jetzt gehe ich auf ein Berufskolleg um mein Fachabi zu machen. Ich strenge mich an, weil es in meinem Kopf „klick“ gemacht hat und zwar so sehr, dass ich überall eine gute Note haben will! Oft schaffe ich es, aber sehr oft dann auch nicht.
Meine Eltern halten gute Noten für selbstverständlich, sie sagen dazu nichts. Dabei würde ich sie sehr gerne stolz machen. Aber am Ende habe ich es doch eingesehen und will die Bestätigung für gute Leistung in meinen Noten wieder sehen. Aber an der Umsetzung hapertes einfach!


Zukunft
In der Zukunft will ich studieren und einen guten Bachelorabschluss(vielleicht auch Master) machen. Eine 1,X wäre sehr schön. Ab 2,5wäre ich schon sehr enttäuscht.
Meine Wunschuni wäre die in Pforzheim, wo es auch Internationale Studiengänge gibt. Mein Traum dort in eins zu kommen.
Aber meine Englischkenntnisse und sowie Deutsche sind nicht besonders gut.


Inwas ich mich alles verbessern will:
-Autofahren (frisch denLappen bekommen)

-In den Hauptfächern (M,D,E)
-In den Nebenfächern
-Meine Deutsch, Englischkenntnisse
-Meine Muttersprache vertiefen
-Selbstvertrauenund Selbstbewusstsein trainieren
-Meine Koch und Backkünste xD
-In meinen Hobbys die ich so mache

Was ich in Zukunft noch lernen/machen will:
-Klavierunterricht
-2 weitere Sprachen lernen
-Programmieren
-Tiere züchten (liebe Aquaristik)


Meine Hobbys/Interessen:
-Lesen
-Geschichten schreiben (ich rede hier schon von mehr als hundert Seite, keine KGs)
-zeichnen
-Astronomie
-Homepage/Forengestalten
-Schwimmen,Fahrrad fahren
-Puzzlen


Eine lange Liste wie ich finde und ich versuche jeden Tag allem gerecht zusein. Tja, leider hat der Tag nur 24 Stunden.


Es geht schon soweit, dass ich die Treffen mit Klassenkameraden absage,nur um zu lernen. Am Ende sitzt ich dann doch vorm Pc oder demFernseher.
Ich denke immer: „Ich habe gar keine Zeit für ein Treffen. Zeitverschwendung.“
Dadurch kann ich kaum Kontakte knüpfen und sie vertiefen. Sie fragen mich dann auch schon nicht mehr, weil sie die Antwort kennen. Aber ich kann es einfach nicht so ändern, weil ich es schon seit der 1.Klasse tue.
Selbst wenn wir in den Urlaub fahren, denke ich immer an die Schule und was ich in der Urlaubszeit noch hätte lernen/mich verbessern können.


Ich googlen schon verzweifelt nach: „Wie kann ich mich in Deutsch/Englisch verbessern.“ Die Vorschläge von den Usern sind oft Gute. Aber alles braucht seine Zeit. Ständiges üben, imme rwiederholen mind. 2H am Tag, damit es effektiv wird. Ich muss mich inso vielen Sachen verbessern, wie bringe ich das alles unter einem Hut ohne meine Hobbies und Freunde zu vernachlässigen? Wie schaffen es die anderen mal abzuschalten und ihr Leben zu genießen. Oft sind es ja die, die dann die guten Note nur so zu geflogen bekommen.
Oft liegen ich dann im Bett und bin frustriert, dass ich nicht alles geschafft habe, was ich mir vorgenommen habe.
Meine Ziele stecke hoch, denn sonst hätte ich keine Motivation sie zuerreichen. Aber sehe es auch ein wenig realistisch ein.
Ich hätte im Fachabi so gerne einen bestimmten Durchschnitt. Dazu mussich mich in allen Fächern um eine Note verbessern. Dies würde schon reichen. Ich verlange ja kein 1er Zeugnis. Aber einen 1,8-2,0Durchschnitt will ich schon unbedingt habe.
Aber WIE? Üben? Keine Zeit, ich muss mich ja noch in anderen Dingenverbessern!


Ich hoffe ihr versteht, was mein Problem im Moment ist. Ich habe JETZTdie Notebremse gezogen, denn sonst wäre ich irgendwann mit Sicherheit ausgebrannt.
Aber eine Lösung habe ich nicht gefunden.


Ich verzweifle wirklich und finde das Leben dann nicht mehr lebenswert,wenn ich keine Verbesserungen sehe. Wofür sollte man denn sonst leben? Frage ich mich oft.
Es wäre schön alles unter einem Hut zu bekommen und das Leben dann zugenießen.
 
  • Zeitdruck! Leistungdruck! Ich gehe langsam kaputt :(

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  • Zeitdruck! Leistungdruck! Ich gehe langsam kaputt :( Beitrag #2
Hallo Ngoci!
Das was du beschreibst kenne ich auch sehr gut. Man möchte allem gerecht werden und irgendwie klappt es dann nirgendwo. Ich frage mich oft, wie andere Leute das schaffen, meine Freundin hat einen Hund, sie geht joggen, mit dem Hund trainieren, Hundeschule (2x die Woche), spielt Gitarre, ist noch einmal die Woche in so nem Jugendtreff, geht zeitungen austragen, gibt Nachhilfe, sie trifft sich mit Freunden und sie lernt viel für die Schule und bekommt eigentlich nur gute Noten. Ich glaube, sie ist einfach ziemlich gut organisiert. Allerdings vernachlässigt sie ihre Freunde schon ab und zu, aber sie hat so viele davon, da merk sies nicht einmal.
Ich will nicht so sein wie sie. Aber ich würde schon ganz gerne mal so viel schaffen. Ich hatte nicht diese Probleme wie du, mit der Hauptschule und so weiter, war in der Grundschule immer 1 oder höchstens 2, bin dann aufs Gymnasium und es hat alles ganz gut geklappt. In der 7. Klasse wurde ich krank, war ein halbes Jahr nicht in der Schule, hab es aber trotzdem geschafft.
Seit der Zeit "damals" hab ich mich allerdings geändert, ich kriegs nicht mehr so einfach hin zu lernen, alle Hausaufgaben zu machen usw. Ich hab jetzt noch ein einhalb Jahre Schule bis zum Abitur und möchte auch einen guten Schnitt haben um zu studieren.
Dazu kommen noch meine Hobbys Klavier, zeichnen, Gitarre, Geschichten schreiben usw.. Ich nehme mir auch so viel vor zu machen und sag auch oft Freunden ab.
Wenn ich dann allerdings was machen will, dann brauch ich irgendwie total lange dafür und am Ende des Tages geh ich ins Bett mit dem Gefühl, den ganzen Tag nur Sachen für die Schule gemacht zu haben dabei habe ich dann gar nicht wirklich was gelernt und die Hälfte nur vorm PC gesessen.

Was ich dir damit sagen will: Du bist nicht alleine damit. Ich glaube, was Leute wie du und ich brauchen, ist einen strukturierten Tagesablauf, wo lernen aber auch Freizeit fest eingeplant ist.
Das heißt, du solltest eventuell ein-zwei Dinge aus deiner Liste streichen, damit es nicht zu viel wird. Wenn du nach Hause kommst, dann mach zuerst etwas für dein Fachabi, aber nicht den ganzen Tag sondern eine bestimmte Zeit lang.Wenn du das jeden Tag durchziehst, dann staut sich auch nichts auf, was du dann eventuell nicht mehr nachholen kannst. Danach kannst du dann zum Beispiel Was für deine Sprachen tun. Deine Muttersprache (weiß ich jetzt nicht, was das für eine ist und wie das in deiner Familie gesprochen wird) kannst du auch so einfach mal sprechen. Das mach ich auch mit meinen Eltern. Wir sprechen eigentlich deutsch aber immer wieder springen wir ins Niederländische rein und das hilft mir dann, in der Shcule freier auf NL zu sprechen.
Nimm dir auch für die anderen Sprachen etwas Zeit oder verbinde irgendwie die Sprachen mit deinen Hobbys. Z.B. mal versuchen eine Geschichte auch englisch zu schreiben, Filme auf englisch, anders sprachige Bücher lesen...
Nachdem du dann dein "Tages-muss" abgearbeitet hast, solltest du dann Zeit für dich haben (Puzzles, Geschichten, usw.) Am Wochenende ziehst du dein Lernpensum durch, z.B. ein bis zwei Stunden lernen am Tag und danach kannst du dann was mit deinen Freunden machen. Und abends was kochen oder so. Und wenn du dann irgendwann merkst: "Hey, ich hab ja mittwochs immer zwei Stunden Zeit", dann kannst du ja z.B. Klavier anfangen usw.

Man muss glaub ich einfach verscuhen, dauerhaft intensiv zu lernen. Dann braucht man auch nicht den ganzen Tag dafür und lernt jeden Tag dazu und bleibt am Ball.
Jedenfalls könnte ich mir vorstellen, dass mir das helfen würde. Aber dazu muss man sich erst einmal aufraffen ;)
So, ist lang geworden :D Ich hoffe ich konnte dir ein bisschen helfen ;)

LG Nilo
 
  • Zeitdruck! Leistungdruck! Ich gehe langsam kaputt :( Beitrag #3
Huhu Ngoci,

ich kann deine Problematik auch verstehen. Ich bin auch so ein Leistungsdruck Mensch, der schon verzweifelt, wenn die Note keine 1 vor dem Komma hat.

Das Ding ist aber, dass du es für dich selbst wollen musst. Andere Menschen stolz machen zu wollen, endet in der Regel nicht gut. Wenn du nur wegen guten Noten geschätzt wirst und nicht als Mensch selbst, dann wird dir auf Dauer eine gute Note nichts bringen. Du wirst immer mal an etwas scheitern. Das macht jeder. Und wenn deine Eltern deswegen nicht mehr stolz auf dich sind, dann sind sie - tut mir leid für meine Offenheit - wirklich doof. Eltern sollten einen lieben, wie man ist - auch wenn es nur ein Hauptschulabschluss ist. Natürlich dürfen sie sich wünschen, dass du mal einen tollen Beruf hast, wo du viel verdienst und eine klasse Bildung hast. Aber anstatt das einfach zu fordern, sollten sie dich fördern. Haben denn deine Eltern mal mit dir Hausaufgaben gemacht als du jünger warst? Oder haben sie dich unterstützt, wenn du lernen musstest? Haben sie dich mal gelobt, wenn du eine 1 nach Hause gebracht hast? Wenn nicht, gibt es auch keinen Grund, dass DU es IHNEN recht machen musst. Mach es nur für dich. Man weint nicht, weil das Kind einen Hauptschulabschluss hat. Man überlegt mit ihm zusammen, wie es weitergeht. In meiner Klasse kam damals auch ein Mädchen von der Hauptschule, die ihr Abi mit einem 2er-Schnitt schaffte, obwohl ihre Deutschkenntnisse sogar relativ mies waren. Aber sie war eben trotzdem gut. Ein Hauptschulabschluss ist doch kein Todesurteil. Ich kann so eine Einstellung von Eltern nicht verstehen.

Wenn ich deine Liste so sehe, wäre ich auch frustriert :lol:;) Alles auf einmal ist einfach unmöglich. Jeder hat so seine Liste, was er im Leben noch schaffen möchte, aber wenn er alles auf einmal macht, wirds nur Überforderung und man soll ja Spaß dabei haben. Überlege dir für den Anfang, was dir von der ganzen Liste besonders wichtig ist und konzentrier dich darauf. Englisch und Deutsch ist etwas, was man eigentlich "nebenbei" immer mal wieder lernen kann. Schau dir entsprechende Filme mit den Sprachen an, lies viel von diesen Texten, korrigiere auch mal Texte anderer auf ihre Grammatik hin usw. Programmieren kannst du später wunderbar auf der Uni lernen, da gibts immer mal wieder Kurse zu den verschiedensten Programmiersprachen. Solche Kurse gehen 1-2x die Woche + Hausaufgaben. Das kannst du getrost nach hinten verschieben. Sprachkurse kann man auch toll an der Uni machen. Haben in meinem Studiengang recht viele gemacht und oft sind Vorlesungen auch auf Englisch. Du lernst Sprachen automatisch, weil du ständig mit ihnen in Berührung kommst.

Wichtig ist einfach, dass du dein Leben nicht nur nach Leistung und Erfolg bemisst. Es tut mir leid, dass du mit solch einer Einstellung aufwachsen musstest, weil ich weiß, was das für ein Stress ist. Es ist gut, dass du die Notbremse gezogen hast, denn wenn man einmal in diesem Strudel ist, ist man irgendwann fix und fertig. Leistung ist natürlich wichtig, gerade heute. Du darfst aber nicht vergessen, dass du das (hoffentlich) auch alles machst, weil du Spaß dran hast. Du möchtest backen, weil es dir Spaß macht und nicht weil es gefälligst allen schmecken soll. Du möchtest englisch lernen, weil du die Sprache beherrschen möchtest und nicht weil man das unbedingt heute braucht. Und wenn du an bestimmten Dingen keinen Spaß hast... dann lass es. Zwing dich nicht dazu.

Was deine Deutschkenntnisse angeht: Ich find die wirklich gut. Mach dir keine Gedanken. Du bist offensichtlich kein Muttersprachler? Und dafür ist es wirklich super. Ich hab in dem Alter wesentlich schlechtere Rechtschreib- und Grammatikkenntnisse gehabt.
 
  • Zeitdruck! Leistungdruck! Ich gehe langsam kaputt :( Beitrag #4
Huhu Ngoci:)

Ich schreibe als jemand, der mit einer anderen Einstellung durch Schulzeit und Studium gekommen ist und nie gelernt hat, wenn ich es nicht musste. Ich hätte auch gar nicht gewusst, was ich soviel lernen sollte.

Wie schaffen es die anderen mal abzuschalten und ihr Leben zu genießen. Oft sind es ja die, die dann die guten Note nur so zu geflogen bekommen.
Ganz einfach: Gelassenheit. Zielgerichtet lernen und nicht mehr als nötig:mrgreen: Vor Klausuren reichte es mir, am Abend vorher mal die Formeln auswendig zu lernen und die wichtigsten Daten. Ich habe immer ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich hörte, wieviel Zeit andere fürs Lernen aufwenden und dann meist viel schlechtere Noten schreiben. Wofür monatelang jeden Tag lernen, wenn das auch an einem halben Tag zu schaffen ist? Es bringt nichts, sich jeden Tag hinzusetzen und alles zu lernen, was in den Büchern steht, zwar führt es letztendlich auch zum Ziel, ist aber nicht effektiv.

Ich denke, dass man auch erkennen muss, was wichtig ist. Beispielsweise braucht man für Physikklausuren nur alle Formeln zu wissen und wofür die Einheiten stehen. Das Anwenden habe ich bis auf ein-zwei Beispiele nie geübt, das ergibt sich dann schon aus der Aufgabe. Viele rechnen da tausende von Beispielen durch und lernen diese, statt das Prinzip dahinter zu verstehen.
Das ist das Problem, was ich bei den meisten beobachtet habe, auch in anderen Fächern.

Als ich mal Nachhilfe in Biologie gegeben habe, habe ich gemerkt, wieviel unsinnige Sachen manche sich merken und dann am Ende falsch anwenden. Katastrophal, wie man solche unzusammenhängenden Informationsmassen durcheinanderwerfen kann. Da meinte ich dann auch nur noch, dass derjenige am besten alles mal schnell wieder vergessen sollte und dann nur ein paar Definitionen wirklich auswendig lernen und verstehen sollte. Damit konnte er dann jede Aufgabe lösen, ohne viel zu lernen.
Ebenso im Studium. Es ist erstaunlich, wie viele Studenten lernen, wie der Querschnitt von Mais, Holunder etc. im Einzelnen aufgebaut ist. Damit kann man Tage verbringen. Statt sich einfach die Reihenfolge der Gewebeschichten zu merken, die im Prinzip überall gleich sind und zu welcher Gruppe die Pflanze gehört. Das ist in einer Viertelstunde erledigt.
Vieles braucht man nicht zu lernen, das kann man ganz von alleine, wenn man logisch an die Aufgaben herangeht;)

Vielleicht wäre das auch mal eine Möglichkeit für dich, dass du mal für dich schaust, was du eigentlich wirklich jeden Tag lernst und ob das, was du lernst, wirklich vom Verständnis her weiterhilft oder ob du dich in unwichtigen Kleinigkeiten verlierst. Damit kann man enorm viel Zeit einsparen. Und je mehr man lernt, desto mehr vergisst man auch wieder.


Und natürlich gibt es auch Sachen, die mich nicht interessieren und die ich nicht kann, weil ich mich damit nie beschäftigt habe. Das ist eben so und da setzte ich mich nicht hin und versuche da irgendwas dran zu ändern; es sei denn, ich muss.
Autofahren beispielsweise, was du ja auch verbessern möchtest. Ich hatte nie den Ehrgeiz, da was zu verbessern. Nach meinem Führerschein bin ich kaum gefahren, weil ich es sowieso nicht toll fand und ich auch nirgendwohin musste. Auf die Idee, das irgendwie in meinen Tagesplan einzubauen, wäre ich nie gekommen. Wofür auch? Fahren lerne ich dann, wenn ich es muss. Während des Studiums habe ich mitten in der Stadt gewohnt und brauchte kein Auto. Mit 28 musste ich dann jeden Morgen zur Arbeit fahren, da hatte ich dann mein erstes Auto und das Fahren klappte natürlich auch:).

Ich finde es immer befremdlich, wenn manche Menschen von ihren Hobbys berichten, die sie nicht aus Spaß machen, sondern weil sie das Gefühl haben, sie müssten es machen obwohl dafür Zeit für interessantere Dinge verlorengeht. Daher kann ich dir auch nur raten, dass du dich auf die Dinge beschränken solltest, die dir wirklich Spaß machen. Mach nichts, wobei du meinst, anderen irgendetwas beweisen zu müssen. Wenn du Lust hast zu zeichnen, dann zeichne etwas. Wenn du was schreiben möchtest, dann schreibe etwas. Hast du da gerade keine Lust zu, dann lass es und mach, was dich in dem Moment mehr interessiert. Es macht nichts, wenn mal etwas ein paar Tage liegenbleibt.

Kochen und Backen verbesserst du nebenbei, das brauchst du nicht planen. Wenn du Lust zum Backen hast, dann probierst du ein neues Rezept aus. Du wirst schnell merken, dass du dich verbesserst, selbst wenn du nur alle paar Wochen etwas machst. Im Prinzip kann man da nicht viel lernen, wenn man sich an die Rezepte hält, dann kommt da meistens etwas Gutes bei heraus (oder auch nicht - aber das liegt dann am Rezept, nicht an dir). Später bekommt man ganz von selbst Routine darin und weiß, was man verändern kann und was besser nicht.


Ich denke auch, dass die Art des Lernens eine Typfrage ist und ich weiß nicht, ob ich dir überhaupt sinnvolle Tipps geben kann, da ich es bisher ja immer ganz anders gemacht habe.
Aber du merkst ja selbst, dass du es so im Moment nicht schaffst und dich auch nicht wirklich verbessern kannst. Ich kann mir vorstellen, dass es schwierig ist, aus der täglichen Routine herauszukommen, wenn man es nicht anders kennt. Ein wenig Ehrgeiz ist ja auch gut, das gibt auch Motivation. Aber beschränke dich erstmal auf die Dinge, die wirklich wichtig sind.
Nimm dir vielleicht erstmal nur ein paar Stunden am Tag, in denen du bewusst nur das machst, was dir in dem Moment Spaß macht - Zeichnen, Lesen, Schreiben, Freunde treffen, Fernsehen oder nur Entspannen - aber nicht alles gleichzeitig;).
 
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