- Hund abgeben - richtige Entscheidung? Beitrag #1
Chat_Sauvage
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Hallo liebes Forum.
Damit ihr genauer verstehen könnt, warum ich darüber nachdenke, meinen Hund wieder abzugeben, muss ich ein wenig ausholen.
Mein Wunsch nach einem Hund entstand schon als ich ca. 7 Jahre alt war.
Schon immer habe ich sämtliche Hunde im Dorf ausgeführt und alles mögliche mit ihnen gemacht.
Leider war es mir nie gegönnt, einen eigenen Hund zu halten. Mein damaliger Stiefvater wollte das schlicht und einfach nicht.
Im Sommer sind wir dann ausgezogen, wieder in ein großes Haus und der Familienrat hat beschlossen, dass nun ein Hund einziehen soll.
Zu dieser Zeit habe ich zudem meine Ausbildung begonnen.
Durch einen Unfall ist meine damalige Pflegehündin schwanger geworden und wir haben uns dort unsere Hündin Nicki ausgesucht.
Hätte ich du dem Zeitpunkt gewusst, das ausschließlich ich für die Arbeit mit dem Hund verantwortlich bin, hätte ich sie niemals zu mir geholt.
Nachdem meine Mutter bemerkt hat, wie viel mit dem Hund nun zu tun ist, hat sie mir verboten, einen Kumpel für meinen Kater zu holen (auch das war vorher nie ein Thema, denn ich habe klar gelegt, dass er wieder Gesellschaft braucht, nachdem unsere alte Katze verstorben war und die 3. im Bunde keine Artgenossen duldet. Diese Katze haben wir bei meinem Stiefvater gelassen. Sie hat meinen Tabsi nur gejagt und gebissen)
Nicki ist nun ein halbes Jahr alt und ich werde ihr alleine nicht gerecht, zumindest denke ich so darüber.
Ich bin tagsüber 12 Stunden weg. In dieser Zeit ist zwar immer jemand da, aber niemand hält es für nötig, länger als 10 Minuten mit ihr nach draußen zu gehen.
Das heißt, ich komme abends um 6 nach Hause und habe einen unausgelasteten Hund, der max. 10 bis 15 Minuten draußen war und zudem Kopfarbeit fordert.
So gerne hätte ich Agility mit ihr angefangen, aber wenn ich schon während der Woche alleine damit zu kämpfen habe, sie einigermaßen zu beschäftigen, werde ich den Hundesport niemals auch noch machen können.
Das meine Mutter viel zu tun hat mit meinen zwei Geschwistern und dem Haus, das weiß ich. Aber dann hätte man mir vorher reinen Wein einschenken müssen. Ich bin keine 12 mehr und hätte es verstanden, dass ich allein nie in der Lage wäre, den Hund artgerecht zu halten. Freunde haben in meinem Leben keinen Platz mehr, ich bin Montag bis Freitag beschäftigt mit Hund und Arbeit, Wochenende besteht aus Hundeplatz, langen Spaziergängen und Lernen.
Ich weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht und ich weiß, dass ich von den anderen keine Hilfe erwarten kann. Im Endeffekt habe ich mir das anders vorgestellt und ich bin wirklich überfordert.
Mein Hund ist ein Jagdhundmischling und braucht Zeit. Wenn ich alles gebe was ich kann, komme ich tagsüber mit einer kleinen Hilfe der anderen auf eine Stunde Beschäftigung. Das reicht vorne und hinten nicht, oder was meint ihr?
Gleichzeitig tut mir mein Kater unendlich leid und ich weiß das er einen Artgenossen bekommt, wenn der Hund nicht mehr hier wäre.
Ich liebe die Kleine und mir treibt es wieder Tränen in die Auge, wenn ich das hier schreibe.
Heute waren meine Tante und mein Onkel zu Besuch. Sie haben zufällig mitbekommen, dass ich total überfordert bin. Vorhin hat meine Tante angerufen und von einer Familie erzählt, die schon lange nach einem Hund sucht.
Durch Krankengymnastik kennt meine Tante diese Familie. Sie haben noch eine kleine Tochter, die bald in die Schule kommt. Alles in Allem ist das eine sehr aktive Familie. Die Erwachsenen gehen oft Joggen und machen Urlaub in den Bergen, wo sie ihren Hund auch mitnehmen würden. Nebenan wohnt die Oma, die auch einen Hund hat und gerne mal aufpassen würde.
Morgen wird mich die Familie kontaktieren, um mit mir über die Situation persönlich zu sprechen.
Ich bin hin und her gerissen. Meine Verwandten würden mich verfluchen, wenn ich den Hund wieder abgebe...
Wie würdet ihr entscheiden?
Ihr könnt mir auch gerne genauere Fragen zum Tagesablauf stellen, ich wäre über jede Antwort dankbar.
Meine Mutter äußert sich zu dem Thema momentan gar nicht. Sie macht mir nur Vorwürfe.
Ich fühle mich total allein gelassen..
LG
Damit ihr genauer verstehen könnt, warum ich darüber nachdenke, meinen Hund wieder abzugeben, muss ich ein wenig ausholen.
Mein Wunsch nach einem Hund entstand schon als ich ca. 7 Jahre alt war.
Schon immer habe ich sämtliche Hunde im Dorf ausgeführt und alles mögliche mit ihnen gemacht.
Leider war es mir nie gegönnt, einen eigenen Hund zu halten. Mein damaliger Stiefvater wollte das schlicht und einfach nicht.
Im Sommer sind wir dann ausgezogen, wieder in ein großes Haus und der Familienrat hat beschlossen, dass nun ein Hund einziehen soll.
Zu dieser Zeit habe ich zudem meine Ausbildung begonnen.
Durch einen Unfall ist meine damalige Pflegehündin schwanger geworden und wir haben uns dort unsere Hündin Nicki ausgesucht.
Hätte ich du dem Zeitpunkt gewusst, das ausschließlich ich für die Arbeit mit dem Hund verantwortlich bin, hätte ich sie niemals zu mir geholt.
Nachdem meine Mutter bemerkt hat, wie viel mit dem Hund nun zu tun ist, hat sie mir verboten, einen Kumpel für meinen Kater zu holen (auch das war vorher nie ein Thema, denn ich habe klar gelegt, dass er wieder Gesellschaft braucht, nachdem unsere alte Katze verstorben war und die 3. im Bunde keine Artgenossen duldet. Diese Katze haben wir bei meinem Stiefvater gelassen. Sie hat meinen Tabsi nur gejagt und gebissen)
Nicki ist nun ein halbes Jahr alt und ich werde ihr alleine nicht gerecht, zumindest denke ich so darüber.
Ich bin tagsüber 12 Stunden weg. In dieser Zeit ist zwar immer jemand da, aber niemand hält es für nötig, länger als 10 Minuten mit ihr nach draußen zu gehen.
Das heißt, ich komme abends um 6 nach Hause und habe einen unausgelasteten Hund, der max. 10 bis 15 Minuten draußen war und zudem Kopfarbeit fordert.
So gerne hätte ich Agility mit ihr angefangen, aber wenn ich schon während der Woche alleine damit zu kämpfen habe, sie einigermaßen zu beschäftigen, werde ich den Hundesport niemals auch noch machen können.
Das meine Mutter viel zu tun hat mit meinen zwei Geschwistern und dem Haus, das weiß ich. Aber dann hätte man mir vorher reinen Wein einschenken müssen. Ich bin keine 12 mehr und hätte es verstanden, dass ich allein nie in der Lage wäre, den Hund artgerecht zu halten. Freunde haben in meinem Leben keinen Platz mehr, ich bin Montag bis Freitag beschäftigt mit Hund und Arbeit, Wochenende besteht aus Hundeplatz, langen Spaziergängen und Lernen.
Ich weiß nicht mehr, wo mir der Kopf steht und ich weiß, dass ich von den anderen keine Hilfe erwarten kann. Im Endeffekt habe ich mir das anders vorgestellt und ich bin wirklich überfordert.
Mein Hund ist ein Jagdhundmischling und braucht Zeit. Wenn ich alles gebe was ich kann, komme ich tagsüber mit einer kleinen Hilfe der anderen auf eine Stunde Beschäftigung. Das reicht vorne und hinten nicht, oder was meint ihr?
Gleichzeitig tut mir mein Kater unendlich leid und ich weiß das er einen Artgenossen bekommt, wenn der Hund nicht mehr hier wäre.
Ich liebe die Kleine und mir treibt es wieder Tränen in die Auge, wenn ich das hier schreibe.
Heute waren meine Tante und mein Onkel zu Besuch. Sie haben zufällig mitbekommen, dass ich total überfordert bin. Vorhin hat meine Tante angerufen und von einer Familie erzählt, die schon lange nach einem Hund sucht.
Durch Krankengymnastik kennt meine Tante diese Familie. Sie haben noch eine kleine Tochter, die bald in die Schule kommt. Alles in Allem ist das eine sehr aktive Familie. Die Erwachsenen gehen oft Joggen und machen Urlaub in den Bergen, wo sie ihren Hund auch mitnehmen würden. Nebenan wohnt die Oma, die auch einen Hund hat und gerne mal aufpassen würde.
Morgen wird mich die Familie kontaktieren, um mit mir über die Situation persönlich zu sprechen.
Ich bin hin und her gerissen. Meine Verwandten würden mich verfluchen, wenn ich den Hund wieder abgebe...
Wie würdet ihr entscheiden?
Ihr könnt mir auch gerne genauere Fragen zum Tagesablauf stellen, ich wäre über jede Antwort dankbar.
Meine Mutter äußert sich zu dem Thema momentan gar nicht. Sie macht mir nur Vorwürfe.
Ich fühle mich total allein gelassen..
LG