Hund hat Stress im Auto - wie helfen

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  • Hund hat Stress im Auto - wie helfen Beitrag #1
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fellnase13

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Hallo,
folgendes zur Einführung:
Unser Hund ist 17 Monate und fährt eigentlich seit wir ihn geholt haben, im Auto mit.
Nun entwickelt er sich zum gestressten? Hund im Auto.

Er hat keine Probleme mit dem Einsteigen ins Auto, das macht er sogar gerne.
Am Anfang haben wir ihn auf der Rückbank angeschnallt, ist hin und her gehüpft. Nun hat er dort auf "Anraten eines Hundetrainers" eine Box. In die geht er auch ohne Schwierigkeiten rein.
Aber sobald diese geschlossen wird, geht es erst richtig los. siehe nachfolgende Beschreibung :arrow:

:arrow: Nun aber das eigentliche Problem:
Sobald das Auto gestartet wird, beginnt er zu fiepen - wird langsam immer lauter mit jaulen, gähnen, singen. Und das schon bei kurzen Strecken.
Leckerlis oder Spieltier interessiert ihn dann nicht.
Und wie schon gesagt, in der geschlossenen Box wird das Verhalten schlimmer.
Lassen wir die Box auf, geht er aus dieser raus und schaut aus dem Fenster und macht weiter mit dem Krach.

Und das ist sehr nervig.

Wir bleiben ruhig, Ansprechen tuen wir ihn auch nicht. Aber Ignorieren hilft nicht's. - Kommt das Auto aber zum stehen, beruhigt er sich -

Habt ihr Tipps und Erfahrungen wie man dem Hundi den Stress nehmen kann und dabei die eigenen Nerven schont? :?:

LG fellnase13
 
  • Hund hat Stress im Auto - wie helfen Beitrag #2
Am besten solltet ihr nicht mehr mit im fahren. Für eine Zeit lang.
Ihr braucht viel Geduld und Zeit für ein solches Training.

Führt euren Hund in die Box, macht sie zu. Ihr setzt euch ins Auto, aber es passiert erstmal nichts. Dann geht ihr wieder raus, und lasst euren Hund frei. Seine Erwartungshaltung soll sich ändern. Er soll in der Box sitzen und merken, es passiert nichts. So wird er ruhiger. Muss aber einige Tage lang gemacht werden. Ihr könnt ihm ja einen Kong mit Leberwurst oder Erdnussbutter geben, die er rausschlecken kann. Anfangs wird er sich vlt nicht darauf konzentrieren können, aber wenn er nach ein paar Übungseinheiten merkt, dass nichts passiert, wird er es denke ich annehmen.
Im nächsten Schritt lasst ihr den Motor an, aber fahrt nicht los. Er hat wieder den Kong bekommen.
Der Motor sollte nicht zu lange an sein, später kann man dies aber ausdehnen.

Wenn ihr geschafft habt, dass er trotz Motorgeräusch ruhig bleibt und sich idealerweise dem Kong widmet, dann fähst du ne kleine Runde. Wird er unruhig, sollste du das Training beenden und das nächste mal eine kleinere Runde fahren.

Dauert je nach dem wie es sich beim Hund schon ritualisiert hat, ein paar Wochen oder Monate. In der Zeit sollte er nicht mit dem Auto hin und her kutschiert werden. Dass würde das Training nur erschweren, wenn nicht sogar sinnlos machen.

Viel Erfolg.
 
  • Hund hat Stress im Auto - wie helfen Beitrag #3
Hallo blackbobermann,

vielen Dank für die Tipps.
Das es einige Zeit dauern wird, ist uns natürlich klar. Aber um dem Hund den Stress etwas zu nehmen, werden wir auf jeden Fall versuchen, es mal so zu probieren.

Vielen Dank nochmal.
 
  • Hund hat Stress im Auto - wie helfen Beitrag #4
Hallo!

Bist du dir sicher, dass der Hund Stress hat? Das blöde ist halt, dass man beim Autofahren als Fahrer selber außer mit der Stimme nicht auf den Hund einwirken kann. Wir hatten das Problem, dass unsere Hündin auf einmal meinte, fremde Autos und LKW´s anbellen zu müssen. Auf Stimme reagierte sie null (sie hört eigentlich sehr gut, wir haben den Begleithund gemacht und machen zwei mal die Woche Obedience). Geholfen hat dann letztendlich der Einsatz eines Spray Halsbandes von PetTec. Aber das klappt halt nur, wenn man weiß, wie man es anwendet und wenn der Hund Angst hat, sollte man es natürlich auch nicht einsetzen!
 
  • Hund hat Stress im Auto - wie helfen Beitrag #5
Huhu,

ein Sprayhalsband finde ich hier schon eher unangebracht, weil der Hund der TE sich ja offensichtlich ganz unwohl fühlt in diesem Auto. Das Trainingsziel sollte jenes sein, dass man dem Hund das Auto schmackhaft macht und das sehe ich mit einem Sprühhalsband nicht gegeben, weil es auf Meideverhalten spekuliert und dem Hund zunächst etwas Unangenehmes zufügt. Damit wird das Auto für den Hund ja nicht angenehmer.

Man könnte mal überlegen, ob der Hund (mit Abtrenngitter) in den Kofferraum kann, falls sich das Auto eignet. Meinem Rüden wurde das Autofahren automatisch angenehmer, seitdem er nicht mehr auf der Rückband angeschnallt sitzen muss, sondern in den Kofferraum darf. Das Training, wie blackdobermann es beschrieb, würde ich weiterhin durchziehen, aber mal schauen, ob man die Box nicht lieber weglässt und alternativ den Kofferraum nutzt.

Inwiefern macht der Hund den Krach? Bellt er zielgerichtet etwas an oder wird er einfach nur nervös (beispielsweise durch das bewegende und krach machende Auto, wenn es angelassen wurde)?
 
  • Hund hat Stress im Auto - wie helfen Beitrag #6
Hallo Pewee,

vielen Dank erstmal für deinen Beitrag.
Das mit dem unterbringen im Kofferaum ist einen Versuch wert. Wir haben ein relativ kleines Auto (keinen Kombi). Ob das ein Abtrenngitter reinpasst, kann ich nicht sagen.
Aber für die Größe unseres Hundes, Bolonka/Malteser-Mix müßte er ausreichend sein.

z.Z. steht die Box wg. ihrer Größe auf der RB des Auto's und die Tür lassen wir offen, da der Hund in der geschlossenen Box noch mehr Krach macht.
Bellen tut er nicht, er beginnt mit dem Starten des Auto's zu fiepen, übergehend in ansteigendes jammern, manchmal hört es sich wie singen an.

Ich würde sagen, er wird nervös, durch das sich bewegende Auto.
Schaut man ihn kurz an, gibt er ganz kurz Ruhe. Dann geht's weiter, er schaut aus dem Fenster, läuft hin u. her und macht diese Geräusche.

Sobald das Auto steht, wird er ruhiger.
Auch hat er ja keine Probleme beim einsteigen. Im Gegegnteil, er geht von alleine rein, auch in die offene Box. Aber dann....Auto fährt , Hund fiept, jammert die ganze Fahrt! (Ob kurze oder etwas längere Fahrten)

Ablenken mit einem Kauknochen oder Spielzeug läßt er sich dann nicht.

Und was das Sprühhalsband angeht, davon halte ich nicht's.

LG fellnase13
 
  • Hund hat Stress im Auto - wie helfen Beitrag #7
Ok, das könnte auch eine Art "Reiseübelkeit" sein. Offensichtlich stört eben nur diese Vibration im Auto und dieses Schunkeln, welches durch Kurven entsteht.

Also ich hab einen Corsa. Da passen ein 50cm Widerrist und ein 30cm Widerrist problemlos rein. Trenngitter gibt es beinahe für jedes Auto. Im Handel kriegt man auch welche, wo man Höhe und Weite verstellen kann. Die sind allerdings qualitativ nicht so der Kracher, aber um es auszuprobieren vielleicht nicht die schlechteste Idee, weil nicht so teuer. Später kann man sich auch Gitter anfertigen lassen. Kostet zwischen 100-200 Euro je nach Auto.

Wenn das Auto selbst nicht das Problem ist, würde ich mit dem Training vielleicht schon voranschreiten und wirklich 1x die Stunde ins Auto gehen, das Auto anwerfen, ein wenig warten und aufhören, bevor der Hund richtig mit dem Fiepen anfängt. Ich würde dann auch nicht jedes Mal das Auto anschmeißen (sonst kommt die Erwartungshaltung, dass es gleich ganz furchtbar für ihn wird, außerdem ist das fürs Auto ja auch nicht so super *g*). Aber täglich mindestens 3-4. Immer nur so, dass es noch nicht zu schlimm für ihn ist und die Zeiten nur steigern, wenn es relativ ruhig bleibt. Wenn das funktioniert, kann man vielleicht mal 1-2 Km fahren.
Was uns auch sehr geholfen hat, war der Spaziergang danach. Mein Jerry ist auch nicht so der Autofahrer, aber er verknüpft eine Autofahrt mit einem Spaziergang danach. Mit Leckerchen und Spielzeug krieg ich ihn auch ganz selten. Aber Rennen und Spaziergänge, das findet er toll.

Habt ihr auch mal probiert, euch im Auto auf der Rückband einfach neben ihn zu setzen? Das habe ich bei meiner Hündin anfangs gemacht, wenn wir mit dem Ibiza meines Freundes gefahren sind. Da wir auch mal Strecken von 2 Stunden zurücklegen, wollte ich sichergehen und setzte mich zu ihr auf die Rückbank, was für sie schöner war als wenn ich vorne sitze. Nachdem sie merkte, dass alles nicht so furchtbar ist, konnte ich nach 3-4 Mal vorne sitzen. Ich würde es dann auch nicht verwehren, wenn er Körperkontakt sucht. Meine Hündin hat anfangs auf meinem Schoß gesessen und aus dem Fenster geguckt. Das war dann ok für sie.
 
  • Hund hat Stress im Auto - wie helfen Beitrag #8
Hallöchen Pewee,

gut da werde ich mich mal umsehen, wegen einem Absperrgitter.

Wir haben auch schon auf der RB neben ihm gesessen. Er kuschelt sich dann auch manchmal an einen, aber des gefiepe-jammern bleibt. Wird aber dann mehr zum fiepen, also leiserer.
Ansonsten werden wir dem oben folgen und dran bleiben. Wird seine Zeit brauchen, aber irgendwann auf so einem Stand sein, das alle ruhiger im Auto fahren können. Hoffen wir...


VG fellnase13
Leider geht es aber nicht immer, das jemand neben ihm sitzen kann.
 
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