Urlaubs- "Problemhund", Verlustangst pur und extreme Dominanz.

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SarahMaxiundCo

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Hallo zusammen!

Ich hasse ja schon das Wort "Problemhund", weil mir klar ist, dass eigentlich ein "Problemmensch" dahintersteckt. Aber was soll ich machen... er ist noch 2 Wochen bei mir.

Ich habe einen Dackel hier, der jetzt beim 3. Besitzer ist (1. überfordert. 2. gestorben), und der 3. Besitzer ist auch eher kontraproduktiv in seiner "Erziehung" (leider zu unerfahren und inkonsequent). Und jetzt ist er bei mir im Urlaub.

Ich habe noch junge Hündin, die ihm natürlich ständig gesellschaft leistet, er ist nie alleine. Ich gehe 3x tägl. raus und spiele anschließend noch mit ihnen, außerdem über ich neue "Tricks" mit ihm. Beschäftigt sind sie.

Aber leider sie es so aus:
:arrow:In der Nacht von Freitag auf Samstag hat er konsequent durch gebellt, außerdem hat er 10 Pfützen gemacht und sogar IN meine Schuhe gepisst. Diese Nacht hat er in meine Schuhe gekackt!:shock: Und natürlich wieder überall hingepinkelt.

:arrow:Er läuft den ganzen Tag unruhig durch die Wohung und hört "Phantomgeräusche", die in total durchdrehen lassen. Und er sieht Sachen an der Wand, die ihn kläffen lassen.

:arrow:Er kläfft, sobald ich den Raum verlasse.

:arrow:Er schnappt nach mir, wenn er neben dem Wohnzimmertisch steht und ich vorbeigehe (und zwar nur dann). Außerdem schnappt er, wenn ich zum Beispiel seine Nase aus dem Kühlschrank schieben möchte.

:arrow:Er rastet komplett aus, wenn eine Tür auf oder zu geht, dann hört der sich an, als würde ich ihn misshandeln.

:arrow:Er läuft zu meinem dösenden Hund hin und fängt an sie grundlos anzufletschten.

Jetzt versteht mich nicht falsch, ich mach dem Hund keine Vorwürfe, am liebsten würde ich ihn behalten und ein stabiles Heim bieten. Aber ich muss erstmal diese 2 Wochen überleben.
Ich muss nur ins Homeoffice, aber ich unterrichte dort und brauche Ruhe, außerdem habe ich Nachbarn. Das geht nicht, dass er nur kläfft.

Ich habe jetzt folgendes gemacht:
Sein Körbchen steht hier nicht mehr auf "Chefposition", sondern in einer ruhigen Ecke. Futter bekommt er nur aus der Hand, gegen "Gegenleistung" (Sitz, Platz, Pfote, Dreh dich, bei Fuß).

Aber was kann ich gegen dieses Rumgerenne und Kläffen machen? Das geht an die Substanz.

LG!
 
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  • Urlaubs- "Problemhund", Verlustangst pur und extreme Dominanz. Beitrag #2
Vorab: Dominanz ist keine Charaktereigenschaft sondern Situationsbedingt. Und dazu braucht es mindestens zwei Individuen ;)

Ok, hilft dir jetzt nicht wirklich.
Nur kann ich dir raten, einen Hundetrainer zu suchen der dich im Umgang mit dem Hund mindestens einen Tag beobachtet, um die Ursachen zu ergründen und um auf Fehlreaktionen von deiner Seite aus hinzuweisen.

Ist er die Nacht alleine gewesen? Dann hat er eine Kontrollmacke. Und richtig Stubenrein ist er obendrein auch nicht, wobei das Urinieren und Kot absetzten in Verbindung mit dem Alleinesein zu stehen tut.

Alleinesein muss wieder langsam aufgebaut werden.

Grenzen kennt er auch keine. Auch die müssen klar und deutlich durchgesetzt werden, aber ohne Streng (Laut, Bedrohlich) zu werden.

Ich würde empfehlen in mit Nasenarbeit auszupowern, danach soll er sich jedoch auf sein Körbchen begeben, was du sobald er sinnlos rumläuft auch immer wieder einforderst.
Nasenarbeit und durch Tunneln laufen ist die Uraufgabe der Hunde, es würde ihm helfen Streß abzubauen und sich neu zuorientieren.

Wie gesagt, einen Hundetrainer würde ich auf jeden Fall kontaktieren... es sind echt viele Sachen, die man nicht wirklich hier gelöst bekommen.... zu mal es Monate dauern wird, je nachdem wie Ritualisiert sein Verhalten schon ist.
 
  • Urlaubs- "Problemhund", Verlustangst pur und extreme Dominanz. Beitrag #3
Jetzt versteht mich nicht falsch, ich mach dem Hund keine Vorwürfe, am liebsten würde ich ihn behalten und ein stabiles Heim bieten.

Ich denke nicht, dass dieser Hund und Du zueinander passen.
Der Hund ist kreuzunglücklich bei Dir.
Ich maße mir diese Einschätzung einfach mal an, weil ich viel mit Vermittlung zu tun habe.

Ich kann Dir jetzt auch keine Erziehungstipps geben für dieses extreme Verhalten.
Der Hund ist wahrscheinlich total verunsichert. Meine Hunde können alle alleine bleiben, würden dies aber in einer fremden Wohnung nicht machen. Die würden sicher auch Rabatz machen.

An Deiner Stelle würde ich es mal mit Geduld und Verständnis versuchen. Damit kommt man bei fremden Hunden meist weiter.
 
  • Urlaubs- "Problemhund", Verlustangst pur und extreme Dominanz. Beitrag #4
Also erstmal das Mitleid ablegen :D
Grenzen setzen und die auch einhalten lassen. Lass mal den Chef raushängen :D Was würdest du tun, wenn dein Hund nach dir schnappen würde? Oder einer aus deiner Familie dich auf einmal beißen wollte? Reaktionsmäßig? Einfach mal mit dem Fuß zurück gewitscht, ab in die Box oder was auch immer.

Wenn er grundlos deinen Hund maßregelt, scheiß ihn zusammen. Hat er nicht zu tun.

Auch das Kläffen, wenn du den Raum verlässt. Du gehst, er (rennt dir wahrscheinlich bis zur Tür hinterher? ) kommt, dreh dich um und zeig ihm mit deiner Körpersprache DEUTLICH, dass das so nicht funktioniert.

Das hat jetzt nichts mit Gewalt zu tun. Aber dieser Hund fordert es ja geradezu heraus :D Und in 2 Wochen kann man nichts schönclickern, das muss einfach funktionieren :D
Heißt ja aber nicht, dass du ihn nicht auch belohnen kannst, wenn er dann etwas richtig macht!
Nur musst du ihm jetzt wirklich schnell und deutlich seine Grenzen aufzeigen...
 
  • Urlaubs- "Problemhund", Verlustangst pur und extreme Dominanz. Beitrag #5
Danke für die Antworten,
ich bin ja schon seit Freitagabend dabei "Chef zu sein" ;) Ich bin erfahren im Umgang mit Hunden und auch konsequent, was Erziehung angeht; meine Hündin ist gut erzogen und kennt ihren Platz, er ist leider wirklich extrem.
Da brauchte ich ein bisschen Unterstützung ;)

Ähnliches Verhalten legt er ja auch abgeschwächt bei seinen jetztigen Besitzern an Tag.

Diese Nacht war es schon besser (nur zwei Pfützen) und tagsüber hat er es gar nicht mehr gemacht und er ist nicht mehr soviel rumgelaufen. Ich habe ihn schön auf seinen Platz verwiesen, auch wenn er z.b. die Wand ankläfft oder so Späße.

Mehr kann ich ja jetzt erstmal nicht machen oder?
Er kriegt Futter nur durch mich, wir spazieren viel, ich übe mit ihm Kleinigkeiten, lobe ihn wie bescheuert, wenn er draußen macht.

LG, Sarah
 
  • Urlaubs- "Problemhund", Verlustangst pur und extreme Dominanz. Beitrag #6
Wahnsinn, ich erkenne den Hund kaum wieder und das nach 4 1/2 Tagen sehr anstrengender Konsequenz. :lol:

Er hat diese Nacht geschlafen! Von 23.00-7.30, hat mich jedenfalls nicht geweckt. Er lag gestern den halben Tag auf seinem Platz, nachdem ich beide "angeknurrt" habe, wenn sie mich auf Schritt und Tritt verfolgt haben UND er hat diese Nacht nur eine Pfütze gemacht. Das finde ich schon mal bemerkenswert. Die ersten Nächte konnte ich anschließend meine ganze Wohnung putzen.:roll:
Gestern hat er mich auch nicht mehr angefletscht.

LG; Sarah
 
  • Urlaubs- "Problemhund", Verlustangst pur und extreme Dominanz. Beitrag #7
Schön, dass es wird :D
Dann kann die Zeit ja doch noch ganz schön werden ;) Dem Besitzer würde ich aber trotzdem sagen, was für ein Theater sein Hund gemacht hat...
 
  • Urlaubs- "Problemhund", Verlustangst pur und extreme Dominanz. Beitrag #8
Hab ich schon ;) Als ich samstagnacht um halb sechs wegen dem immer noch wach war, hab ich ne fiese sms geschrieben. Das musste raus :)
 
  • Urlaubs- "Problemhund", Verlustangst pur und extreme Dominanz. Beitrag #9
Hei Sarah, sind zwei Tage vergangen seit deinem letzten Posting. Wie läuft es denn jetzt? *neugierigbin*
 
  • Urlaubs- "Problemhund", Verlustangst pur und extreme Dominanz. Beitrag #10
Es läuft wirklich gut. Er hat sich richtig beruhigt. Vorher stand der immer so krass unter Strom und jetzt wirkt er fast entspannt.
Gestern gab es nicht mal ein einzige Pfütze. Ich hab jeden Tag den Hundeflüsterer auf sixx geguckt und mir da noch einiges abgeschaut, was richtig gut funktioniert, wie z.B., dass alles nur über Blickkontakt funktioniert, Futter, Reinkommen, Rausgehen, aufstehen dürfen etc.
Er spielt jetzt auch mit meiner Hündin, vorher hat er sie nur toleriert und immer nur den Kontakt zu mir gesucht.

Mir tut es wirklich leid, wenn ich ihn wieder abgeben muss, er braucht einfach diese liebvolle aber eindeutige Konsequenz und die bekommt er zuhause nicht.

LG ;)
 
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