Sterben gehört aber nunmal zum Leben dazu und wenn man sich für ein Haustier entscheidet, dann muss einem klar sein, das der große Tag kommen wird. Bei einem Hamster ist es vielleicht schon nach 3-4 Jahren, bei anderen Tierarten noch später. Und oftmals wächst die Bindung zu einem Tier ja auch mit gemeinsam verbrachter Zeit und Intensität des Zusammenseins. Und auch wenn Hamster ganz tolle Tiere sind, ich glaube sie gehören dennoch zu den Tierarten, mit denen man im Normalfall nicht ganz so vertraut ist, wie beispielsweise mit einem Hund oder einer Katze. Und dementsprechend könnte es schwierig werden, überhaupt ein passendes Tier für dich zu finden...oder nicht? Zumindest wenn der Tot für dich so ein ausschlaggebendes Kriterium ist.
AUch wenn ich Dir da uneingeschränkt in Deiner Aussage zustimme, ist es aber ja trotzdem so - und das hast Du ja auch selbst schon so formuliert - dass der Tod bei Kleintieren wie Mäusen, Ratten, Hamstern eben leider oft schon sehr früh eintritt.... bei Farbmäusen nach 1-2 Jahren, bei Ratten nach 2-3 Jahren, bei Hamstern je nach Art eben auch nach 2-4 Jahren... bei Rennmäusen nach ca. 3 Jahren...
Das kann auf die Dauer echt an die Substanz gehen, und ja, ich weiß, wovon ich rede. Wir hatten insgesamt 31 Farbmäuse, von denen viele noch nichtmal das 1. Lebensjahr vollenden konnten, manche wurden anderthalb Jahre alt, und nur ganz wenige sind 2 Jahre alt geworden - ich glaube, das waren so 2-3....
Und dauernd kranke Tiere zum Tierarzt zu schleppen und dann womöglich auch gleich noch einschläfern lassen zu müssen - das ist hart.... das war für uns auch sehr hart, trotzdem hätten wir weiter Mäuse und Ratten gehalten, wenn mir nicht meine Allergie einen massiven Strich durch die Rechnung gemacht hätte...
Aber schön waren diese dauernden Abschiede gewiss nicht (fast ein Dreivierteljahr waren wir monatlich bei der TÄ zum Einschläfern, in einem Monat waren es gleich 5 Mäuse auf einen Streich... Nicht schön... Insofern kann ich sehr gut verstehen, dass man das auf Dauer nicht ertragen kann, mögen die Tierchen auch noch so niedlich sein....)
Ich würde mich den Fragen der Allgemeinheit hier aber auch nochmal anschließen: Wie viel Platz könntest Du den Tieren bieten? Wie viel Geld wärest Du bereit auszugeben (also jetzt nicht nur für Grundausstattung, sondern so monatlich für Einrichtung/Zubehör/Futter) - wie weit geht Deine Zukunftsplanung? (Will heißen, lebst Du noch zu Hause bei den Eltern oder hast Du eine eigene Wohnung? - Das ist deshalb wichtig, weil im Falle eines Auszugs von Daheim sich ja auch noch wieder einiges ändert.... platz- kosten- etc. -technisch

)
Degus wären vielleicht eine Option - die brauchen aber auf jeden Fall viel Platz... Zu den Kosten kann ich Dir da nix sagen...
Sollen es denn unbedingt "Käfigtiere" sein, oder kämen z. B. auch Katzen in Frage? Die sind im Prinzip ziemlich pflegeleicht, brauchen aber natürlich entsprechend Platz und sind nicht ganz preiswert (Futter, Klos, Kratzbäume, Kastra, Impfen, evtl. Krankheiten)... Katzen werden zum Glück eher selten krank (aber wenn, kann das auch gleich richtig ins Geld gehen) und sollten auf jeden Fall zu zweit gehalten werden... Von den reinen Unterhaltskosten her finde ich sie absolut tragbar, Risiko ist eben immer, auch wenn es nicht so häufig vorkommt, dass sie doch mal krank werden....
LG, seven