Hallo Nicole,
wenn man keine Erfahrung mit Hunden hat, ist es ganz wichtig, ein eigenes Bauchgefühl zu entwickeln.
Es gibt in Hundeforen, in Büchern und bei Hundetrainern so viele unterschiedliche Ansichten zur Ernährung, Erziehung usw.
Diese sind dann zum Teil völlig gegensätzlich, so dass man nur verwirrt ist. Darum sollte man letzten Endes immer auf das eigene Gefühl hören.
Wichtig finde ich bei einem Welpen, dass er mindestens bis zur 10. Woche in seinem Rudel bleibt. Dies empfehlen auch Verhaltensbiologen, weil der Welpe in dieser Zeit noch wichtige Dinge durch die Eltern und Geschwister lernt.
Weiterhin finde ich Körperkontakt enorm wichtig für eine gute Bindung. Ich würde einen Welpen nie in eine Box sperren.
Stelle Dich am besten darauf ein, dass ein Welpe viel Pfeffer im Hintern hat. Das ist normal und wichtig für die Entwicklung.
Hier noch ein paar Links, die meiner Ansicht nach sehr gut sind.
Die Homepage der Verhaltensbiologin "Beziehung statt Erziehung", ist sehr interessant. Ich kann nur bestätigen, dass durch eine gute Beziehung viele Probleme gar nicht erst auftreten, die man später mit
Erziehung wieder ausbügeln muss.
Sie schreibt auch sehr gut, warum es wichtig ist, den Welpen viel ohne Leine laufen zu lassen, über den Folgetrieb usw.
In den 40 Jahren, die ich mit Hunden lebe, habe ich kaum einen Hund erziehen müssen.
Sie folgen mir aufs Wort, weil meine Hunde mich lieben und respektieren.
Der Anker eines jeden Hundes und die grundsätzliche Basis, die ihn formt und leitet ist
die Bindung zu Ihnen. Unterschätzen Sie das niemals. Körperkontakt, Spiel, Lob, all das sollte ihm in den ersten Wochen nach seiner Ankunft so selbstverständlich zur Verfügung stehen wie Wasser und Luft.
Für einen Hund ist die soziale Bindung so wichtig wie das Atmen.
Nun wird man Ihnen vermutlich raten, den Hund so früh wie möglich an "Rangordnung" und "Disziplin" zu gewöhnen. Hierzu finden Sie mehr Informationen im Bereich "
Der erwachsene Hund". Mein persönlicher Rat: lassen Sie Erziehung und alles andere liegen, solange bis Sie eine stabile und ungetrübte Bindung und ein tiefes Vertrauensverhältnis zu Ihrem Hund aufgebaut haben. Das erscheint Ihnen zunächst wie verschwendete Zeit, in der man wunderbar schon Sitz und Platz hätte einüben können. Aber es wird sich vielfach auszahlen.
Ein Leckerli lockt Ihren Hund. Aber für den Menschen, mit dem er eine Bindung eingegangen ist, wird er alles tun.
http://www.beziehung-statt-erziehung.de/linkliste.html
Hier eine Seite zur Ernährung:
http://www.barfers.de/barf_fuer_hunde.html
Hier noch ein sehr langer Artikel, den man unbedingt ernst nehmen sollte:
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/impfungen-tiere-ia.html