Hund abgeben - einen Gefallen tun?

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  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #1
K

Kalico

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Hallo zusammen :(

langsam bin ich echt ratlos und zweifel schon an mir selber... Wir haben einen Hund zur Pflege aus Rumänien, 5 Monate alt der bisher nur Kontakt zu seinen Geschwistern in einer Scheune hatte. (Wir möchten ihn auch gerne übernehmen...)Er ist dort groß geworden, bis wir ihn mit 5 Monaten zu uns holten. Am Anfang war er total ängstlich, was ich natürlich vollkommen verstehen kann. Nun, nach einer Woche, scheut er immer noch den Kontakt zu Menschen. Er lässt sich streicheln, hat auch schon Fortschritte gemacht. "Früher" hat er die Rute immer ängstlich eingezogen, egal was man gemacht hat. Er hat immer einen traurigen Blick..es bricht mir fast das Herz. Wir waren auch mit ihm beim Tierarzt - die ersten Sätze die er gesagt hat, waren, dass er ihm garnicht gefällt. So verhält sich kein Welpe und wenn sich das nicht bessert, sollte ich in 2 Wochen (jetzt nur noch eine Woche) wiederkommen. Mello,so heißt er, hat Angst vor allem. Er traut sich nicht zu kommen, man kann ihn nur durch Leckerchen motivieren, wenn überhaupt. Jetzt traut er sich garnicht mehr in die Küche.. wenn meine Eltern z.B. in der Küche sind, rennt er sofort weg. Wenn überhaupt jemand in der Küche ist, geht er erst garnicht zum Napf... Er wartet so lange, bis er "freie Bahn" hat und tut so, als wäre er in einem Löwenkäfig - jeden Moment könnte eine Mietze kommen und ihn erledigen.. Ich muss aber sagen, dass sich das Verhalten draußen geändert hat. Er läuft nun brav an der Leine, macht sein Geschäft sogar draußen. Vorher saß er nur rum und er war regelrecht ein Rumschlepphund..

Mich macht es einfach so traurig. Wir haben im Haus eine Züchterin, die sich den Kleinen angeguckt hat. Sie war auch sofort dran, dass das kein normales Welpenverhalten ist, er einen Knacks hat und sie ihn sofort abgeben würde, wenn sie ich wäre...
Ich hänge wirklich an dem Welpen, obwohl er diese "Liebe" zu mir wohl noch nicht hat. Ich habe mir seit Jahren einen Hund gewünscht, alles war geplant - er ist wirklich mein Wunschhund. Er soll es schön bei mir haben, aber es sieht einfach alles nicht danach aus.. er sitzt nur noch im Körpchen, macht überhaupt garnichts. Er frisst nicht mehr, trinkt auch nicht weil ständig welche in der Küche sind. Wir können ja auch nicht immer weggehen... auch wenn er durch den Flur geht bzw sich mal traut, muss er am Wohnzimmer vorbei. Wenn dort dann auch jemand sitzt, geht er wieder zurück...
Was soll ich nur tun :( Was würdet ihr machen? Ich weiß wirklich nicht mehr weiter... bräuchte er vielleicht einen anderen Hund an dem er sich orientieren kann? Ich würde ihn auch abgeben... ich will nur, dass er sein Dasein nicht traurig im Körpchen fristet. Es tut mir so weh...das ist doch kein Hundeleben. :(

Traurige Grüße :(
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #2
Hallo:).
Hab ich das richtig verstanden, der KLeine ist nun eine Woche bei dir?
Was ist denn eine Woche gegen 5 Monate?
Gib dem Kleinen Einfach noch mehr Zeit... er muss ja jetzt die Welt ersteinmal kennenlernen.
Ihn jetzt wieder abzugeben, könnte ihm ja einen weiteren "Knacks" verpassen.

Am besten du suchst dir einen Guten Trainer, der Ahnhung von Angsthunden hat.

Hier wirst du vielleicht auch nich gute Tipps zur Bindungsverstärkung bekommen.
Allerdings hab ich von Angsthunden leider keine Erfahrung.

Der kleine braucht Zeit und einen Menschen der ihm vorsichtig die "schöne"Welt zeigt,
Viel Erfolg !!!
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #3
Huhu,

ich möchte erst einmal der Aussage deines TA und der Züchterin in deinem Haus widersprechen. Das Verhalten ist für einen nicht sozialisierten und "wilden" Welpen völlig normal. Dieses Verhalten betiteln wir als nicht-normal, weil ein Hund im Zusammenleben mit dem Menschen sich nicht so verhalten "sollte". Deswegen sozialisieren wir die Hunde auf uns und unsere Umgebung, in der er leben soll, weil wir keine scheuen Hunde haben wollen. Scheue Hunde sind eine tickende Zeitbombe. Wenn man das nicht macht, kommen Hunde wie dein Kleiner eben dabei heraus. Dass sich aber freilebende, wilde Hunde (so hat er ja nunmal die erste Zeit offensichtlich gelebt) scheu gegenüber anderen Arten verhalten, ist natürlich für sie.

Das Problem bei solchen Welpen ist, dass sie nicht für Anfänger geeignet sind. Ja, ich weiß - gleich wird der Aufschrei kommen: Kein Hund ist ein Anfängerhund. Das ist auch so. Aber Angsthunde und schlecht sozialisierte Hunde sind eine Nummer für sich, die ich niemandem raten würde, der nicht eine gewisse Grunderfahrung mit anderen Hunden hat. Es sei denn, er greift auch zu entsprechenden Mitteln, zu denen ich unten kommen werde. Ich kann die Sorge der Züchterin gut verstehen. Man braucht Liebe und Geduld, aber das allein reicht eben nicht. Mit Liebe und Geduld ist nicht gemeint "warte mal 3 Wochen ab, dann wird das schon". Liebe und Geduld bedeutet, die Grenzen des Hundes zu kennen und sie nur soweit auszureizen, wie es ihn nicht überfordert, aber ihm hilft, sich an Situationen zu gewöhnen. Du wirst ihm alles zeigen müssen, was ein gut sozialisierter Hund schon kennt. Wenn er schon so lange braucht, um sich im Haus frei zu bewegen, brauch ich sicher nicht erklären, was das für ein Drama wird, wenn er spazieren gehen soll, Autofahren soll oder einfach mal irgendwas kennenlernen soll, was außerhalb seines sicheren Körbchens liegt.

Ich kann dir die Entscheidung nicht abnehmen. Ich rate dir aber, wenn du ihn behalten möchtest (was dich ehrt, denn er wird kein leichtes Leben haben anfangs): besuche die Hundeschule. Gehe in eine Welpengruppe, lass einen Trainer drauf schauen, besorg dir viel viel viel viel Wissen über hündisches Verhalten (Bücher zu Angsthunden (Nicole wilde finde ich sehr ansprechend), Calming Signals - Beschwichtungssignale, um zu sehen, wann es dem Hund zu viel wird. Ganz ganz wichtig, wenn du dem Kleinen helfen willst und ihn verstehen möchtest und ihm helfen willst, dass er dich versteht) und erwarte nie, dass sich das Verhalten von allein bessert. Es muss jetzt eine Mischung aus Geduld, Fürsorglichkeit, aber auch aus "zum Glück zwingen" sein. Ihn nur im sicheren Haus lassen, weil er da nicht so gestresst ist, wird ihm für sein Leben nichts bringen. Er MUSS Dinge kennenlernen - in angemessenem Rahmen. Die Balance zu finden, ist der Zaubertrick bei solchen Hunden.
Und ganz wichtig: Kenne deine Grenzen - wenn du jetzt schon ein mieses Gefühl hast oder den Eindruck hast, dass du das nicht packst (was völlig in Ordnung ist, ich kenne nicht viele, die da dauerhaft Erfolg hatten), dann tue dem Welpen und dir einen Gefallen und suche jemanden, der Erfahrung hat und dem Tier helfen kann!

Ein zweiter Hund kann helfen, muss aber nicht. Du wirst viel Zeit und Kraft für den Welpen brauchen, da wird ein zweiter zeitlich und nervlich nicht passen. Ich würde mir aber vielleicht eine nette Gassibekanntschaft suchen, die dem Kleinen vielleicht einen souveränen Hund zur Seite stellen kann, der ihn durchs Leben führt. Vielleicht ergibt sich da was durch die Hundeschule?

Ich wünsche viel Glück und Kraft bei der Entscheidung.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #4
Ich muss Pewee zustimmen, Angsthunde sind eine Klasse für sich. Aber mal was anderes warum muss Futter und Wasser in der Küche stehen? Stell das neben sein Körbchen, und entferne es schrittweise in Richtung entgültigen Standort. Schaffe dem Hund Sicherheit. Bis das Vertrauen und die Bindung da ist kann es dauern aber ich bitte dich das arme Tier hat 5 Monate nur Mist erlebt, da wärst du nicht anders. Welpenstunde finde ich ne gute Idee aber nicht wegen der Ausbildung sondern um ihn zu sozialisieren. Leider neigen einige Ärzte und Züchter zu der Meinung das alles was nicht "Regelkonform" ist gerne mal abschieben zu wollen. Lass dich nicht beirren, gib dem kleinen eine Chance und du wirst sehen es wird sich lohnen. EInen Teilerfolg hast du ja schon erreicht, er ist stubenrein und geht Gassi mit dir
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #5
@Kalico

Erstmal, du kannst nicht erwarten das der kleine sich innerhalb einer Woche um 180 Grad dreht. Er hat vorher 5 Monate auf eine komplett andere Art gelebt und kennt die "Menschenwelt" überhaupt nicht. Meinen Chef habe ich seid über einem halben Jahr und trotzdem ist er in manchen Situationen die eigentlich ganz "normal" für ihn sein sollen immer noch total panisch. Aber dennoch hat er schon große Vortschritte gemacht, dafür braucht es Zeit, Gedult und vorallem Training, von allein wird das nichts werden. Hol dir am besten fachlichen Rat wenn du Fortschritte erziehlen möchtest.
Ich als "Anfänger" mit einem Angsthund, war sehr oft total mit den Nerven runter, ich wollte meinem kleinen helfen aber anstatt Vortschritte zu machen ging es in die entgegengesetzte Richtung, aber das gehört eben auch dazu, dafür übberrascht er total positiv beim nächsten Mal.

Du hast geschrieben das du immer einen Hund wolltest, ich ebenfalls, seid ich denken kann. Aber ich habe dabei nie an einen Angsthund gedacht, ich stellte mir was föllig anderes vor. Aber mit der Zeit habe ich mich dran gewöhnt das der eigene Hund für manche Sachen und Situationen eben sehr viel länger braucht als ein "normaler" Hund. Wenn du den kleinen behalten willst, ist es wichtig das du dir bewusst bist, dass er wahrscheinlich nie wie andere Hunde sein wird und immer besonders viel Geduld und Zeit in Anspruch nehmen wird.

Und wie gesagt, hol dir Hilfe in Form eines privaten Trainers, denn du möchtest doch das der kleine Fortschritte macht und sich bald wohler fühlt.
Ich drück dir die Daumen das du das schaffst :)
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #6
Ich finde es ganz traurig was deine Züchterin dir geraten hat :( so ein kleiner Welpe braucht genau dich, jemanden der sich richtig um ihn kümmert, ihm zeigt, wie das Leben schön sein kann :) lass dich (und ihn) bitte nicht so unter Druck setzen ! Gib euch beiden Zeit euch aneinander zu gewöhnen, zeig ihm dass er bei dir in guten Händen ist :)

Du kannst mit ihm halt nur Schritt für Schritt Fortschritte machen, der arme Kerl kann sein Verhalten nicht nach einer Woche komplett ändern ;)

Allerdings musst du dir bewusst sein, dass solche "Angsthunde" wirklich nicht einfach zu handhaben sind, sie brauchen extra viel Wärme, Geduld und werden wahrscheinlich nie ganz "normal" sein :S

Wenn es bei dir in der Nähe eine Hundeschule gibt würde ich mal mit ihm dort hingehen, damit er auch etwas Kontakt zu Artgenossen hat und sich bei denen vielleicht etwas abgucken kann ^^ Ausserdem hat der Leiter der Schule evt. wertvolle Tipps für dich und kann dich und deinen Kleinen evt. sogar persönlich betreuen falls die Artgenossen eher kontra-produktiv sein sollten :)
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #7
ALso ich habe das jetzt auch so verstanden, dass der HUnd erst eine WOche bei dir ist und da muss ich dir sagen: Ihr habt bei der VErgangenheit echt viel geschafft. Da gibt es Hunde die erholen sich weit weniger schnell. Ich würde einfach weiter viel Geduld mit ihm aufbringen und mir wie willi schon gesagt hat, einen Trainier holen, der mit Angshundne erfahrung hat. Der kann dir dann noch Tipps geben wie du dich verhalten sollst und kann ihn eventuell noch besser einschätzen als du und dir da Dinge sagen mit denen du etwas anfängst. (oft schätzt man selber die Situation ganz anders ein, wenn man noch nicht die Erfahrung hat)

Aber momentan würde ich ihn wirklich nicht abgeben, wenn du den Kleinen eh so lieb hast und er dein Wunschhund ist. Aber es wird sich lohnen, wenn er langsam vertrauen aufbaut. Das dauert nur seine Zeit. Vertrauen wird nicht von heute auf morgen aufgebaut. Kann sehr gut sein, dass er einen knacks hat vor allem wenn er nichts kennt ist natürlich jetzt alles neu und furchtbar für ihn. Aber wie glaubst du denn geht es ihm, wenn du ihn abgibst? Wieso sollte es im dann besser gehen, wenn er sich doch vor allem fürchtet?
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #8
Aber wie glaubst du denn geht es ihm, wenn du ihn abgibst? Wieso sollte es im dann besser gehen, wenn er sich doch vor allem fürchtet?

Neutralerweise muss man aber sagen, dass es solchen Hunden besser geht, wenn man sie vorzeitig in gute Hände abgibt, als selbst rumzudoktorn und ihn dann abzugeben, wenn man nicht mehr weiter weiß und das Ganze noch verschlimmert hat. Nicht, dass ich das jemandem unterstelle und erst recht nicht der TE, aber es gibt nicht wenig Hunde, die 4 oder 5 vermeintliche Endstellen gefunden haben, weil sich jeder mal probieren wollte (und man sich dachte, alles sei besser als eine Abgabe) und der Hund dann endgültig im Tierheim landete, weil der Hund durch die Selbstversuche völlig vermurkst wurde.

Nicht falsch verstehen. Ich bin auch kein Freund vorzeitiger Abgabe. Aber ich bin auch kein Freund von Mitleid, wenn es um die Versorgung eines Tieres geht.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #9
@ Pewee: Da gebe ich dir absolut recht und stehe ganz auf deiner Seite, aber der Erzählung nach bessert sich das verhalten ja schon. ALso er geht an der Leine, er lässt sich streicheln und nimmt Leckerchen an. Das darf einen natürlich nicht euphorisch machen, sondern die ganze Sache erfordert viel Geduld und wissen. Daher würde ich mir auf jeden Fall professionelle Hilfe holen, der den Kleinen mal richtig einschätzt. (Und da würde ich nicht unbedingt einen Tierarzt oder Züchter fragen, denn beiden Vertraue ich beim Thema Verhalten nicht wirklich) Aber es klingt doch nach einem Lichtblick, wo cih sage, ich würde nach einer Woche jetzt wirklich noch nicht aufgeben nach den kleinen Fortschritten. Wenn Kalico allerdings das Gefühl hat es würde sie über kurz oder lange überfordern, dann ist eine frühere Abgabe sicher besser für den Hund.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #10
Ja, das stimmt. Da schließe ich mich dir an. Wobei es mich schon arg wundert, dass sich da ein TA überhaupt so einmischt :eusa_think: Wird ja sicher nicht der erste Verhaltensgestörte Hund sein, den er sieht.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #11
Danke für eure Antworten. :)

Es ist so, dass mich das ganze Gerede um "kein richtiger Welpe" einfach tierisch nervt und mich auch teilweise runterzieht. Der Tierarzt hat mich z.B. an diesem Tag (1. Tierarztbesuch, bis jetzt auch der einzige) so angeschaut, als würde ich den Hund verprügeln und das ich an seinem Verhalten schuld hätte. Ich habe ihm erklärt, woher er kommt und was er bis jetzt erlebt hat, darauf kam nur ein eher unglaubwürdiges "aha". Sowas macht mich echt fertig, ich will doch nur das es ihm gut geht. :( Versteht mich nicht falsch, der Tierarzt ist echt klasse, war da bis jetzt mit allen meinen Tieren. (niemals wurde ein Tier abgegeben - ich habe immer alle bis zum Schluss behalten, deswegen fällt mir dieser Weg jetzt besonders schwer...) Auch die ständigen, dummen (tut mir Leid..) Kommentare erschweren mir das Gassigehen auch immer. Letztens war ich z.B. am See (abseits, wo ab und zu nur ein paar Leute langlaufen) kam doch mal eine größere Menschenmenge (ca. 6 Personen) zu uns gelaufen. Mello hat sich nur hingesetzt und erst einmal geguckt. Eine Frau wollte ihn sofort streicheln und ich hab es erst mal unterbunden, da ich ihn nicht überfordern wollte. (so viele Menschen auf einmal und dann noch Streichelei..) Sie war total "sauer" und hat mich regelrecht ausgequetscht : "Was ist das denn für ein Welpe? So verhalten die sich nicht! Was tust du ihm an?!" Ich habe sie aufgeklärt, sie ließ sich aber davon nicht beirren.. "Komisches Vieh! Woher hast du den? Unserer macht sowas nicht!" und auf die Frage, was das für eine süße Rasse ist, wusste ich leider keine Antwort, da nur "Mix" angegeben worden ist... sie hat mich regelrecht ausgelacht und ist weggegangen.....mir war echt zum heulen zu mute.. :(

Mit der Züchterin das stimmt schon. Der Welpe ist nicht "normal", keine Frage. Aber sie macht mich immer so fertig.. sie zeigt mir immer, wie süß und verspielt ihre kleinen Welpen sind, zeigt mir irgendwie auf "dein Welpe ist falsch, meine sind richtig". Das tut einfach weh.. dann drückt sie mir ihre Welpen auf den Arm und sagt immer wieder, das Mello "falsch" ist und (so ihre Worte) ein psychisch kaputte Seele ist. Auch ihr Sohn treibt das "Gerücht" in die Ferne - als ich draußen war, lästerten die alle. Ich habe nur von dem Sohn gehört "guck ma das ist der kaputte Hund von dem ich euch erzählt habe. Hihi"...

Ich wusste vorher, auf was ich mich da einlasse. Habe vorher auch schon Hunde kennen gelernt, die es nicht so gut hatten. Alle waren total glücklich mit ihnen und allesamt kamen aus dem Ausland (Tötungsstation, Streuner etc)und hatten einen "Knacks" weg. Ich habe sogar private Hilfe, also keine professionelle, aber einen, der sich mit solchen Hunden auskennt und selbst einen hat. Keiner weiß, was mit ihm los ist...
Ich unternehm schon richtig viel mit ihm, aber ich denke immer, ich überforder ihn, kann seine Sprache nicht deuten. Er macht einfach obwohl es ihm dabei nicht gut geht.. es sieht immer so aus als würde er es hassen, gestreichelt zu werden. Er hat IMMER einen traurigen geschlagenen Hundeblick drauf, auch beim kraulen. Er duldet es nur, glaub ich.. "wie lang denn bleibt die Hand noch auf meinem Fell?" :(
Ich hab mich schon im Inernet schlau gemacht und nach ein paar Büchern geschaut. Hab sie mir auch direkt online bestellt da sie bei uns im Laden nicht mehr da waren. Mal schauen was das bringt.
Hier sind auch reichlich Gassigehbekannschaften da - Mello will nur nicht. Es ist egal, wenn ein Mensch oder ein Hund, eine Taube, eine Fliege in der Nähe ist - er flüchtet regelrecht. Er "zeigt" es nur nicht so... er zieht dann z.B. den Schwanz ein und geht schneller, schaut mich regelrecht hysterisch an. :( So nach dem Motto "Komm schnell weg hier oder da passiert gleich was" Menschen mit Koffern, Tüten usw. gehen garnicht.. da hilft nur noch schnell wegrennen. (Schwanz eingezogen, schneller Gang, Ohren eingeknickt und ängstlicher Blick)

Also der Welpe ist jetzt eine Woche hier und zwei Tage. Sitzt also seit einer Woche und zwei Tage im Körpchen und macht nichts. :( Am Anfang habe ich ihm das Futter vor den Korb gestellt- wollte er nicht. Mir tats irgendwann so leid das ich ihm Futter und Wasser IN den Korb gestellt habe und er plötzlich angefangen hat zu fressen. Das Futter stand auch später in der Küche und er ist immer hingegangen, als keiner da war. Das ist also nicht das Problem, nur jetzt... er bewegt sich nämlich garnicht mehr, liegt seit...hmm.. ca. 8 Uhr nur im Körpchen, frisst und trinkt nicht. Wenn ich aus dem Zimmer gehe, folgt mir nur sein trauriger Blick.
Ihm ist es sogar "egal" wenn er alleine ist. Meine Eltern mussten etwas abholen fahren und ich habe mich solange in das Wohnzimmer gesetzt. (Körpchen steht in meinem Zimmer) er kam den ganzen, wirklich den ganzen Tag nicht einmal nach draußen. Als sie wieder da waren - nichts... kein Wuff kein Knurr noch nicht einmal in den Flur gehen und gucken. :( Wenn ich arbeiten oder zur Schule gehe und wieder komme - nichts... (ein "Traum" für die Leute, die mit der Angst vor dem alleine sein bei ihrem Fiffi kämpfen)

Falls ich ihn abgeben sollte, mache ich das nicht mit reinem Gewissen. Ich möchte wirklich nur gutes für ihn aber denke dann immer wieder daran, dass er sich dann wieder "verstoßen" fühlen sollte, wenn ich ihn abgebe... bin hin und her gerissen :(
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #12
Versuch erstmal die Emotionen da weitesgehend rauszulassen. Auch wenn es schwer fällt. So hart das klingt, dem Kleinen bringen Mitleid und andere negative Emotionen gar nichts. Versuch da mit Freude und Optimismus ranzugehen. Guten Grund hast du: Er schaut dich an! Diese Szene hier:

er zieht dann z.B. den Schwanz ein und geht schneller, schaut mich regelrecht hysterisch an. :( So nach dem Motto "Komm schnell weg hier oder da passiert gleich was"

ist ein gutes Zeichen. Er hat Angst und wendet sich an dich! Darauf musst du aufbauen. Wenn er das macht, gehe mit ihm einen Bogen um die für ihn gefährliche Situation, hocke dich hin und sag glockenhell "komm mal her" und halte ein Leckerchen bereit. Dann verharre ein wenig in der Situation und fütter ihn ruhig weiter. Immer schön im Abstand bleiben. Er lernt, dass sein erster Gedanke - sich an dich zu wenden - gut war und fängt an, dir zu vertrauen. Vielleicht braucht er nichtmal ein Leckerchen, vielleicht reicht es ihm, dass er bei dir Schutz suchen kann.

Mir tats irgendwann so leid das ich ihm Futter und Wasser IN den Korb gestellt habe und er plötzlich angefangen hat zu fressen.

Perfekt, auch das ist ein Anfang. Gib es ihm weiter im Körbchen, bis er sich ohnehin mal näher raustraut. Keine Eile, ihr werdet euer Tempo schon finden. Hab nur nicht so viel Mitleid. Das bringt nichts und hilft dem Hund nicht. Versuche das Mitleid lieber in Aktion umzuwandeln und arbeite aktiv daran, dass er mutiger wird. Versuch ihn immer wieder zu locken, so wie ich es oben beschrieben habe. Ich glaube, der Kleine hat einfach nur ein ganz großes Problem damit, dass er nicht weiß wie er sich verhalten soll. Versuch ihm dabei zu helfen.

Was die Züchterin und deine Nachbarn angeht: bla bla bla bla! So. ;) Lass sie labern und in ihrer heilen Welt leben. Es gibt nunmal Hunde, die es schlecht getroffen haben und nur weil die nicht in der Lage sind, sich um solche Hunde zu kümmern, muss das nicht für dich gelten. Lass dich nicht mehr auf Gespräche ein, sag nur, dass ihr daran arbeitet. Wenn überhaupt. Das geht die einen Mist an. Alle Hundehalter hier mussten sich schonmal dumme Sprüche anhören oder wildfremde kamen auf uns zu, um uns dann ungefragt Tipps zu geben. Lass ihnen ihren vermeintlichen Triumph und mach dein Ding weiter. Und wenn die Züchterin nochmal Vergleiche anstellt, dann sag ihr einfach trocken ins Gesicht, dass nunmal nicht jeder Hund so viel Glück hat, wohlbehütet zu leben und dass es auch Menschen geben muss, die sich eben um diese Tiere kümmern. Wenn sie das nicht versteht, sehe ich auch keinen Grund, wieso du mit ihr nochmal darüber reden solltest.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #13
O Mein Gott das Klingt ja furchtbar, wie die Leute mit euch umgehen. Ich verstehe sehr gut, dass du dadurch geknickt bist und dass das nicht einfach ist. Ich kann solche Menschen nicht verstehen. Aber Kopf hoch. Was andere sagen zählt nicht!

Der Tierarzt hat mich z.B. an diesem Tag (1. Tierarztbesuch, bis jetzt auch der einzige) so angeschaut, als würde ich den Hund verprügeln und das ich an seinem Verhalten schuld hätte.
Vergiss, wie der Tierarzt geschaut hat. Er hat keine Ahnung was tatsächlich ist und du weißt es besser. Vlcht hast du seinen Blick auch falsch gedeutet.


Eine Frau wollte ihn sofort streicheln und ich hab es erst mal unterbunden
Ganz Ehrlich, egal ob ganz "normaler" Hund oder einer mit einer problematischen Vorgeschichte: Ich kann nicht einfach zu einem fremden Hund gehen und ihn streicheln. Ich kann hin gehen und den Besitzer fragen, ob es ok ist und wenn der sagt "Nein", dann ist nein und dann habe ich das anstandslos zur Kenntnis zu nehmen!


Was du von der Wohnung erzählst klingt natürlich nicht so gut, aber da hat Pewee ja schon einiges gesagt, was doch gute Hoffnung gibt. Draußen klingt es aber gar nicht so negativ. Hier würde ich nur wirklich schauen, dass er nicht überfordert wird und langsam neues Kennen lernt. Also nicht unbedingt lauter neue Wege, nicht überall mitschleppen, aber trotzdem muss er sich nunmal irgendwann daran gewöhnen...
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #14
Ich glaube der hund merkt wie niedergeschlagen Du bist, damit kann er nicht umgehen und bleibt lieber in seinen Körbchen.
Du hast einen besonderen Hund und brauchst einfach ein dickes Fell nach außen!
Auch würde ich nicht jedem seine Geschichte erzählen, für viele zählt die Wahrheit als Ausrede.
Zumindest habe ich die Erfahrung gemacht!
Sag halt er ist Krank, so hast nicht mal gelogen denn an der Seele scheint er Krank zu sein.

Ich würde mal ne Futterspur legen mit was ganz besonderst leckeren. (Wurst, Käse),
einfach was das er mag.
Ihr habt in der Kurzen Zeit wirklich schon viel geschafft.
Und nur mal als Info, meine Hunde dürfen auch nur wenige auserwählte anfassen.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #15
Hallo,
...du hast keinen "normalen" Welpen?

Stimmt!

Und weißt du was, an deiner Stelle wäre ich sehr, sehr. sehr stolz darauf!
Wer will denn was normales? Immer und überall wollen wir Menschen doch das Besondere. Besonders gutes Essen, besonders tolle Ferien, den einzigartigen und besondern Kick, besondere Männer/Frauen, besondere Lippen/Bauch/Beine /Po und Busen....besonders billig,besonders gut, besonders lecker..... besonders Besonders....

Und weißt du was? JA DU HAST EINEN BESONDEREN HUND!

Genau das würde ich dem TA und dieser Züchterin sagen: ja deine Welpen sind süß- und normal MEIN HUND IST BESONDERS!


Manchmal glaube ich wirklich, daß Hundebesitzer oft den Hund bekommen - den sie gerade wirklich brauchen. DU brauchst mehr Selbstwert- Gefühl und Selbstbewusstsein und genau das wird dich dieser einzigartige - besondere und nicht normale Hund lehren.

Soviel zum Psycho Ding.

Ansonsten hast du hier von ganz vielen Tips und Ratschläge erhalten...nimm sie dir zu Herzen .....gib dir und deinem besonderen Hund Zeit, nimm dir alle Zeit der Welt, habe Geduld und nimm nichts persönlich....der kleine weiß es einfach noch nicht besser.

Vertrauen braucht Zeit und Geduld und Liebe....alles drei wirst zunächst du aufbringen müssen.

Aber ich kann dir etwas schönes verraten: Es wird sich lohnen und mit deinem Besonderen Hund....wirst du wenn du es zuläßt eine ganz BESONDERE BEZIEHUNG haben ...wer will schon eine "normale" Beziehung zu seinem Hund?

LG Suno
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #16
Hallo Kalico,

ich finde toll wie Du dich um den Hund kümmerst und welche Fortschritte ihr schon gemacht habt.

Ich habe auch so einen Hund bekommen, der keine anderen Hunde und Menschen kannte und vor allem Angst hatte. Das Alter wurde geschätzt auf 6 - 7 Monate. Die ersten 3 Wochen lag mein Hund nur auf seiner Decke und hat weder einen Mucks von sich gegeben noch freiwillig die Decke verlassen. Ich hab den Hund da liegenlassen, hab ab und zu mit ihm geredet und ein Leckerlie hingelegt.

Das ist jetzt genau 4 Jahre her. Mein Hund hat sich sehr gut gemacht, ist lieb zu allen Menschen und zu fast allen Hunden. Hat draussen kaum noch Angst, Silvesterknallerei und landender Hubschrauber geht zum Beispiel.
Wir haben inzwischen eine Ausbildung beim DRK gemacht und mein Hund ist seit letztem Jahr geprüfter Rettungshund und wird für Einsätze eingesetzt.

Wichtig ist es dass Du mit gaaaanz viel Geduld an die Sache rangehst. Lege Dir ein dickes Fell zu, was die anderen Leute Dir so sagen ist wirklich Quatsch. Gute Idee zu sagen der Hund wäre krank ;-)
Wie sich der Hund entwickeln wird kann Dir keiner sagen. Habe keine Ansprüche oder Erwartungen. Dann werden deine Erwartungen übertroffen ;-)

Ob Du den Hund behältst oder wieder abgibst musst Du entscheiden. Ich hatte damals keine Ahnung von Hunden, hatte aber Glück an kompetente Trainer zu geraten und habe viel lernen müssen.

Ich wünsche Dir Alles Gute mit dem Hund,

Grüße Siva und Pepper und Bernd
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #17
@Kalico

Meine Güte, die Leute von denen du schreibst tun ja so als ob du oder dein kleiner selbst was dafür könnten, wenn es um den Seelenzustand deines Hundes geht.
Lass dich davon nicht beeindrucken, nur weil ein kleines Kind meint dein Hund wäre "kaputt" (übrigens traurig sowas von einem Sprössling einer Züchter-Familie zu hören) und irgendwelche Fremden die keine Ahnung haben urteilen, musst du es dir nicht so zu Herzen nehmen.

Aber ganz erhlich, von deinen Beiträgen her erkennt man das du dich viel zu emotional verhälst, es ist zwar sehr lobenswert das es wenigsten Menschen gibt die einen Hund nicht als Hobby oder Spielzeug sehen, aber mit deinem Verhalten schadest du dem kleinen viel mehr als das du ihm hilfst. Er ist erst eine Woche bei euch und du brichst bereits in Depressionen aus weil er sein Verhalten aus den letzten 5 Monaten nicht innerhalb der paar Tage grundlegend geändert hat. Der Hund spürt das du so niedergeschlagen bist und das schadet seinem Verhalten erheblich. Wenn du dem kleinen wirklich helfen willst dann gib ihn an erfahrene Hundehalter ab.
Versteh das bitte nicht falsch aber für dich als "Anfänger" wäre so ein "Problem-Hund" eine Überforderung. Aber sie es mal so, du kannst wenigstens die Leute selbst auswählen wo du den kleinen hingeben willst, so kannst du sicherstellen das er in gute Hände kommt. Und glaub mir, er wird sich keinesfalls von dir verlassen fühlen, so denken Hunde nicht. Es gibt ja auch andere Pflegefamilien die nach einiger Zeit, die Hunde wieder abgeben damit sie zu ihren (hoffentlich) entgültigen Besitzern kommen.

LG Chefo
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #18
Wer will denn schon einen Hund, der so ist wie alle anderen?

Wir haben BJ auch bekommen als er ca. 6 Monate alt war. Irgendwo von der Straße weggefangen, dann rumänisches Tierheim, dann Pflegestelle die sich nicht kümmerte... Menschenkontakt und alles, was über Garten hinaus geht war ihm vollkommen fremd. Alles was er wusste: Bleib bei dir, dann tut dir keiner (Mensch oder andere Hunde) was.

Was du jetzt brauchst, ist 1. ein dickes Fell. Andere Leute werden immer labern, lachen, lästern... was auch immer. Da musst du stark bleiben und einfach wissen, dass du es gut machst.
2. kein Mitleid! Damit vermittelst du keine Sicherheit, und die braucht der Hund gerade ganz besonders!
3. Geduld! Warum sollte der Hund innerhalb von einer Woche lernen, dass deine Hand nur gut ist, wenn er das bis jetzt noch nie bzw. nur Gegenteiliges hatte?
Lass ihm da einfach Zeit. Versuch mal, ihm während dem Streicheln ein Leckerchen zu geben. Außerdem die Streicheleinheiten möglichst kurz halten, den Hund nicht überfordern und Hundekörpersprache beachten. Hunde mögen es lieber, wenn du dich in einem Bogen näherst. Am besten auch noch den Rücken zudrehen.
BJ hab ich am Anfang wirklich nur 10 Sekunden gestreichelt, außerdem immer mal wieder wie zufällig, im Vorbeigehen. Nur mal kurz ohne Aufhebens drüberstreichen, ups, schon vorbei.

Außerdem ganz wichtig:
Bestimmtheit! DU bist jetzt Rudelführer, das ist bei Angsthunden ganz wichtig. Was der Hund nicht hat an Selbstbewusstsein, Vertrauen, Souveränität und Bestimmtheit musst du ihm jetzt vorleben.
Also: Krieg ihn aus seinem Körbchen.
1. Schritt: Wohnung erkunden.
Am Einfachsten ging das bei BJ, wenn ich einfach eine Spur mit Leckerlies (nicht zu weiter Abstand) überall in der Wohnung verteilt hab, mich auf die Couch gelegt habe und Fern gesehen. Also ich liege (ungefährlich!) und ich bin abgelenkt und stelle einfach keine Gefahr dar.

Dann kannst du versuchen, ihm immer im Vorbeigehen Leckerlies zuzuwerfen... es gibt viele Möglichkeiten :D


Was ich eigentlich sagen wollte:
Hier im Forum sind einige unterwegs, die mit Angsthunden zu tun haben/hatten. Wenn du dir das zutraust und vorstellen kannst - leg los! Du wirst zwar keine Dankbarkeit ernten, aber erarbeitetes und gewachsenes Vertrauen ist (zumindest für mich) mehr wert als es bei Hunden ist, die mich von Anfang an anhimmeln :)

Mit Ruhe, Geduld und Bestimmtheit (und einer gehörigen Portion Humor :D ) hat sich mein Hund von Grund auf verändert. Ein bisschen skeptisch ist er noch, ab und an auch mal kurz panisch, aber zum Großteil würde ich behaupten ich habe einen wunderbar pubertierenden Jungspund, der sich nicht dauernd in die Hosen scheißt sondern von Tag zu Tag mehr genießt, die Welt ohne ständige Angst erkunden zu können.
Einfach war es nicht, aber das zu sehen ist einfach immer wieder schön :D

Wenn du dir das nicht zutraust, ist es aber wirklich besser, den Hund abzugeben. Ist auch keine Schande.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #19
Du wirst zwar keine Dankbarkeit ernten, aber erarbeitetes und gewachsenes Vertrauen ist (zumindest für mich) mehr wert als es bei Hunden ist, die mich von Anfang an anhimmeln :)

Dem kann ich nur zustimmen. Was bei anderen Hunden vielleicht normal ist, ist bei solchen Hunden ein Triumph und man freut sich über jeden kleinen Fortschritt. Der Hund wird nicht verstehen, warum man sich freut und er wird es vermutlich auch nicht erwidern. Aber die Tatsache, dass er in einer Situation ruhig war, wo er sich sonst beinahe eingenässt hätte, lässt das Herz eines jeden Angsthundhalters höher schlagen. Ich weiß noch, wie froh eine Freundin von mir war, als ihr Hund das erste Mal nach einer Woche freiwillig den Raum verlassen hat, in dem er sich ausschließlich aufhielt. Ein Triumph als ob man den Mount Everest bestiegen hätte.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #20
Ich hab außer den Eingangspost jetzt nichts mehr gelesen aber; ich finde es eine absolute Sauerei was Tierärztin und Züchter da mit dir veranstalten, andererseits: DU hast dich für den Hund entschieden, also sei stolz auf den Hund den du hast und nicht den den andere gerne hätten. Vielleicht ist dein Hund nicht ´normal´ vielleicht wird er das auch nie, aber wenn du dir das vertrauen erarbeitstest und er dir voll vertraut ist das 1000mal mehr wert, als jedes dumme Kommentar es schlecht machen kann.

Nimm keinen dieser ´perfekten´ Welpen mehr auf den Arm. Sag mit erhobenen Kopf: du willst kein ´perfektes´ Tier, niemand ist perfekt. Fertig aus und Ende, alle anderen Sprüche können sie sich in die Haare schmieren. Ignorrier die dummen Sprüche, warum ärgern sie dich? Du weißt was dein Hund erlitten hat und das er nicht normal werden konnte oder normal ist, Mitleid ist da aber fehl am Platz. Hab geduld mit ihm, gib ihn vertrauen und Erziehung und sch***** auf die Worte anderer.
 
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Hund abgeben - einen Gefallen tun?

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