Hund abgeben - einen Gefallen tun?

Diskutiere Hund abgeben - einen Gefallen tun? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Dem stimm ich 100 % zu. Unser Hund kam zwar nicht aus dem Ausland, er kam mit 1,5 Jahren aus dem Labor. Hatte Angst und kannte nichts. Da hilft...
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #21
Was du jetzt brauchst, ist 1. ein dickes Fell. Andere Leute werden immer labern, lachen, lästern... was auch immer. Da musst du stark bleiben und einfach wissen, dass du es gut machst.
2. kein Mitleid! Damit vermittelst du keine Sicherheit, und die braucht der Hund gerade ganz besonders!
3. Geduld! Warum sollte der Hund innerhalb von einer Woche lernen, dass deine Hand nur gut ist, wenn er das bis jetzt noch nie bzw. nur Gegenteiliges hatte?
Lass ihm da einfach Zeit. Versuch mal, ihm während dem Streicheln ein Leckerchen zu geben. Außerdem die Streicheleinheiten möglichst kurz halten, den Hund nicht überfordern und Hundekörpersprache beachten. Hunde mögen es lieber, wenn du dich in einem Bogen näherst. Am besten auch noch den Rücken zudrehen.

Dem stimm ich 100 % zu. Unser Hund kam zwar nicht aus dem Ausland, er kam mit 1,5 Jahren aus dem Labor. Hatte Angst und kannte nichts. Da hilft Dir und vorallem dem Hund nur Dein gesundes Selbstvertrauen und möglichst viel Normalität. Lass die Leute reden. Geh Deinen Weg mit dem Hund und in ein paar Wochen/Monaten wirst Du drüber lachen und einen (fast) normalen Hund haben. Kleine Rückschritte wird es vielleicht geben. Aber ansonsten geht es für euch nur vorwärts. Lass Dir bloss nichts einreden. Dein Wuff wird es Dir danken.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #22
Hey,

ich habe lange Zeit im Tierschutz gearbeitet und möchte dir hier nur kurz ein Beispiel dafür geben, dass es sich lohnt zu kämpfen und dass man nicht auf andere Leute hören sollte, die einem zu sagen versuchen, was "normal" und was "richtig" ist bei einem Hund, dessen Herkunft eigentlich schon genug darüber sagt, warum er eben nicht ist wie ein "echte deutscher Standardwelpe vom liebevollen Züchter". ;)

In dem TH, in dem ich meine Ausbildung gemacht habe, hatten wir einen Hund, der mit ca. 6 Monaten zu uns kam. Er kannte keine Menschen, nur andere Hunde und war panisch bis hin zu angstaggressiv, wenn er sich nicht zu helfen wusste. Man konnte ihn nicht anfassen, man konnte ihn nicht aus der Aand füttern, am Anfang konnte man nicht mal ansatzweise in seine Richtung schauen ohne dass er gleich ausgewichen / weggelaufen - was auch immer, ist. Er saß nur in einer Ecke, bewegte sich nicht, bellte nicht - gar nichts. Nur mit anderen Hunden im Gruppenauslauf, da war er Hund. Hatte sämtliche Verhaltensweisen drauf und zeigte, dass er die Rute auch oben tragen kann, dass er bellen kann, dass er hüpfen kann.

Dieser Hund wartete lange auf ein neues Zuhause - denn wer wie schon "so einen" Hund?
Doch iwann kam der Tag, da eine Frau sich verliebte, in eben diesen Hund. Und sie nahm ihn mit.
Er musste mit dem Blasrohr vom TA betäubt werden und in eine Transportbox verfrachtet werden, anders hätten wir diesen Hund nicht zu der Frau nach Hause gebracht...er ließ sich ja nicht anfassen.

Dann saß er bei der Frau im Garten. Sie hatte dort eine beheizte Hütte mit allem was Hund so braucht und eine Hundeklappe ins Haus.
Und sie stellte sich vor, dass er sich so nach und nach an sie, an das Haus und den ganzen Rest gewöhnen würde. Nach und nach war für sie so ein Zeitraum von ein paar Wochen - maximal Monaten.

Joa, nach einem dreiviertel Jahr wohnte der Hund immer noch nicht im Haus, sondern weiter in der Gartenhütte.
ABER er hatte inzwischen ein Geschirr an, kam auf die Terrasse zum fressen und ließ sich alle paar Tage mal anfassen.

Man fragte die Frau, was sie mit so einem Hund wolle?
Warum man den Hund denn nicht einschläfern würde, der wäre doch zu nichts nütze?
Und die Frau war ziemlich verzweifelt. Aber sie hielt durch.

Und dann? Nach knapp einem Jahr schlief der Hund plötzlich im Wohnzimmer, zwar immer noch in der Nähe der Hundeklappe, immer auf Fluchtmodus, aber er war IM Haus. Dann iwann schlief er auf dem Sofa. Iwann lag er da auch, wenn die Frau ebenfalls im Wohnzimmer war und iwann lag er neben der Frau. Nachdem sie ihn ein einhalb Jahre hatte, machte sie den ersten Spaziergang mit ihm. Mit Leine und Geschirr und einem Hund, der nicht panisch wegrannte, sondern sich hinter ihr versteckte, wenn ihm was nicht geheuer war.

Und jetzt? Jetzt hat sie ihn fast fünf Jahre und letztes Jahr war sie mit ihm auf dem TH-Fest zu Besuch. An Halsband und Leine. In Menschen"massen" und der Hund trottete neben ihr her, als habe er nie was anderes gemacht. :D

Was will ich damit sagen?

Dein Hund kann schon so unheimlich viel für einen "Rumänen". Für einen Hund mit seiner Geschichte!
Sei stolz auf jeden kleinen Schritt und denke nicht in Wochen, eher in Monaten. ;)

Ich habe selbst auch eine Angsthündin (ohne dramatische Geschichte, einfach ein kleiner Hund, der nicht richtig sozialisiert wurde) und selbst nach inzwischen 5 Jahren ist sie noch nicht "normal", aber wer ist das schon?
Und vorallem wer legt das fest?
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #23
Mein Hund heute übrigens: Liegt eine Stunde neben mir auf der Couch - mit Körperkontakt. Kann sich sogar entspannen, wenn ich mich so 5 Minuten halb auf ihn drauf kuschle.
Was daran so besonders ist? Dass wir jetzt fast ein Jahr daran gearbeitet haben :D
Körperkontakt funktioniert schon länger, aber eher minutenweise. Und auch das drauflegen.. angefangen mit Sekunden, es war ihm total unheimlich. Dass er jetzt einfach entspannt liegen bleibt und nicht nach 5 Sekunden aufspringt und doch lieber woanders liegen will ist SO ein wahnsinniger Erfolg :D

Aber ich will auch nichts beschönigen. Wie gesagt. Es kostet unendlich viele Nerven! Geduld, Verzweiflung, Genervtheit... wir haben alles durch :D
So ein Hund kostet Kraft und Bestimmtheit.
Bei meinem war es schwer, da er auch noch ein ausgesprochener Sturkopf ist. Da ist dann irgendwann das Testosteron eingeschossen und es war schwer, ein Mittelmaß zu finden zwischen Bestärkung und Förderung, aber auch konsequentes Eingrenzen...

Auch wir waren Hundeanfänger und haben es hingekriegt.

Ich würde aber schon empfehlen, dass du dir da selbst ein realistisches Selbstbild von dir machst. Schaffst du es, konsequent genug zu sein? Denn Regeln und die strikte Einhaltung dieser geben dem Hund auch Sicherheit!
Schaffst du es, dein Mitleid zu vergessen und den Hund auch teilweise einfach zu seinem Glück zu zwingen? Wenn er über sich selbst hinauswachsen kann bekommt er mehr Ego, außerdem lernt er so auch, dass du in solchen Momenten einfach ruhig und gelassen bleiben kannst und vertraut dir so mehr.

Bist du ein eher unsicherer oder schreckhafter Mensch? Auch dann könnte das nicht das Richtige für dich sein.

Abgeben wäre keine Schande. Ihr seit eh Pflegestelle, und selbst wenn nicht... der Hund lebt die nächsten 10-15 Jahr bei euch. Da sollte das Grundgefühl schon stimmen.

Andererseits:
Hast du Lust, richtig viel mit deinem Hund zu arbeiten, mit ihm zusammen die Welt zu entdecken, Abenteuer zu erleben und zusammen zu wachsen? Kannst du damit leben, wenn immer wieder neue Baustellen hochkommen, Rückfälle passieren und der Hund einfach aus unerklärlichen Gründen rumspinnt?
Schaffst du es, dich mit körperlichem Kontakt nach dem Hund zu richten?
Und ja, auch: Kannst du dahinter stehen, dass dein Hund nunmal so ist wie er ist? Denn auch wenn hier viele gute Tipps haben, musst du damit leben und keiner kann dir versprechen oder sagen, WIE dein Hund sich entwickelt. (Das kann man bei "normalen" (wie ich dieses Wort hasse! Wer will denn schon nur "normal" sein?) Welpen zwar auch nicht, aber die haben natürlich andere Ausgangsvoraussetzungen...)
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #24
Hallo,

mein Hund lässt sich heute immer noch nicht gerne anfassen, und er mag keine Nähe. Wenn ein Mensch oder Hund in die Nähe seiner Hundedecke kommt knurrt sie oder verzieht sich. Damit muss man leben. Wir haben auch unsere Macken ;-)

Wir haben eine gute Trainerin hier die mit dem Tierschutz zusammenarbeitet. Hunde aus ihrem Tierschutz brauchen z.B. keine Gebühr in der Hundeschule bezahlen, zumindestens beim Welpenkurs.

Frag mal bei einigen Tierschutzorgas in Deiner Nähe nach Hunde-Trainern, die haben Erfahrung mit Angsthunden.

Grüße Bernd
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #25
Hallo,

eigentlich kann ich mich den meisten Vorrednern nur anschließen: Wenn du gewillt bist viel Zeit und Kraft in deinen Hund zu investieren kann das durchaus funktionieren.
Was andere sagen ist da wirklich egal:)
:eusa_shhh: Diese Menschen werden niemals erfahren wie man auch den kleinsten Fortschritt feiern kann wie einen gewonnenen Marathon.

Aber kurz zu den Hundetrainern:
Solltest du dir einen suchen führe ein ganz, ganz ausführlichen Erstgespräch!
Lass dich nicht einfach in den nächsten Kurs stopfen oder mit solchen Sachen wie "Der muss da jetzt einfach durch!" abspeisen.
Und guck dir auf jeden Fall vorher Stunden an.
Ein zu schnell, lauter oder grob vorgehender Trainer kann dir unheimlich viele Probleme machen.

Im Übrigen finde ich, dass der kleine Kerl schon recht gute Fortschritte gemacht hat dafür, dass er erst seit einer Woche bei dir ist:)
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #26
Noch eine Geschichte von meinem Hund :

Neben dem Hundeplatz verläuft eine Bahnlinie. Als das erste Mal ein Zug kam wollte mein Hund in Panik aus dem Halsband raus und weg.
Ich habe sie fest in den Arm genommen und ruhig mit ihr gesprochen. Die Trainerin meinte das wäre nicht gut, die Gefahr einfach ignorieren. Bei meinem Hund ging das nicht da sie sich dann in Panik immer mehr reinsteigerte.
Ich sagte dass das Festhalten bis gut genützt hat. Sie meinte "Na gut, dann mach das so".
Später habe ich ein Video von einem Workshop für Angsthunde gesehen, wo die Hundebesitzer ihren Hund bei Gefahr fest in den Arm genommen haben.
Wichtig dabei ist das man selbst ruhig bleibt und dem Hund Sicherheit vermittelt.

Ich möchte Dir jetzt keine konkreten Tipps geben wie "Hund festhalten" oder "Gefahr ignorieren", nur möchte ich damit sagen dass die Art und Weise wie man mit dem Hund umgeht sehr individuell ist und passen muss. Ihr müsst ein Team werden.
Vertraue Deinem Trainer (den Du hoffentlich findest) und höre auf keinen Fall auf die "Hundewiese-Experten".

Mit meinem neuen Hund war ich bei der Welpenspielstunde einer Hundeschule. Bei der Welpenspielstunde war durch den Zaun abgetrennt ein Hund aus dem Tierschutz, der Angst vor anderen Hunden hatte. Nach 3 - 4 Stunden ist er dann von alleine zu einem anderen Hund gelaufen und hat ganz vorsichtig gespielt. Die Besitzer haben sich darüber soooo gefreut.

Grüße Bernd
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #27
Hallo an Alle :)

Danke, dass ihr soo viel geschrieben habt. Das hat mir auch echt wieder Mut gemacht. Tut mir Leid, dass ich erst einmal nicht so schnell antworten konnte. Habe mir in den letzten Tagen viele Gedanken gemacht..

WIr sind zu dem Entschluss gekommen, bzw. ich, das wir den Kleinen doch behalten. :) Er ist zwar immer noch so wie er eben ist, macht aber wahnsinnige Fortschritte. Meine Eltern und ich haben uns echt gefetzt, sie wollten den nicht behalten, finden den auch, vorallem wegen der Züchterin (ist eng befreundet mit denen) total komisch... aber was heißt schon komisch? Er braucht eben seine Zeit..
als wir uns dann gestritten haben und ich mich in mein Bett gelegt hab, um doch noch mal zu überlegen, kam Mello auf einmal zu mir gesprungen. (hat er sonst nie gemacht) Er hat mich echt total treu angeguckt, förmlich gesagt "bitte, gib mir eine Chance" und die soll er bekommen. :) Bei einem Hundekurs war ich schon, leider erfolglos. Die Trainerin war alles andere als nett, hat ihn angemeckert, er dürfte mit seinen 5 Monaten garnicht in den Junghundekurs. Er soll in den Welpenkurs, wenn überhaupt, aber nicht mit ihren Welpen. Die sollen "vernünftig" werden. Ich bin dann sofort gegangen..
wenn ich keine Hundeschule finden sollte, finde ich das auch nicht schlimm. Ich bin dann seine "Hundeschule", auch wenn ich die glaub ich nie zu 100% ersetzen kann.

Mello hat nicht mehr so doll Angst vor anderen Hunden. Er geht schon auf sie zu, schnuppert, zwar noch schüchtern, und wenn die Hunde dann weggehen, will er denen meistens folgen. :) Ich bring ihm erst einmal alles bei was die Welpenschule auch macht: Sozialisierung, d.h. wie die Schule mir gesagt hat, in Läden gehen, Bahn und Bus fahren, Aufzugfahren usw.

Danke an alle :)

LG
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #28
Na, dass mit dem treuen Blick als ob er dir was sagen möchte war dann wohl eindeutig ein Zeichen des Schicksaals :)
Aber wenns schon nicht mit der Hundeschule funktioniert (wo wohnst du eigentlich weil da alles Menschen so unfreundlich und verständnisslos sind?) dann besorg dir wenigstens einen persönlichen Trainer, ohne geht es einfach nicht, das habe ich jetzt auch zu spüren bekommen. Ich war auch der Meinung ich könnte meinem kleinen allein helfen, jetzt ist er 9 Monate (fast 10) und er hat enorme Fortschritte gemacht aber dennoch ist mir jetzt bewusst geworden das ich auf eine Hundeschule oder einen privaten Trainer angewiesen bin. Nimm dir das bitte zu Herzen, dass wird dann auch für dich leichter wenn du proffessionelle Unterstützung hast un deinem kleinen Mello kommt das allemal zugute.

Wünsche euch beiden viel Glück und Kraft für die Zukunft!!!
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #29
Hallo,
zuerst einmal toll, daß du dich für den Kleinen entschieden hast.Ich bin so verärgert über das, was dir da widerfährt.

Was du da so erlebst mit deinem Welpen - finde ich - extrem unglaublich. In was für einer Umgebung um Gottes willen lebst du denn? Die Züchterin ist - eine kleinkarierte und auf ihren Erwerb ausgerichtete Person - glaub mir diese Frau findet JEDEN Hund schlecht - ausser er kommt von ihr.
Der TA mag fachlich kompetent sein - menschlich ist er für mich eine Niete.
Und die Frau aus der Hundeschule ist mal wieder ein Beispiel dafür, daß jeder ungelernte Dummbatz sich Hundetrainer schimpfen darf und , da der Beruf nicht geschützt ist , ungelernt und inkompetent, Geld machen darf.
So das musste mal raus°!

Du brauchst ganz dringend ein paar Menschen um dich die dich und deinen Hund verstehen, dich und deinen Hund so akzeptieren wie ihr gerade seit und euch emotional beistehen, damit du die Notwendige Kraft hast, diesem Tierchen ein lebenswertes Hundeleben zu ermöglichen.
Kurz - du brauchst Rückendeckung. Ich hoffe die können wir dir hier im Forum teilweise geben - aber besser wären zusätzlich noch ein paar nicht virtuelle Kontakte.

Ich weiß nicht wie alt du bist, wie mobil (Auto) oder wieviel Geld du ausgeben kannst. Aber an deiner Stelle würde ich mal Googeln, z.B. Angsthunde Dortmund....habe ich gerade gechecked , dann ran ans Telefon mit dem Gedanken, daß du vielleicht 10 verschiedene Angebote anrufen musst um den EINEN den besten für dich und deinen Welpen heraus zu filtern.

Bei allen Anrufen, solltest du dann um ein Gespräch bitten - alles erzählen und aus dem Bauch heraus entscheiden , ob dir die Person und das Gesagte anderen Ende der Leitung sympathisch ist, du dich verstanden fühlst und dann eben dort trainieren gehen (Einzeltraining, Verhaltenstraining, das ein oder andere Seminar mitmachen....etc.)

Dabei geht es erst mal gar nicht ob dein Hund jetzt eine 1A Begleithundeprüfung oder sonst was macht - nein es geht einzig und allein darum, daß DU dich mit deinem Hund und seinen Problemen verstanden fühlst.
Dass DU merkst - du bist nicht der einzige Mensch mit so einem Problem und es gibt freundliche und kompetente Menschen, die mit dir eine Lösung finden.

Du brauchst keine dummen, ungezogenen Menschen die ihre stumpfsinnigen und falschen Meinungen ungefragt oder gefragt äussern. Und wenn du mal wieder auf solche triffst: Mach es wie die Hunde: Ignoranz ist die höchste Form der Dominanz.


Bis bald und bleib felsenfest!

Suno
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #30
Schön, dass er bei dir bleiben darf.
Ansonsten kann ich mich Suno komplett anschließen.

Wenn du möchtest kann ich übrigens meine Trainerin fragen, ob sie jemanden in Dortmund kennt, der sich mit Angsthunden gut auskennt. Sie selbst macht das auch, aber das wäre wohl doch etwas weit;)
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #31
Toll das du dir das zutraust:clap:!

Ansonsten Suno hats mal wieder komplett auf den Punkt gebracht; Danke dafür:clap:
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #32
Hallo :)

Was du da so erlebst mit deinem Welpen - finde ich - extrem unglaublich. In was für einer Umgebung um Gottes willen lebst du denn? Die Züchterin ist - eine kleinkarierte und auf ihren Erwerb ausgerichtete Person - glaub mir diese Frau findet JEDEN Hund schlecht - ausser er kommt von ihr.
Der TA mag fachlich kompetent sein - menschlich ist er für mich eine Niete.
Und die Frau aus der Hundeschule ist mal wieder ein Beispiel dafür, daß jeder ungelernte Dummbatz sich Hundetrainer schimpfen darf und , da der Beruf nicht geschützt ist , ungelernt und inkompetent, Geld machen darf.
So das musste mal raus°!

Ja das stimmt echt. Wir wohnen zwar in Dortmund, aber eher "außerhalb" des Geschehens. Mir kommt es oft so vor, als würden wir in einem "typischen Dorf" leben - jeder tratscht über jeden, jeder kennt jeden oder denkt, er würde ihn kennen usw. Jeder muss sich einmischen. Keine Ahnung warum die Leute hier so sind - ich habe echt nichts gegen die aber sowas muss echt nicht sein. Letztens wurde meine Mutter von einem älteren Herren aus unserem Haus angesprochen und hat ihr gesagt, ich solle doch bitte nicht Taschentücher vor die Tür legen. Ähm? Bitte,was? Er meinte dann nur noch "ja, sie war die letze die in das Haus gekommen ist"...
Später ist er dann noch zu uns gekommen und hat "angemerkt", dass das Hundchen doch bitte nicht die Blumen anschnuppern sollte, die sind heilig. (Angemerkt wir sind nur an denen vorbei gegangen..und die Blumen, falls man die so nennen darf, ist echt nur Gestrüpp (total kaputt, eingegangen, Flaschen und andere Dingen liegen da rum..))
Zu dem Arzt werde ich vermutlich auch nicht mehr gehen, nur mit meinen beiden Frettchen. :s

Du brauchst ganz dringend ein paar Menschen um dich die dich und deinen Hund verstehen, dich und deinen Hund so akzeptieren wie ihr gerade seit und euch emotional beistehen, damit du die Notwendige Kraft hast, diesem Tierchen ein lebenswertes Hundeleben zu ermöglichen.
Kurz - du brauchst Rückendeckung. Ich hoffe die können wir dir hier im Forum teilweise geben - aber besser wären zusätzlich noch ein paar nicht virtuelle Kontakte.
Das denke ich auch. Auf dem Feld draußen vor unserer Tür gehe ich total gerne Gassi mit ihm und haben schon echte "Freundschaften" geschlossen. Wir tauschen uns regelmäßig aus - viele von den Besitzern haben auch "Auslandstiere" und da bin ich schon ganz froh, ab und zu deren Hunde zu sehen und Erfolge usw. auszutauschen. :)
Ich habe schon bei ganz vielen anderen Hundeschulen angerufen. Am Samstag gehe ich zu 2 Schulen hin zum "Probeschnuppern" und zum 1. Gespräch. Mal gucken ob das was ist. :)

Ich weiß nicht wie alt du bist, wie mobil (Auto) oder wieviel Geld du ausgeben kannst. Aber an deiner Stelle würde ich mal Googeln, z.B. Angsthunde Dortmund....
Also ich bin gestern erst 20 geworden:D, habe ein kleines Auto und gehe noch zur Schule bzw. mache bald eine Ausbildung. Im Moment sind noch zwei Prüfungen fällig (Donnerstag und Freitag), dann habe ich erst einmal bis August "frei" - also jede menge Zeit für den Hund. :)

Schön, dass er bei dir bleiben darf.
Ansonsten kann ich mich Suno komplett anschließen.

Wenn du möchtest kann ich übrigens meine Trainerin fragen, ob sie jemanden in Dortmund kennt, der sich mit Angsthunden gut auskennt. Sie selbst macht das auch, aber das wäre wohl doch etwas weit;)

Danke :) Ja, das wäre echt klasse.:clap:


Liebe Grüße
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #33
Hey das klingt ja schon super. Freut mich, dass du zumindest einige "Gassibekanntschaften" hast, die dir den Rücken stärken und die dich verstehen.
Auch auf die HUndeschulen bin ich gespannt. Ich hoffe du berichtest uns wie es war. Ich freue mich echt, dass der kleine bei euch bleiben kann und eine Chance bekommt. Und ich habe das Gefühl du fühlst dich Wohl mit der Entscheidung, richtig?
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #34
Hallo,
herzlichen Glückwunsch zum 20igsten, nachträglich:clap:

Joa so Nachbarn gibt es leider überall:
Ich wohne in einem Haus mit großem Garten - meinem Garten wohlgemerkt, Innenhof - Garten mitten in der Stadt. Also können die Nachbarn aussenherum (wenn die Bäume noch nicht ganz so dicht belaubt sind) Hinein schauen....einer muss bei der Hausverwaltung angerufen haben - mein Garten wäre vollends verkotet - sein Tonfall hat mich mehr als gestört.....Mein Hund kackt nicht in den Garten , kann also nicht sein. Ich liebe, lebe und pflege meinen Garten. Ich war extrem sauer und habe den Hausverwalter sofort zu mir bestellt - Garten anschauen. Und was war es?! KASTANIEN.....keine Seltenheit bei einem 40 Jahre alten Riesen Kastanienbaum.

Danach ich zum HV:
"Sie sollten besser recherchieren, bevor sie auf anonyme Anrufe hin MICH verärgern! Insofern, muss ich leider feststellen, daß sie in ihrer Eigenschaft als Hausverwalter heute keinen guten Job gemacht haben - aber das kann man sicher verbessern"

Hahaha , man der wäre fast geplatzt so rot ist er geworden. Seit dem ist Ruhe.

Freut mich, daß du bereits nettere Leute kennen gelernt hast. Und auch dass du Termine in der Huschu hast. Lass dich da auf jedenfall von deinem Bauch Gefühl leiten. Nur wenn dir Trainer und Ort sympathsich sind und du dich verstanden fühlst , wird es DEINS.
Musst auch immer bedenken, DU bist der Kunde DU zahlst - also beim ersten uncoolen Spruch - sofort einen viel cooleren zurück und tschüß!
Z.B: Du fühlst dich oder deinen Hund "angegriffen oder beleidigt" würde ich dem fest in die Augen schauen und sagen: " Tja Frau/Herr xy, ich glaube nicht, daß ihre Kompetenz meinen Ansprüchen genügt".....



Hau rein und alles gute für die Prüfung :idea:

Suno
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #35
Und bitte vor allem darauf achten, dass die Trainer da auch Ahnung haben von etwas anders tickenden Hunden ;)
Also, dass sie -trotz Gruppe- auch auf die Eigenheiten von den Hunden eingehen. Anfassen ist bei mir ebenfalls tabu - meine Trainerin bekommt alles von meinem Hund ohne einmal an der Leine zu rucken oder ihn gar anzufassen.

Und je nach Kenntnisstand des Hundes einfach auch Übungen runter schrauben und nicht gleich alles verlangen. Also wenn dein Hund kein bei Fuß kann, dann doch bitte nicht an der Leine über den Platz zerren. Da habt ihr beide keinen Spaß dran und der Hund lernt auch nichts sinnvolles.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #36
Hallo zusammen :D

Endlich komm ich auch mal wieder dazu, zu schreiben. :) Die Prüfungen waren echt hart..aber endlich ist alles überstanden. :D

Hey das klingt ja schon super. Freut mich, dass du zumindest einige "Gassibekanntschaften" hast, die dir den Rücken stärken und die dich verstehen.
Auch auf die HUndeschulen bin ich gespannt. Ich hoffe du berichtest uns wie es war. Ich freue mich echt, dass der kleine bei euch bleiben kann und eine Chance bekommt. Und ich habe das Gefühl du fühlst dich Wohl mit der Entscheidung, richtig?

Also die erste Hundeschule bei der ich war, war echt genial! Zur Zweiten bin ich noch nicht gegangen, erst diesen Samstag.
Die Huschu, bei der ich war, war echt super toll: liebe Mitarbeiter, viele Zweibeiner, eine kleine Gruppe für Mello - jedoch nicht das, was ich so erwartet habe. Dort waren nur riesige "Ponywelpen", sprich Doggenwelpen. Er war total überfordert mit ihnen, sie waren einfach zu groß und zu wild für ihn. Leider besteht die Gruppe nur aus Doggenwelpen und einem Schäferhundwelpen. Das wär nicht so Mellos Fall, schätze ich. :(

Das Problem ist hierbei nicht die Größe der Tiere, sondern eher, dass das alles noch Welpen sind - und zwar zu Große. Mir ist aufgefallen, dass Mello viel lieber den ersten Schritt macht :
auf dem Feld hier bei uns sind etliche Hunde unterwegs. Mello, als kleiner, jetzt sogar schon extrem verspieler Welpe :D, möchte immer den ersten Schritt machen, d.h. erst schnuppern UND dann spielen. Er liebt echt alle Hunde, sogar eine ausgewachsene Dogge hat er zum spielen aufgefordert. Bei der Huschu war das nicht so der Fall - die "kleine" Dogge hat angefangen und er war echt total anders als sonst, hatte regelrecht Panik und hat auch geschrien. Hab echt Angst gehabt, ihn die "Hundewelt" zu versauen, was zum Glück nicht der Fall war. Ich glaube, unter kleinen Welpen wäre er besser aufgehoben, oder? An sich war die Schule echt super.
Mal schauen, was die nächste so sagt. :)

Hallo,
herzlichen Glückwunsch zum 20igsten, nachträglich:clap:
Dankee :D

KASTANIEN.....keine Seltenheit bei einem 40 Jahre alten Riesen Kastanienbaum.
Hmm... also runde Häufchen hab ich noch nie gesehen, von weitem sehen Kastanien ja auch nicht so aus :shock: Nachbarn sind schon was tolles :D


Und bitte vor allem darauf achten, dass die Trainer da auch Ahnung haben von etwas anders tickenden Hunden ;)
Also, dass sie -trotz Gruppe- auch auf die Eigenheiten von den Hunden eingehen. Anfassen ist bei mir ebenfalls tabu - meine Trainerin bekommt alles von meinem Hund ohne einmal an der Leine zu rucken oder ihn gar anzufassen.

Und je nach Kenntnisstand des Hundes einfach auch Übungen runter schrauben und nicht gleich alles verlangen. Also wenn dein Hund kein bei Fuß kann, dann doch bitte nicht an der Leine über den Platz zerren. Da habt ihr beide keinen Spaß dran und der Hund lernt auch nichts sinnvolles.

Genau so eine Huschu habe ich gefunden (mit Problem der zu großen Welpen): sie ist auf jeden einzelnen Hund eingegangen, bei uns ist sie z.B. zurück gestraubt und wir sollten als aller erstes nur die Dinge auf dem Platz erkunden. Mello auf Holz laufen lassen, auf eine "Knisterdecke" usw. Ich hoffe, die nächste Huschu ist genauso. :( Oder was würdet ihr sagen? Sollte ich ihn mit den "Riesenwelpen" zusammen lassen? Mir kam es so vor, als wäre er vollkommen überfordert gewesen... Er wollte nichts machen, also weder auf das Holz gehen oder über die Decke, wenn die Welpen in der Nähe waren. Sobald sie sich weggedreht haben, konnte ich mit ihm alles machen - er ist sogar durch einen Tunnel gelaufen. :mrgreen:

LG :)
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #37
Wie läuft das denn bei euch, da ist ja jede Hundeschule anders.
Wir waren mit BJ in der einen für reine Spielstunden, und in einer anderen, wo er eben "Schule" hatte. Also an der Leine blieb und mit mir zusammen arbeiten musste.
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #38
In der Huschu bei der ich letztens war, ging es erstmal mehr darum, den Hund zu sozialisieren, sprich auf Geräusche eingehen (auf Knisterdecken laufen), Leute um sich zu haben, also die kreuz und quer neben ihnen laufen, wärend sie z.B. sitz machen sollen usw. Auch auf verschiedenen Untergründen zu laufen war die erste Aufgabe. (Holz, Stein, usw.) Zum Schluss gab es dann noch ca. 10 Minuten eine Spielrunde. :)
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #39
Was haben denn die Trainer gesagt?

Ich würd´s auf jeden Fall ein zweites Mal probieren. Meiner musste dreimal in die Hundeschule, bevor er sich schlussendlich getraut hat, mit anderen Welpen zu spielen :D

Und Fakt ist: Draußen werdet ihr sicherlich auch Hunde treffen, die mal größer sind als deiner. Da sollte er nicht überfordert sein, nur weil die ihn ankucken. Man muss ihn ja nicht direkt ins Spiel schmeißen...

Solange ihm dann da nichts passiert und du ihm zeigst, dass du alles unter Kontrolle hast wird er das mMn auch nicht unter negativer Erfahrung verbuchen, sondern evtl sogar über sich hinaus wachsen...
 
  • Hund abgeben - einen Gefallen tun? Beitrag #40
Was haben denn die Trainer gesagt?
Die meinten, dass Mello immer ein schüchterner Hund bleiben wird und das wir hier in der Schule an seinen Stärken arbeiten werden und diese festigen

Ich würd´s auf jeden Fall ein zweites Mal probieren. Meiner musste dreimal in die Hundeschule, bevor er sich schlussendlich getraut hat, mit anderen Welpen zu spielen :D

Und Fakt ist: Draußen werdet ihr sicherlich auch Hunde treffen, die mal größer sind als deiner. Da sollte er nicht überfordert sein, nur weil die ihn ankucken. Man muss ihn ja nicht direkt ins Spiel schmeißen...
Das Problem haben wir ja, er wird direkt ins Spiel geschmissen. :( Das sind alles "Züchterwelpen", haben also alle Erfahrung mit dem "spielen", wurden super sozialisiert und wissen, wir man mit Artgenossen umgeht. Sie kommen ja direkt an und drängen sich Mello auf - genau das mag er überhaupt nicht. Er hat nicht die Chance zu schnuppern oder ähnliches.Man merkt ihm an, dass er keine Erfahrungen gemacht hat und erst mal schauen möchte. Die beiden Welpen in meiner Gruppe sind so aufgedreht, dass die Trainerin sogar mit einer Wasserpistole hinterher rennen musste.. Die Größe ist, wie gesagt, wirklich kein Problem. Nur dieses "abgedrehte" von den Welpen mag Mello nicht. :( Wärend der Spielrunde sind die Beiden auf ihn gesprungen, haben ihn auf den Boden geschmissen und sind sogar draufgetrampelt.. er hat dann sofort das Weite gesucht oder wollte zu mir.. er hat mich vor lauter Angst sogar "umgerannt" :/
 
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