Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden?

Diskutiere Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo liebe Foris, ich hab mal wieder eine Frage und hoffe auf euren Rat. Wie vielleicht ein paar von euch aus meinem anderen Thead...
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #1
Chefo

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Hallo liebe Foris,

ich hab mal wieder eine Frage und hoffe auf euren Rat.

Wie vielleicht ein paar von euch aus meinem anderen Thead "Hundeschule, Hundetreff oder einfach nur in den Park?" wissen, ist mein Hund Chef beim spielen mit anderen Hunden, nett ausgedrückt, ziemlich grob wobei brutal wohl passender wäre.
Deshalb werden wir demnächst eine Hundeschule besuchen, damits hoffentlich besser wird.

Nun gibts aber noch ein Problem, wenn ich mit ihm spiele oder andere Personen, ist er genau so brutal. Er beißt (hat noch nie geblutet aber blaue Flecken gabs genug), rennt einem ungebremst in die Beine (hätte mir einmal fast die Kniescheibe raus gehauen), und dann hat er mir sogar mal ein blaues Auge verpasst (Pfotenschlag mitten drauf). Hört sich irgendwie so an als ob ich von meinem Hund misshandelt werden würde :)
Aber so lustig ist das leider nicht, natürlich habe ich es bereits von Anfang an mit dem laut "quietschen" und dann einfach weggehen und für ein paar Minuten ignorieren gemacht aber das scheint er überhaupt nicht zu verstehen. Denn gleich danach gehts wieder so rabiat weiter und ich mache das seit er ein Welpe war, sollte er das nicht langsam verstehen? Auch wenn ich versuche ihn behutsam wegzuschieben da er mal wieder zu aufdringlich wird, bleibt er stur und steif stehen bis ich mich mit meinem (fast) ganzen Körpergewicht gegen ihn stemme, dann zieht er langsam von dannen. Ich habe das Gefühl er versteht weder die Menschensprache noch die Hundesprache, denn mit den Vierbeinern kommt er auf Grund seiner Grobheit auch nicht gut aus.

Bis jetzt habe ich mir allerdings nicht sooo große Gedanken darum gemacht da es für mich schon fast normal geworden war, doch vor einer Woche hatten wir Chefs Hundekumpel Tequila (Bordeaux Dogge Rüde) für 2 Tage in Pflege und erst da ist es mir so richtig aufgefallen. Tequila musste man nur ganz zart berühren und er drehte sofort in die andere Richtung ab. Auch beim spielen war er so sanft und vorsichtig, selbst wenns richtig hecktisch wurde.

Ich habe mich dann gefragt ob das was mit sozialisierung zu tun hat, allerdings weis ich das Tequila ebenfalls vom Welpenhandel aus Polen abstammt und daher wohl kaum optimal in dieser Hinsicht gefördert wurde, benimmt sich aber wie ein Hund vom top Züchter. Ist verträglich mit allem was lebt, überhaupt nicht ängstlich, so wie mein Chef und kann seine Kraft bestens kontrolieren.

Natürlich werde ich ja jetzt bald mit meinem Liebling in die Hundeshule gehen und kann mir diesbezüglich dort bestimmt Tipps holen aber ich wollte vorab schon mal hier nachfragen ob jemand von euch Ratschläge für mich hat.
Was kann ich denn noch beim spielen machen wenn er zu brutal wird, ausser das mit dem quietschen und dann beenden.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #2
Ich finde ja dein Chef hat ne Menge Probleme, das zittern, dann die Brutalität, die Ängste, etc. So langsam glaub ich das da eher was im Oberstübchen deines Wuffels nich so ganz in Reihe geschalten ist wie es sein müsste. Bedenke das Tier wird grösser und noch kräftiger. Wenn er jetzt schon auf keine der normalen Reize reagiert was soll das dann werden?
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #3
@Warp-One

das da eher was im Oberstübchen deines Wuffels nich so ganz in Reihe geschalten ist
Danke für deine äußerst hilfreiche Antwort, jetzt bin ich um einiges schlauer.

Und was ist nun dein Vorschlag? Es hört sich so an als wolltest du sagen ich soll meinen Hund abgeben, würdest du das mit deinem auch machen nur weil er nicht der "Norm" entspricht? Deshalb sind dann wohl auch die Tierheime so überfüllt, stimmts?

Sorry das ich etwas gereizt oder agressiv rüberkomme, aber hättest du dir mal die Mühe gemacht und die gesammte Vorgeschichte meines Hundes in meinem Vorstellungs Thread durchgelesen anstatt einfach drauf los zu posten, dann wüsstest du das man ihn schon fast als recht normal bezeichnen könnte, im anbetracht was er alles erlebt hat.
Polen Welpenhandel, wurde misshandelt was die riesige Narbe die über den gesammten Kopf geht beweist und zu guter letzt wurde er mit anderen misshandelten Welpen in einem völlig verdreckten Zwinger gehalten, zusammen mit 2 ausgewachsenen und höchst agressiven Hunden.
Da wär dein Hund auch nicht "normal" geworden.

Sorry aber so eine Intoleranz macht mich echt wütend.
Ich muss jeden Tag zusehen wie mein kleiner vor den harmlosesten Situationen und Dingen Angst hat, und es ist so eine Freude wenn er wieder Fortschritte gemacht hat und dann kommst du mit solch unqualifizierten Aussagen...
Ich glaube nicht das sich mein Hund so ein Leben gewünscht oder ausgesucht hat, aber wir versuchen das Beste draus zu machen und er hat bis jetzt enorme Fortschritte gemacht.

Ich habe um hilfreiche Antworten gebeten, mit welchen Tipps und Erziehungsmaßnahmen ich meinem Hund beibringen kann sich nicht mehr so grob zu verhalten.

Danke
 
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  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #4
Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Meine Beiden spielen auch sehr grob mit einander, da wird sich um gerannt, in den Hals gebissen usw, aber wenn es zu doll ist und einer jault auf, hört der Andere sofort auf. Ist er denn zu jedem so grob, oder nur so seinen Spielekumpeln? Meine beiden checken auch vorher ab ob sie so überhaupt spielen können und mit fremden Hunden sind sie ganz normal.

Zu dem Thema grob zu Frauchen kann ich nur sagen sei grob zu ihm. Wenn gegen dein Bein rennt, geht das Knie raus das er da gegen knallt. Er sieht dich und weiss das du zur Seite gehst. Gegen einen Baum ist er ja auch noch nicht gerannt oder???
Wenn er beim spielen beißt, würde ich ihn zurück beissen. Mir kommt es so vor als ob er nie gelernt hätte dann man vorsichtig sein muss. Auch wenn es hart klingt. Nimmt er kein Alternativverhalten an, muss man einem Hund sein leben auch mal unangenehm machen.
Meine Schäferhündin hat z.B. immer nach dem Spielzeug geschnappt was ich in der Hand hielt, bis im richtigen Moment sie gegen mein Knie gesprungen ist. Seitdem ist das Thema durch. Es ist mein Spielzeug und ich bestimme wann sie es darf.

Hoffe ich konnte etwas helfen

Lg Yvi
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #5
Also chefo leider hat der Server meine Änderungen nicht gespeichert. Habe alle Threads von dir gelesen. Ich würde euch einen erfahrenen Tierpsychologen empfehlen. Und zwar recht schnell. Ich finde nicht das du das Tier abgeben solltest immerhin hast Du.ja auch schon gute Fortschritte erreicht. Aber Tierpsychologe und erfahrener Hundetrainer braucht ihr unbedingt
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #6
Solche Situationen können schon sehr gefährlich werden!
Stell Dir vor er würde das bei Kindern machen!

Ich kann nur aus meinen Erfahrungen sprechen.
Wird mein Rüde zu derb werde ich auch derb und sage lass das!
Jedoch kommt es immer auf die Situationen und den Hund an.
Bsp.: Mein Rüde schnappert nach meiner Hand wenn er mal muß.
Reagiere ich nicht gleich wird er derber. Das ist erlaubt.
Sind wir beim Kämmen und er schnappert nach meiner Hand um zu zeigen "hör auf damit" ist das nicht erlaubt
und ich schiebe seine Schnautze mit LASS DAS weg!

Wobei ich jedoch das freudige Hochspringen von meiner Hündin in den 5 Jahren noch nicht "abstellen" konnte.

Allerdings ist sie sehr sanft zu Kindern! Diese werden eigenartigerweise nicht angesprungen!
Wird die Hündin mal derbe habe ich auch schon den Schnautzbiss angedeutet.
Wobei wenn ich darüber nachdenke ist es doch so das Kinder klein sind , da braucht sie sich nicht aufstellen. :p
Also sind diese Dinge sicher auch Instinkte der Wolfshündin.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #7
Vielleicht mal zu Anfang: Ich würde nie zwei Hunde miteinander vergleichen, auch wenn die Vorgeschichte eine ähnliche ist. Jeder Hund verarbeitet so etwas anders oder reagiert auf bestimmte Reize anders. Vielleicht ist der Hundekumpel dafür sein sensibel, deiner hat sich eher eine harte Schale zugelegt.

Ein Teil der Grobheit kann sicher fehlende Sozialisierung/richtige Zurechtweisung im entsprechenden Alter gewesen sein, eben durch Mutter und Geschwister. Bei deinem kommt aber auch noch ein dominantes Verhalten dazu, das hatte ich dir in deinem anderen Thread ja schon geschrieben ;).

Gefährlich im Sinne von "irgendwann schnappt er über" wird das m.E. nicht, aber er kann mal unabsichtlich jemanden verletzen, wenn er so grob daher kommt.
Rempelt er dich denn an oder haut mit den Pfoten etc.? Bist du beim Spielen auf gleicher Höhe mit ihm oder stehst du und er rennt mit dir, rempelt dich an o.ä.?
Wenn er zu grob wird würde ich mal versuchen, mich aufzurichten, ein strenges "Nein" (oder beliebiges Kommando) und wegdrehen. Wenn er weiter versucht dich zu drangsalieren, schick ihn auf seinen Platz. Er soll erst runter kommen, dann wird weiter gespielt.
Allerdings würde ich versuchen, es gar nicht hochschaukeln zu lassen, d.h. wenn du merkst, er steigert sich rein, wird langsam schon ein bisschen grober, aber für dich noch tolerierbar, dann gleich unterbinden.

Ansonsten wird der Besuch einer Hundeschule euch hoffentlich erst einmal weiterhelfen :D.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #8
Also einen Hund der so grob ist den Rücken drehen kann (wie bei mir) völlig daneben gehen!
Ich habe das Dummerweise auch ausprobiert, dachte wenn das bei anderen geht schaffe ich das auch.
Wohlbemerkt wollte ich meiner Hündin nur das Aufsteigen abgewöhnen!
Resultat war eingeklemmter Brustwirbel mit Arztbesuch.
Also bei Umdrehen gehen meine Alarmanlagen an.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #9
@Yvi179

Wenn mein Chef zu doll rauft und ich mache das mit dem quietschen oder rufe laut "Hey", hört er zwar in dem Moment auf und duckt sich als hätte ich ihn geschlagen (oder habe es vor), aber er versteht anscheinend nicht warum ich das gemacht habe, denn wie gesagt 5 Minuten später gehts genauso weiter.

Ja, mein kleines Monster :) verhält sich jedem Hund gegenüber so, egal ob groß, klein, dick oder dünn. Bei Menschen ist es derselbe Fall.
Er sieht dich und weiss das du zur Seite gehst. Gegen einen Baum ist er ja auch noch nicht gerannt oder???
Lustigerweise, ja. Es war kein Baum aber er ist schon ungebremst gegen ein Eisentor gerannt, gegen sämtliche Türen in unserer Wohnung und gegen eine Laterne, das liegt daran das er beim Gassi gehen so abgelenkt ist wenn ein anderer Hund vorbei läuft oder spielende Kinder das er wirklich nicht aufpasst wohin er läuft. Allerdings bei dem Vorfall wo er mir fast die Kniescheibe raus gehauen hätte, war er ca. 15 Meter von mir entfernt, ist geradewegs auf mich zugerannt und hatte mich dabei voll im Blick. Ich weis nicht ob das einfach nur die typische Bulldoggen schuseligkeit war oder Absicht?

Das mit dem "Frauchen zu Hund auch grob werden" und auch zurück beißen, ich habe sogar oft daran gedacht, allerdings durch ein negatives Ereignis habe ich mir geschworen sowas niemals zu machen. Aber mitlerweile sehe ich das anders, ich werde es mal ausprobieren, eine andere Möglichkeit bleibt ja nicht mehr da er auf nichts anspricht.

Danke für deine guten Tipps!

@fusselbuerste

Da hast du Recht, ich habe ihn aber auch noch nie mit Kindern spielen lassen da ich ja weis wie grob er werden kann. Er durfte letztens ein paar Kiddys beschnüffeln hatte aber totale Angst vor denen, weil er eben den Umgang mit Kindern nicht kennt. Aber spätestens wenn er sich gewöhnt hätte bin ich mir sicher würde er los raufen wollen.

Das mit dem hochspringen kenn ich nur zu gut, dadurch wurde mir schon des öfteren der ein oder andere Kinnhacken verpasst, wenn er es ganz doll treibt schnappt er sogar nach einem wenn er hochspringt. Allerdings kommt das springen so gut wie gar nicht mehr vor da ich ihn von Anfang an diesbezüglich ignoriert habe, was er im gegensatzt zu dem ignorieren beim Spielen, verstanden hat.

*Mischling*

Beim spielen ist es mal so und mal so, einmal sind wir auf gleicher Höhe und ein anderes mal stehe ich, aber egal wie er verhält sich immer gleich. Man kann mit ihm ganz normal spielen (für seine Verhältnisse normal) und wenns zu doll wird dreht er aufeinmal voll auf und nimmt noch weniger Rücksicht als zuvor, ich habe das Gefühl er schaltet dann komplett ab und nimmt um sich rum gar nichts mehr wahr. Denn nicht selten rennt er in solchen Situationen irgendwo gegen oder stößt sich den Kopf. Das tollpatschige soll zwar für Bulldogge Typisch sein aber doch nicht die Grobheit.

Das mit dem stoppen wenn er es übertreibt habe ich oft genug gemacht, ich habe gequietscht, Nein gesagt, ihn ignoriert und in sein Köebchen geschickt. In dem Moment hört er zwar auf und duckt sich bzw. zieht den Schwanz ein als hätte ich ihm etwas angetan aber 5 Minuten später gehts genauso weiter. Es kommt für mich so rüber als ob er nicht verstehen würde warum ich jetzt Nein gesagt habe oder laut aufgeschrien.

Ich werde mal den Tipp von Yvi179 anwenden und auch grob werden, da er das ja nie von seiner Mutter oder Geschwistern lernen konnte reagiert er nicht auf die leichten Reize.


Danke für die hilfreichen Tipps und Ratschläge von euch bis jetzt, freue mich auf noch mehr.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #10
wenn ich mit ihm spiele oder andere Personen, ist er genau so brutal

Das sollte meiner sich mal erlauben, klar raufen wir, aber er kennt die Grenzen und beißen und voll in einen rein rennen, ist ein absolutes verbot. Ich bin kein Köter mit dem er das machen kann.

Wieso fängst du 5 Minuten später wieder an mit ihm zu spielen? Lass es einfach sein und schicke ihn auf sein platz wo er erstmal ausharren darf.Er hats wahrscheinlich bisher nur begriffen, gut wenn ich doll zuhacke brauch se Pause, aber danach darf ich weiter machen.
Genau wie, er bleibt einfach stur stehen, da hätte meiner schon längst nen Hieb gegen de Seite bekommen das er gefälligst platz machen soll. Das schieben und schubsen sieht er wohl auch eher als Spiel an, du schaffst es ja meist nicht.

Und ich denke nicht das es was mit seiner herkunft zu tun hat sondern mit deiner Erziehung. Respekt scheint er ja nicht wirklich vor dir zu haben. Genug Tipps stehen hier ja schon
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #11
An Deiner Stelle würde ich keinen Schnautzbiss bei Deinen Hund anwenden.
Bei meiner kann ich das machen denn sie ist eigentlich ne sanfte Hündin.
Mach bei Deinen Hund lieber den Schnautzgriff
denn Schnautzbiss kann bei Deinen Hund wieder nach hinten losgehen!
Verletzungen im Gesicht sind nicht lustig! Und Du hattest geschrieben das Du schon mehrfach verletzt wurden bist!
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #12
Ich schließe mich mal Michse an.
Er hat mit Sicherheit auch durchaus durch seine Herkunft das ein oder andere Problem, aber Grenzen musst du ihm zeigen.

Für Hunde gibt es nur "Ja" oder "nein".
Wenn du weiterspielst, nachdem du eig. abgebrochen hast...Er kann gar nicht verstehen was du von ihm willst, weil er gar nicht weiß was das Fehlverhalten ist.
Ist es das Spielen selbst, das grob werden oder aber das aufhören?

Bezüglich des grob werdens bin ich übrigens geteilter Meinung.
Ich hatte mit meinem Hund das gleiche Problem und da hat es überhaupt nicht gefruchtet ihn wegzuschubsen oder zu "beißen" etc.
Für ihn war auch das normales Spielverhalten.
Was wirklich dazu geführt hat, dass er jetzt so spielt, dass ich weder blaue Flecken noch Kratzer noch sonst irgendwas habe war schlicht und ergreifend für ihn verständliche Körpersprache.
Wenn du willst, dass er aufhört dann musst du ihm das mit deiner kompletten Haltung, Stimme und Mimik zeigen.
Wie Mischling schon schrieb ganz gerade aufrichten, böses Gesicht und mit einer Grabesstimme "nein".

Meinst du es im Moment nicht so ganz ernst, weil du doch darüber lachen musst: Lass es.


Nachtrag bezüglich des Schnauzgriffes: Würde ich komplett lassen.
Du kannst das weder mit der Hand noch mit deinen eigenen Zähnen richtig nachmachen.
Mal abgesehen davon, dass selbst Wölfe das so selten machen, dass es kaum beobachtet werden kann.
Das ist eine rein innerartliche Korrekturmethode und du bist kein Hund, Wolf oder sonstwas.
Im schlimmste Falle verletzt du dich oder den Hund und zerstört damit durchaus auch Vertrauen.
Wenn du "Nein" sagst hat es 12 geschlagen und er sollte sich tunlichst verkrümeln.

Danach würde ich auch nicht direkt weiterspielen bzw. viel wichtiger: Fordert er dich zum Spielen auf?
Wenn ja: Ignorier das.
Wenn er immer wieder durchsetzen kann, dass du ja doch wieder springst, wenn er grade Lust hat zu spielen dann bringt das komplette Abbrechen nichts. Geht ja sowieso weiter.
Fordere ihn zum Spielen auf, wenn er irgendwo rumliegt, selbst wenn er döst.
Was meinst du wie schnell er das drauf hat, dass du aufhörst, wenn er rumballert.

So machst das Spielen für ihn zur Ressource, die so wertvoll ist, dass er es vermeidet diese Spieleinheiten zu verkürzen.

Das ist jetzt nur meine Erfahrung wie ich das mit Liam hinbekommen habe, dass er selbst dann abbrechen kann, wenn er eig. total hochdreht etc.

Grob werden kann helfen, jedoch passiert es auch schnell, dass man in eine Spirale gerät: Ist der Hund grob zu mir muss ich auch grob sein also wird der Hund grober, weil er das als Spiel betrachtet also muss ich...usw.
Knie hochziehen, wenn er hochspringt ist die eine Sache, immer doller wegschubsen irgendwann die andere.


Überlege dir daher was du willst: Dass dein Hund dich versteht oder dass dein Hund irritiert davon ist, dass ein Mensch plötzlich so tut als sei er ein Hund.
Hunde wissen nämlich sehr genau, dass du eben nicht nur ihrer Art gehörst.
Warum sollten sie also dein "Rumgebeiße" ernst nehmen?
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #13
Kann ich so unterschreiben Midori... nen Schnauzengriff habe ich nie angewendet. er hat es auch anders gelernt.
Heute gehe ich fast nie auf seine Spielversuche ein. Ich fange an, und höre auf. (Und da muss ich immer recht schnell sein weil er die Lust oft schnell verliert ^^)
Selbst beim raufen und aufm boden durch de gegend welzen, setzt er seine Zähne ein, aber selbst wenn er am Tau hängt und "nachfasst" und mein Finger ist dazwischen lässt er sofort ab.

Einmal hat er mich als Welpe ins gesicht gehapscht... da war polen offen und er hat es nie wieder getan.

Du merkst, es liegt an dir, wie weit dein Hund geht. Spiele nicht wenn er dazu Lust hat, sondern du. Du musst keine Gewalt anwenden oder ähnliches, du musst nur klare Zeichen setzen, das es dir reicht. Ich meine jetzt ist er noch jung... aber lass ihn mal älter werden und er beißt iwen richtig, dann ist die kac** am Dampfen. Also fang jetzt an, es ihm abzugewöhnen.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #14
Was mir gerade mal auffällt: Weiß dein Hund was "Nein" bedeutet? Also hast du ihm das wirklich von der Pieke auf beigebracht?
Das wäre so die absolute Grundlage um ihn überhaupt stoppen zu können;)

Noch etwas: Kennst du diesen Thread?
Schöner zusammengefasst hat es bisher glaube ich niemand.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #15
Huhu,

hört er eigentlich abrupt auf, wenn du quietschst o.ä.? Mich würde mal interessieren, ob er das eigentlich versteht, wenn du ihm zeigst, dass dir das unangenehm ist.

Jerry ist auch ein grober Spieler. Liegt daran, dass ich ihm das erlaubt habe. Er spielt auch nur mit mir oder meinem Vater so, weil das anderen Familienmitgliedern zu doll ist. Er kann das aber einschätzen und spielt so, wie andere es ihm erlauben. Findet es z.B. sehr interessant, dass er und Hanna sich durchaus mal ins Gesicht gehen, was er bei uns Menschen nie wagen würde. Das hat er als Welpe einmal gemacht, wir haben ihm die Grenzen gezeigt (simples "nein" und runtersetzen hat schon gefruchtet) und seitdem kam das nie wieder vor. Bei mir hängt da schonmal der halbe Hund im Arm und wir knurren und raufen. Er weiß aber auch, wenn ich "au au" oder "vooorsiiiicht" sage, dass es dann zu doll war und er wird ruhiger. Vielleicht solltest du versuchen, auch so ein Abbruchsignal einzuführen. Gerade ein dunkles "voooorsiiiiicht" imitiert ein warnendes Knurren. Würde ich eher machen als seine körperlichen "Angriffe" ebenfalls stark körperlich zu beantworten. Mal das Knie rausgestreckt lassen oder den Hund wegschubsen ist eine Sache, in Schnauzengriffen o.ä. sehe ich keinen wirklichen Sinn und führt m.E. noch mehr dazu, dass man stetig körperbetont maßregeln und erziehen muss. Wer das toll findet und wenn der Hund damit klarkommt, mag das ok sein, ich gehe da lieber andere Wege, da die körperbetone Erziehung für mich nicht so ansprechend ist.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #16
Damit wir uns nicht falsch verstehen, mit gröber meinte ich jetzt nicht den Hund eine drauf brezzeln, sondern nur mal sowas wie Knie raus, wenn er an gerannt kommt. Und ähnliches. Einfach zeigen das es frech und respektlos ist.
Da dein Hund auch mal wo gegen rennt solltest du auch schauen ob er wirklich gerade in seiner rosa Zuckerwattewelt ist (bekommst du ihn mit ansprechen wieder zurück ins reale?) und nicht mehr mit bekommt, oder ob er jetzt einfach nicht ausweichen will.
Bei meiner war so das ich das Knie im richtigen Moment raus machte und sie im Endeffekt selbst gegen sprang.
Und schau auch auf das Wesen deines Hundes nicht alle stecken das Locker weg. Für Diva bricht dann keine Welt zusammen, bei Patch sieht es anders aus. Er würde es auch nicht wagen nach dem Dummy zu schnappen in dem Moment wo ich ihn auf nehmen will.

Wenn er ruppig ist auch zu Menschen ist es ganz klar das er nicht zu Kinder gelassen werden darf, das sollte allen hier klar sein.

Lg Yvi
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #17
Du hast ja schon viele Tipps bekommen. Auch ich bin der Meinung, dass es mehr an der Erziehung als an der Vorgeschichte liegt...zumindest was das grobe Verhalten gegenüber Menschen angeht. Chef scheint absolut keinen Respekt vor dir zu haben. Auch meine Hündin ist mir mehrmals für eine gewisse Zeit gegen die Beine gerannt. Da hat auch nur das Knie hinhalten geholfen. Irgendwann tat ihr das wohl doch genug weh, um es nicht nochmal zu machen. Auch das "nicht aus dem Weg gehen" ist eine Respektlosigkeit - da empfehle ich ihn wirklich JEDES Mal wegzudrängen, wenn er im Weg ist, auch wenn er irgendwo liegt und du willst durch. Sei nicht zimperlich dabei - er ist es dir gegenüber ja auch nicht;)

Beim Raufen muss er die Grenzen wohl noch anders gezeigt bekommen. Denn wenn er es schon verstanden hätte, würde er bei leisesten fiepen von dir aufhören. Da wird der komplette Abbruch des Spiels und deutlichere Signale wohl die beste Lösung darstellen.

Das grobe "Spielen" mit anderen Hunden liegt eventuell seiner Unsicherheit zu Grunde und ist ganz bestimmt kein Zeichen von Dominanz. Wie sagte meine Hundetrainerin so schön: "ein dominanter Hund hat so ein Handeln gar nicht nötig, hält sich weitestgehend raus und mischt höchstens einmal kurz und aussagekräftig mit. Ansonsten ist es die Gelassenheit in Hundeperson" Ich dachte ja vorher auch immer, dass meine Hündin dominant wär...aber weit gefehlt. Und ihre Unsicherheit - sei sie noch so klein - wird mir nun viel deutlicher. Kurz gesagt: Chef pöbelt einfach erstmal alle an, weil er unsicher ist und die Situation nicht richtig einschätzen kann. Wenn meine Vermutung da zutreffen sollte, hilft dabei nur, dass du ihm Sicherheit gibst. Sei selbstsicher und halte ihn erstmal kurz bei fremden Hunden, damit er einfach in deiner Nähe sein kann. Du musst du Situation in die Hand nehmen.
Ebbt das grobe Verhalten denn eigentlich nach einer gewissen Zeit ab, wenn er mit anderen Hunden spielt oder rauft er auch eine Stunde am Stück so doll?

Hier mal ein kleines Beispiel, was ich bei Lilly heute beobachten konnte (es ging zwar nicht um grobes Spielen, aber es ist durchaus eine Vorstufe gewesen):
Ich war mit Lilly heute wieder im Park. Sie hatte jetzt leider mehrere Wochen nicht großartig Hundekontakte. Gerade im Park angekommen, begegnen wir auch schon einem fremden Hund. Lilly war an der Schlepp und da der andere Hund kein großes Interesse zeigte, ließ ich Lilly auch lang. Lilly imponiert aufs übelste - Rute bis zum Anschlag oben und Rückenfell hoch. Ich bin mit ihr dann einfach weitergetrottet, aber ich habe sehr deutlich gemerkt, wie unsicher sie war. Hätte der andere Hund Kontakt gesucht, hätte sie sicher auch erstmal gepöbelt.
Ein bisschen später kommt mir der Hundehalter wieder entgegen. Diesmal schaute Lilly mich an und suchte schon förmlich die Sicherheit bei mir, sodass ich sie nicht einmal am Kurzführer nehmen musste (so mache ich es normalerweise bei Hundebegegnungen). Es reichte ein kurzes "zu mir" und sie wusste, dass ich es in die Hand nehme. Diesmal lief sie total entspannt neben mir.

Ich bin ja auch gerade dabei ihr ein neues Extrem beim Pöbeln abzugewöhnen und das funktioniert bei uns eben durch diese Sicherheit. So langsam akzeptiert sie auch, dass ich das Ruder auch bei Hunden oder neuen Umgebungen in der Hand habe und sie wird entspannter. Leider kann ich NOCH nicht sagen inwieweit sich das schon aufs Pöbeln ausgewirkt hat:eusa_shhh: Aber vielleicht hilft dir meine Erfahrung ja trotzdem.

Ich finde es übrigens super, dass du das Problem nun in Angriff nehmen willst. Besser spät als nie - noch besser wäre natürlich, schon im Ansatz einzuschreiten. Aber bleib dran. Es ist kein Ding der Unmöglichkeit:D
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #18
Wenn ich das richtig verstanden habe pöbelt Chef nicht, sondern spielt einfach sehr rüpelig, oder?

Beim Pöbeln würde ich Susan&Lilly zustimmen, wenn er sehr grob spielt...Da würde ich tatsächlich eher die Ursache in der frühen Sozialisation suchen.
Wenn ich mich recht entsinne stammt er ja auch übelster Vermehrerhaltung vom Polenmarkt, oder?

Da war es wahrscheinlich recht schwierig das reguläre und normale Spielverhalten zu erlernen...Und dann ist er jetzt auch noch in der absolut wundervollen Sturm - und Drangphase.

Bezüglich des Spielverhaltens würde ich jedoch sagen, dass man das wirklich nur beurteilen kann, wenn man das sieht.
Gerade beim Spiel ist ja auch wichtig wie sich die anderen Hunde verhalten etc. und daher halte ich mich hier ohne aussagekräftiges Bildmaterial zurück:)
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #19
Das grobe "Spielen" mit anderen Hunden liegt eventuell seiner Unsicherheit zu Grunde und ist ganz bestimmt kein Zeichen von Dominanz. Wie sagte meine Hundetrainerin so schön: "ein dominanter Hund hat so ein Handeln gar nicht nötig, hält sich weitestgehend raus und mischt höchstens einmal kurz und aussagekräftig mit. Ansonsten ist es die Gelassenheit in Hundeperson" Ich dachte ja vorher auch immer, dass meine Hündin dominant wär...aber weit gefehlt. Und ihre Unsicherheit - sei sie noch so klein - wird mir nun viel deutlicher. Kurz gesagt: Chef pöbelt einfach erstmal alle an, weil er unsicher ist und die Situation nicht richtig einschätzen kann. Wenn meine Vermutung da zutreffen sollte, hilft dabei nur, dass du ihm Sicherheit gibst. Sei selbstsicher und halte ihn erstmal kurz bei fremden Hunden, damit er einfach in deiner Nähe sein kann. Du musst du Situation in die Hand nehmen.
Ebbt das grobe Verhalten denn eigentlich nach einer gewissen Zeit ab, wenn er mit anderen Hunden spielt oder rauft er auch eine Stunde am Stück so doll?

Das hört sich für mich aber nicht nach Dominanz an was du erklärst hast, sondern nach einem Rudelführer. Und das sind in meinen Augen zwei paar Schuhe. Denn auch ein Dominater Hund kann neine Stellung haben, und dem entsprechend wird er versuchen eine zu bekommen. Aber wer schon oben ist braucht auch nicht mehr viel tun, ausser soverän das Rudel zu führen.

Lg Yvi
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #20
Klingt wie BJ :D
Man merkt das im Spiel so richtig, wenn er dann mit voller jugendlicher Euphorie dabei ist... werden leider auch die Knabbereien nicht immer sanft. Da war am Anfang dann gleich klar... Junge, wenn du mir so kommst hab ich so gar keine Lust mehr, mitzuspielen. "Aua" war quasi unsere Warnstufe, hat das nicht gefruchtet kam ein böses Nein und dann bin ich einfach aufgestanden und bin gegangen. Keine weitere Interaktion.
Also kein auf den Platz schicken, kein ansehen, gar nichts.
Mittlerweile kennt er sich auch besser und hat verstanden, wenn ich aua sage war´s zu doll, dann lässt er ab.

BJ ist eben auch der sensible Typ, der aufgrund des immer wieder in Schüben einschießenden Testosterons dann aber schonmal schaut, was geht :D

Mit den körperlichen Sachen... da musst du deinen Hund halt sehr gut kennen. Also was geht in welcher Situation, was zerstört dann schon wieder Vertrauen und so weiter. Das ist gerade bei sensiblen/unsicheren oder gar Angsthunden natürlich anders.
BJ merkt es zum Beispiel sehr deutlich, ob es gerade aus Versehen war, dass ich ihn angerempelt habe oder ob es eine Maßregelung war. Beim Spielen oder aus Versehen steckt er auch gröber ziemlich gut weg, das interessiert ihn dann gar nicht großartig. Wenn er merkt dass mehr dahinter steckt ist er aber wieder sehr sensibel, da muss man einfach eine Mischung rausfinden, die nicht immer ganz einfach ist :D

Respektlosigkeiten wie das Anrempeln würde ich mir aber nicht bieten lassen. Und auch wenn ich ihn nicht in mein Knie rennen lassen würde (auch und vor allem weil das mit 15m Anlauf ja ganz schöne Wucht ist, die man dann ausbalancieren muss :D ) wäre da der Spaß vorbei. An die Leine, nach Hause, fertig. Und zwar so dass er merkt, dass sein Leben nicht mehr schön wird wenn er so weiter macht.
 
Thema:

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