Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden?

Diskutiere Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; @Susan&Lilly: Lies dir mal ihre anderen Themen durch, da beschreibt sie die Körpersprache von Chef sehr gut (ich denke an das Thema mit der...
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #21
@Susan&Lilly:
Das grobe "Spielen" mit anderen Hunden liegt eventuell seiner Unsicherheit zu Grunde und ist ganz bestimmt kein Zeichen von Dominanz. Wie sagte meine Hundetrainerin so schön: "ein dominanter Hund hat so ein Handeln gar nicht nötig, hält sich weitestgehend raus und mischt höchstens einmal kurz und aussagekräftig mit. Ansonsten ist es die Gelassenheit in Hundeperson" Ich dachte ja vorher auch immer, dass meine Hündin dominant wär...aber weit gefehlt. Und ihre Unsicherheit - sei sie noch so klein - wird mir nun viel deutlicher. Kurz gesagt: Chef pöbelt einfach erstmal alle an, weil er unsicher ist und die Situation nicht richtig einschätzen kann.
Lies dir mal ihre anderen Themen durch, da beschreibt sie die Körpersprache von Chef sehr gut (ich denke an das Thema mit der Hundewiese) und das sieht sehr nach Dominanz aus. Darum hätte ich auch keinen Schmerz damit, mal zurück zu rempeln, nur steigern sich manche Hunde dadurch erst noch richtig rein, das muss man ausprobieren.
Und wie Ivy schon schrieb ist Dominanz nicht dasselbe wie Souveränität. Ruhe, Gelassenheit und der Überblick über alles gehören zur Souveränität/zum Rudelführerdasein, sind aber nicht die einzigen Dominanzzeichen. Besteigen, Pöbeln, Provozieren - das kann alles Ausdruck von Dominanz sein, ist aber sicherlich nicht souverän.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #22
Dominante Hunde gibt es nicht.
Es gibt Hunde mit starken Explorations - oder Expansionsdrang, aber den dominanten Hund gibt es nicht.

Dominanz beschreibt immer die Beziehung zwischen zwei Individuen und ist kein festgeschriebener Charakterzug.
Auch ein "dominanter" Hund kann sich in einem anderen Kontext unterwürfig etc. zeigen.

Da sollte man wirklich vorsichtig sein und nicht per se den Hund als dominant einstufen.

Daher wäre es eben wichtig, dass Chefs Verhalten mal von einem guten Trainer im Kontext beurteilt wird.
Wir können hier immer nur einzelne Sequenzen theoretisch bewerten, die aber nicht zwangsläufig in diesem bestimmten Falle zutreffen müssen, weil wir einfach nicht sehen was der jeweils andere Hund macht.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #23
Off-Topic
Nur falls das so rüberkam: Ich beziehe mich nur auf das Spielverhalten, wo Chefo was von Anrempeln, Besteigen usw. beschrieben hatte. Das ist für mich eine Dominanzgeste und nicht unbedingt Unsicherheit (auch wenn Übersprungshandlungen in der Form auch möglich sind). Heißt natürlich nicht, dass er sich immer so verhält in jeder Situation. Einen anderen Hund dominieren ist ja nicht gleichgesetzt mit immer dominieren. Mein Hund wird von den meisten Hunden, mit denen er spielt, als "stärker/höher/dominant" akzeptiert - wie man es auch nennen will - allerdings ohne körperliche Einwirkung seinerseits (Anrempeln, Besteigen und Co.), rein durch die Ausstrahlung. Aber: Es gibt hier einen Hund, der etwa vier Jahre älter ist, bei dem es genau anders herum ist. Ich meinte also nicht, dass ein Hund, der in einer Situation dominiert, das immer tut, egal wie er es tut. Es gibt ja nicht DEN Alpha der gesamten Hundewelt :lol:.
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #24
Nur falls das so rüberkam: Ich beziehe mich nur auf das Spielverhalten, wo Chefo was von Anrempeln, Besteigen usw. beschrieben hatte. Das ist für mich eine Dominanzgeste und nicht unbedingt Unsicherheit (auch wenn Übersprungshandlungen in der Form auch möglich sind).

Und ich würde diese Dominanzgesten eben als Übersprungshandlungen einordnen;) Das ist ja nur meine Auffassung. Ich habe Chefo in einem anderen Thread auch schonmal zu einem Trainer geraten, der sich die speziellen Situationen genauer anschaut - einfach weil man die Situationen via Forum nur bedingt einordnen kann. Auch Lilly zeigt gegenüber anderen Hunden solche Dominanzgesten, wie Rempeln, Pfote auflegen, aber das geschieht bei ihr auch oft aus der Unsicherheit heraus. Den genauen Kontext herauszufiltern, ist einfach wirklich schwierig - selbst wenn man dabei ist, passiert es ja alles in Sekundenbruchteilen:) Ich kann nur immer wieder betonen, wie hilfreich bereits eine Einheit mit einem privaten Trainer für mich war. Dabei wurde ja weniger am Hund "herumgeschraubt", sondern mehr mir die Augen geöffnet - wobei das wohl eh meist so ist:lol:
 
  • Kann grobes Verhalten irgendwann gewährlich werden? Beitrag #25
Off-Topic
Mischling, hab mir fast gedacht, dass du das so meintest, wollte das nur nochmal für die TE klarer heraustellen damit sie nicht glaubt sie habe da ein Ultradominanzbiest an der Leine und warum es so elementar ist einen guten Trainer zu haben.


Susan, dein Wort in Gottes Gehörgang.
Ich arbeite ja mehr oder weniger ehrenamtlich in einer Hundeschule und kriege da enorm viel mit.
Prozentual würde ich jetzt mal behaupten besteht 85% der Arbeit darin den Haltern zu erklären was da grade los ist.
Einen Trainer, der ausschließlich selbst mit dem Hund arbeiten will und nicht erklärt wie man was machen kann...Naja.

Im Idealfall steht der Trainer nur daneben und gibt Instruktionen wie man selbst mit dem Hund arbeitet.
Mal etwas zeigen okay, aber alles andere muss der Halter schließlich selbst auch im Alltag schaffen können.
 
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