Es gibt hier viele Möglichkeiten, wo man ansetzen könnte - natürlich alles davon abhängig aus welchem Anlass er überhaupt die anderen anmotzt.
Es ist ja schön, dass du weißt, dass hochnehmen falsch ist. Aber warum machst du es dann trotzdem? Jedesmal wenn du das so handhabst, fühlt sich dein Hund darin bestärkt. Es mag sein, dass er sich dann beruhigt - für den Moment - aber beim nächsten Mal wird es eher noch schlimmer dadurch. Also allererste Regel: Nimm ihn auf gar keinen Fall mehr auf den Arm!
Wenn du selber nicht gut genug mit der Hundesprache klarkommst, dann sollte wirklich ein Trainer das ganze mal begutachten, um zu beurteilen, ob es Unsicherheit, Frustration oder sonst was ist. Hier nun ein paar mögliche Methoden:
Umdrehen
Sobald du einen anderen Hund kommen siehst und auch nur dir geringsten Anzeichen siehst, dass dein Hund gleich loslegt, wird komplett in die andere Richtung gegangen. Solange bis er sich beruhigt hat und dann wieder in Richtung des anderen Hundes. Wenn er ruhig bleibt, wird gelobt - Timing ist alles
Alternativverhalten
Biete ihm BEVOR er loslegt ein Alterbativverhalten an. Du kannst ihn zb. absitzen lassen oder ein Spieli werfen usw. Diese Variante wird bei euch vielleicht nur bedingt funktionieren, da er sich ja anscheinend schon sehr reinsteigert. Wäre aber sicher eine Möglichkeit für später, wenn er schon etwas ruhiger ist.
Blickkontakt
Hierfür ist ein perfekt sitzendes Kommando für den Blickkontakt Voraussetzung und am besten ganz tolle Leckerlies in den Fremder-Hund-Situationen. Sag einfach "schau" wenn du einen anderen Hund sichtest und lauf so daran vorbei. Wenn er den Blickkontakt abbricht und doch loslegt, dann wechselst du die Richtung, wieder bis er sich beruhigt hat - neuer Versuch.
Ignorieren
Lobe ihn für jede ruhige Millisekunde. Sobald er Terror macht, wird einfach strickt ignoriert und weitergelaufen. Du darfst keine große Sache daraus machen, da er sich auch darin bestärkt fühlen könnte.
Abbruchsignal
Du kannst auch ein "Aus" oder "Nein" sagen. Voraussetzung ist auch hier natürlich, dass das Kommando gut sitzt. Am besten arbeitet man hier auch mit viel Körpersprache - vor dem Hund groß machen und tief, ruhig und bestimmend (nicht schreiend) das Kommando sagen. Funktioniert dies nicht, wird umgedreht. Dass man nicht zich mal "Nein" schreien darf, ist dir sicher klar. So wird man vom Hund nicht ernst genommen, sondern eher als Anfeuerer verstanden
Das ist erstmal alles, was mir einfällt. Bei uns hat der Blickkontakt am besten gewirkt, sodass sie mich inzwischen schon von alleine anschaut, wenn ein Hund kommt:lol: Was bei euch das Beste ist, müsst ihr selbst herausfinden, es gibt nunmal nie DAS Rezept für jeden Hund. Aber ich hoffe, dass ich euch ein wenig helfen konnte.
Noch eine ganz wichtige Sache: Du musst deinem Hund Ruhe vermitteln. Bleib entspannt, auch wenn er rummotzt. Auch deine Handlungen sollten immer ruhig und bestimmend sein - keine Hektik verbreiten
