Bitte erst einmal alle tief durchatmen
. Einfach nur "gib den Hund ab" ist sicher eine Lösung, aber nicht die einzige. Sie hat ja geschrieben, dass sie Tipps annehmen will, um es besser zu machen, also geben wir ihr doch welche
. Und bitte haltet euch mit Unterstellungen wie "sie mag den Hund nicht" zurück. Ich denke, wir haben es hier einfach mit Unwissenheit und falscher Beratung zu tun, dagegen lässt sich aber was machen.
So, jetzt zum Thema:
Das TS-Gesetz hat mit dem Kennel nicht sooo viel am Hut, immerhin wird es tagtäglich von sehr vielen Leuten praktiziert.
Wie immer ist die Formulierung schwammig:
Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat,1.muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen,
2.darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden,
3.muss über die für eine angemessene Ernährung, Pflege und verhaltensgerechte Unterbringung des Tieres erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen.
Quelle:
http://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/BJNR012770972.html
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@Chico:
Icb kenn viele Leute die das so machen wie ich also den hund länger allein zu lassen.
Dazu erst einmal ein paar Sachen, die du dir für so ziemlich jede Lebenslage merken solltest:
1. Nur weil es alle tun, ist es nicht richtig. Viele erziehen ihren Hund über Starkzwang wie Strom oder Stachelhalsbänder, das macht es noch lange nicht korrekt

.
2. Ein Hund kann 4-5 Stunden alleine bleiben, aber eben nur, wenn er es richtig gelernt hat und zuvor richtig ausgelastet wird und genau daran müsst ihr arbeiten.
3. Viele wählen eben die bequeme Lösung und raten auch gerne dazu: Hund in den Kennel - Problem gelöst. So umgeht man die Erziehung, das ist aber nicht Sinn der Hundehaltung und nicht tiergerecht.
Meine oma geht manchmal mit ihm zwischen durch raus, wen morgens keiner da ist oder wenn wir sie fragen.
Wie wäre es denn, wenn deine Oma auf den Hund aufpasst? Du könntest doch morgens 1/2 Stunde mit ihm rausgehen, damit er sein Geschäft verrichten und ein bisschen Spielen/Rennen/Üben kann und dann nimmt ihn deine Oma. Dein Bruder könnte ihn dann mittags abholen oder auch nur mit ihm Gassi gehen und du holst ihn dann (immerhin habt ihr ja irgendwann auch mal länger Schule

). Zumindest wenn deine Mutter Frühschicht hat wäre der Hund so schon mal gut untergebracht bei jemanden, der ihn kennt und ihn auch mal rauslässt.
Zur Bewegung: Du solltest nach der Schule mindestens mal eine Stunde am Stück mit ihm raus, einfach schön zusammen laufen, etwas Spielen und ein paar kleine Übungen machen. Ihr könnt tolle Suchspiele machen, euch kleine Parcours draußen aufbauen mit Stöcken o.ä. usw.. Davon hat vor allem auch der Hund was.
Und dann such dir bitte eine neue Hundeschule. Ihr wurdet da mehr als schlecht beraten. Geht dann in einen Grundkurs, lernt mit eurem Hund umzugehen und ihn richtig zu erziehen, aber auch auszulasten.
Und dann macht ihr euch an das alleine bleiben. Einfach nur mal raus für eine Sekunde, wenn der Hund ruhig ist wieder rein und das wirklich ganz langsam steigern. Ggf. solltet ihr euch da eine erste Anleitung von einem Hundetrainer holen, der zu euch nach Hause kommt.
Parallel dazu könnt ihr auch wie schon beschrieben an der Stubenreinheit arbeiten, besonders wenn er eben nicht alleine ist geht das wunderbar.
Ich denke mal, dass sich einiges ändern muss ist dir klar, jetzt liegt es an dir, das richtige zu tun, dich dahinter zu klemmen und mit dem Hund richtig was zu machen, wie es zur Hundehaltung auch gehört. Du schreibst, dass du deinen Hund liebst und das glaube ich dir auch, wenn man aber selber nicht imstande ist, dem Hund das Leben zu bieten, das er braucht und verdient, heißt Liebe manchmal auch, das Tier gehen zu lassen und ihm ein schönes Zuhause zu suchen, wo er alles bekommt, was er braucht. Darum haben das hier so viele vorgeschlagen, denn es gibt nur die zwei Möglichkeiten, wenn dein Hund dir wirklich so viel bedeutet: Hintern hoch und mit ihm richtig arbeiten und einiges ändern - und ja, das ist viel Arbeit - oder ein schönes neues Zuhause für ihn suchen.
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Ganz vergessen:
Und solbald umser zaun draußen fertig ist dann lass ich ihn im Sommer drausen natürlich mit Hundehütte uns allem.
Bitte schiebt den Hund nicht auch noch in den Garten ab. Ein Tier braucht Familienanschluss, keinen Garten, in dem er im Alleingang anstellen kann, was er will. Ihr müsst euch mehr mit dem Hund beschäftigen, nicht weniger.