"Der Hund ist kein Wolf"
Ich muss gestehen bereits bei der Überschrift des Artikels bin ich versucht diesen nicht mehr ernst zu nehmen.
Denn wissenschaftlich gesehen ist der Hund sehr wohl ein Wolf.
Hunde sind in der Lage sich in ein Wolfsrudel zu integrieren und nach 'wölfischem Standard' zu leben, sie können sich mit ihnen paaren und potente Nachkommen zeugen, je nach Hunderasse ist die Anatomie nahezu identisch.
Wer einen Artikel damit beginnt, dass der Hund kein Wolf sein stützt seine Aussagen also schon mal sicher nicht auf die Wissenschaft
Dennoch, mehr Umweltfreundlichkeit ist natürlich immer gut, aber ich finde es etwas kurzsichtig (bzw polemisch) das Hauptproblem der Umweltverschmutzung an der Hundefütterung in der Tatsache zu sehen, dass die Fleischproduktion die Umwelt belastet.
Denn erstens entsteht durch die Tierzucht natürlich CO2, aber das Fleisch im Hundefutter ist eher ein Abfallprodukt, es würden nicht weniger Tiere gezüchtet werden, wenn Hunde von jetzt an alle vegetarisch leben würden (das ich absolut nichts davon halte einen Karnivoren vegetarisch zu ernähren sei jetzt mal außer acht gelassen).
Zweitens wette ich, dass viel mehr CO2 und andere Umweltprobleme durch die Produktion des Hundefutters entstehen statt durch die Tierzucht allein:
-Rohstoffe für ein Futter werden quer durchs Land zu Fabriken gekarrt (LKW verursachen CO2)
-Die Maschinen in den Fabriken fördern auch CO2 Ausstoß (unter anderem durch Stromverbrauch)
-Das fertige Futter wird wieder in LKW durchs Land zu den Supermärkten gebracht.
-Zudem ist das Futter in (Plastik-)Verpackungen abgepackt, welche auch die Umwelt belasten.
Wollte man einen Hund wirklich umweltfreundlicher Ernähren, so denke ich, ist Rohfütterung (Barf) die beste Alternative. Dabei kann man den Hund (artgerecht) mit Fleisch (-abfällen) aus der Region füttern, so werden Unmengen an Energiekosten (und damit CO2 Ausstoß) gespart die ansonsten durch die Produktion eines Fertigfutters entstanden wäre
Übrigens, vegetarische Hundeernährung dürfte ohne Fertigfutter kaum möglich sein, denn nur beim Fertigfutter besteht die Möglichkeit all die fehlenden Nährstoffe noch später künstlich zuzusetzen. Natürliche (frische) vegetarische Ernährung für Hunde dürfte kaum zu realisieren sein, ohne große Mangelernährungen in Kauf zu nehmen (nein, das ist kein Plädoyer für Fertigfutter

).