Hovawart - wacht nicht (?)

Diskutiere Hovawart - wacht nicht (?) im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo Ihr Lieben, um gleich zum "Problem" zu kommen: Wir haben einen 14 Monate alten Hovawart Rüden. Geholt haben wir ihn uns, damit er auf...
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #1
little_hovi_02

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Hallo Ihr Lieben,

um gleich zum "Problem" zu kommen:

Wir haben einen 14 Monate alten Hovawart Rüden. Geholt haben wir ihn uns, damit er auf unser Grundstück aufpasst, da der Hovawart ja ursprünglich genau dafür gezüchtet wurde.

Mir ist selbstverständlich bewusst, dass eine gute Sozialisierung Gold wert ist und man im Grunde froh sein sollte, wenn man einen Hund hat der sozial sehr gut verträglich ist, mit anderen Hunden, als auch mit Menschen. Das ist bei unserem Hovi auch wirklich genau der Fall, er freut sich bei jedem Hund der vorbei kommt, würde am liebsten rüber zum Spielen. (Man muss natürlich dazu sagen, dass wir regelmäßig zur Welpenstunde mit ihm gegangen sind und auch noch regelmäßig zum "Hundetreff" gehen, daher wahrscheinlich dieser große Spieltrieb)

Jetzt ist es schon mehrfach vorgekommen, dass er sich z.B. von fremden Leuten hat durch den Zaun streicheln lassen. (Ich möchte natürlich nicht dass er denen die Hand abbeißt, aber bellen wäre doch nicht verkehrt oder?) oder es kommt jemand mit Hund vorbei und er fängt an zu fiebsen und seine Rute fällt ihm vor lauter Wedeln fast ab .. solche Sachen, die ja doch ehen ungewöhnlich sind ...
Ich habe sowieso den Eindruck, dass er seine Aufgabe als Wächter irgendwie nicht verstanden hat oder sie nicht mehr ernst nimmt .. anfangs hat er ja auch bei jedem angeschlagen ..

Wie ist das jetzt, soll man das einfach so lassen oder gibt es da eine Art Training die man machen kann, damit ich mich auf ihn verlassen kann, wenn da doch mal Leute auf unser Grundstück gehen, die dort nicht sein sollten?

Liebe Grüße,

little_hovi


P.S. bitte keine Anfeindungen oder der gleichen, schließlich soll man sich hier gegenseitig helfen und sich nicht gegenseitig fertig machen.
 
  • Hovawart - wacht nicht (?)

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  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #2
Grüß dich,

Es kann durchaus sein, das dein Hund durch das Gestreichel FRemde mittlerweile als angenehm empfindet und deshalb nicht mehr verläßlich meldet. Habt ihr ihn von kleinauf jedes Mal belohnt, wenn er gemeldet/gebellt hat? Das wäre durchaus wichtig gewesen, damit der Hund merkt, das ihr sein Verhalten gutheißt und er es weiterhin so machen soll.
Wenn bei jedem Beller nur Geschimpfe oder gar keine Reaktion kommt, kann es durchaus sein das er das Meldeverhalten nach einiger Zeit eben wieder abstellt, weil das Streichelnlassen von Fremden eine bessere Belohnung ist.
Für vieles muss man die Weichen schon im Welpenalter stellen.

Du musst bedenken, das der Wachtrieb einer der Triebe ist, die sich relativ spät entwickeln, bei den meisten Hunden erst zwischen 12 und 24 Monaten, sprich wenn der Hund langsam erwachsen wird. Ich würde mir da mit den 14 Monaten noch keine wirklichen Sorgen machen, es kann durchaus sein, das der Wachtrieb mitunter sehr plötzlich von einen Tag auf den anderen einsetzt.

Zudem_ jeder Hund einer Rasse schlägt mal raus, gut möglich das ihr einen super lieben und netten Hovi erwischt habt. Was natürlich auch nicht weiter schlimm ist - freut euch einfach darüber. (Das kann nämlich viel angenehmer sein, als ein Hovi, der mit 8 Monaten jeden Gast "an die Wand stellt" ).

Ist er kastriert? Habt ihr eine Hundeschule oder sonstige Ausbildung mit ihm besucht?
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #3
Leider ist das was Du Dir wünscht die widerlegende Wollmilchsau. Es gibt ihn nicht den wachsamen gut sozialisierten Familienhund. Leider wird der Hund niemals unterscheiden können zwischen dem Postboten, den herumlaufenden Kleinkindern und dem Einbrecher. Du kannst mit Deinem Hund aber eine Schutzhundausbildung machen, wo er zumindest lernt auf Kommando wachsam zu sein. Ansonsten ist die Abschreckung durch einen Hund bei Einbrechern heute sowieso sehr begrenzt. Mich hat eine Geschichte von einem sehr wachsamen Hund, der die Feuerwehr nicht zum Haus ließ beeindruckt.
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #4
Hallo,
willkommen erstmal hier im Forum. Mir fällt auf, daß neue Froris oft darum bitten nicht angefeindet zu werden - was in anderen Foren wohl häufig der Fall ist. Wir haben hier sehr tolle Moderatorn und sehr viel nette Mitglieder - du bist sicher gut auf gehoben.

Zu deiner Frage, hm....es ist so daß egal in welche Richtung ein Hund gezüchtet wurde - ohne Erziehung dieser nur die Anlagen, bzw. eine bestimmte Begabung für eine Aufgabe hat. Um diese gezielt zu erfüllen - bedarf es immer einer "Ausbildung/Erziehung".

Wenn du einen Schutz/wach oder Begleithund haben möchtest ist der erste Schritt sicher sich die richtige Rasse anzuschaffen. Das stimmt ja schon mal, bei euch.Die Hovis sind aber auch - wie die meisten Begleithunde - sehr Menschenbezogen und brauchen ihre Gesellschaft.
Damit dein Hund aber nicht unkontrolliert in die eine oder andere Richtung geht - solltest du eine Ausbildung anstreben. In deinem Fall:

Unterordnung (Begleithundausbildung)
Schutzdienst (sportlich nicht Exekutivschutz)
eventuell
Fährte (zum Ausgleich - für Mensch und Tier....)

Ihr solltet dies auf keinen Fall ohne professionelle Hilfe (Hundeschule-verein/Trainer) in Angriff nehmen - ansonsten könnte es euch passieren einen sinnlos aggressiven Beller oder gar Beißer heran zu ziehen.

Denn, thx Meinzwerg:

Es gibt ihn nicht den wachsamen gut sozialisierten Familienhund. Leider wird der Hund niemals unterscheiden können zwischen dem Postboten, den herumlaufenden Kleinkindern und dem Einbrecher. Du kannst mit Deinem Hund aber eine Schutzhundausbildung machen, wo er zumindest lernt auf Kommando wachsam zu sein.

LG SUNO
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #5
Also ich glaube, wenn ich die Wahl hätte, würde ich den freundlichen Hund wählen.

Denn ich habe bei uns die Erfahrung gemacht, dass mein Hund ganz genau erkennen kann, wer Freund und wer Feind ist. Wenn ihm jmd. ganz spanisch vorkommt, dann kann er auch ein ganz anderes Gesicht zeigen.

Ich finde auch, dass Dein Hund noch sehr jung ist. Ein Hovi ist mit 14 Monaten doch noch gar nicht richtig erwachsen. Ich würde ihm noch ein wenig Zeit lassen. Und wenn es nichts mehr wird, schnall ihm einen unerzogenen Jack Russel auf den Rücken, die bellen nämlich immer :)
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #6
Vielen Dank schon mal für die lieben Antworten :)

Das mit dem immer Belohnen, wenn der Hund bellt haben wir leider total verpeilt .. und nein, er ist nicht kastriert und wir haben eigentlich auch nicht vor ihn kastrieren zu lassen.

Wir haben mit ihm als Welpe einen "Welpengrundkurs" gemacht, bei dem allerdings erst mal natürlich nur Sitz, Platz und die Leinenführigkeit geübt wurden. Jetzt gehen wir mit ihm regelmäßig auf den Hundeplatz, leider findet das Training zur Unterordnung nur jeden 2. Sonntag statt .. was wahrscheinlich zu selten ist oder? Was wäre denn sinnvoll? (1x pro Woche, 2x pro Woche ...)

@ Meinzwerg: Meinst du damit, dass er den Postboten, die herumlaufenden Kleinkinder und auch den Einbrecher entweder freudestrahlend begrüßt oder alle drei anbellt, aber niemals nur fremde Leute, die sich dem Grundstück nähern?

Ich habe gestern gelesen, dass man mit einem Hund der eher labil ist nicht zum Schutzdienst gehen sollte. Jetzt würde ich ihn keines Falls als labil bezeichnen, aber richtig selbstbewusst ist er auch nicht. Er erschrickt sich ziemlich oft bei Geräuschen oder Bewegungen .. wie kann man denn das Selbstbewusstsein eines Hundes vergrößern?

Ist es normal, dass wenn zwei kleine Hunde ihn beim spazieren gehen hinterm Zaun richtig böse anbellen, er sich dann vor den Zaun stellt, mit der Rute wedelt und anfängt zu fiepsen nach dem Motto "Seid doch nicht so, ich bin doch ganz lieb, spielt mit mir" oder interpretiere ich das falsch? Kann es auch einfach sein, dass er das Verhalten der beiden Hunde nicht versteht?

Vielleicht liegt dass ja wirklich daran, dass er eben erst 14 Monate alt ist und Hovis wohl eher "Spätentwickler" sind ..

LG little_hovi
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #7
Jetzt gehen wir mit ihm regelmäßig auf den Hundeplatz, leider findet das Training zur Unterordnung nur jeden 2. Sonntag statt .. was wahrscheinlich zu selten ist oder? Was wäre denn sinnvoll?

Das hat mit der Häufigkeit nichts zu tun.
Das Training selbst soll ja nicht auf dem Platz, sondern bei euch und im Alltag stattfinden.
Auf dem Platz soll euch nur gezeigt werden wie ihr das machen sollt etc.
Sonst "funktioniert" der Hund auf dem Platz, aber nicht im Alltag;)

Schutzdienst sehe ich persönlich übrigens sehr zwiespältig.
Da wird Hunden ein Verhalten beigebracht, dass normalerweise nicht erwünscht ist z.B. das Beißen in den Ärmel.
Hunde generalisieren allerdings ziemlich fix.
Das heißt es kann passieren, dass der Nachbar über den Zaun steigt um den Ball seines Kindes wiederzuholen und die Arme hochreißt, wenn der Hund angelaufen kommt - für beide Seiten nicht unbedingt schön.

Soll heißen: Dem Hund zu gestatten zu melden, wenn jmd. kommt ist das Eine, Schutzdienst zu betreiben das Andere.
Meiner Meinung nach sollte Schutzdienst nur dann zur Anwendung kommen, wenn z.B. jmd. wie Foss darauf angewiesen ist für die Arbeit einen verflucht gut ausgebildeten Schutzhund wie ihren Herder zu haben;)
Off-Topic
Ha, ich Schleimer;)

Ihr müsstet dann dazu bereit sein wirklich die komplett aufwändige Ausbildung mit ihm zu durchlaufen. Mit zwischendurch mal auf dem Platz "am Ärmel üben" lassen ist es damit nämlich nicht getan.
Im schlimmsten Falle erzieht man sich durch sowas einen Lustbeißer, der irgendwann Spaß am Beißen hat.

Zum Verhalten bei den anderen Hunden: Beschwichtigungen sind bei jungen Hunden normal.
Das gehört einfach zum guten Ton;)

Lasst das Kerlchen erstmal erwachsen werden, kanalisiert seinen irgendwann mit Sicherheit aufkommenden Wach-Trieb in akzeptable Bahnen und seid froh, dass ihr einen Hund habt bei dem ihr nicht sofort mit dem schlimmsten rechnen müsst, wenn jmd. am Zaun steht;)
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #8
Besser er ist freundlich, als aggressiv ;)

Denn, bedenke wenn dein Hund nicht nur bellen sondern auch beißen würde, würdest du in vollem Umfang dafür haften falls jemand auf dein Grundstück kommt und von deinem Hund verletzt wird.
Dabei ist es egal, ob es sich bei dem Opfer um ein spielendes Kind, einen betrunkenen der Nachts nach 'ner Abkürzung sucht, den Postboten oder einen potenziellen Einbrecher handelt, jeder ist verpflichtet sein Grundstück 'verkehrssicher' zu halten und das beinhaltet auch, dass keine Gefahr durch einen freilaufenden Hund besteht.

Klar wäre es schön, wenn der Wachhund ein wenig bellen würde, aber es ist immer besser er ist zu nett anstatt dass er sogar tatsächlich Leute beißen würde (denn es gibt sicher genügend Wachhunde die es im Falle eines Falles nicht beim Bellen belassen würden - mit schlimmstenfalls verheerenden Konsequenzen für das Opfer, den Hund und Herrchen/Frauchens Geldbeutel).
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #9
Zum Thema Schutzhund muss ich hier klar Stellung beziehen ich habe beruflich Schutzhunde geführt und sie als absolut sinnvolles Hilfsmittel kennengelernt. Aber in meinen Augen hat eine Privatperson kein Recht auf einen Schutzhund ich gehe sogar soweit das ich die Schutzhundausbildung für Privatpersonen komplett verbieten würde und jedem privaten Hundehalter der seinen Hund in diese Richtung ausbildet ohne eine berufliche Verwendung dafür zu haben das Tier abnehmen und ihm lebenslanges Haltungsverbot geben würde. Es gibt nichts schlimmeres wie einen unausgelasteten am Ende noch Mitten in der Ausbildung abgebrochen Hund. Das sind tickende Zeitbomben. Sei froh das dein Hovi freundlich ist. Um dein Grundstück vor unbefugtem Betreten zu schützen empfehle ich massive Drahtgitter oder Mauern.(hat in Deutschland 40 Jahre geklappt) (wer im letzten Satz Ironie findet darf sie behalten:D)
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #10
Hallo Warp,
ganz soweit würde ich nicht gehen - wobei ich verstehe was du meinst. Daher unterscheidet man ja auch (was du als beruflicher Schutzhundführer, ja weißt) zwischen einer Exekutiven Hundeausbilung und einer sportlichen.

Aber ich unterstütze den allgemeinen Tenor hier ganz intensiv. Wenn man sein Haus / Gelände vor Verbrechern sinnvoll schützen will - bieten sich gute techn. Alarmanlagen, gute solide und hohe Zäune und eventuell ein privater Schutzdienst (Menschen und ihre gut ausgebildeten Diensthunde) an.

Ich finde auch, daß ein freundlicher Hund im privaten Haushalt tausendmal besser ist, als ein 1/2 Ausgebildeter und nicht konsequent Geführter bellender und un zu verlässig vollkommen unkontrollierter "wachender" Hund.

Die von allein wachsamen und alle Einbrecher vertreibenden Wachhunde (Kommissar Rex) - die zeitgleich ihre Menschen beschmusen und ganz nebenbei noch den ein oder anderen netten "Fall" aufklären...sind ebenso ein Film Mythos, wie Lassie, Marley , Huutch und Co:mrgreen:

Die Themanstellerin hat aber nach "einer Art Training" gefragt....und sicher ist eine solide und mit Wissen und Geduld durchgeführte SPORTLICHE Begleit / Schutzhunde Schulung / Prüfung nichts Verkehrtes. Schließlich da doch Unterordnung und sportliches Engagement an erster Stelle - und bei gegebenen Rassen, sind wir auch gleich bei der artgerechten Auslastung.

LG Suno
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #11
Ihr müsstet dann dazu bereit sein wirklich die komplett aufwändige Ausbildung mit ihm zu durchlaufen. Mit zwischendurch mal auf dem Platz "am Ärmel üben" lassen ist es damit nämlich nicht getan.
Im schlimmsten Falle erzieht man sich durch sowas einen Lustbeißer, der irgendwann Spaß am Beißen hat.

Korrekt. Ich habe absolut nichts gegen den Schutzhundesport/Mondioring, finde ihn sogar sehr super - aber nur wenn er korrekt aufgebaut/durchgeführt wird. Ich erlebe es sehr sehr oft, das "unfertige" Hunde mit dem "Halbwissen" psychisch alleine gelassen werden weil Besitzer zb. keine Zeit/Lust/Geld mehr hat...und dann hat man einen Hund, der falsch verknüpft, der sofort bei einem Arm hochreißen reagiert und nach vorne geht...und dann heisst es wieder "der böse, böse Schutzhundesport".

Es gibt jedoch auch eine gezielte Wachhunde-Ausbildung mit Wachhunde-Prüfung, ist ein wenig anders als der Schutzsport. Wird meines Wissens nach jedoch eher seltener angeboten, vielleicht wäre das eine Möglichkeit für euch? Wenn ja, dann aber bitte unbedingt bis zum Ende durchführen und nicht mittendrin unterbrechen - siehe meine Sätze oben :)

Die Sache mit dem Anbiss bei einem Einbruch ist auch wieder eine Sache. Da kann der Dieb im Garten samt deinem TV-Gerät stehen - wenn er vom Hund gebissen wird musst du ihm Schadenersatz zahlen, auch wenn er deinen Tresor in der Hand hätte...gab erst im letzten Jahr glaube ich in Deutschland so einen Fall, wo dem Einbrecher das Schmerzensgeld zugesprochen wurde und der Hundehalter blechen musste obwohl dieser beklaut wurde.
Auch diese "Gefährlicher Hund" Schilder bringen in so einem Fall rechtlich leider gar nichts.

Trotz allem haben heutzutage die meisten Menschen vor einem Hund mehr Angst als vor einer Waffe. Deswegen halte ich einen Hund durchaus als sinnvoll zum "Wachen" einzusetzen. Es gibt allerdings auch eine Kehrseite:

Hinten beim Damm gibt es eine supernette Familie mit einem Rotti. Die Einbrecher haben schon 2 Wochen vorher begonnen, dem Hund Leckerlies über den Zaun zu werfen, der mit Schlafmittel präperiert war. Die haben den Hund damit bis zum Tag des Einbruchs "hochgefüttert", der lag dann pennend im Garten und die haben das Haus ausgeräumt :eusa_shhh:

Zur Abschreckung sind Hunde in meinen Augen besser als jede Schusswaffe, jedoch sollte man sich auch auf solche ungewöhnlichen Erlebnisse heutzutage einstellen. Traurig!

EDIT: Hier mal fix die Prüfungsordnung für die Wachhunde-Prüfung:

 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #12
JA Suno nur sei mal ehrlich was in den meisten "Schäferhundvereinen" angeboten wird hat meines erachtens nichts mit einer sportlichen Ausbildung zu tun auch wenn es gerne als solche hingestellt wird. Meist sind am oberen Ende der Leine verkappte "Altnazis" oder nicht minder höherbemittelte andere Leute einer braunen Gesinnung deren Hund Schussfest gemacht wird, da wird rumgeschrien, und und und, natürlich alles "REIN SPORTLICH"

Und ob der Hund dann weil er unausgelastetist oder halb ausgebildet, sportlich oder exekutiv, dem Besucher den Arm weggebisen hat ist dem am Ende SCH... egal. Von daher muss ich leider knallhart sagen, Begleithund ja aber alles was in den Schutzdienst fällt hat in privater Hand nichts zu suchen
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #13
Off-Topic
Braucht man denn, um so Sicherheitsdienst mit Schutzhund machen zu können, eine besondere Ausbildung, die einen menschlich dann irgendwie hervorhebt oder besonders qualifiziert?
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #14
willst also lieber, wenn der Hundi die Leute die am Zaun vorbeilaufen anbellt, richtig? bellen, nicht mehr, oder?

So hat es die Besi am Hof wo ich reit auch, die zwei absolut verträglichen und freundlichen Hunde (haben auch so ne Besuchshundeprüfung gemacht und gehen regelmäßig ins Altenheim etc.) haben es so gelernt, sie haben mal gebellt, wenn jemand kam, dann wurden sie gerufen und es gab ein leckerlie. Während sie gebellt haben wurde es auch belohnt, aber nur verbal, bis es der Besi "genug" wurde und dann kam das Gudele. Wenn dein hundi gar nciht mehr bellt kannst du ihm ja zuerst mal das Bellen auf Befehl beibringen? Das kannst du ja gleich mal in der hundeschule etc. ansprechen, die können dir bestimmt erklären wie und was ;-) und dann bittest du irgendjemand Fremdes (oder nutzt die Situation wenn ein Fremder vrobei kommt) und gibst das Kommando. Mit etwas Glück (;-) ) bezieht er das bellen auf den Fremden. Dann wird gelobt und leckerlie gegeben..
Also so würde ich in etwa die Sache angehen, aber je nach dem wie dein hund "so drauf istr" muss du natürlich ncoh abändern :)
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #15
Off-Topic
Ja, infano. Bei einem "guten" Sicherheitsunternehmen läuft man da mit dem Hund eben Prüfungen wie Mondio und Schh. Wird bei vielen verlangt, wenn man sich als Hundeführer bewirbt. Bei einigen schwarzen Schafen kann man seinen eigenen Familienhund mitnehmen - egal ob er jetzt ein Rambo oder der liebste Hund der Welt ist und er keine Prüfungen hat...:eusa_doh: Andere hingegen bilden ihre Hunde selbst aus, die da man dann mitbekommt.
Es gibt eine gewerbliche Prüfung die man ablegt. Da lernt man Dinge wie Deeskalation, Pyrotechnikgesetz, Besitzstörung, Hausrecht (das bei jedem Stadion zb. anders ist), Anhalterecht (wann darf ich Fahrzeuge anhalten), Notwehrsituation (was gilt als Notwehr, was nicht), Panikauslöser, Umgang mit Pyrotechnikstoffen, A-Fans, B-Fans, C-Fans und deren Umgang, Konfliktbewältigung etc. Waffenrecht, Munitionskunde,...

Zusätzlich dafür gibt's noch zig genauere rechtliche Schulungen und Weiterbildungen, da der Diensthund ja unters Waffengesetz fällt etc. da gibts dann auch wieder Zertifikate wie Waffensachkunde nach Paragraf 7 WaffG.
Aber da man sowieso den Waffenschein/Waffenpass macht, lernt man das im Idealfall zusammen oder besucht die ganzen Kurse :)

Gerade bei der direkten Hundeausbildung kommt nochmal viel Wissen dazu wie Erste Hilfe am Hund, Triebe, das theoretische Wissen wie den Ankauf von Diensthunden, worauf man achtet etc. Deshalb war es mir auch wichtig, das ich zu einem guten Ausbilder komme der auch aus dem Sicherheitsgewerbe kommt und nicht "nur" reiner Sportschutz-Ausbilder ist. Da fahre ich gern die 1,5h zum Platz.

Warpi? Habe ich was vergessen? Ich hoffe nicht ^^.

 
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  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #16
Off-Topic
@Warp: Du weißt, was jetzt kommt :mrgreen:: Bitte nicht verallgemeinern und bitte auch keine so extremen Vergleiche. Die meisten von uns haben wohl schon erlebt, was du meinst, ich selbst habe bisher jeden in dieser Weise ausgebildeten Schutzhund früher oder später überschnappen und seinen Führer oder ein Familienmitglied beißen sehen – leider. Aber richtiger Schutzhundesport setzt nicht auf Aggression, sondern auf Motivation, was wohl auch bei manchen Schäferhundenvereinen schon angekommen ist, wenn auch bei unseren hier leider noch nicht. Insofern würde ich dir Recht geben, dass es nur wenige Leute gibt, die imstande sind, einen Hund in dieser Art auszubilden und zu führen, ebenso wenig Trainer gibt es wohl im 08/15-Verein, die es richtig können.

Nichts desto trotz – bitte Obacht, dass du auch bei diesem Thema sachlich bleibst, Suno hat dir ja auch entsprechend geantwortet ;).
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #17
Ja heutzutage ist das mit dem Hundeführer alles nicht mehr so einfach, bei mir ist es jetzt schon 16 Jahre her, damals brauchte man nur ne interne Schulung, die Hunde waren gemietet, man lief nach der Schulung mit dem "Ausbilder" eine oder 2 Schichten der hat geschaut das man das geschulte umsetzt und gut wars. Nichtsdestotrotz habe ich vor 5 Jahren die Sachkundeprüfung im Wachgewerbe(§34a) und die Waffensachkunde ebenfalls absolviert, habe eine Nahkampfschulung und wollte auch noch den Hundeführer machen, (hatte kurz vor der Prüfung aber nen Quadunfall und mir dabei 5 mal den Arm gebrochen). Allerdings zieht mich nichts mehr in den Wachdienst da ich es nicht einsehe für unter 10 Euro meinen Kopf hinzuhalten und im Zweifel mit einem Bein im Knast zu stehen ausserdem macht mein Rücken und mein Arm keinen Spass alá willst du nicht mein Bruder sein hau ich dir den Schädel ein mehr mit
 
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  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #18
Ich finde die Einwände von Warp eigentlich ziemlich einleuchtend. Wenn man ehrlich ist, würde es, so wie Ronnie sagt, vollkommen ausreichen,
der Hund würde einfach nur anschlagen, wenn jemand am Zaun vorbei läuft. Als Privatperson braucht man in der Regel tatsächlich keinen Schutzhund.

Hat einer von euch schon mal einem Hund das Bellen auf Kommando beigebracht? Wenn ja, wie? und Was würdet ihr uns als "artgerechten Auslastung" denn so empfehlen? (außer Fährte ..)

Es ist ja so, dass er das gewünschte Verhalten durchaus schon gezeigt hat, wir es aber wahrscheinlich nicht genügend unterstützt haben .. jetzt ist nur die Frage: bekommt man das wieder antrainiert oder eher nicht ..

LG
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #19
Little Hovi, Du fragt wie man das Selbstbewusstseins eines Hundes heben kann. Was helfen kann ist wenn man ihm Tricks beibringt und ihn dann belohnt fuer was er kann. Man kann mit "Leckerli" belohnen, oder mit ihm und sein Lieblingsspielzeug spielen, oder mit Lob und Streicheln.

Wenn er vor etwas Angst zeigt, versuche ihn sanft damit zu konfrontieren, und belohne ihn wenn er dort hinschaut, wenn er es beschnuppert, alles das zeigt, dass es sein Interesse regt. Zuerst mit grossem Abstand zwischen ihm und dem Ausloeser und dann macht man den Abstand immer kleiner. Das kann sich ueber Wochen hinwegziehen, also gib ihm ruhig Zeit! :)

Hast Du ein Bild von Deinem Kleinen? :D
 
  • Hovawart - wacht nicht (?) Beitrag #20
Hallo,
ich glaube es wurde schon gesagt aber es liegt mir am Herzen: Wenn du deinem Hund beibringst am Zaun Leute an zu bellen. Dann mußt du dir darin im Klaren sein - er wird schließlich immer und jeden anbellen, - der sich dem Gelände nähert - wann immer er draußen ist egal ob Tag oder Nacht...egal ob ihr gerade da seid oder nicht , wenn ihr grillt oder chilled oder arbeitet - er wird anschlagen. Nur so am Rande....das kann richtig nerven!
Willst du das wirklich?

Ansonsten - Unterordnung jeden Tag.....immer wieder, viel Auslauf MIT seinem Menschen - alleine im Garten rum hängen ist kein Auslasten....wenn ihr so ein schönes großes Gelände habt...kannst du ja vielleicht einen kleinen Parcour aufbauen....sozusagen die kleine Hundeschule zu Hause:mrgreen:

Dazu brauchst du auch kein super teures Gerät zu kaufen....anfangen kannst du mit gehen über "merkwürdige" Dinge die auf dem Boden liegen.....etwas , daß Geräusche macht wie knittrige Folie....ein stumpfes Gitter(Fussabtreter)....und eine kleine "Wippe" bauen (breites Brett und ein rundes Stuck Holzstamm)....eventuell ein paar Kisten/Stämme zum drüber springen....wenn du kannst ein "Kindertunnel" zum durchkriechen....oder auch 2 alte Stühle ohne Querstreben...zum durch kriechen....Slalom- dazu brauchst du nur ein paar gerade Äste/Stäbe.....etc.

Nur schauen, daß alle Materialien nicht spitz sind und auch sonst keine Verletzungsgefahr besteht Nägel, Speisel.......(Faustregel: was dich nicht verletzt, verletzt auch deinen Hund nicht).

Naja wenn du das alles durch hast....seid ihr schon mal ziemlich weit.....

Solche Spiele und Unterordnung (das ist die Base) ...machen Hund und Mensch sehr viel Spaß und bauen eure Bindung ganz solide auf.

LG SDuno
 
Thema:

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