Allergischer Hund

Diskutiere Allergischer Hund im Hunde Ernährung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, ich habe einen Havaneser-Mix, der gegen fast alles allergisch ist. (Rind, Truthahn,Pute,Kartoffel, Mais, Reis, Milch, Eier...
  • Allergischer Hund Beitrag #1
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Wuschel 2008

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Hallo zusammen,

ich habe einen Havaneser-Mix, der gegen fast alles allergisch ist. (Rind, Truthahn,Pute,Kartoffel, Mais, Reis, Milch, Eier usw...)
Ich füttere ihm momentan reines Pferdefleisch mit gekochtem Quinoa dazu. Er wiegt ca. 9.3 kg und bekommt momentan pro Tag 280g reines Pferdefleisch aus der Dose und noch die gleiche Menge gekochten Quinoa dazu. Meint ihr, dass das Mengenverhältnis passt? Und sollte er zusätzlich Calcium einnehmen? Wenn ja wieviel?:102:
Wir sind momentan so ziemlich mit den Nerven fertig, weil er durch die Allergie bedingt ständig Dickdarmentzündung hat und auch die Bauchspeicheldrüse etwas entzunden ist.
Vielleicht habt ihr ein paar Tipps zum fressen. Barfen will ich übrigens nicht und Trofu verträgt er auch nicht.

Ich warte gespannt auf euere Antworten.:D
 
  • Allergischer Hund Beitrag #2
Huhu,

mal vorweg: Wie sicher sind die Allergien? Wurde eine Ausschlussdiät oder ein Bluttest gemacht?
Mengenverhältnis: Beim Barf sind es 70% Fleisch, 30% Beilage, daran kannst du dich auch grob orientieren. Je nach Verdauungsproblemen kann es aber sinnvoll sein, dazu variieren (bei Durchfall mehr Beilage, bei Verstopfung weniger und dafür etwas Öl).
Ist das Pferdefleisch aus der Dose ein Alleinfuttermittel? Wenn ja brauchst du eigentlich gar nichts zufüttern.

Wenn nein: Der Hund braucht dringend Kalzium, in eurem Fall kämen Eierschalenpulver, Pferdeknochen und Kalziumcitrat in Frage. Dein Hund braucht pro Tag 50mg Kalzium pro Kg Körpergewicht. Ich rechne mal auf 10kg, dann wären das 500mg.

Jetzt zur Deckung:
Pferd hat etwa 14.000mg pro 100g Knochen. Da es nur auf etwa einen Monat, lieber aber zwei Wochen, stimmen muss, brauchst du nicht jeden Tag ein Fitzelchen geben. Wichtig: Knochen nie auf nüchternen Magen, immer nur roh und mit ausreichend Fleisch dran verfüttern, damit der Hund sich nicht übergibt. Wenn er Huhn verträgt kannst du auch Hühnerschenkel geben, die haben etwa 7.000mg auf 100g. Da an Kalzium ruhig ein kleiner Überschuss da sein darf und auch Fleisch mit dran ist könntest du also 100g Hühnerschenkel pro Woche oder 200g alle zwei Wochen geben.
Beim Eierschalenpulver hat ein Teelöffel (5g) etwa 1600-1800mg.
Karkassen gibt es beim Barfbedarf zu kaufen, das sind gewolfte Knochen mit Fleisch, die sich besser portionieren lassen. Die Rechnung gilt wie oben geschrieben, zu kaufen gibts das in manchen Läden oder auch im Internet.
Beim Kalziumcitrat (im Internet oder Barfshop erhältlich) müsste die Dosierung auf der Packung angeben sein.

Aber ich fürchte, da fehlt noch viel mehr in der Ernährung (immer vorausgesetzt, es ist KEIN Alleinfuttermittel):
Auf jeden Fall müssten auch Innereien dazu, wenn er kein Rind und Geflügel verträgt bleibt da aber leider nicht viel :?. Da müsstest du mal mit einem Ernährungsberater sprechen.
Öl sollte auch etwas dazu, Mischöl, Lachsöl, Rapsöl, Leinsamenöl o.ä..
Ich würde auch bei den Beilagen mehr abwechseln und Gemüse wie Obst dazu geben, vielleicht bei einem so empfindlichen Hund immer nur eine oder zwei Sorten.

Das wäre aber alles nur das, was theoretisch dazu müsste. Bei einer Bauchspeicheldrüsenentzündung ist das wieder nicht so einfach. Wie wird das denn derzeit behandelt? Und liegt noch eine Darmentzündung vor?
Ich würde dir dringend raten, dich mit einem medizinischen Ernährungsberater zusammen zu setzen, weil das bei euch sehr komplex zu sein scheint. Er kann euch dann sagen, wie ihr in Anbetracht der Krankheiten füttern sollt und vielleicht auch über das Futter die Krankheiten etwas steuern könnt.

Gute Besserung!
 
  • Allergischer Hund Beitrag #3
Ich würde mich mit solch einer massiven Erkrankung nicht einfach abfinden.

Die Unverträglichkeiten haben eine Ursache!!!
Meistens reagieren Hunde einige Monate nach einer Impfung mit Allergien.

Eine Allergie bedeutet nichts anderes, als dass das Immunsystem überreagiert.
Es ist überfordert und reagiert auf Stoffe, die eigentlich für den Körper harmlos sind.
Das Immunsystem ist fehlgesteuert.

Ich würde den Hund mal einer guten Tierheilpraktikerin vorstellen, die mit der klassischen Homöopathie oder mit der Bioresonanz arbeitet.

Dies schreibt ein Tierarzt zur Bioresonanz, er hat sehr viel Erfahrung mit allergischen Tieren:

Den entscheidenden Durchbruch auch in der Allergietherapie habe ich in meiner Praxis erst durch die Anwendung der Bicom Bioresonanzmethode erreichen können.

Hierbei soll eben nicht eine reine Symptomunterdrückung erzeugt werden, hier soll die Krankheit an der Wurzel gepackt werden und so die Ursache der Fehlsteuerung, die zur Entstehung der Erkrankung geführt hat, beseitigt werden.

 
  • Allergischer Hund Beitrag #4
Huhu,

Da wir absolut nichts über den Hund wissen, sollte man es vielleicht vermeiden, mal wieder die "bösen Impfungen" ins Spiel zu bringen. Man könnte ja die TE auch erstmal fragen, wie die bisherige Gesundheitsgeschichte verlief :roll:

Wuschel, magst du uns vielleicht etwas mehr zu deinem Hund erzählen? Wir haben hier eine kleine Liste, die du vielleicht mal ausfüllen magst: einfach kopieren und dann die Antworten hier reinschreiben! Mich würde vor allem noch interessieren, ob der Hund bereits Krankheiten ausgebildet hat bzw. mal durchgemacht hat (außer die Sachen, die durch die Unverträglichkeiten entstanden sind? Beispielsweise kann eine ausgestandene Parvovirose auch der Grund sein, dass der Hund so viele Unverträglichkeiten hat. Manchmal ist es auch einfach bedingt durch die Herkunft, z.B. wenn die Eltern des Hundes blind gepaart wurden und Ebrkrankheiten hatten. Im ganz dramatischen Fall vielleicht sogar Inzest? Du siehst, da gibt es wirklich viele mögliche Ursachen! Manchmal kann man etwas dagegen machen (z.B. durch die Hilfe von einem (anderen) TA, Ernährungsberater oder Tierheilpraktiker), manchmal muss man je nach Ausmaß damit leben.

Was deinen bisherigen Speiseplan angeht: Der ist natürlich auf Dauer nichts :) Theoretisch kann es einige Zeit gut gehen (bei meinem Tierarzt gibt es einen Fall, der tatsächlich nichts Anderes verträgt als zwei Komponenten, der hat aber auch eine schlechte gesundheitliche Vergangenheit), aber man sollte natürlich immer probieren, den Speiseplan zu erweitern. Hinter der Auflistung der Allergene/Unverträglichkeiten (was genau ist es eigentlich? Da gibts ja einen Unterschied) "..." angegeben. Hat er noch mehr Unverträglichkeiten? Es gibt ja nun doch einige Möglichkeiten. Gerade bei Fleisch gibt es immer mehr exotische Sorten auf dem Markt, die sich dafür anbieten: Rentier, Elch, Fisch, Lamm, Ente usw. Auch an Gemüse gibt es sehr viel Auswahl. Vielleicht mal zu etwas anderem greifen? Karotte, Pastinake, Kohlrabi, Paprika (nur die rote) usw. Auch an Getreide - wenn es denn sein MUSS für die Abwechslung - gibt ja auch Gerste, Hirse, Haferflocken usw. Reagiert er auch auf Vollkornnudeln?

Barfen will ich übrigens nicht und Trofu verträgt er auch nicht.

Im Prinzip machst du derzeit nichts Anderes, wenn auch in kleinen Dimensionen! Bei der ganzen Liste, sollte man zumindest nochmal in sich gehen und drüber nachdenken, ob es nicht doch eine Alternative ist. Bei Fertigfutter weiß man nie, was noch alles drin ist. Vielleicht ist er nicht speziell auf die Komponenten dermaßen allergisch, sondern auf einen Konserveierungsstoff in den Dosen (ob nun künstlich oder "natürlich)? Ansonsten hat die Marke Terra Canis eine wirklich große Auswahl an Nassfutter, vielleicht findest du da etwas Ansprechendes für deinen Hund :eusa_think:

Eine Userin hat einen ähnlichen Fall bzgl. Unverträglichkeiten. Vielleicht magst du dich dort auch mal querlesen, auch wenn es sich bei ihrem Hund etwas anders äußert:

Liebe Grüße
Pewee
 
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