Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen?

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Zigeunerkiefer

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Hallo Hundefreunde,

nach dem Angriff eines Fremdhundes im Oktober 2012, mit Bißverletzung meines Tieres, werden die Albträume meiner kleinen Hündin "Penny" immer extremer.
In jeder Tiefschlafphase rennt, beißt und springt sie, ohne es zu wissen.
Zahlreiche Untersuchungen, Behandlungen und Therapien, auch homöophatischer Art, konnten bislang nichts verändern. Die Traumatisierung und die Albträume werden immer schlimmer.
Meine Hündin rast momentan ca. 4,5 Stunden in der Nacht und kämpft gegen ihre Dämonen, das Video zeigt nur die Anfänge.
Wenn jemand Hilfe weiß oder einen ähnlichen Fall kennt, bitte ich sehr um Kontaktaufnahme. Bitte nur ernsthafte Antworten.

Hier das Video:

Meinen Dank im voraus.

Mit freundlichen Grüßen

Zigeunerkiefer
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #2
Hallo Zigeunerkiefer,

Willkommen im Forum!

Am Anfang des Videos dachte ich - naja ist doch normal, machen meine auch...aber gegen Ende und du sagst ja es wird noch schlimmer - das ist schon heftig.

Der Angriff war ja nun schon vor 9 Monaten - war Penny schwer verletzt? Hat dieses Verhalten genau da Angefangen?

Hunde leben eigentlich nicht in der Vergangenheit...bist du dir sicher, daß diese "Dämonen" von der Bissattacke kommen?

Meine erste Reaktion wäre: aufwecken. (Dass man schlafende Hunde nicht wecken soll ist nur ein Sprichwort und in der Realität Quatsch)

Meine zweite, wären Homöophatische Mittel für den Hund - um erst mal wieder zur Ruhe zu kommen, eine Bachblüten Mischung.


Und dann vielleicht etwas im Alltag ändern - bissel länger raus gehen, irgend ein neues Spiel einführen...ein paar nette andere Hunde treffen...ein paar Tricks beibringen...um Pennies Gehirn "um zu leiten"...

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Gerade fällt mir noch ein, ich war mit meiner Babe (13 J / RIP) wegen eines anderen Leidens bei meinem TA, der neben Homöopathischer Medizin einen Partner hat, der mit chinesiscehr Ganzheitsmedizin große Erfolge bei Tieren (auch bei meiner Schäferhündin) hat.
Sie hat damals wegen eines Knochenleidens extreme Verspannungen gehabt - die sogar ihren Verdauungstrakt beeinträchtigt haben und bei ihr große Rückenschmerzen verursacht haben.

Babe wurde mit warmen Steinen therapiert (10 Sitzungen - bezahlbar und in der Klinik , also kein Ganesha-Goa Schnick Schnack...) ..der Arzt hat mir auch gezeigt wie ich sie richtig massiere....am Rücken und an den Pfoten....damit sich die Verspannungen lösen. Ganz nebenbei hat mir das auch gut getan- so mit ihr zu chillen.....

Wäre vllt auch eine Option...........


LG Suno
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #3
Wenn unsre beiden so träumen hilft es wenn ich einfach meine hand auf sie lege und das beruhigt sie obwohl ich sie damit nicht aufwecke. Dieser Tip ist vielleicht etwas banal aber ein Versuch ist es wert ;)
Wie reagiert sie denn bei hundebegegnungen?
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #4
Hallo Suno,

danke für die "erste" Nachricht im Forum.
Wir haben Bachblüten in div. Mischungen gegeben - von einem Tier-Therapeuten zusammengestellt. Wir haben auch viele homöophatische Mittel versucht, von anderen Tierheilpraktikern. Momentan versuchen wir es mit Akupunktur. Unsere Penny bekam Beruhigungsmittel und auch klassische Medikamente.

Die Albträume begannen im November 2012, ca. 4 Wochen nach dem Hundebiss. Sie konnte sich damals nicht gegen das andere Tier wehren, da sie ohne Vorwarnung von hinten angefallen und in den Nacken gebissen wurde. Penny lag sofort, beinahe steif am Boden, sie regte sich gar nicht. Hätte ich meine Hündin nicht an der Leine geführt, wäre es vielleicht zu verhindern gewesen, ich hätte Penny schnell auf den Arm nehmen können, doch in einer Hand hielt ich die Leine und das andere Tier kam pfeilschnell und dennoch leise um eine Hecke geschossen, auch rannte es auf meine Penny in Begleitung eines Golden Redrievers zu.

Penny geht oft mit uns in den Wald, wir spielen verstecken und auch zu Hause wird gesucht. Wir fahren mit ihr, wie mit einem kleinen Kind, in fast jedes Gartencenter, welches auch Tiere verkauft. Penny liebt besonders Meerschweinchen. Wir nehmen sie im Hundebuggy zum Einkauf mit. Sie ist wirklich fast überall dabei, wo es nur möglich ist. Gerade weil wir ihr soviel "geistiges Futter" wie möglich anbieten wollen, auch um abzulenken - vergeblich.

Die Albträume drehen sich scheinbar immer wieder um den Angriff vom Oktober 2012. In jeder Tiefschlafphase rennt sie wie am Video-Ende, dann beißt sie nach hinten, nach vorne und zu den Seiten. Es hat immer den Anschein, als würde sie diesen Hund abwehren und abschütteln wollen. Manchmal springt sie im Schlaf und greift vielleicht selber an. Ich weiß es nicht. Sie bellt hell und knurrt sehr tief.

Nun hat sie auch noch ein Geräusch auf dem Herzen, was gewiss dem stundenlangen Rennen zuzuschreiben ist. Sie bekommt seit drei Wochen ein Herzmedikament.

Sie schläft neben meinem Bett, damit ich sie wecken kann, was ich seit 9 Monaten sehr oft mache, manchmal lasse ich sie auch schlafen, wenn ich glaube - sie könnte gerade einen Kampf gewinnen. Die Nächte sind ein Horror.

LG Zigeunerkiefer

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Hallo Loulou 2008,

mit der Hand zu beruhigen, geht leider nicht mehr oft, denn sie schnappt sehr schnell danach. Gehört dann zu dem Traum des Angegriffenwerdens.
Ich versuche, durch leises Sprechen sie zu wecken, manchmal hilft es. Nach dem kurzen Aufwachen, verfällt sie jedoch sofort wieder in diesen unterbrochenen Albtraum.

LG Zigeunerkiefer

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Danke Suno, wir moxen die Penny auch noch, die Wärme der "Zigarre" tut ihr gut, sie entspannt total -doch die Albträume bleiben.

LG Zigeunerkiefer
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #5
ALso ich nehme nicht an das stundenlanges gerenne Herzprobleme verursacht, Hunde sind Tiere und die laufen. Auch kleine Hunde wie deine Tiere brauchen Bewegung. Wenn alle Tiere durch Bewegung Herzprobleme bekommen würden, würden wohl noch mehr Leute ihre Hunde in Hundebuggys und Handtäschen rumschleppen. ;) :eusa_shhh:
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #6
Hallo Zigeunerkiefer,

ich kann deine/eure Ratlosigkeit und Angst/Stress total verstehen....

Also Massagen/Homöopathie/ Aufwecken - Beruhigen das alles nutzt nichts. Hm,....

...Pennies Schicksal berührt mich...ich würde auch am Rad drehen wenn meinen (Hunden) sowas widerfahren würde. Ein Mensch könnte uns wenigsten sagen was ihn bedrückt...

Ich muss aber immer wieder daran denken, daß Hunde generell im Hier und Jetzt leben...obwohl sich Penny ganz bestimmt damals dermaßen erschreckt hat und Schmerz erlebt hat - aber i-wie denke ich ist da noch was anderes.

Dass der Hund nach 9 Monaten genau wegen diesem Vorfall noch so traumatisiert ist, ist mehr als außergewöhnlich. Nun, aber Ausnahmen bestätigen die Regel....

Ich rate jetzt mal ins Blaue...macht Penny das auch wenn ihr z.B. mal Auswärts Übernachtet?
Habt ihr mal versucht den Schlafplatz / Schlafverhalten auf zu brechen? Also Platz wechseln, neue Gerüche neue Decke mit Geruch...bestimmt habt ihr das alles schon gemacht.

Eventuell kann man das Problem auch anders herum angehen. Was macht ihr denn so täglich oder mal anders und gibt es dann Nächte in denen es weniger schlimm ist?

Habt ihr schon mal einen Gasthund zu Hause gehabt...vllt. hilft ja ein Artgenosse...
Oder wenn Penny mal woander schläft - ohne euch nur als Versuch...das heißt nicht , daß ihr daran Schuld seit. Sondern, dass Stress , Stress erzeugt. Also ich habe viel Erfahrung mit Energieaustausch (ganz bodenständig) zwischen Mensch und Tier gemacht.

Ohjeh...das muss echt geheilt werden - wenn es schon ans Herz geht..und auch an deinen gesunden Schlaf...

LG Suno
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #7
Habt ihr es schon mal mit Tellington-Touch versucht?
Damit werden oft traumatisierte Hunde behandelt.

Manche Tierphysiotherapeuten bieten die Behandlung an.

Ich habe mal erlebt, wie ein Hund durch eine einfache Bandage nach T-Touch seinen Stress und seine Ängste los wurde. War echt beeindruckend.
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #8
Hallo und Willkommen im Forum!

Wurde deine Maus von einem Physiotherapeuten/Osteopathen untersucht? Durch ein Griff in den Nacken könnten die Wirbel sich verschoben haben und auf die Nervenstränge drücken. Das wäre noch so meine Idee was es sein könnte.
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #9
Also ich weis nur dass bei Menschen keine Medikamente gegen Alpträume helfen sondern Psychopharmaka diese noch verstärkt. Bei Menschen macht man bei Alpträumen entweder Traumabewältigung oder das Selbstvertrauen wird gestärkt. Traumabewältigung könntest du machen indem du sie z.B. mit einem netten Hund der gleichen Rasse wie "der beißer" zusammen bringst. Viel mit anderen Hunden spielen lassen. Selbstvertrauen aufbauen könntest du machen indem du Fährtenarbeit machst und zwar richtig und nicht einfach Leckerlies suchen. Das störkt stark das Selbstvertrauen da der Hund durch seine Arbeit ein positives Ziel erreicht. Da kann ich dir empfehlen man einen Kurs übers Wochenende zu machen wenn das keine Hundeschule anbietet in deiner Gegend. Auch super für kleine Hunde geeignet, mache das auch mit meiner Penny (2,6Kg) und meine 9 Kg Hündin kann schon richtig langen Fährten folgen. Hundebuggy halte ich nicht für gut, stärkt nicht gerade das Selbstvertrauen.
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #10
Hey,

Sei mir nicht boese, aber Ich glaube nicht dass dieses Verhalten von dem Angriff kommt.
Du sagst es fing knapp einen Monat danach an - meinst Du nicht, es haette sofort eingesetzt?
Du schreibst sie lag steif auf dem Boden wurde anscheinend nicht verletzt (?), da traf es meinen Hund schlimmer.
Er war voher schon ein Psychisches Wrack (Angstagressiv und Panik vor etlichen Dingen). Er wurde im Dezember '12 so schlimm Angegriffen, dass er in Narkose gelegt werden musste um seine Loecher zu naehen die so groß waren dass man seinen Schaedelknochen sehen konnte.
Er war wie gesagt voher schon psychisch Angegriffen, der Angriff hat bei ihm allerdings nichts geweckt... wobei ja nicht jeder Hund gleich ist.
Meine Alptraeume jedoch fingen noch in der selben Nacht an, und Ich glaube nicht dass sowas eine Monat wartet.

Du sagst ihr habt soviele Therapien durch, der Angriff war vor neun Monaten...
habt ihr den Therapien denn genug Zeit gegeben um ueberhaupt anzuschlagen? Das dauert ja auch seine Zeit.

Vielleicht ist es auch zuviel fuer euren Hund, was ihr mit ihm macht?
Sowas gibt es auch.
Ich muss ehrlich sagen Ich wuerde nie auf die Idee kommen mit meinen Hunden Kleinnager zu beobachten, denn so lieb Sie auch sind, Ich denke schon dass es sehr aufreibend ist vor "Beute" zu sitzen.
Versteht ihr was Ich meine?
Ein Hund MUSS nicht ueberall dabei sein um gluecklich zu sein... vielleicht stresst es sie im Buggy durch den Supermarkt geschoben zu werden?
Ich wuerde Hundegerechtere Auslastung versuchen: vielleicht Clickern, Dummytraining oder oder oder...
da hat sie sicher mehr von.
Ich hoffe ihr versteht was Ich meine und denkt jetzt nicht Ich greife euch an in dem was ihr mit dem Hund macht... meine Ueberlegung ist nur ob Sie dass vielleicht ueberfordert, aufputscht und stresst, und Sie dass Nachts verarbeitet...

Denn wie gesagt wurde:
Ein Hund denkt eigentlich nicht an die Vergangenheit.
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #11
Hallo, ich glaube auch nicht, dass es von der Beissattacke kommt. Hast Du mal körperliche Ursachen abklären lassen? Schilddrüse, Krampfanfälle? Wie wird der Hund denn tagsüber ausgelastet? Fällt Dir tagsüber irgendetwas auf?
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #12
Hey Smoothie,

wir fahren mit der Penny im Buggy, weil sie nicht mehr richtig laufen kann. Sie rast aber in der Nacht wie ein Rennpferd. Durch ihr Rennen, hatte sie sich beim Aufprall an den Wänden, die Wirbelsäule gestaucht, die linke Schulter mehrfach ausgekugelt und sind die Halswirbel verschoben. Mehrere Blutuntersuchungen und Röntgenaufnahmen zeigten seit Februar 2013 dies an. Dazu kommt, was wir auch erst seit Februar 2013 wissen, dass Penny unter einer Erbkrankheit leidet, degenerative Myelopathie. Alles wird immer schlimmer durch das wahnsinnige Rennen und Stoßen im Traum. Ich heule noch nicht, ich kämpfe aber um das Leben meiner 12- jährigen Hündin und ich bat um ernst gemeinte Hilfe und nicht um unqualifizierte Sprüche.
Mein Tier lebt mit starken Schmerzen, Tierärzte, Heilpraktiker und wir sind hilflos.

LG Zigeunerkiefer
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #13
Hey Smoothie,

wir fahren mit der Penny im Buggy, weil sie nicht mehr richtig laufen kann. Sie rast aber in der Nacht wie ein Rennpferd. Durch ihr Rennen, hatte sie sich beim Aufprall an den Wänden, die Wirbelsäule gestaucht, die linke Schulter mehrfach ausgekugelt und sind die Halswirbel verschoben. Mehrere Blutuntersuchungen und Röntgenaufnahmen zeigten seit Februar 2013 dies an. Dazu kommt, was wir auch erst seit Februar 2013 wissen, dass Penny unter einer Erbkrankheit leidet, degenerative Myelopathie. Alles wird immer schlimmer durch das wahnsinnige Rennen und Stoßen im Traum. Ich heule noch nicht, ich kämpfe aber um das Leben meiner 12- jährigen Hündin und ich bat um ernst gemeinte Hilfe und nicht um unqualifizierte Sprüche.
Mein Tier lebt mit starken Schmerzen, Tierärzte, Heilpraktiker und wir sind hilflos.

LG Zigeunerkiefer

Also entschuldige mal bitte, dann bestück uns mit ALLEN Infos und nicht nur der Hälfe, dann kann man evtl. auch anständig helfen. Dieser Post hätte in den Anfangspost gehört.
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #14
Hallo Bubuka,

das habe ich schon einmal gehört, werde es morgen mit der Tierärztin besprechen, sie kommt zur Akupunktur. Danke.

LG Zigeunerkiefer

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Hallo Tayet,

der Hinweis ist richtig, denn durch den Aufprall wird die Wirbelsäule jedesmal gestaucht und die Wirbel waren oder sind schon wieder verschoben. Diese schrecklichen Albträume müssen einfach weg.

LG Zigeunerkiefer

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Danke Deena,

Fährtenlesen meiner Penny beizubringen, ist vielleicht zur intensiven Ablenkung eine Option.

Wir haben sie ca. 3 Monate nach dem Angriff mit dem beißwütigen Tier zusammen auf eine Wiese geführt. Die Gegenüberstellung brachte nichts. Penny ignorierte das andere Tier völlig, obwohl diese Hündin an der Leine zerrte und viel bellte und garantiert wieder über Penny hergefallen wäre. Unsere Penny ging ca. 1 Meter ohne Leine an diesem Problemtier vorbei. Sie hat auch keine Probleme mit anderen Hunden, ein kleiner "Rambo" ist ihr Freund, doch leider kann sie nicht mehr mit ihm toben. Heute gehen die Hinterpfoten immer häufiger in den Spagat und die rechte Pfote versagt schon zu 50 %
den "Gehorsam", die Erbkrankheit geht sehr schnell voran. Die nächtlichen Horrortrips sind "irre".

LG Zigeunerkiefer

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Hallo Waldkatz,

alle diese Überlegungen haben wir auch schon durch. Penny sieht die anderen Tiere nicht als Beute an. Sie jagte nie, ist bei uns mit Wellensittichen und den kleinen Katzen unserer Tochter groß geworden. Ich glaube Penny hat eine Art von Mutter- und Beschützerinstinkt für die anderen Tiere entwickelt. Sie läuft jeder Katze nach und schmust auch mit der Hauskatze unserer Nachbarn, diese tut es zum Glück auch.

LG Zigeunerkiefer

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Hallo Meinzwerg,

Penny ist am Tag oder besser im Wachzustand völlig ausgeglichen und sehr aufmerksam. Mir fällt zum Vergleich immer der Roman von Stevenson ein " Dr. Jekyll und Mr. Hyde".

LG Zigeunerkiefer
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #15
:?:uups:Hallo, aus eigener Erfahrung kann ich Dir raten, mit Deinem Hund so normal wie nur möglich umzugehen! So kann er am besten vergessen und den Alltag bewältigen! Bist Du jedoch besonders fürsorglich und andrs als sonst, weiss er wieder : Aha, da war doch was! Habe es so mit meiner Labradorhündin geschafft.

Alles Gute, Holunderwisel
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #16
Danke, liebes Holunderwisel.

LG Zigeunerkiefer

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Hallo Suno,

Gasthund war mehrfach anwesend, alles kein Problem - REM-Phase und Penny rast durch den Albtraum. Sie hat inzwischen ein orthopädisches Hundebett, neue Polsterung an den Wänden - Albträume bleiben.
Wenn wir im Hotel sind oder irgendwo - im Tiefschlaf rast Penny und kämpft mit ? wem auch immer - wir wissen es ja nicht.

Danke für die liebe Anteilnahme.

LG Zigeunerkiefer
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #17
Wenn ich das richtig verstehe läuft sie also in den Tiefschlafphasen hin und her und hat diese extremen Zuckungen. Das ganze geht so weit, dass sie orientierungslos irgendwo gegenläuft und sich dabei verletzt.

Ich denke, dass sie schlafwandelt, die Symptome würden passen. Schlafwandeln gibt es auch bei Hunden und ebenso wie bei Menschen sind die Ursachen ungeklärt.
Normalerweise ist der Körper im Tiefschlaf gelähmt (Schlafparalyse) wenn dieser Mechanismus nicht funktioniert kann es zum Schlafwandeln kommen, ebenso kann es sein, dass eine Aufwachstörung dahinter steckt und das Gehirn "vergisst" zusammen mit dem Körper wach zu werden.
Verlässliche Therapien gibt es nicht, aber Psychopharmaka zur Linderung.


Ein Schlafwandelnder hat auch nicht unbedingt einen Alptraum, im Gegenteil die meisten Menschen erinnern sich am nächsten Tag gar nicht mehr daran geschlafwandelt zu sein. Dennoch können Stress und Veränderung der Lebensumstände offenbar daran schuld sein.


Schau dir mal dieses Video vom youtube-berühmten "sleep walking dog" an, passt das zu Pennys Symptomen?



Falls sie schlafwandelt stelle ich mir eine Therapie dennoch schwierig vor, ich glaube ich würde sie tagsüber entsprechend auslasten (Hundegerecht mit Clickerspielen, kleinen Tricks, Suchaufgaben etc..) und Nachts dafür sorgen, dass sie sich im Schlaf nicht selbst zur Gefahr werden kann (also den Schlafplatz begrenzen und gut ausplostern).

Edit: noch ein Nachsatz:
Würde hier eine so schwere Traumatisierung vorliegen, dass diese auch nach mehr als neun Monaten nach dem Ereignis noch anhält, dann würden sich die Symptome sicher nicht nur auf ihre Schlafphasen beziehen, sondern sich auch sonst Ängste, Agressionen oder andere Probleme ganz deutlich im Alltag manifestieren.
Da sich ihr Verhalten aber offenbar hauptsächlich auf die Schlafprobleme bezieht, geht ich davon aus, dass es sich um etwas anderes handelt als trauma-bedingte Albträume.
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #18
Hallo Kompassqualle,

ja - "sleep walking dog" kommt dem auffallend nah. Auch dieser Hund scheint etwas abzuwehren und will dann wohl wegspringen.

Bei Penny geht es aber fast die ganze Nacht so. Bei Kindern spricht man vom Nachtschreck, aus dem man sie nicht herausholen sollte aber für Sicherheit sorgen muss. Penny´s Schlafstätte ist mit allem ausgepolstert was möglich ist, wenn ich glaube, dass es sich um einen Albtraum handelt, wecke ich sie allerdings auf.
Ist bekannt was beim "sleep walking dog" die Ursache war oder ist? Konnte man diesem Tier helfen?
Denn um eine Ausnahme wird es sicherlich hier auch nicht gehen, da es Zeit braucht, um das Video aufzunehmen.
Danke für den Hinweis.

LG Zigeunerkiefer
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #19
Habt ihr es schon mal mit einen Stoffkennel versucht? Stellt ihn so das er Stabil steht aber nicht an einer Wand oder macht zwischen Kennel und Wand jede Menge kissen. Dann ist es wie eine Art ´Gummizelle´, zumindest liegt der Hund sicher.

Bei den Video würde ich vermuten das sich die Besitzer nicht halb zerfressen und zum Therapeuten rennen, klingt als würden sie es als normales Abendunterhaltungsprogramm sehen
 
  • Traumatisierter Hund nach Bißattacke - Wer kann helfen? Beitrag #20
Hey Smoothie,

ja, es ist alles ausgepolstert, aber manchmal springt Penny eben auch und dann hängt sie zum Glück halb über den Polstern. Wir fürchten, dass es keine Hilfe gibt und hoffen auf ein Wunder.

LG Zigeunerkiefer
 
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