Kranker Kater, Umzug, Planungen

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  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #1
Sternlein

Sternlein

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Hallo zusammen,

unser fast 13-jähriger Kater ist Wohnungskater gegen unseren Willen. Wir wohnen in der 1. Etage, versuchten ihn aber vor vielen Jahren über mehrere Jahre hinweg mit Erlaubnis und "Mithilfe" der Nachbarn zum Freigänger zu machen. Dies schlug völlig fehl. Unser Kater entwickelte bei jedem Rascheln in Gebüschen solch eine Panik das er völlig wild und orientierungslos ohne sich um zu schauen auf die Straße rannte bis er die Wohnung letztlich gar nicht mehr verlassen hat.

Nun ist unser Kater mit seinen fast 13 Jahren Herz- und Nierenkrank. Er ist jedoch noch top-fit.

Wir planen aus beruflichen Gründen einen Umzug und möchten uns schon bald nach einer neuen Wohnung (oder einem Haus) in einer anderen Stadt umschauen. Wir möchten gezielt nach einer Wohnung mit Garten schauen wo wir im Erdgeschoss wohnen könnten. Nun möchten wir Menschen eigentlich für uns nicht unbedingt einen Garten. Wir schauen dementsprechend vordergründig für unsere Tiere sofern unser Plan bezüglich des Katers "tragbar" wäre.
Wir möchten es gerne noch mal versuchen, unseren Kater nach einer Eingewöhnungszeit raus zu lassen. Würden wir im Erdgeschoss wohnen und einen Garten haben, würden wir ja unmittelbar in seiner Nähe sein können und vielleicht würde es ihm Sicherheit verleihen wenn er direkt eine Zuflucht in die Wohnung hätte?
Wir würden ihn gerne immer noch nach draußen bewegen damit er sich besser austoben könnte. Denn der Gute ist arg aggressiv. (Wurde vom Vorbesitzer schwer misshandelt und hat sich davon nie erholt). Wenn er mehr Lauffläche hätte, würde er vielleicht sanfter werden. Dies wäre jedenfalls unsere Hoffnung.
Zudem hätte er dann vielleicht zumindest seine letzten (hoffentlich) Jahre noch eine richtig schöne Zeit.
Was denkt ihr darüber? Sollte der Kater lieber Wohnungskater bleiben oder wäre es tragbar es noch mal zu versuchen?

Ich stelle solch eine Frage schon vor den Wohnungsbesichtigungen weil wir uns eventuell doch gegen einen Garten entscheiden würden wenn es nicht tragbar wäre.
 
  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #2
Ich denke, was deinem Kater in erster Linie fehlt ist ein Artgenosse. Aggressivität ist häufig die Folge aus Einzelhaltung.

Es kann gut sein, dass er dan eher raus geht, weil er sich ja nach und nach viel langsamer an die Umgebung gewöhnen kann und auch jederzeit wieder rein huschen. Kann auch sein, dass die Aggressionen dann weniger werden, weil er Kontakte mit anderen Katzen hat. Kann aber auch sein, dass er sich nicht an die anderen Katzen gewöhnt, weil er das Sozialverhalten nicht gelernt hat und permanent Prügel bekommt.

Ihn weiterhin alleine drin lassen finde ich keine gute Lösung, wenn dann solltet ihr ihn mit 2 Jungkatern oder -katzen vergesellschaften.
 
  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #3
Unser Kater kam mit 2 Jahren eines Abends als schwer misshandeltes Notfalltier zu uns und musste erst mal über Monate hinweg tierärztlich behandelt und dann kastriert werden. Auf Grund seiner Vorgeschichte kam er schon aggressiv zu uns.
Wir machten einen Vergesellschaftungsversuch der damit endete das wir die Katze (ebenfalls Notfalltier) sofort wieder ab geben mussten. Einen weiteren Versuch machen wir nicht. Aus der Erfahrung des ersten Versuches heraus weiß ich das dies nicht nur für das neue Tier sondern auch für uns zu gefährlich wäre. Denn der Versuch endete nicht nur damit das die Tiere räumlich getrennt werden und bleiben mussten. Mein Mann und ich konnten unsere Diele auch nicht mehr betreten da der Kater sich alles vor nahm was mindestens 2 Beine hatte.
 
  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #4
Au weia, das hört sich ja gar nicht gut an...

Dann würde ich es an eurer Stelle wirklich mit Garten und Freigang versuchen. Ich denke, dass er sich besser an den Freigang gewöhnt, wenn er immer wieder schnell in die sichere Wohnung kommt und dann sein Revier nach uund nach langsam vergrößern kann...
 
  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #5
hallo, wenn ich Euch wäre, würde ich es beim Hauskater belassen! Er scheint sich doch in der Wohnung heimisch zu fühlen. Besonders Katzen speichern ihre schlimmen Erlebnisse, vermutlich werden sie auch nicht mehr gelöscht. Unser Kater(19) ist uns vor ca. 4 Jahren zugelaufen. Bis heute hat er grosse angst vor Besen und Stöcken. Mein Rat also wäre, es beim Stubenkater zu belassen!Machts gut Joschi111:!::!:
 
  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #6
Ich denke, dass er sich besser an den Freigang gewöhnt, wenn er immer wieder schnell in die sichere Wohnung kommt und dann sein Revier nach uund nach langsam vergrößern kann...

Genau so ist auch mein Grundgedanke sofern Alter, Krankheiten und die Tatsache das er bisher immer ein Wohnungskater war, kein Hindernis sein sollten.
Glaubst Du das er trotz seines Alters noch lernen könnte, sich ein bisschen Katzen-Sozialverhalten anzueignen? Denn das er dieses nicht hat, stimmt ja auch. Zudem macht er den Eindruck seine Kraft nicht einschätzen zu können. Es ist nur fraglich ob schlichtweg seine innere Unsicherheit (auch dem Menschen gegenüber) geblieben ist oder ob er zudem damals zu früh vom Muttertier und seinen Geschwistern getrennt wurde. Beispielsweise zeigt er klar das er spielen will und wird dabei sofort blutig gewaltsam. Ebenso ist es wenn er gestreichelt werden will. Beim Thema "Streicheln" kommt es mir allerdings so vor als wolle er wirklich gestreichelt werden und würde aber sozusagen in seinem Kopf blitzschnell "Horrorfilmchen" ab fahren. Vielleicht die Angst das die streichelnde Hand zuschlägt obwohl er Gewalt schon seit über 10 Jahren nicht mehr zu spüren bekommt?
Ich denke schon das er sicherlich mal mit Verletzungen daheim ankäme, würde aber auch hoffen das er lernen würde weitere Freiheiten zu genießen. Mehr Angst hätte ich anfangs aber eher das unser Kater anderer Leuts Katzen "frühstücken" würde. Abgesehen von einem Vergesellschaftungsversuch nahm meine Schwester unseren Kater mal für 2 Tage da unser Kater mir an den Hals sprang und mich dort verletzte als ich mit meinem Mann in einem normalem Gespräch war. Mein Mann war so erschrocken das er unseren Kater los werden wollte. Allerdings heulte ich (warum auch immer...) 2 Nächte so durch das mein Mann den Kater wieder holte. Zwischenzeitlich nahm mein Kater sich Hund (Stafford-Terrier und somit größer als er) und Katz meiner Schwester vor. Leider auf die fiese Weise die er auch oft beim Menschen anwendet: Anstatt sich nur zu behaupten, sprang er den Tieren in den Rücken, krallte und biss sich darin so fest, das seine "Opfer" quasi wehrlos waren weil unser Kater denen ja im Rücken hing. Das ist diese Sache mit der Krafteinschätzung unseres Katers. Er gibt sofort immer sozusagen 100% wenn er angreift - und dies meist ohne Vorwarnung.

hallo, wenn ich Euch wäre, würde ich es beim Hauskater belassen! Er scheint sich doch in der Wohnung heimisch zu fühlen. Besonders Katzen speichern ihre schlimmen Erlebnisse, vermutlich werden sie auch nicht mehr gelöscht. Unser Kater(19) ist uns vor ca. 4 Jahren zugelaufen. Bis heute hat er grosse angst vor Besen und Stöcken. Mein Rat also wäre, es beim Stubenkater zu belassen!Machts gut Joschi111:!::!:

Deiner Meinung nach auch dann wenn er von alleine das Interesse bei offener Tür bekommen würde, raus zu gehen? Wenn, dann sollte er generell eh nur dann raus gehen wenn er sich von alleine raus trauen wollen würde.
Anfangs dann nur tagsüber wo die Tür zum schnellen rein rennen immer geöffnet wäre.
Vor Besen und Stöcken hat unser auch bis heute Angst. Aber das hätte ja nichts mit Freiheiten zu tun die er sich nehmen dürfte, jedoch nicht nehmen müsste wenn er nicht wollte.
 
  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #7
Naja, manche Traumata verschwinden nie...

Aber auch wenn er kein Sozialverhalten kennt würde ich es wohl auf einen Versuch ankommen lassen. Oftmals reagieren Katzen draußen ja ganz anders als drinnen. Im Normalfall sind Freigänger auch wesentlich ruhiger, während Wohnungskatzen immer "kindlicher" bleiben.

Was die Krankheiten angeht: du sagst er ist fit. Muss er Medikamente nehmen? Ist er irgendwie beeinträchtigt?
 
  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #8
Er bekommt Medikamente für die Nieren. Das Herz muss noch näher untersucht werden. Kurioser Weise bekamen wir aber trotz bisherigem Befund nicht mal was herzstärkendes für den Kater. Bisher bekamen wir für herzkranke Tiere (waren aber andere Tierarten) immerhin sofort was stärkendes. Wie es ganz genau um das Herz steht, wissen wir aktuell nicht.
Mit den Nieren waren wir glücklicher Weise früh bei unserer TÄ. Die Werte sind zwar nicht bestens, jedoch noch nicht grottenschlecht.
Unser Kater frisst momentan entgegen seiner Art enorm viel, nimmt jedoch ab. Zu schlank war er aber schon immer. Wir werden bei der nächsten Blutabnahme vorsorglich auch auf Überprüfung bezüglich Diabetes bitten.
Ansonsten rennt unser Kater ganz normal durch die Gegend und springt herum. Interesse an Spielen auf seine Art hat er nach wie vor wie ein Junger Hüpfer. Wirklich beeinträchtigt ist unser Kater (noch) nicht. Jedenfalls macht er in der Wohnung kein bisschen den Eindruck von Beeinträchtigung.
Nur bei der TÄ macht sich unter dem enormen Stress das Herz auch abgesehen vom abhorchen offensichtlich bemerkbar.
 
  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #9
Das Problem ist halt: wenn er Freigänger ist kann es sein dass er auch mal länger weg ist, dann bekäme er seine Medikamente nicht rechtzeitig.

Aber als Grund ihn nicht rauszulassen würd ich das nicht sehen. erstens weil es nur eine eventualität ist und zweitens weil es ja bestimmt viele Freigänger gibt, die irgendwann Medis brauchen, die bekommen das ja auch irgendwie hin. Ihr könnt ja nochmal mit eurem TA Rücksprache halten...
 
  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #10
Ich gehe jede Nacht walken. Das werde ich im neuen Wohnort auch machen sobald wir uns dort eingerichtet und die Gegend erkundet haben. Vielleicht sehe ich unseren Kater dann ja zwischendurch. Ich weiß... das ist eventuell ein unrealistischer Gedanke.
Die neue Wohngegend wird eher ländlich sein. Das steht schon fest. Da würde unser Kater sicher durch Felder rum streifen.
Ja - Ich halte bezüglich der Medikamente mal mit der TÄ Rücksprache.
Die Medikamente sind nicht punkt-genau zeitgebunden. Schlecht wäre es allerdings wenn die Medikamentengaben sich um ganze Tage verschieben würden.
Anfangs -so glaube ich- würde unser Kater sich wohl erst mal direkt in unmittelbarer Nähe aufhalten da er draußen eine richtige "Schissbuchse" ist. :)Naja... jedenfalls ist es aktuell so. Aktuell ist der Zugang zur Wohnung aber auch ein ganz anderer Sachverhalt als es zukünftig sein sollte.
 
  • Kranker Kater, Umzug, Planungen Beitrag #11
Im Normalfall gehen kastrierte Kater nicht mehr so weit weg. Außerdem war er ja auch lange drinnen. Klar kann man es nie mit Gewissheit sagen, aber ich denke auch, dass er in der Gegend bleiben wird. Ausnahmen bestätigen aber natürlich immer die Regel- man wird es erst wissen, wenn mans ausprobiert..
 
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