Bedingungen für Zweithund

Diskutiere Bedingungen für Zweithund im Hunde Haltung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo ihr Lieben, sorry, dass ich hier den drölfzigsten Zweithundthread aufmach, hab natürlich die anderen gelesen, aber auf manche Sachen keine...
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #1
Sumo88

Sumo88

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Hallo ihr Lieben,
sorry, dass ich hier den drölfzigsten Zweithundthread aufmach, hab natürlich die anderen gelesen, aber auf manche Sachen keine Antwort gefunden.

Prinzipiell bin ich ein Freund von Mehrhundehaltung, einfach weil Hunde Rudeltiere sind. Darum hab cih meine Mama mal gefragt, was sie denn von einem Zweithund hält, weil die Trixie so oft allein ist und auch der Platz und die Möglichkeiten vorhanden wären. Natürlich weiß ich, dass man sich nicht nen zweiten Hund nur für den ersten holt, aber das würden sie auch nicht machen. Auch dass die Gefahr besteht, dass beide Hunde nebeneinander her leben ist bekannt.

Neulich haben wir die Website von graue Schnauzen angeschaut und sie hat mal ihrem Lebensgefährten davon erzählt, der findet die Idee gar nicht so abwegig. Noch sind das natürlich alles nur theoretische Überlegungen, weil sie sich ja noch gar nicht sicher sind ob sie das wollen (sind ja in die Hundehaltung eh schon nur so reingerutscht), aber ich wollte mcih mal erkundigen, was für Bedingungen so ein Zweithund erfüllen sollte. Die Trixie ist 9 und mit ziemlich allen Hunden verträglich, sie Leben im Eigenheim mit 360 qm Wohnfläche (davon 180 ebenerdig) + großem Garten. Tagsüber nimmt sie die Trixie mit ins Büro, dort gibt es auch nen Garten und es ist ihre Firma, sie muss das also nciht groß genehmigen lassen. Nachts schläft die Trixie auf dem Teppich vor dem schlafzimmer, weil sie nicht mit rein darf, tagsüber liegt sie in ihrem Körbchen.

Ist es wie bei den Katzen, dass die Hunde sich vom Wesen ehr ähnlich sein sollten oder ziehen sich Gegensätze an? Würde ein Welpe/Junghund oder ein "Senior" mehr sinn machen? Oder irgendwas dazwischen?

Dass man erstmal mit dem potentiellem Neuzugang und der Trixie gassi geht ist klar, aber da ist sie zu allen freundlich, auch im Haus hatten wir schon Hundebesuch, solang ihr keiner ans Futter geht stört sie das auch nicht. Probleme mit dem Gehorsam oder der Erziehung haben sie mit der Trixie auch nicht, bei mir kann sie allerdings nicht frei laufen, weil sie auf mich nicht ganz so zuverlässig hört wie auf meine Mama oder ihren Freund (wenn sie sich verschnüffelt kann cih sie nimmer abrufen), aber ich wohn da ja auch nicht. Ich clicker mit ihr und nehm sie regelmäßig mit auf Ausflüge- das wäre auch mit 2 Hunden noch möglich.

Sorry für schon wieder so nen langen Text, ich hab versucht möglichst viel was ihr in den anderen Threads gefragt habt gleich zu beantworten. Danke für eure Tipps.
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #2
Ich kenne mich nicht 100% mit Mehrhundehaushalten aus, aber ich denke das würde sinn machen bei euch.
Es ist ein großes Haus, auf die Arbeit können sie mit, niemand hat was dagegen und das ist eh das wichtigste, also ist doch alles gut.

Ist denn auch genügend Geld vorhanden? Ich mein ein Hund mehr, wird natürlich auch wegen Hundesteuer und Impfungen und so teurer. ;)
Wie ist das im Urlaub?

Ich würde keinen Welpen nehmen. Ich würde zu einem Hund in ihrer Alterklasse oder ein bisschen Jünger/Älter tendieren. Denn für einen 9 Jahre alten Hund ist ein kleiner Wirbelwind nicht so prickelnd, oder?:eusa_think: Geht doch sonst einfach mal im Tierheim oder so schauen. ;)

Lieben Gruß
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #3
Ich schätze auch, ein älterer Hund wäre nicht schlecht
Obwohl das auch auf eure Hündin ankommt. Wenn sie noch fit ist, würde sicher auch ein Welpe gehen - viele ältere Hunde blühen dann ja nochmal richtig auf, andere wiederrum sind dann nur noch genervt und ziehen sich zurück oder sind immer gestresst

Wichtig ist auf jeden Fall, dass ihr vorher testen könnt, ob Trixi sich mit entsprechendem Hund versteht.
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #4
Insgesamt finde ich, dass die Gegebenheiten toll klingen.
Fast immer jemand da, viel Platz und geistige Förderung für beide klingt immer gut:)

Ist es wie bei den Katzen, dass die Hunde sich vom Wesen ehr ähnlich sein sollten oder ziehen sich Gegensätze an? Würde ein Welpe/Junghund oder ein "Senior" mehr sinn machen? Oder irgendwas dazwischen?

Kommt auf eure Trixie, aber auch auf den Zweithund an.
Ein Welpe macht natürlich erstmal wieder megaviel Arbeit, kann natürlich auch den älteren Hund nerven.
Gibt aber auch durchaus Hunde, die Welpen ganz fürchterlich toll finden.

Da würde ich einfach mal testen was ihr besser passt.

Was ich immer wichtig finde:
2 Hündinnen fetzen sich im Normalfall richtig übel, wenn man was schief geht, gegengeschlechtliche Paare können allgemein harmonischer sein.
(Muss natürlich nicht auf jedes Hunde-Paar zutreffen, aber das sind so "Faustregeln")

Das sollte man bei der Auswahl durchaus berücksichtigen, besonders wenn bekannt ist, was Trixie lieber mag.
Kommt sie besser mit Hündinnen/Rüden/intakten Hunden/kastrierten Hunden klar?

Auch wichtig:

Ist Trixie sicher/unsicher?

Da würde ich dann gucken, dass ich entweder einen sicheren Hund dazu setze, wenn sie unsicher ist, oder eben umgekehrt:)
So profitieren die Hunde dann noch mehr voneinander;)

[VERSTECK]Seh´das im Moment total toll bei meinen Beiden. Seit Leni da ist, die anderen Hunden gegenüber sehr sicher ist, ist Liam vieeeel entspannter:)[/VERSTECK]
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #5
Das mit den Paaren würde ich nicht verallgemeinern
Ich kenne viele Rüde-Rüde-Paare und das gleiche mit Hündinnen, wo es ohne Probleme läuft ^^
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #6
Das mit den Paaren würde ich nicht verallgemeinern
Ich kenne viele Rüde-Rüde-Paare und das gleiche mit Hündinnen, wo es ohne Probleme läuft ^^

Wie gesagt, sind das nur so grobe Faustregeln.

Bei Hündinnen ist es einfach oft so, dass Streitigkeiten da wesentlich ernster und heftiger ablaufen als bei Rüden.
Was nicht heißt, dass es nicht funktionieren kann, man sollte nur im Hinterkopf behalten, dass das einfach unterschiedliches Konfliktpotenzial beinhaltet.
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #7
Huhu,

ist zwar nur subjektiv, aber ich habe schon öfter miterlebt, dass meistens die Hündinnen die Quelle des Streits sind. Da gibts sicher auch mal Fälle, wo das nicht so ist und die Hündinnen allgemein eher devot sind, aber ich hab den Eindruck, dass Hündinen meistens erstmal die etwas fordernden Tiere sind und gerne auch mal ihr Köpfchen durchsetzen. Wenn man sich mal die Rudelkonstellation eines Wolfes/Urhundes anschaut, finde ich das auch gar nicht so abwegig. Da gibts zwar das Leittier, was meist männlich ist und das Rudel versorgt, aber was Schutz und Sicherheit angeht, ist es nicht selten das Leitweibchen, welches sich da auch mal in die Schusslinie stellt.

Generell fänd ich es immer wichtig - egal welche Geschlechterkonstellation -, dass man bei einem etwas dominanteren Tier dann einen eher devoteren Hund holt. In Trixies Fall würde ich auch nicht mehr unbedingt mit einem Welpen ankommen, da sie ja jetzt auch auf das Seniorenalter zugeht. Es wird oft behauptet, dass ein Welpe den alten Hund noch einmal so richtig aufleben lässt. Es gibt mittlerweile aber auch Beobachtungen, dass genau das Gegenteil passieren kann und der Hund durch den Stress sogar schneller "altert". In eurem Fall würde ich vermutlich zu einem Hund ab 5 raten. Vielleicht auch ein bisschen älter. Dann sind die sich auch geistig ebenbürtig und können vielleicht mehr miteinander anfangen und Trixie muss auf ihre älteren Tage nicht noch Teil des Erzieherteams werden.

Ich würde nicht das komplette Gegenteil holen, aber ich würde mir einen Hund suchen, der die "Defizite" des vorhandenen Hundes ausgleicht. Sprich, hat man einen unsicheren Hund, würde ich mir einen souveränen holen. Habe ich einen ruhigen und gediegenen Hund, hole ich mir keine hyperaktive Maus ins Haus. Ist mein Hund skeptisch gegenüber allem, hole ich mir keinen Gruppenzwängler, der sich dann alles abschaut und mitmacht. Hat mein Hund ein Problem mit bestimmten Rassen oder Geschlechtern, würde ich mir nicht unbedingt diese holen.
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #8
Wow so viele tolle Antworten, hab gar nicht damit gerechnet, dass das so positiv ankommt :mrgreen:

Das mit dem Geld wäre kein Problem, wie gesagt meine Mama ist selbstständig und auch wenn sie sicherlich nicht scharf auf hohe TA-Rechnungen ist, könnte sie sie auf jeden Fall bezahlen.

Also die Trixie ist auf keinen Fall unsicher, eher ein dickkopf, anderen Hunden aber auch nicht dominant. Sie geht Stress aus dem Weg. Höchstens an der leine oder im Garten bellt sie mal Hunde (außerhalb des Gartens) an, aber beim näher kommen ist sie ent weder ganz freundlich oder bei großen fremden Hunden eher ängstlich.Oder sagen wir: vorsichtig ;)
Vom Gefühl her würde ich auch eher sagen kein Welpe, 1. hat meine Mama wahrscheinlich keine Lust auf den "Zirkus" und 2. ist das wahrscheinlich wirklich zu wuselig für die Trixie. Den jungen Jorkshire meiner Tante ignoriert sie meistens komplett. Und zwar mit ungefähr diesem Gesichtsausdruck: :roll: :mrgreen:
Andererseits gibt es einen jungen Labrador in der Nachbarschaft, mit dem spielt se sogar wenn sie sich treffen, allerdings nicht lange.. :eusa_think: Fit ist sie definitiv noch, aber besonders verspielt war sie noch nie. Früher konnte man mal mit ihr um Stöckchen/Seil/.. "raufen", aber das hat sie auch aufgehört. Die schnüffelt lieber.

Ich denke auch, dass ein Rüde eher passt. Sie hat zwar mit weibchen kein Problem, aber die Hunde, mit denen sie sich besonders gut versteht sind meistens Rüden. Sie selbst ist kastriert.

Das heißt gut passen würde: ein Rüde ab ca. 5 Jahren, der recht menschenbezogen ist (vielleicht guckt sie sich das noch ab), weder besonders ängstlich noch aufdringlich anderen Hunden gegenüber und wenn er auf Spielzeug steht, könnte sie sich das evtl auch abgucken und nochmal aufblühen- falls nicht gibt es wenigstens kein Streit ums Spielzeug :mrgreen:

Wie macht man das mit dem Füttern? Die Trixie ist extrem futterneidisch und verteidigt ihr Futter auch- und alles was sie dafür hält. (gab mal Stress weil der Yorki meiner Tante ein Leckerchen bekommen hat- die Trixie natürlich auch, aber sie wollte das andere dann eben auch noch haben) Trainiert man das dann (wenn ja wie) oder füttert man in getrennten Räumen?

Bisher machen wirs so: wir machen das Futter fertig, dann muss sich die Trixie ablegen oder setzen und uns anschauen, auf Kommando darf sie dann zum Futter und inhaliert alles weg.
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #9
Das mit den Leckerlies würde ich trainieren, aber was das Futter angeht, wenn es wirklich so schlimm ist, dann fütter lieber in getrennten Räumen. ;)
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #10
Trixie erinnert mich sehr an meinen Jerry. Wobei der sich absolut gar nix gefallen lässt von fremden Hunden. Da wird er "Mister Autoritäääää" :lol: Aber seitdem Hanna älter ist, kann er mit ihr auch wesentlich mehr anfangen. Jerrys beste Freunde waren eigentlich immer die, die nicht mit ihm gespielt haben, sondern die, die mit ihm ganz locker und mit gebührendem Abstand Wald und Wiese erkundet haben. Ich wette, er und Trixie würden super passen. Er ist übrigens auch 9 :) Ich glaube, so einen Hund würde ich mir auch suchen. Jerry spielt zwar und lässt sich auch mal auf Jagden ein, aber nichts geht über seine beste Freundin - eine Setterlady von stolzen 14 Jahren. Die beiden gehen so selbstverständlich miteinander um, selbst wenn sie sich mal einige Zeit nicht sehen. Als Hanna damals operiert wurde, bin ich oft mit Jerry, der Setterdame und ihrem Frauchen allein spazieren gegangen. Die beiden waren toll zusammen. Sie haben sich immer so gefreut und Jerry hat immer extra langsam gemacht, weil die Setterdame ja nicht mehr so schnell ist. Dann sind sie wie ein altes Ehepaar gewatschelt. Ich liebe es :050:

Aber ich schweife ab... :lol:

Trainiert man das dann (wenn ja wie) oder füttert man in getrennten Räumen?

Ich würde in verschiedenen Ecken eines Raumes füttern. Beide Hunde sollten von Anfang an lernen, dass die Ecke des anderen tabu ist. Sollte doch mal der eine zum anderen gehen wollen und der andere wird dadurch merklich angespannt, hol den Hund sofort von der Futterstelle des anderen. Wenn es für beide ok ist, ist es kein Drama. Wir füttern auch an verschiedenen Stellen, aber wenn beide fertig sind, haben sie sich mittlerweile so eingependelt, dass man im leeren Napf des anderen noch einmal schlabbern darf. Das ist ok für beide. Aber auch nur dann würde ich das zulassen.

Ich sehe da Kauartikel und Leckerchen etwas komplizierter, da ist m.E. das Stresspotential höher. Auch da immer schauen, dass vielleicht jeder eine feste Kauartikelstelle bekommt und beim Leckerchen-Füttern würde ich sie vielleicht nicht gerade nebeneinander sitzen lassen.

Aber vielleicht wirds auch nur halb so schlimm. Futterneid kann bei fremden Hunden erstmal schlimmer aufkommen. Sobald der Hund im Rudel akzeptiert ist, lässt das auch öfter nach. Für den Fall der Fälle würde ich trotzdem nichts offen liegen lassen und sofort aufzeigen, wem was gehört. Wenn die sich eingelebt haben, können die das dann immer noch unter sich ausmachen.
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #11
Ne gafallen lässt sich dire Trixie auch nix, da kann sie auch mal dominant werden. Aber sie ist nicht von Haus auf drauf aus die anderen zu unterwerfen. Im Normalfall wird geschnüffelt und dann ist gut.

Darum ist sich meine Mama auch noch nicht sicher, ob man der Trixie mit einem Zweithund wirklich einen Gefallen tun würde, eben weil sie recht schnell das Interesse verliert. Ich denke aber, dass es für sie bestimmt schöner ist, jederzeit sozialen Kontakt haben zu können. Wie seht ihr das? Haben Hunde die überwiegend nebeneinander her leben trotzdem was voneinander? Habt ihr dazu vielleicht sogar ne tolle Infoseite, die ich ihr mal schicken könnte?

Hab ihr auch mal eure Einschätzung mitgeteilt und gefragt was sie sich so vorstellt. Sie meinte, er sollte max. so groß sein wie die Trixie, eher kleiner, und sie will ihn nicht noch 10 Jahre haben, wenn die Trixie dann mal nicht mehr ist. (Wobei das noch in den Sternen steht wie ich sie und ihren Freund kenne ;) Sie hat ja neulich fast angefangen zu quietschen als sie mir erzählt hat, dass sie nen welpen auf dem Arm hatte :mrgreen: ) Aber auf jeden Fall auch eher einer in Trixies Alter. Find ich persönlich super, weil solche Hunde ja oft kaum noch Vermittlungschancen haben...

Off-Topic
Heute waren wir auch mit 2 Hunden Gassi, weil ich zur Zeit nen Gassihund habe. Eine ca. 2jährige hyperaktive Mischlingsdame, ein bisschen größer als die Trixie. Und cih dachte mir, wenn die sich verstehen, kann cih ja mal beide zusammen mitnehmen. Dummerweise hab ich verpennt und meine Mama war schon da als ich gekommen bin. Sie ist mit der Trixie aufs Grundstück gegangen, weil sich die Peaches so aufgeführt hat als sie nur draußen standen. (sowohl der Besitzer als auch sie waren in dem moment ein bisschen überfordert) "Komischerweise" hat sie sich dann immer noch so aufgeführt :roll: Naja, ich hab gesagt sie sollen auf die Straße gehen und bin mit der Peaches dazu gekommen. Erstmal haben sie ordentlich geknurrt und gekläfft, aber dann haben sie sich beschnüffelt und es war gut. Zum Abschied hat die Peaches der Trixie sogar noch über die Schnauze geleckt, was nur mit einem leisen verwirrten Knurren quittiert wurde :mrgreen: Aber sie können friedlich nebeneinander her gehen, die Peaches orientiert sich sogar ein bisschen an der trixie und "buhlt" um Aufmerksamkeit uns gegenüber, was dazu geführt hat dass sie heute besser gehört hat denn je, das heißt ich kann auch mit beiden zusammen gassi gehen. Aber dicke Freunde werden sie vermutlich nicht :eusa_shhh:
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #12
Darum ist sich meine Mama auch noch nicht sicher, ob man der Trixie mit einem Zweithund wirklich einen Gefallen tun würde, eben weil sie recht schnell das Interesse verliert. Ich denke aber, dass es für sie bestimmt schöner ist, jederzeit sozialen Kontakt haben zu können. Wie seht ihr das? Haben Hunde die überwiegend nebeneinander her leben trotzdem was voneinander? Habt ihr dazu vielleicht sogar ne tolle Infoseite, die ich ihr mal schicken könnte?

Schwierig zu sagen. Das ganze Sozialleben des Hundes ist nach wie vor ein recht großes Mysterium, auch wenn Hundetrainer und Bücherschreiber natürlich immer suggerieren wollen, dass sie den absoluten Durchblick haben. Ich kann nur von meinen Hunden sprechen und da sehe ich ganz deutlich, dass Jerry auch ohne Hanna klarkommen würde und sie auch nicht groß vermisst, wenn sie mal weg ist. Er akzeptiert sie, er spielt mit ihr und manchmal darf sie auch mit ihm kuscheln, aber es geht ihm nicht schlechter ohne sie. Jerry ist eher Einzelgänger. Mal "hallo" sagen reicht ihm, aber er ist eher auf seine(n) Menschen fixiert.
M.E. haben sie schon etwas voneinander, ist nur die Frage, ob jedes Individuum das unbedingt braucht. Ich denke, solchen Hunden reicht theoretisch auch der tägliche Umgang mit Hunden bei Spaziergängen. Womit ich nicht sagen will, deine Mutter soll sich keinen zweiten Hund holen. Manche ziehen nur einfach ihr eigenes Ding durch und nicht immer ist ein harmonisches Paar zu erwarten.
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #13
Mal "hallo" sagen reicht ihm, aber er ist eher auf seine(n) Menschen fixiert.

Der Trixie reicht auch dieses "mal Hallo sagen" oder eben mal kurz spielen etc., aber sie ist eben auch nicht sonderlich Menschenfixiert. Heute war es ihr wichtiger mich zu begrüßen, als sich mit dem anderen Hund zu beschäftigen, aber beim spatzieren gehen haben sie schon immer wieder aneinander geschnüffelt, da war ich dann auch abgeschrieben.

Irgendiwe ist die nur Futterfixiert :eusa_doh:Naja und sie jagt gern..aber das führt ja im Optimalfall für sie auch wieder zu futter.. (obwohl sie zum Glück noch nie was erwischt hat, weil wir das natürlich unterbinden)

Ich kann das auch nicht wirklich gut einschätzen, ob ihr das was gibt oder nicht. Bin da vielleicht auch ziemlich "Betriebsblind"...

Aber wenn man von der Natur des Hundes ausgeht kann es ja nicht gut sein, wenn sie oft so wenig Ansprache hat. Sie ist nachts allein und manchmal am Wochenende, da kommen dann die Nachbarin und ich 3x am Tag zum gassi gehen und das wars. Und auch wenn jemand da ist wird sie ja oft ncht beachtet- im Büro wird gearbeitet, daheim wird grade der komplette Garten neu angelegt oder man ist eben grade sonstwie beschäftigt. Sie liegt halt dann da und wedelt mit dem Schwänzchen sobald man sie anspricht und dann dreht sie sch auf den Rücken um sich den Bauch streicheln zu lassen. Sobald man weg geht liegt sie wieder nur so da und wartet auf ihre nächste Portion Aufmerksamkeit...Alleine in den Garten geht sie auch nciht gerne, dann liegt sie eher auf der Terasse und erwacht erst zum Leben, wenn sie am Zaun was anbellen kann.
Und beim gassi gehen ist sie dann wieder eher für sich. Freut sich kurz über andere Hunde, aber die trifft man auch nicht jeden Tag an, und schnüffelt dann weiter so vor sich hin...Es gibt auch einen Beagle, mit dem ist se schonmal stiften gegangen, da haben sich dann beide gemeinsam verschnüffelt und waren nciht mehr abrufbar :roll:
Ich kann mir halt einfach nicht vorstellen, dass dieses "single-Leben" für ein Rudeltier optimal ist.
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #14
Irgendiwe ist die nur Futterfixiert :eusa_doh:

Einfach mal einen 15 kg Futtersack neben sie stellen, vielleicht reicht ihr das schon :lol:

Man muss halt aufpassen, dass man nicht so arg vermenschlicht. Es gibt sicher Hunde, denen sowas reicht (ich kann da aber natürlich nicht für Trixie sprechen, da ich sie ja nicht sehe). So wie es ja auch Menschen - als sonst soziale Wesen - gibt, die dann eher die Ruhe und "Einsamkeit" bevorzugen. Gerade bei zurückhaltenden Hunden muss man aber natürlich aufpassen, weil die von sich aus nicht so viel Aufmerksamkeit suchen, sondern lieber warten, bis sie zu ihnen kommt. Jerry ist da auch so. Wenn Hanna sich vernachlässigt fühlt, dann lässt die einen das in Sekunden spüren, das ist immer leichter. Jerry wartet da eher, aber er sucht auch ganz gezielt mal die Einsamkeit, schläft gerne mal allein in einem Zimmer und sucht sich auch zielstrebig jene Zimmer. Manchmal wiederum hat er Phasen, wo er einem nicht von der Seite weicht.

Ich frage mich, wie das da früher lief und wie ihre Vergangenheit war. Vielleicht wurde sie auch mal dazu "erzogen" eher für sich sein zu wollen. Es gibt da die Hunde, die mit Vernachlässigung nicht zurechtkommen, Aggressionen oder Autoaggressionen entwickeln und es gibt Hunde, die das einfach hinnehmen und sich damit abfinden (was nicht weniger traurig ist). In der Regel kriegt man das auch nicht mehr gut aus ihnen raus. Sie freuen sich dann zwar über Aufmerksamkeit, gewöhnen sich aber nicht mehr dran, dass sie diese auch ruhig mal einfordern können. Könnte Trixie so eine Vergangenheit haben? Gerade weil sie weder Artgenossen noch Menschen besonders interessant findet :eusa_think:
 
  • Bedingungen für Zweithund Beitrag #15
Off-Topic
Ja da könntest du durchaus recht haben :(

Wir haben sie als Junghund gefunden, halb verhungert und verdurstet, verfloht und unglaublich müde. Vieles kannte sie noch nicht (über brücken mussten wir sie teils sogar tragen) Es war zwar fast immer einer daheim, aber von Auslastung und Kopfarbeit wussten wir nicht viel. Wir waren zwar am Anfang auch mit ihr in der Hundeschule, aber so wirklich gesagt wie man so nen Hund optimalerweise hält hat uns keiner. Sie hat halt die Grundkommandos gelernt. Wir sind also quasi in die Hundehaltung nur so reingerutscht..wir haben ihr zwar das Leben gerettet, aber sie hat nie wirklich was geboten bekommen. Sie hat sich die meiste Zeit mit den Hasen beschäftigt. Sie stand am Gehege und hat riengeschaut und sich gefreut wie Bolle wenn mal einer auf sie zugerannt ist. 2-3x am TAg war jemand mit ihr gassi, gelegentlich hat man auch mal mit ihr im Garten gespielt (sofern sie das wollte) und das wars. Wie es die letzten beiden JAhre bei meinem Stiefpapa war weiß cih nciht, bei dem ist sie ja nach der Scheidung geblieben, aber ich kann es mir schon vorstellen. Das war auch mehr ein Vor-sich-hinvegetieren, als leben. Und seit sie bei meiner Mama ist ist sie aufgeblüht, weil cih immer wieder mal was neues mit ihr mach oder mitbring. Sie kennt jetzt nen Kong, ich clicker mit ihr, sie hat nen Snackball und nen Futtersack (aber das apportieren klappt noch net so ganz :roll:) und momentan versuch ich meine Mama von so nem Intelligenzspielzeug zu überzeugen, das könnte ihr auch gefallen. Ich hör halt immer nur "mei wie haben die Hunde füher nur überlebt, da hatte man das alles nicht" aber wenn sie sehen, wie gut es ihr geht, freuen sie sich auch und geben mir dann letztenedes Recht. Ich nehm die Trixie ja auch regelmäßig (wenn auch sowas nciht soo oft drin ist) mit ins Allgäu, was ihr auch super gefällt. Sie waren richtig enttäuscht, als die Trixie sich nur verhalten gefreut hat beim wieder heim Kommen, weil sie bei mir oftmals halb ausflippt wenn cih komm (was sie aber bei den anderen bestimmt auch macht, wenn sie allein war).
Aber dieses Genügsame hatte sie schon immer und liegt wohl am Beagle in ihr. Die ist geduldig ohne Ende und lässt sich (von ihren Menschen zumindest) alles gefallen...


Aber gerade weil cih seh, wie sie aufblüht, wenn man sich mit ihr beschäftigt und wie sie einiges nach anfänglichem "hä, was is denn das jetzt" annimmt, gerade deshalb überleg ich ja, ob sie mit einem Zweithund evtl genauso aufgehen würde, wie mit all diesen anderen Beschäftigungsmöglichkeiten. Ich kann sie nunmal nicht zu mir nehmen oder immer da sein und die anderen halten diese Beschäftigung oftmals nicht für notwendig, weil sie es nicht anders kennen und ihre Prioritäten halt anders setzen. Trotzdem lieben sie die Trixie, schmusen, gehen gassi oder spielen mit dem Laserpointer mit ihr und verwöhnen sie mit Leckerchen. Aber diesen Aufwand um ein Tier können sie nicht verstehen. Dafür bin ich zuständig, da hab ich freie Hand, und das werde cih auch in Zukunft weiter tun- egal ob mit einem oder zweien. Nach meinem Examen möchte ich mich auch wieder vermehrt mit barfen auseinandersetzen.
 
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