Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher?

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Flusi

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Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich lese hier schon längere Zeit mit, weil mein Mann und ich überlegen, ob wir einen Hund in der Familie aufnehmen möchten und auch bei den anderen Tieren finde ich es immer sehr interessant und informativ. :D
Jetzt wollte ich mal fragen, ob Ihr einen Vorschlag habt, welcher Hund zu uns passen könnte. Vorab gesagt, wir sind eine junge Familie mit 2 Kindern, die jetzt in ihr eigenes Haus mit Garten gezogen sind. Mein Mann ist früher mit Hunden (Schäferhunden) aufgewachsen, die allerdings zu Ostzeiten mehr Hofhunde waren und nicht rein durften. Das heißt jetzt nicht, dass die Hunde keinerlei Familienanschluss hatten, aber auch jetzt wird bei meinen Schwiegereltern ein Hund nur draußen gehalten und sie sind eigentlich viel draußen bei dem Tier. Sowas kommt für mich aber von vorne herein nicht in Frage. Um zum Thema zurück zu kommen, wir möchten gerne ein Haustier und da mein Mann immer mit Hunden zu tun hatte, würde er gerne wieder einen Hund haben. Ich bin bis jetzt nur mit Katzen groß geworden und kenne Hunde nicht direkt im näheren Familienumfeld. Wir waren generell mit Haustieren allgemein "Exoten" in der näheren Familie... ;) Ich beantworte mal kurz die Fragen:

Wie sieht deine Wohnsituation aus? Lebst du in der (Groß-)Stadt oder eher ländlich?
Miete oder Eigentum? Wohnung oder Haus? Steht ein angrenzender Garten zur Verfügung?
(Falls Wohnung: Welches Stockwerk? Ist ein Aufzug vorhanden bzw. wie viele Stufen müsste der Hund bewältigen?
Falls Miete: Ist Haltungserlaubnis des Vermieters für einen Hund vorhanden?)

Wir haben ein eigenes Haus mit Garten (ca. 400qm Gartenfläche, 120 qm Wohnfläche) und in der Nachbarschaft gibt es nur Leute mit Hunden.

Leben Kinder im Haus? Wenn ja, wie alt?

Wir haben 2 Kinder, 4 Jahre und 1,5 Jahre alt

Gibt es weitere Tiere im Haushalt? Wenn ja, welche?

Nein, keine Tiere.

Bist du Schüler, in der Ausbildung, berufstätig? Passt ein Hund auch zukünftig in dein Leben?

Mein Mann arbeitet im Wechseldienst und ich bin teilzeitbeschäftigt. Arbeite von 9 bis 14 Uhr. Wir sind von 8 bis 15 Uhr nicht da, mein Mann ist aber teilweise tagsüber da und wenn der Hund länger als 4 Stunden allein bleiben müsste, dürfte er auch mit ins Büro.

Wie viel Zeit steht täglich für Aktivität mit dem Hund zur Verfügung?

Ich würde vor der Arbeit ca. eine halbe Stunde spazieren gehen können und dann ist er entweder bei meinem Mann oder würde mit ins Büro kommen. Nachmittags wird er dann wieder beschäftigt. Spaziergänge, im Garten spielen, etc.

Wie viel Geld hast du für die Anschaffung des Hundes eingeplant?
(Diese Frage dient in erster Linie als Denkanstoß, da man einen Rassehund mit Stammbaum nicht für 300 Euro bekommt. Muss also nicht zwangsläufig beantwortet werden.)

So viel, wie der Hund eben kostet. Nicht unbedingt 1.000 Euro, aber bis 800 sind nur für das Tier schon realistisch.

Kannst du dir den regelmäßigen Besuch einer Hundeschule vorstellen oder käme das nur bei Bedarf bzw. für bestimmte Zwecke in Frage?

Welpenkurs und Hundeschule würde ich mit ihm machen.

Was möchtest du mit deinem Hund gemeinsam unternehmen?

Wir möchten einen Hund als Familienhund, der mit uns zu Ausflügel etc. fährt. Wir gehen dann jeden Tag mit ihm raus, würden Unterordnung machen, Futtersuchspiele, Dummytraining, Bällchenspiele. Hundesport fällt eher raus.

Wie soll er ausgelastet werden, welche Aufgaben bekommt er?
(Bitte bedenke: Mit Auslastung sind keine Tätigkeiten wie Spaziergänge, Joggen oder Radfahren gemeint.
Gemeint sind z.B. Hundesport wie Agility, Fährtenarbeit oder Obedience.)

Wie gesagt Suchspiele, Dummytraining, Spielen mit anderen Hunden, Hundeschule, was sich so ergibt nach Interessen des Hundes. Aber eher kein Hundesport im Hundeverein.

Wie lange müsste der Hund täglich alleine bleiben?

Max. 4 Stunden am Tag, aber auch nicht regelmäßig

Von wem kann der Hund z.B. im Krankheitsfall betreut werden? Ist die Ferien- bzw. Urlaubsplanung bedacht?

Mein Mann und ich teilen uns die Versorgung des Hundes, in den Urlaub kommt er mit oder würde in die Hundepension gehen, wenn es garnicht anders geht.

Sind die Kosten für den Unterhalt gedeckt? (Futter, Zubehör, Steuer, Hundehaftpflicht, Besuche beim Tierarzt)
Hast du dir Gedanken gemacht, ob du die Kosten für akute oder gar chronische Erkrankungen tragen könntest?

Das ist alles geklärt.

Wie stellst du dir das Leben mit dem Hund vor? Wie soll euer Alltag aussehen?

Wie gesagt, es soll ein Familienhund werden, der an unserem Leben Teil hat


Welche Erfahrung mit Hunden ist vorhanden? Hattest du bereits einen Hund?

Mein Mann ist mit Hunden groß geworden, ich hatte noch nie einen

Welches Alter soll der Hund haben? (Welpe, Junghund, Erwachsener, Senior)

Eher ein Welpe

Soll es ein Rassehund vom Züchter oder ein Hund aus dem Tierschutz oder einem Tierheim werden?

Lieber Züchter. Vielleicht sind das auch Vorurteile, aber ich habe Bedenken, dass ein Hund aus dem Tierheim zu viele "Probleme" mit sich rum schleppt, denen wir nicht gerecht werden können.

Welche Charakterzüge und Eigenschaften sind erwünscht bzw. unerwünscht?
(Stichworte dazu: Hütetrieb, Jagdtrieb, Schutztrieb, Wachtrieb. Verhalten gegenüber Fremden. Bellfreudigkeit.
Ausprägung von Temperament, Eigenständigkeit und Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit dem Menschen.)

Schon in gewisser Weise wachsam, kein Kläffer, sollte gerne mit dem Menschen zusammen arbeiten. Kein Eigenständiger Dickkopf, oder Hund der zu Dominanz neigt. Gemäßigtes Temperament, kein Couchpotatoe, aber auch kein durchgedrehter Flummi. Jagdtrieb im handelbaren Maß. Offen gegenüber Menschen, muss aber auch nicht jedem direkt auf den Schoß springen.

Gibt es Ansprüche an das Aussehen, die Größe oder die Beschaffenheit des Fells?

Mittelgroßer bis großer Hund (mein Mann will keine "Fußhupe"). Ob das Fell lang oder kurz ist, ist erstmal egal.

So, jetzt ist eure Meinung gefragt: Erfüllen wir die Kriterien, einen Hund zu halten, oder sollten wir lieber über ein anderes Haustier denken? Welche Hunderasse würdet ihr vorschlagen? Goldie? Berner Senne? Was ist mit den Collies?

LG
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #2
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #3
Hallo Foss,

ich danke für deine schnelle Antwort!
Bei nem Schäferhund hab ich irgendwie bedenken, dass da das "Dominanzverhalten" zu stark ausgeprägt und ich mich dann nicht gegen den Hund "durchsetzen" kann, weil ich dieses "Kräftemessen" nicht bestehe gegen den Hund. Mag vielleicht auch quatsch sein. Ich meine, ich bin schon bestimmt, aber dann eben doch nicht so wie mein Mann, eine "natürliche Respektsperson". Weiß nicht genau, wie ich mich richtig ausdrücken soll. Vielleicht verstehst du es ja. ;)
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #4
Ich hab mich ja in Spitze verliebt. Und Groß- oder Wolfsspitze sind definitiv keine "Fußhupen", aber von der Wesensbeschreibung super Familienhunde.

VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN): Der Deutsche Spitz ist stets aufmerksam, lebhaft und außergewöhnlich anhänglich gegenüber seinem Besitzer. Er ist sehr gelehrig und leicht zu erziehen. Sein Mibtrauen Fremden gegenüber und sein fehlender Jagdtrieb prädestinieren ihn zum idealen Wächter für Haus und Hof. Er ist weder ängstlich noch aggressiv. Wetterunempfindlichkeit, Robustheit und Langlebigkeit sind seine hervorragendsten Eigenschaften.

Quelle:
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #5
Off-Topic
Huhu Flusi, ich habe mir mal erlaubt, deine Antworten im Beitrag zu markieren, damit sie nicht in dem Frage-Antwort-Spiel untergehen. :)
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #6
Toll Foss, jetzt find ich weiße Schäferhunde auch noch toll :roll:
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #7
HUhu,

Was ist mit den Collies?


Der Collie ist ein Haus- und Familienhund wie man ihn sich wünscht. Er darf sich zu den treuesten und intelligentesten Hunden zählen. Er verkörpert Schönheit und Eleganz.
Durch seine Kinderfreundlichkeit und Treue zur Familie zeichnet er sich stets als Kamerad und Bewacher aus. Allerdings stellt er dafür den Anspruch, ein integriertes Familienmitglied zu sein. Dies und seine faire Behandlung ist, außer genügend Bewegung, die größte Forderung, die er an seine Besitzer stellt. Eine iso- lierte Zwingerhaltung würde er sehr verübeln.
Der Collie ist ein schottischer Hütehund. Er hütete einst selbständig die Schafherden in den Hochebenen Schottlands. Seine Zuchtaus- lese konzentrierte sich auf Klugheit, Leistungs- fähigkeit und Genügsamkeit. Darüber hinaus durfte er kein Hektiker und Wilderer sein.

Quelle:
[VERSTECK][/VERSTECK]

Das kann ich alles so bestätigen.

mir kommt kein anderer Hund mehr ins Haus;)
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #8
*grins*

Nun ja, dieses "Dominazgehabe" kannst du mit jedem Hund im Grunde haben, wenn du an einen dominanten kommst. Die Weißen sind großteils sensibler als die DSH, viel "weicher" und sanftmütiger. Unter einigen DSHler gilt immer noch die Anschauung, das weiße Schäferhunde aufgrund ihrer Sanftmütigkeit nichts "taugen".
Ich sehe das jedoch als totalen Quatsch. Es sind sanftmütige Hunde, die eigentlich überall ihre Sparte finden, sei es jetzt als Lawinensuchhunde, im Hundesport oder einfach als "Familienhund". Sie zerstören nicht das ganze Haus, wenn sie mal unterfordert sind - sie sind jedoch am liebsten bei ihren Bezugspersonen und begleiten diese überall hin.

Ich bin selbst 1,67 m groß 65 kg schwer und kann meinen Riesen halten (73 cm groß, 40 kg schwer). Es ist halt alles eine Frage der Erziehung, da müsst ihr natürlich beide dann mit dem Hund arbeiten :) Aber das ist bei jedem Hund der Fall, egal für welche Rasse ihr euch entscheidet ;)
Männer sind in Hundeaugen meistens die Respektpersonen.

Sorry grad für die schlechte Kurzfassung - ich bin nur eben reingehuscht...muss gleich weiter Rasen mähen :/

Toll Foss, jetzt find ich weiße Schäferhunde auch noch toll
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MUARHARHAR

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  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #9
Hey,

im Grunde genommen würde ich dir nur von Terrierartigen (vor allem Jack Russel und Foxterrier), Jagdhunden (vor allem von Viszla und Weinaraner, Deutsch Drahthaar und co) und Herdenschutzhunden (Kuvasz und ähnliches) abraten. Ansonsten sind eigentlich alle Hunderassen mehr oder weniger händelbar. Von als sehr senibel geltenden Rassen wie Dobermann würd ich vielleicht auch noch die Finger lassen. Windhunde wären auch eher nichts für euch, die großen sind selbstständige Jäger, die kleinen jagen nicht in dem Ausmaß sind aber eben klein :mrgreen:

Um die "dominanz" machst du dir finde ich zu viel nen Kopf. Ein Hund der von anfang an souverän (nicht zu verwechseln mit fehlerfrei ;)) geführt wird strebt nie nach der "weltherrschaft". Ein im grunde genommen sehr ruhiger, an sich nicht dominanter Hund wird dir aber den Rang streitig machen wenn du in seinen Augen nicht als Rudelrührer geeignet bist.

Es hängt stark davon ab WAS du dir nun vorstellst. Wenn du einen Hund suchst der schnell lernt, aufs wort gehorcht und extrem anhänglich/aufmerksam ist würde ich nach rassen mit viel WTP (will to please) suchen. Unter anderem Schäferhunde aller Art (der Hollandse Herder von Foss ist so ein schleimer, das ist unglaublich :mrgreen:), den Golden Retriever (aber vorsicht- es sind zwar recht gemüdliche Hunde aber eben doch noch Jagdhunde),... Ich persönlich finde das z.B sehr unheimlich und mag lieber etwas selbstständigere Hunde.

Vielleicht wären Schnauzer was für euch?

sumo: ich persönlich habe Spitze aller art allerdings als sehr unruhige, zum kläffen neigende Hunde erlebt. Ob die in einem Haushalt wo es sicherlich nicht gerade ruhig ist (mit 2 kleinen Kindern) nicht zu Kläffmonstern werden? Toll aussehen tun sie aber :lol:

Foss: also ich kann Akos nicht halten wenn er nicht will. Er hütet sich aber voll in die Leine zu knallen (das hatte ich nur ein mal *phu*). Aber ich find Akos toll. Kaum WTP, ne Kuschelnase vom feinsten, aber ich kann ihn eig gut führen.
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #10
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #11
Ich werfe mal den Golden Retriever in den Raum, da ich ihn damals auch zu einem 2 Jährigen Kind als Familienhund geholt habe und er seine Aufgabe immer wunderbar erfüllt hat! Allerdings braucht jeder Hund um so ausgeglichen zu sein entsprechende Auslastung.
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #12
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #13
Und noch meinen Post ergänzend:

Wenn ihr einen Hund von einem seriösen Züchter möchtet, dann wird der Preis eher zwischen 1000-1200€ liegen.
Alles darunter wäre mir persönlich auch etwas zu wenig und würde mich skeptisch machen, da man für eine wirklich seriöse Zucht nun mal eine gewisse Menge an Geld reinstecken muss. Wenn ein Preis also weit unter diesem liegt, muss irgendwo eingespart worden sein (z.B. bei wichtigen Untersuchungen oder einem passenden Deckrüden etc.)

Wenn Geld wirklich ein Thema bei der Anschaffung ist, würde ich das örtliche Tierheim oder die "Rasse-in-Not" Seiten anschauen, die fast jede Rasse hat. Bei beiden Stellen findet man übrigens auch ab und zu Welpen.
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #14
Danke für die vielen lieben Antworten! Was ist denn mit dem altdeutschen Schäferhund? Den findet mein Mann ja so toll.
Im Allgemeinen sollte der Hund ja schon ne gewisse Nervenstärke haben wegen der Kinder. Und will to please ist mir dann doch lieber als zu viel Selbstständigkeit. Wir haben ja auch Zeit zum überlegen, werd hier auch stöbern, vielleicht finde ich noch was süßes. Diese überall in den Kleinanzeigen vertreten Labradoodle find ich ja auch süß, weil so wuschelig.
Da ich aber mehr zeit mit dem hund verbringe, muss ich auch charakterlich mit ihm zurecht kommen. Mein Mann braucht

glaub ich garnicht so viel zu tun und er wird als Alpha angesehen. Hab auch schon einige Bücher gelesen und im netz gestöbert und
für mich hab ich da halt mitgenommen, dass als welpe die meisten Hunde vergleichbar sind, was Erziehung anbelangt, ab der Pubertät der eine dann anspruchsvoller als der andere ist. Gerade auch, was die Kinder angeht, würde ich gerne auf Nummer sicher gehen. Wenn man sich so umsieht, könnte man ja in Hunden baden. Wie findet man eigentlich einen seriösen Züchter?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Und würde es Sinn machen, im Vorfeld einen Allergietest bei allen auf den Welpen zu machen? Irgendwie sind viele ja plötzlich allergisch und geben den Hund wieder ab...
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #15
Hey,

wenn auch nur die hälfte dieser "allergien" echt sind fress ich nen besen mit stiel und borsten.. Man kann ne Allergie ja kaum überprüfen, oft sind das einfach Hunde die lästig geworden sind oder zu viel arbeit machen oder die Kinder kümmern sich nicht drum,... soll heißen: alles Ausrede

Dann bitte ich dich- lies dich hier wirklich durchs Forum. Bei so worten wie "alpha sein", "dominanz" und co,.. da bekomm ich ne Gänsehaut. Diese Ansichten sind schon sehr veraltet, Hunde sehen den Menschen sowieso nicht so wirklich als "Rudel" an. Es ist eher eine Lebensgemeinschaft, wie eine Symbiose. Soll heißen- wir lernen den hund verstehen, er lernt uns verstehen und merkt wir wissen schon was wir tun. Kein Hund WILL die herrschaft, und kein Hund wird dir hinterrücks am Stuhl sägen wenn du nicht 24std/tag den Chef raushängen lässt.

Abschließend noch meine persönliche Meinung: Labradoodle... NIEMALS. Es können wirklich tolle Hunde sein (auch wenn ich Labbi und Goldie schon von natur aus nicht mag), aber ich WEIGERE mich eine "Rasse" anzuerkennen die gerade mal aus der F1 (erste Generation, also ein Elternteil Pudel, anderer Goldie/Labbi) besteht und im grunde genommen nichts anderes ist wie ein sauteurer Edelmix. Ich bezahle für den Schäfi-Dackel- weißderGeier-Mix vom Bauernhof keine 1200-1500€. Warum dann für nen Pudel-Labrador-mix?

Wenn dir das gelockte so gut gefällt.. Schau dir mal die Pudel an. Sehr gelehrig, extrem klug, lernen schnell und gerne (nicht umsonst ein sehr beliebter Zirkushund- deine Kinder hätten sicher freude wenn sie älter sind und dem Hund diverse Tricks beibringen können) und.... LOCKIG :mrgreen:
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #16
Ich persönlich kenne ein paar wirklich tolle und liebe altdeutsche Schäferhunde. Ich finde sie auch wunderschön. Allerdings weiß ich nicht in wie weit sie sich als Familienhund eignen. Ihre Reizschwelle gegenüber Kindern soll angeblich nicht die höchste sein. Bedeutet: Sie reagieren leicht gestresst und gereizt auf zum Beispiel laute um sich herumwuselnde Kinder.
Aber das ist nur das, was ich so gehört habe.

Dennoch glaube ich, dass da ein Fünkchen Wahrheit drin steckt und ein Golden Retriever im Vergleich dazu einfach gelassener auf solche Situationen reagiert. Ausnahmen gibt es ja sowieso bei jeder Rasse, aber so würde ich es eben im Durchschnitt der Rassen sehen.

Einen seriösen Züchter zu finden ist gar keine so leichte Aufgabe! Gerade, wenn man einen Golden- oder Labradoodle sucht, die ja keine anerkannte Rasse sind.
Im Allgemeinen kann man sich an den VDH orientieren. Züchter unter VDH haben bestimmte Auflagen, die erfüllt werden müssen und die auch kontrolliert werden. Darunter sind die nötigen Untersuchungen, Inzuchtüberwachung, artgerechte Umgebung und Aufzucht, Fachwissen der Züchter etc.

Allerdings findet man schwarze Schafe auch im VDH und tolle und seriöse Züchter auch bei Dissidenzvereinen oder komplett ohne Verein.
Man sollte also immer selber mitdenken und aufpassen.
Einen Rassehund würde ich dennoch zuerst bei VDH Züchtern suchen. Wie gesagt, hat man so schon mal eine wesentlich höhere Chance einen seriösen Züchter zu finden.

Sucht man außerhalb des VDH wird es um einiges schwieriger. Dort tummeln sich neben wenigen wirklich guten Züchtern auch sehr viele Vermehrer und "ich lass meine Hündin mal vom Nachbarsrüden bespringen, weil Welpen sind süß". Beides würde ich auf keinen Fall unterstützen!
Das Problem ist, dass sich Vermehrer heutzutage sehr gut hinter falschen Ahnentafeln und Untersuchungsergebnissen verstecken.
Teilweise werden sogar Wohnungen angemietet um einen tollen Eindruck zu hinterlassen.


Du solltest darauf schauen, dass du beide Elterntiere sehen kannst und es auch eine Ahnentafel gibt. Diese sollte mindestens 3 Generationen zurück führen und für alle diese Tiere sollten die nötigen rassespezifischen Untersuchungen gemacht worden sein (welche das sind, kann man z.B. beim VDH nachschauen). Diese solltest du dir auch im Original vorlegen lassen (zumindest von den Eltern). Auch sollten diese Untersuchungen nicht alle vom Haustierarzt um die Ecke gemacht sein, sondern von entsprechenden Fachärzten; zum Beispiel: HD und ED sollte ein Orthopäde angeschaut haben.

Es sollte nur eine einzige Rasse vertreten sein. Es sollte insgesamt nur 1-2 Würfe pro Jahr geben und eine Hündin auch nicht jedes Jahr gedeckt werden.
Du solltest dir alles anschauen dürfen, womit die Welpen Kontakt haben werden. Sprich: Nicht nur einen Raum, wo sie sich gerade aufhalten, sondern auch Garten oder andere Räume, in denen die Welpen leben.

Der Züchter sollte dir eine ausführliche Antwort geben können auf die Frage, was genau sein Zuchtziel ist und er sollte versuchen dich von der Rasse abzuschrecken und nicht dich zu ködern. Das merkt man eigentlich recht schnell. Jede Rasse hat ihre Kehrseite und ein seriöser Züchter wird dich auf den schlimmsten Fall vorbereiten, um zu sehen, ob du damit auch fertig werden würdest. Züchter, die ihre Hunde einfach nur verkaufen wollen lassen die ganzen negativen Seiten gerne mal unter den Tisch fallen und preisen ihre Hunde als "super in allen Lagen" an.

Was mir zum Beispiel noch sehr wichtig ist: Der Züchter sollte immer bereit sein das Tier zurück zu nehmen, so das es niemals im Tierheim landet.


Wie gesagt ist es bei den Doodles sehr schwer, da es viele gibt, die bei diesem Trend auch Gewinn abschlagen möchten. Es ist auch leichtes Geld. Man nehme einen X-beliebigen Pudel + einen X-beliebigen Retriever (gerne welche, die beim VDH keine Zuchtzulassung bekommen haben) und verpaare sie. Schon kann man diesen tollen Modehund für 1000+ Euro verkaufen, ohne das ganze Geld für Papierkram und Untersuchungen ausgeben zu müssen.

Dazu stört mich bei vielen Doodlezüchtern, dass sie super die Werbetrommel mit falschen Versprechungen rühren, aber am Ende müssen diese Tiere dann ins Tierheim, weil sie die Anforderungen nicht erfüllen konnten. (z.B "nicht haarend, kein jagdtrieb" etc.)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Dann bitte ich dich- lies dich hier wirklich durchs Forum. Bei so worten wie "alpha sein", "dominanz" und co,.. da bekomm ich ne Gänsehaut. Diese Ansichten sind schon sehr veraltet, Hunde sehen den Menschen sowieso nicht so wirklich als "Rudel" an. Es ist eher eine Lebensgemeinschaft, wie eine Symbiose. Soll heißen- wir lernen den hund verstehen, er lernt uns verstehen und merkt wir wissen schon was wir tun. Kein Hund WILL die herrschaft, und kein Hund wird dir hinterrücks am Stuhl sägen wenn du nicht 24std/tag den Chef raushängen lässt.

[...]

Wenn dir das gelockte so gut gefällt.. Schau dir mal die Pudel an. Sehr gelehrig, extrem klug, lernen schnell und gerne (nicht umsonst ein sehr beliebter Zirkushund- deine Kinder hätten sicher freude wenn sie älter sind und dem Hund diverse Tricks beibringen können) und.... LOCKIG :mrgreen:

Genau so!

:clap:
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #17
sumo: ich persönlich habe Spitze aller art allerdings als sehr unruhige, zum kläffen neigende Hunde erlebt. Ob die in einem Haushalt wo es sicherlich nicht gerade ruhig ist (mit 2 kleinen Kindern) nicht zu Kläffmonstern werden? Toll aussehen tun sie aber :lol:

Das hab ich auch gelesen, allerdings soll es sich dabei um ein vorurteil handeln und trifft wohl vor allem auf die Zeitgenossen zu, die nicht richtig sozialisiert wurden etc. Der Großspitz ist u.a. wegen diesem Vorurteil auf der roten Liste der aussterbenden Hunderassen.. Ich find das lange Fell gar nicht so toll, n bisl als wäre der Föhn explodiert :eusa_shhh: Aber ich find, man Holt sich nen Hung wegen seinem Charakter und nicht wegen dem aussehen..

Pudel find ich auch klasse, solange sie nicht so affig geschoren werden :silence:

ich bin mir auch sicher, dass ihr bei den Bednigungen nen passenden Hund finden werdet ;)
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #18
Irgendwie ist das ein wenig so, wie die Nadel im Heuhaufen finden und viele Hunde sind auf ihre Weise süß und toll. Ich glaube das wichtigste ist wirklich, dass er das Gewusel der Kinder nicht übel nimmt, auch später wenn Freunde da sind etc, aber das ist bestimmt auch eher gewöhnungssache?! Okay, dann lassen wir vom Doodle lieber die Finger. Vielleicht läuft uns ja auch so mal ein süßer Mischling über den Weg, den wir toll finden. Gibt es beim Züchter auch Junghunde bis Ca 1 Jahr? Bzw meint ihr, dass ein welpe neben Berufstätigkeit und Kindern überhaupt realistisch ist, oder vielleicht dann doch lieber ein etwas älterer?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Was ich noch zu Foss sagen wollte: dein weißer Schäferhund ist auch sehr toll!
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #19
Sagen wir es so, es kommt oft enfach auf den Hund an, man kann nicht unbedingt pauschal sagen wie ein Hund sich verhalten wird..
Vielleicht einfach mal im Tierheim schauen ob der passende bei ist. :)

Du musst deinen Welpen in der ersten Zeit immer im Auge haben, kommt drauf an ob du das mit dem Job und den Kindern vereinbaren kannst.
Was natürlich nicht so optimal wäre.
Aber auch nicht alle alten Hunde können alleine bleiben, sind meistens aber schnell/schneller stubenrein und machen nicht unbedingt (obwohl es da auch solche Pappenheimer gibt) alles kaputt wenn man wegsieht. Macht natürlich auch nicht jeder Welpe, aber doch vermehrt.
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #20
Ich denke so ziemlich jeder Hund kann ein ausgeglichener und gelassener Familienhund sein, wenn man ihn entsprechend auslastet. Nur haben manche Rassen einfach eine höhere Reizschwelle bei bestimmten Dingen. Wenn ich mich in eine Rasse verliebt hätte, würde mich das aber nun auch nicht abhalten. Schließlich kann man mit Erziehung (in dem Fall vor allem der Kinder ;) ) viel bewirken.

Mein Golden Retriever ist im Haus auf jeden Fall ein absolut traumhafter Familienhund und mit mir allein auf dem Feld und im Wald ist er ein traumhaftes Arbeitstier.
Meine Tochter hat sich regelmäßig an ihn gekuschelt und ihn als Kissen benutzt. Ganze Meuten von lauten um ihn herumspringenden Kindern störten ihn nicht im geringsten. Es ging ihm einfach sprichwörtlich am Ar*** vorbei. Er hatte einfach die Ruhe weg in solchen Situationen.
Später dann war er dauerhafter Begleiter meiner Tochter. Er musste das Zimmer mit ihr wechseln, wenn sie woanders hin ging. (sie hat ihn immer gerufen und er ist hinterhergewatschelt und hat sich dann eben faul dort hin gepflanzt :lol:). Dann ging es den ganzen Tag "sitz" "platz" "hier" "sitz" "pfote" etc.
Also mein Mylo ist einfach der absolute Familienhund und man möchte meinen, dass er ein bisschen denkt "Kinder sind ja schon nervig".. aber er liebt Kinder! Wenn er ein Kind sieht setzt er sich immer davor und will Pfote geben und wartet auf Befehle und wenn ein Kind ihn streichelt schmeißt er sich auf den Rücken vor ihm hin und will gekrault werden. Er watschelt auch Kindern nach, wenn er das darf. Wohl einfach aus Gewohnheit von früher. :lol:

Ihr könnt ja einfach mal unbefangen in ein paar Tierheime der Umgebung schauen. Oft findet man genau den richtigen und nicht alle Tierheimhunde haben schlimme Vorgeschichten. Viele sind einfach nur unglücklichen Umständen zum Opfer gefallen.

Mit Mischlingen würde ich es ansonsten aber genauso halten wie mit Rassehunden: Bitte nicht in Kleinanzeigen schauen.
Es gibt genug Tierheime mit genug Hunden aller Art. In Kleinanzeigen gibt es wieder viele Menschen, die nur Geld machen wollen und belogen wird man da auch um einiges schneller als vom Tierheimpersonal.

Es gibt auch öfter mal ältere Rassehunde, die abgegeben werden. Auch von den Zuchtvereinen unter VDH.
Hier zum Beispiel der Link zum DRC (Deutscher Retriever Club), wo ältere Tiere abgegeben werden:


Ansonsten gibt es eben noch die "Rasse-in-Not" Seiten. Einfach mal den Namen der gewünschten Rasse + "in Not" in Google eingeben.
Fast jede Rasse hat schon eine eigene Notvermittlungseite. Aber auch dort gilt: Aufpassen!

Ein Welpe ist etwas wirklich tolles. Ich persönlich würde die Erfahrung nicht missen wollen. Allerdings braucht es Zeit und es kostete viel Arbeit und Mühe. Du kannst es wirklich vergleichen mit einem Baby. Es ist mühsam, aber erfüllend.
Ihr solltet sicher 2-3 Monate Zeit aufbringen, in der ihr vollkommen da sein könnt. (bzw. immer einer von euch)
Auch muss man damit rechnen, dass manche Dinge auch mal länger brauchen. Gerade Stubenreinheit und das "alleine bleiben können" können eben sehr störend sein, wenn es nicht "rechtzeitig fertig" wird. Man sollte damit umgehen können ohne den Hund und sich zu stressen.
 
Thema:

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