Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher?

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  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #41
Danke für deine Meinung Morastbiene! :) Ganz ehrlich finde ich die 600 Euro schon sehr überzogen. Es ist immer eine Gradwanderung bei sowas. Auf der einen Seite erwirbt man ein Lebewesen, da sollte man sowieso keinen Preis als "gerechtfertigt" ansetzen. Auf der anderen Seite ist halt die Frage, was für einen "gebrauchten" Hund noch annehmbar ist. Das klingt irgendwie so doof, so zu denken, aber es ist ja dann leider so. Nichtsdestotrotz ist da ja auch ne Fellnase, die ein neues Zuhause sucht. Ich weiß nicht, ob ich den Link hier posten darf, wenn nicht löscht ihn einfach wieder.

Notiz von Morastbiene: Link bei Bedarf bitte privat weitergeben, damit es hier nicht auf Gespräche über dritte Personen hinausläuft, die sich nicht äußern können. : )

Ein ganz süßer Kerl ist er ja. Vielleicht schreib ich die Leute mal an und dann kann man ja immernoch schauen, in wie weit sie bereit sind den Preis zu verhandeln.
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #42
Auf der einen Seite erwirbt man ein Lebewesen, da sollte man sowieso keinen Preis als "gerechtfertigt" ansetzen. Auf der anderen Seite ist halt die Frage, was für einen "gebrauchten" Hund noch annehmbar ist.

Da bin ich ganz deiner Meinung. Das Problem ist, dass man den "Wert" eines Hundes nicht am Geld festmachen kann, das man bereits in ihn investiert hat. Wäre das üblich, könnten Tierschutzorganisationen, die schwerst vernachlässigte oder verletzte Tiere wieder auf die Beine gebracht haben, teilweise vierstellige Summen pro Hund verlangen. Eine solche Rechnung würde niemals aufgehen. Fakt ist: Wenn ich mir einen Hund anschaffe, muss ich mir darüber klar sein, dass der Geld kostet und dass das manchmal auch höhere Beträge sein können. Das sind Kosten, die der Halter selbst zu tragen hat und die man nicht einfach an neue Besitzer weitergeben kann wie bei einer übernommenen Einbauküche.

Zum Link habe ich oben in deinem Beitrag etwas vermerkt. Wenn sich jemand für die Details der Anzeige interessiert, kann er sich ja an dich wenden. :001:
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #43
Kurze Aktualisierung: Ich habe die Leute gerade mal angeschrieben und die meinten, dass der Hund keine Erfahrung mit so ganz kleinen Kindern hätte. Er kennt wohl Kinder ab 6 Jahren und so wie sich das anhört, wohnt er bei einem Ehepaar, wo es eher ruhig zugeht. Kann man so ein Tier denn noch an kleine Wuselmäuse und viel Troubel in der Familie gewöhnen, oder hat sich das damit sowieso erledigt? Ich meine, der Hund ist erst 8 Monate alt, ich wüsste jetzt aber trotzdem nicht so recht, ob er sich darauf einstellen kann, wenn er bis jetzt noch garkeine Erfahrungen dahingehend hat?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Und danke Morastbiene wegen der Info zu dem Link! :) War mir halt nicht ganz sicher. :)
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #44
Kann man so ein Tier denn noch an kleine Wuselmäuse und viel Troubel in der Familie gewöhnen, oder hat sich das damit sowieso erledigt?

Kommt immer auf das Individuum an, würde ich sagen. Das weiß man vorher nie. Manche Hunde mögen den Umgang mit Kindern einfach nicht, weil kleine Menschen oft ungeschickt/hektisch/laut und schwer einzuschätzen sind, für andere Vierbeiner gibt es nichts Tolleres als Kids. Wobei ich mir bei einem jungen Hund in puncto Anpassungsfähigkeit keine allzu großen Sorgen machen würde, solange er bei seinen Menschen nicht völlig verkorkst wurde. Das ist etwas anderes als ein adulter Hund, der mit Kindern keine oder nur schlechte Erfahrungen gemacht hat.

Eine Umstellung wird es für den Hund in jedem Fall, immerhin verlässt er sein gewohntes Umfeld und weiß noch nicht, wie der Hase bei euch läuft. Das muss ihm natürlich gezeigt werden. Wichtig ist aus meiner Sicht aber vor allem, dass auch die Knirpse von Anfang an den richtigen Umgang mit ihm lernen (nicht in die Augen starren, nicht schreien, bei Angst nicht weglaufen, nicht an der Rute ziehen, nicht beim Schlafen/Fressen stören, Vorsicht mit den Zähnen, denn ein Hund hat keine Hände usw.) und niemals unbeaufsichtigt mit ihm sein sollten. Du müsstest also immer zur Stelle sein, um souverän und ruhig alles in die richtigen Bahnen zu lenken.

Aber diese Aufgaben würden sich bei jedem Hund stellen, nicht nur dem aus der Anzeige. :001:

Ich würde einfach mal die Besitzer nach ihrer Einschätzung fragen. Wenn sie von sich aus gleich sagen "Oh nee, lieber keine Kleinkinder!", dann würde ich mich darauf verlassen, selbst wenn es nur ihre persönliche Präferenz sein sollte. Von irgendwoher muss so eine Aussage ja kommen. Der Rest ließe sich am besten bei einem persönlichen Kennenlernen feststellen, würde ich meinen. Dass er zumindest etwas ältere Kinder schon kennt, ist auf jeden Fall gut. Konkretere Beurteilungen der Situation überlasse ich aber lieber denen, die Erfahrung in diesem Bereich haben.
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #45
recht geben ;) wir haben jetzt schon underen 4. collie und fangen an zu züchten. Sie sind einfach der perfekte Familienhund. ;) wir haben bis jetzt alle vom züchter und bis jetzt sind alle super gehorsam. Du klingst schon sehr nach colliemensch, also das was du bis jetzt von dir erzählt hast. ps. willi79 Hast du dich durch zufall so genannt oder heißt dein hund so? ich habe nämlich auch einen collie namens willi :p
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #46
Off-Topic
Hallo Colliefreund. Nein ,Unser Collie heisst Balou. Willi ist ein Spitzname aus Jugendtagen;)
ja ich glaube auch das ich ein Colliemensch geworden bin- ging ganz schnell;)
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #47
Off-Topic
Ich bin auch ein Mensch für eine Rasse geworden, für den Aussie. Ich weiß nicht, aber man kann sich einfach in so eine Rasse verlieben, oder?
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #48
Ich würde euch einen Labrador empfehlen.Ich bin selbst mit 3 Labradoren aufgewachsen und ich finde Labradore sind sehr Kinderfreundlich,also wären deine Kinder sicher auch froh:D.

Dein Collie Freund
:tier2:
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #49
Off-Topic
jessas wo kommen den die ganzen Collie Freunde her?:lol:
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #50
Off-Topic
Da muss irgendwo ein Nest sein *umguck* :eusa_eh: :mrgreen:


Ich würde euch auch zu einem persönlichen Kennelernen raten. Das sollte den noch-Besitzern eh am herzen liegen,die wollen ja bestimmt wissen, wo ihr Hund in zukunft leben wird, oder? Haben sie zu den Abgabegründen was gesagt? (sorry falls ichs überlesen hab)
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #51
Hallo
bin ich schon zu spät? Ich habe gerade gelesen, daß dein Mann alt deutsche Schäferhunde mag - nun ich halte / hatte schon immer alt deutsche Schäferhunde.

Aber fangen wir mal von vorne an. Ich habe deine Situations Beschreibung gelesen - Eure Ausgangssituation, eure Vorstellungen und den gemeinschaftlichen Wunsch nach einem neuen Familien Mitglied. Alles was du beschrieben hast, ist so dermaßen Hunde geeignet, daß es fast schon Verschwendung für ein hundegerechtes Leben wäre, wenn ihr euch keinen Hund zulegt.

Da ihr zwei recht kleine Kinder habt und diese offensichtlich mit eurer Arbeit vereinbaren könnt - bekommt ihr einen Hund sicherlich auch noch organisiert.

Meine ganz persönliche Meinung ist, wenn ihr euch die Zeit nehmt und ein wenig Hilfe in Form von Information sammeln und Hunde/Welpenschule holt, zur tiefsten Familien Bindung, die Aufzucht eines Welpen. (ja-ja nicht politisch Korrekt - aber den Vorwurf lass ich mir hier gerne gefallen)
Für mich ist die Prägung / Bindung extrem wichtig und ich bin der festen Überzeugung, daß diese mit dem Auf - und Erziehen eines Welpen zum erwachsenen Tier wesentlich "einfacher" ist - als die Übernahme eines bereits erwachsenen Tieres.

Natürlich ist es auch erstmal mehr Arbeit - von Stubenreinheit bis hin zum Grundgehorsam - aber das kann einem auch bei einem neuen, Erwachsenen Hund blühen....denn Tiere sind keine Maschinen und wenn sie angeblich "Stubenrein, freundlich und Grunderzogen" übernommen werden, heißt das noch lange nicht, daß sie sich dem entsprechend in ihrem neuen zu Hause verhalten.

So oder so, holt ihr euch ein drittes "Kind" ins Haus - aber dessen scheint ihr euch ja bewußt zu sein.

So nun zum alt deutsche Schäferhund.
Meiner Erfahrung nach, ich kann das direkt vergleichen, denn ich habe hier ein Pärchen ein "normaler" Rüde und ein altdeutsches Mädel .....sind die alt deutschen etwas gechillter und ruhiger als die normalen (Stockhaar) Schäferhunde.
Ich habe hier ein absolut leicht-führiges und freundliches alt deutsches Exemplar. Kinderlieb, Menschenfreundlich, Gehorsam, Verschmust, Still und sehr gelehrig.
Allerdings mache ich auch so einiges mit ihr.....und zum "neben - her - laufen" sind Schäferhunde 100% nicht geeignet.

Sie wollen so viel wie möglich bei ihren Menschen sein, wollen arbeiten , damit sie gefallen können und sind eben relativ groß (also sie brauchen Platz im Auto / und in der Eisdiele unterm Tisch...).

Zu Kindern, das ist Erziehungs- sache (deshalb auch lieber Welpe) und zwar beider Seiten Hund und Kinder. Bei beiden Schäferhunden hier, können Kinder ins Körbchen, schmusen, dürfen mit ihnen spielen ....aber das geht bei keinem Hund von alleine. Man muss ihnen beibringen zart und höflich zu sein (Hund und Kindern) , darf sie NIE ohne Aufsicht zusammen lassen und muss immer die Oberhand haben.

Dazu kommt, daß du/ihr bei einem Schäferhund, ein mittel- bis ganz dickes Fell braucht, denn c.a. jeder 2 Mensch dem du begegnest wird dir erklären, daß er oder zumindest sein Hund "schon mal von einem Schäferhund gebissen wurde".
Völliger Quatsch - so viele Schäferhunde gibt es gar nicht, jedenfalls nicht bei uns hier und meine waren es nicht:uups:- aber so ist es nun mal.
Andere rennen davon , einige bei der altdeutschen mit den Worten : ein Wof, ein Wolf.....

Kurz - ja ich kann Euch die alt deutsche Schäferhundrasse durchaus als Familienhund empfehlen - allerdings ist das kein Hund bei dem alle Nachbarn / Begegnungen sofort vor entzücken "huch wie süß" rufen werden. Und man MUSS sie auslasten - körperlich wie geistig - und das vielleicht in einem höheren Maß als andere Hunde.

Egal für welche Rasse ihr Euch entscheidet: achtet darauf, daß der Hund aus KEINER Arbeitslinie kommt. Diese Hunde brauchen erhöhte Aufmerksamkeit, Auslastung und Ausbildung. Ansonsten werden sie gefrustet und oft endet dies in Fehlverhalten.

Zum Schluss für dich und deinen Mann - eine echte (wie ich finde) alt deutsche Schönheit und das Pärchen zum Vergleich:
 

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  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #52
Off-Topic
(da steht Eltern Goldendoodel und Flatdoodel, was immer letzteres auch ist)
Damit ist die Mischung aus Pudel und Flat Coated Retriever gemeint. Man kann ja alles doodlen und dann als Rasse verkaufen, wenn man nur an die richtigen (also naiven) Menschen gerät... *seufz*
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #53
Hallo ihr Lieben!
Ich melde mich mal wieder! Das mit dem Pudelmix wird nichts. Die Leute würden ihn lieber nicht zu kleinen Kindern lassen, denn er sei ja "so groß, noch nicht kastriert und überhaupt in der Pubertät eine bestimmt nicht zu unterschätzende Gefahr für die Kinder". Naja gut, lassen wir das erstmal so stehen. Man muss ja nichts übers Knie brechen bei dem Thema, nicht? Und ein persönliches Kennenlernen würde ich sowieso immer machen, bevor ich mich für einen Hund entscheide. Schließlich will ich ja wissen, in welchem Umfeld der Hund vorher gelebt hat und ich würde auch mit ihm und den Besitzern spazieren gehen, um einschätzen zu können, wie gut er wirklich hört und wie er draußen bei Hundebegegnungen ist und so. Eigentlich tendiere ich ja auch immernoch zum Welpen. Ich weiß allerdings nicht, ob wir das auf die Reihe bekommen mit der Arbeit. Zumindest stubenrein sollte er schon sein, bevor ich ihn mit zur Arbeit nehmen kann, denn Alleinsein muss ja auch erst aufgebaut werden. Ich kann ja hier nicht immer aufspringen und den Hund raus bringen und mein Chef würde es dann bestimmt doch nicht wirklich witzig finden, wenn ich andauernd Pfützen und Kaka weg putze. Er hat zwar jetzt nichts gegen Hunde, würde aber selber keinen halten wollen... Aber auf der anderen Seite denke ich schon, dass es besser wäre einen Welpen zu nehmen als einen erwachsenen Hund, denn den kann man ja besser an unsere Lebenssituation gewöhnen.

Und zu den Kindern: Natürlich werden sie dazu erzogen, dass der Hund kein Spielzeug oder ein Stofftier ist. Das heißt, der Hund wird in Ruhe gelassen, wenn er in seinem Korb ist, er wird nicht beim Fressen gestört, nicht am Schwanz gezogen, etc. Nur so kann das ja überhaupt funktionieren und sie sollen genauso Respekt vor dem Tier haben, wie vor einem Menschen.

@Suno: Vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung des altdeutschen Schäferhundes! Ist das wirklich so krass, dass alle Leute sagen, sie wären schonmal von nem Schäferhund gebissen worden? Ich muss ja auch sagen, man sieht eigentlich wirklich wenige Schäferhunde auf der Straße. Würdest du sagen, dass diese Rasse eher sensibel ist, wenn sie auch so auf ihren Menschen bezogen ist, oder verzeiht sie auch mal eventuelle Fehler in der Erziehung oder einen lauteren Tonfall, der einem mal so raus rutscht? Deine Hundedame ist übrigens total süß! :D

Ich habe jetzt gehört, dass Bekannte von Bekannten einen Wurf von Berner-Sennen/Aussi-Mix-Welpen hat, die Anfang November abgegeben werden. Manche Rasse-Kombinationen schreien ja geradezu danach, dass daraus sehr "arbeitsintensive" Hunde werden, aber diese Kombi dürfte doch einigermaßen handelbar sein, oder?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Puh, das ist alles garnicht so einfach. :D Verstehe garnicht, wie manche Menschen sich einfach so unbedarft ein Tier anschaffen, als wenn sie eine Handtasche kaufen. Aber diese armen Tiere landen ja dann auch oft leider ganz schnell im Tierheim. :evil:
Es ist tatsächlich wie die Überlegung für ein drittes Kind, wobei man Kinder ja noch überall mit hin nehmen kann. Bei Hunden wird das ja nicht so gern gesehen.
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #54
Also gerade hier im örtlichen TH sitzen sehr viele Schäferhunde und ihre Mixe. Das zeigt mir schon, dass die Haltung dieser Rasse wohl öfters unterschätzt wird. Ob das jetzt an der Rasse an sich liegt oder ob Schäferhunde in dieser Gegend einfach besonders beliebt sind und die Leute die Hundehaltung allgemein unterschätzen weiß ich natürlich nicht...
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #55
Ich weiß allerdings nicht, ob wir das auf die Reihe bekommen mit der Arbeit. Zumindest stubenrein sollte er schon sein, bevor ich ihn mit zur Arbeit nehmen kann, denn Alleinsein muss ja auch erst aufgebaut werden. Ich kann ja hier nicht immer aufspringen und den Hund raus bringen und mein Chef würde es dann bestimmt doch nicht wirklich witzig finden, wenn ich andauernd Pfützen und Kaka weg putze.

Welches Zeitfenster hättest du denn zur Verfügung, bevor der Hund mit auf die Arbeit käme? Das mit der Stubenreinheit ist so eine Sache, weil nicht jeder Hund gleich schnell sauber wird. Einige haben es schon nach kurzer Zeit drauf, andere brauchen ein halbes Jahr oder länger... Eine Idee wäre aber, den Züchter um Mithilfe zu bitten, damit der Welpe noch in dessen Obhut bereits zu lernen beginnt, dass man für große und kleine Geschäfte nach draußen geht. Damit wäre zumindest der Grundstein schon gelegt, wenn der Hund einzieht.

Ich habe jetzt gehört, dass Bekannte von Bekannten einen Wurf von Berner-Sennen/Aussi-Mix-Welpen hat, die Anfang November abgegeben werden.
Hier würde ich persönlich erst die Umstände ganz genau ausleuchten. Ist das ein Unfallwurf (das lügen einem die Verkäufer gerne mal vor), eine "einmalige Sache" oder handelt es sich gar um selbsternannte Hobbyzüchter? Im ersten Fall müsste man den Leuten ordentlich auf den Zahn fühlen, in den letzten beiden Fällen würde ich grundsätzlich zu großer Vorsicht raten, denn so etwas sollte man nicht unterstützen. Der Tierschutz ist voll mit ungewollten Hunden, auch Welpen gibt es immer wieder. Absichtlich Mixe in die Welt zu setzen, das ist unnötig, verantwortungslos und häufig leider nichts als Geldschneiderei. Die wenigsten "Normalos" kümmern sich um Dinge wie Untersuchungen der Eltern auf rassetypische Erbkrankheiten oder eine gute Sozialisierung der Welpen, die für dich ja laut deines ersten Beitrags der Hauptgrund ist, weswegen du nach einem Züchter suchst.
Wenn du das ernst meinst, würde ich sagen: Finger weg von Mixen und such dir einen richtigen Züchter, der sich seiner Rasse verschrieben hat.

Worauf du auf jeden Fall achten solltest, egal woher der Welpe kommt: Gesundheitliche Versorgung (Impfungen/Entwurmung) und wie er aufwächst. Ist alles sauber? Was lernen die Hunde kennen, bevor sie in ihre neuen Familien ziehen? Auch das Abgabealter ist wichtig. Die Welpen müssen mindestens acht Wochen bei Mutter und Geschwistern bleiben. Eine vorherige Abgabe ist laut Tierschutz nicht zulässig, außer die Trennung vom Muttertier erfolgt auf tierärztliche Anweisung und auch dann sollten sie weiter ihre Wurfgeschwister um sich haben.

Noch ein Link zum Thema "seriöse Züchter", falls du noch nicht darüber gestolpert bist und auch wenn Syn schon viel dazu geschrieben hat:


Ich hoffe, meine Anmerkungen oben klingen nicht zu negativ. Leider wird unendlich viel Geld mit dem Leid dieser Tiere gemacht und darum warnt und mahnt man lieber einmal zu viel als zu wenig. Du hast schon recht, einen Hund für sich zu finden ist alles andere als leicht. Wir haben uns damals schon über ein Jahr Gedanken dazu gemacht und trotzdem könnte man ewig weitergrübeln. :roll:

Manche Rasse-Kombinationen schreien ja geradezu danach, dass daraus sehr "arbeitsintensive" Hunde werden, aber diese Kombi dürfte doch einigermaßen handelbar sein, oder?
Das kann man schlecht sagen, weil man vorher nicht weiß, was von beiden Rassen durchkommt. Lies dir beide Rassebeschreibungen durch und überlege, was das im besten und schlimmsten Fall bedeuten kann. So würde ich es machen. Beides sind Rassen, die selbstständig Entscheidungen treffen. Der Berner (Treibhund) selbstbewusst und wachsam, der Aussie (Hütehund) sehr intelligent und aktiv. Ich finde die Kombination nun nicht unbedingt harmlos, aber das hängt auch davon ab, was für einen Hund man selber möchte und mit welchen Eigenschaften man gut zurechtkommt.
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #56
Hallo,

habt ihr euch schon entschieden?
Ich kann euch sonst nur den kleineren Vertreter des Collies, den Sheltie empfehlen. ;)
Er ist zwar nicht größter, aber mit einer größe von 35-40cm auch nicht der kleinste!
Mein Freund und ich wollten auch erst immer einen großen.. am liebsten einen riesen Hund, bis wir auf diese Rasse gestoßen sind.
Shelties sind so liebevoll. Vom Charakter wie die meisten Hütehunde sensibel, aber als Welpe mit kleinen Kindern großgeworden ist auch dieses kein Problem.
Sie sind keine Couchpotatos und du musst nicht zwingend Hundesport mit ihm betreiben, es reicht auch sowas wie Dummytraining, Tricks, Gehorsam. Da muss man allerdings schauen aus welcher Linie man sich einen holt.
Es gibt einmal die Arbeits und die Showlinie. Hunde aus der Showlinie werden darauf gezüchtet tolle "Familienhunde" zu sein.

Da dir die Farbe blue-merle anscheinend gefällt. Den Sheltie gibt es auch in blue-merle.
Man sagt ihm zwar nach er sei sehr bellfreudig, ich kann aber aus Erfahrung sprechen, dass dieses sehr gut händelbar ist. Meiner hat anfangs viel gebellt, mittlerweile dank "erziehung" bellt er nur noch, wenn er am spielen ist.

Ich habe hier mal einen Link von Wikipedia über die Rasse:


P.s: ich kenne ein paar seriöse Züchter, wenn ihr interesse an der Rasse habt, schreib mir einfach privat. :)

Liebe Grüße
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #57
Hallole,

ich finde es extrem toll wie sehr du dich informierst und wie-viele Gedanken du dir machst. Würde das doch nur jeder!

Hier sind schon so viele tolle Tips und Gedankenanstöße gekommen, super - das Forum ist einfach cool.

Eines fehlt mir noch, ich gehe jetzt davon aus, daß du keinen Hund aus einer Arbeitslinie aussuchst (das wäre fatal)....Aber meiner Erfahrung nach, sind Hunde oft ein (Eulen-) Spiegelbild der Familie / des Besitzers - besonders wenn man ihn von Welpenalter an groß zieht.

Erklärung:

Ich habe bisher bei allen Hunde die ich großgezogen und mit denen ich gelebt habe tiefstes Vertrauen und bedingungslose Liebe erfahren. Vielleicht war es ein glücklicher Zufall - doch all meine drei Mädchen (1 Irish Setter / 2 alt deutsche Schäferhunde) die mich bis zu ihren Ende im hohen Alter begleitet haben, waren stressfrei, lieb und gehorsam.
Die männlichen Gegenparts sind jeweils die Hunde meines Geschäftspartners....und da wir oft Tag und Nacht arbeiten sind die Hunde immer als Pärchen dabei. Und im Urlaub habe ich sie dann ganz.
Diese Jungs leben mit und bei seiner Familie - oder sind eben bei mir. Die Familie ist klasse, 2 tolle Kinder, sehr lieb,wild und laut....eine Familie eben, in der es nicht 24st um den Hund geht.
Ich habe eine Fernbeziehung und bis also extrem viel mit meinem Mädel "alleine".

Nun der Unterschied ist, daß mein Mädel die Ruhe in Person ist, jede Bewegung von mir deutet und extrem sensibel reagiert. (habe 1x auf den blöden Drucker geschimpft...wirklich nur einmal...sobald ich ihn jetzt auch nur einschalte, kommt mein Mädel erst zu mir, um mich zu besänftigen und verzieht sich dann schnell in den Garten-blöder Drucker). Das muss man mögen:)

Der Bub dagegen ist ein lieber verrückter Kerl, aufgedreht und immer in Bewegung. Sowas wie mit dem Drucker, juckt ihn gar nicht - das bekommt er gar nicht mit....

Ich denke das ist kein Zufall. Und wenn ihr gemeinsam einen Hund großzieht....dann wird er ganz viele Verhaltensweisen aufzeigen, die eine Art Reaktion oder (Eulen-) Spiegel eures Familienlebens sind. Und das ist etwas herrliches.

Kurz, trefft eure (weise) Entscheidung....vieles wird sich dann ergeben, entwickeln und aufbauen. Du wirst den Tag erleben, an dem du deinem Hund in die Augen schaust und dich zu 100% geliebt fühlst - allein das ist es schon Wert.

LG Suno
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #58
Also dieses Jahr hätten wir nicht mehr sooo viel Zeit, um für den Hund (Welpen) zu Hause zu bleiben. Ich kann noch eine Woche Urlaub nehmen und habe dann zwischen Weihnachten und Neujahr frei (wobei wir über Silvester an die Ostsee fahren zur Familie). Mein Mann kann evtl. auch nochmal eine Woche Urlaub nehmen und Überstunden. Also maximal nochmal 3 Wochen. Wären 4 Wochen am Stück, danach wäre Büro angesagt. Ist ziemlich wenig für nen Welpen, oder? Dann doch lieber bis nächstes Jahr warten?
Welche Entscheidung auf jeden Fall getroffen wurde: Falles es ein erwachsener Hund sein sollte, dann einer aus dem Tierschutz. Habe mich jetzt mit zwei Tierheimen hier in der Nähe in Verbindung gesetzt, denn die können meines erachtens am Besten einschätzen, ob der Charakter des jeweiligen Tieres zu uns passt und man hat auch ne längere "Testphase"", in der man sich gegenseitig beschnuppern kann. Vielleicht verlieben wir uns ja spontan. Die Welpen schaue ich mir am Besten garnicht genauer an, sonst werde ich doch unvernünftig und nehme einen. So wie ich das verstanden habe, dann war es ein "Ups"-Wurf. Die werden auch nur mit Schutzvertrag abgegeben und als Neu-Welpenbesitzer soll man so oft es geht vorbei kommen, damit die Welpen einen schon kennen lernen.
@kekslosekeksdose (Super-Nick): Danke für die netten Infos zum Sheltie! Ich glaube, der wird meinem Mann nur zu klein sein. Für ihn fängt ein Hund erst ab mindestens kniehoch an, interessant zu werden. :roll:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ich glaube, dass ich vielleicht doch irgendwann zu sehr ins Grübeln verfalle und alle Für und Wider abwägen will. Irgendwann muss man vielleicht ins kalte Wasser springen und schwimmen. Ist ja genauso, wie die Entscheidung für oder gegen ein Kind. Wenn man rein logisch dran geht, fällt man vielleicht nie eine Entscheidung. Genauso wie die Kinder, werden wir den Hund auch schon schaukeln. Ein Hund, der irgendwas mit Arbeitslinie zu tun hat, wird es definitiv NICHT!
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #59
Huhu,

es kommt sicher auch immer auf den Hund an....aber meine 11 Wochen alte Dame war nach 3 Wochen (also mit 14 Wochen) sozusagen "Büro-Stuben-Rein:clap:".....Kot ging da überhaupt nicht mehr in die Wohnung und Pipi nur wenn ICH die da schon 2.5 Stunden Regel verdummbeutelt habe.

Freudenpippi kam schon noch mal - aber das sind mini Spritzer, die hat man gleich weg....

Allerdings bist du schon den ganzen Tag hinterher was, der Welpe, jetzt genau wo und warum macht....:shock:

Es ist auf jeden Fall so wie du sagst....wenn man alles grundsätzliche bedacht hat gibt es nur noch den Sprung ins kalte Wasser...und dann kommt, sowieso, wie immer : alles anders als gedacht :silence:

PS Ich schließe mich deinem Mann an - ab Rücken = Kniehöhe wird es interessant.

LG SUNO
 
  • Ein Hund als neues Familienmitglied - wenn ja, dann welcher? Beitrag #60
Suno, du hast also Erfahrung mit "Welpe im Büro"? Ging es denn einigermaßen, oder war es sehr stressig? Ich möchte es auf jeden Fall so handhaben, dass der/die Kleine nur in meinem Raum frei laufen darf, den Raum dann nur mit mir zusammen verlassen darf. Wie ist es mit eventuellem Kabel-Anknabbern? Eigentlich soll ein Welpe ja am Anfang eh lernen, dass auch mal Pause ist und man sich entspannen kann, aber was ist, wenn er nicht will, kann man ihn dann auch mal mit der Leine am Schreibtisch fest machen, damit er sozusagen gezwungen ist, etwas runter zu kommen? Naja, hier liegt PVC, da wäre ein Missgeschick nicht sooo schlimm, aber so zwei Stündchen müsste Hundi schon einhalten können, damit man zwischendrin auch mal was tut und nicht andauernd mit ihm nach draußen renn. Ist es eigentlich besser, einen Welpen schon mit 8 Wochen abzuholen, oder sollte man ihn besser länger bei der Mutter lassen?
Und schön, dass du mit meinem Mann übereinstimmt, das wird ihn sicherlich freuen... :cool::clap:
 
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