Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-(

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  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #1
Loua

Loua

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Hallo liebe Foris,
ich bin im Moment total frustriert, gestresst, entmutigt,.... :-(
Ich versuch mich kurz zu fassen, aber darin bin ich echt mies, daher sorry schon mal für einen langen Text :-(
Mal kurz ein paar Facts zum Hundi:
Lilli kommt aus Spanien, ist dort auf der Straße mit ihren Schwestern aufgegriffen worden, kam mit 10Monaten auf eine Pflegestelle in Deutschland, nach ca 4 Wochen dort kam sie zu mir. Sie ist ca 21Monate alt.
Von der Pflegestelle hieß es ja damals null Jagdtrieb, gut, dass das nicht so bleibt/ist war mir definitiv klar, alleine schon deshalb was wohl bei ihr mitgemixt hat, irgendwas Windhundiges und vielleicht ein Pinscher, genau weiß ich es natürlich gar nicht...
am Anfang sehr wenig Jagdtrieb, das hat sich aber nach der Eingewöhnungsphase schnell immer mehr gesteigert. Mache seit Beginn an mit ihr und einer Trainerin Antijagd-/Jagdtriebkontrolliertraining etc. Wir arbeiten seitdem mit der Schlepp vor allem am Rückruf und Impulskontrolle. Im Sommer hat sich die Situation deutlichst entspannt und ich konnte problemlos mit ihr an der 20m Schlepp am Boden durch den Wald stiefeln und sie kam sofort auf Pfiff zu mir Vorsitz oder gleich Fuß. Unterordnung klappt am Hundeplatz super super toll und "draußen" auch wirklich gut, da haben wir echt viel gearbeitet.
Jetzt das große ABER: Herbstbeginn hats bei meinem Hund den Schalter umgelegt, seit jetzt anscheinend wieder viel Wild unterwegs ist wärs als hätten wir nie was trainiert, hätten nie was erreicht an Verbesserung. Sie geht nicht "nur" auf Sicht oder Gehör, nein, sie fährtet, aber wie eine Irre. Sie hängt an der kurzen Leine wie eine Verrückte, Kamm aufgestellt, am gestressten Fiepen weil sei nicht jagen kann, ist nicht mehr ansprechbar, nicht ablenkbar, für uns beide ist jeder Spaziergang im Moment nur eine Qual. Hatte die letzten Tage auch ständig Migräne, weil ich von unserem "Kampf" an der Leine richtig Probleme mit der Halsmuskulatur habe, also wirklich Schmerzen.
Meine Trainerin züchtet selber Jagdhunde und ist auch selbst Jägerin und seit 30 Jahren Trainerin, sie meinte Lilli sei eine der hochtriebigsten Kandidatinnen die sie bisher im Training hatte und hat dazu auch noch eine der besten Nasen.... super...
Ich bin im Moment so frustriert, wir trainieren wirklich viel, es war ja wie gesagt schon besser, aber momentan weiß ich einfach keine Alternativen für unser Training mehr was ich noch machen kann.
Für jeden Tip bin ich dankbar!
Seufz, so genug gejammert :-(
any ideas?
Danke,
Nina
 
  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #2
Die Zeit kenne ich, bei Larry geht das auch ab Herbst/Winter wieder los.
Und auch nur auf Fährte.

Hast du keine Wege, die wildarmer sind? Ich krieche zu der Zeit auch nicht mehr in tiefsten Wald, sondern gehe lieber am Wasser oä entlang.

Weiter dran bleiben. Lass dich von ihr nicht rumzerren, sondern wechsel die Richtung oder bleib stehen.

Lass sie anders arbeiten, indem sie Fährten mit dir sucht. Vllt ist sie dann ausgelasteter.
Larry hat sich extrem durch den Dummy verändert, den er suchen, finden und apportieren muss.
Quasi mein Jagtersatz für ihn.
Hier gibt es etliche User die sich mit Fährtenarbeit weitaus besser auskennen als ich ;)

Aber bleib am Ball und lass dich nicht von deinem Hund runtermachen, weil der Kleine Affe im Kopf momentan nur rumhüpft ;)
 
  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #3
Oh weh du Arme!

Kann mich noch erinnern was du damals schon immer geschrieben hast zu eurem Training.
Zum Jagen werfe ich einfach mal Reizangeln und "kontrolliertes Jagen" in den Thread, kenne mich damit aber auch nicht allzu gut aus. Außerdem müsste man dazu wohl wissen, was ihr genau schon an Impulskontrolle etc. geübt habt.

Für die armen Halsmuskeln... hast du schonmal versucht, die Leine quer über deinen Rücken laufen zu lassen? Dann verteilt sich das mMn besser und rupft nicht immer so in einen Arm rein...
 
  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #4
An genau demselben Punkt bin ich vor einem Jahr mit meiner Bracke auch gestanden, nachdem ich sie zunächst als krasse Jägerin bekommen habe (saß mit 2 Moanten das erste Mal auf nem Kaninchen) und mit 1,5 soweit hatte, dass sie selbst im Kaninchengebiet freilaufen konnte, mit gut 2 Jahren ist sie zum Ausgleich wieder jedem Kaninchen auf 500m Riechweite hinterher. Inzwischen kann uns ein Kaninchen aus dem Gebüsch vorspringen, sie bleibt bei mir, auch ohne Leine. Also, es gibt einen Weg ;). Aber der ist lang und SEHR mühsam.
Als erstes hab ich die Fütterung komplett auf draußen verlegt. Kein Leckerlie, keine Knabberstange oder sonst was hat es drinnen gegeben. Sie war sieben Tage im Hungerstreik, weil sie draußen was besseres zu tun hatte als auf mich zu achten. Auch danach hat sie erstmal so schlecht gefressen, dass sie kein Winterfell angelegt hat. Hat sie halt nen Pulli bekommen... Sie war an der 5m Schlepp, um die Erfahrung zu machen, dass es NUR in meinem direkten Umkreis Spaß gibt.
Unsere Spaziergänge waren recht einfach gestrickt: raus, Spielangebot oder Arbeitsangebot (z.B. Futterdummysuche), Desinteresse ihrerseits, ab nach Hause. Oder sie hat mitgemacht, dann haben wir so pi mal Daumen 10-15 Minuten Spaß gehabt und dann gings am Spaßhöhepunkt nach Hause. Das alles haben wir mehrfach am Tag wiederholt. Sie hat sehr schnell kapiert, dass Desinteresse ihrerseits absolute Langeweile bedeutet. Täglich beim Gassi gabs dann Unterordnung, Zerrspiele, Suchspiele, v.a. mit dem Futterdummy, zwei Mal die Woche Rettungshunde (im Sportbereich) und einmal pro Woche Agility. Die Gassizeiten hab ich dann über die Monate immer mehr verlängert. Das allerwichtigste bei ihr war das rechtzeitige Abbrechen, weil ihre Konzentration nicht soweit gereicht hat. Und auch heute noch jagt sie durchaus mal nen Vogel hoch, wenn sie wirklich gestresst ist.
Besser wurde es nach etwa 6 Monaten, nach 9 Monaten habe ich angefangen sie wieder abzuleinen, jetzt nach 13 Monaten ist gar nicht mehr daran zu denken, dass sie irgendwann gehirnlos weggerannt ist. Sie rennt jetzt vollkommen nackt mit mir durch bestimmte Kaninchengebiete (bei einem einzigen schaltet sie immer noch in den Jagdmodus um). Das einzige, was noch nicht wieder vollkommen da ist, ist mein Vertrauen zu ihr. Das wird noch Jahre dauern.
 
  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #5
Hallo ihr drei,
erstmal vielen lieben Dank für eure Beiträge, ich kann ein bisschen Zuspruch und natürlich auch und vor allem die Tips so gut gebrauchen! Heute ist wirklich was Schlimmes und fast der Horror passiert:
War mit Lilli an der Schlepp unterwegs, die Schlepp hatte ich mir extra an einem Haltesystem an den Körper festgemacht, da konnte also nix sein. Gut, also los mit ihr, lief auch wirklich gut, dann plötzlich eine Katze (wir haben selber eine, die ist der Chef bei uns, draußen anfangs ja schon Interesse, aber in letzter Zeit reagiert sie total aggressiv wenn wir draußen eine Katze sehen). Also hab ich Hundi kurz genommen, bin Fuß, Sitz, Fuß, Wendung etc gelaufen um sie abzulenken (mit Leckerli oder Spielzeug geht da null!). Hat auch relativ gut funktioniert, bin dann etwas in die andere Richtung gelaufen mit ihr, dann wieder zurück an der Schlepp, am vorherigen Katzenstandort vorbei, immer kurz 3m laufen lassen, Pfiff mit Hier Kommando, sie kam auch ohne Probleme sofort auf dem Absatz kehrt gleich her. 200m weiter spurtet sie plötzlich wie eine Irre los, da war die Katze wohl inzwischen, ich hab ein scharfes HIER rausgehauen, die Schlepp wohlgemerkt ja bombensicher an meinen Körper, plötzlich machts ein lautes PLOPP und die Schlepp ist mittig durchgerissen! Hundi der KAtze hinterher, durch ein Brombeergestrüpp, direkt auf die Straße zu, ich hinterher, pfeiffend, rufend, udn genau in dem Augenblick kommt ein fetter SUV mit Anhänger auf der Straße gefahren, wirklich wie im Film, sie rast weiter, ich hab schon die Augen geschlossen, unabsichtlich, aber ich wusste, jetzt in einer Sekunde ist dein Hund TOT und aus mir ist noch ein richtig hoher Schrei gekommen und genau da hat sie's gerissen und sie blieb urplötzlich stehen, die Vorderpfoten schon auf der Straße und dreht um und kommt her. Ich hab sie wie in Trance genommen, meine Beine haben gezittert, ich dacht wirklich ich muss mich auf Ort und Stelle übergeben. Bin zum Auto gezittert, hab sie in ihre Box und bin eine halbe Stunde lang nur heulend und zitternd auf der Parkbank daneben gesessen.
Ich bin jetzt Stunden später immer noch so aufgewühlt, und wirklich noch immer so geschockt.
Sie hatte jetzt ein paar Mal Erfolg in der letzten Zeit, einmal am Samstag, da hatte ich die Schlepp sogar in der Hand obwohl sie vorher schon ewig lang zuverlässig an der Schlepp am Boden durch den Wald mit mir gelatscht ist, dachte ich nehm sie mal lieber, sie zeigt doch langsam intensives Interesse, aber der Boden war so nass, ich bin am Heimweg über eine blöde Wurzel gestolpert, war einen Moment abgelenkt, da ist sie los und hat mir die Leine schön durch die HAnd gezogen, nein, Handschuhe hatte ich Depp natürlich nicht an...
Meine Leine die heute gerissen ist, was ich bis dato für absolut unmöglichstens gehalten hätte, war eine Biothane die für das doppelte als ihr Gewicht ausgelegt ist, wie kann sowas bitte sein? Sie hatte auch keinen Riss vorher und abgenutzt war sie auch überhaupt nicht...

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Mädels ich hoffe ihr verzeiht mir, ich sag zu euren Vorschlägen später noch was, ich bin immer noch so plemplem, dass ich was geordnetes gar nicht hinkriege glaube ich...
Hundi hatte übrigens zwei fette Dornen vom Gestrüpp richtig fest im feinen empfindlichen Gewebe vom Ohr stecken, durch das Adrenalin spürt sie in diesen Moment sowas gar nicht, sie ist wie ferngesteuert. Erst daheim hab ich die Dornen entdeckt und entfernen können.
 
  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #6
Ich kenn das. Mein Hund ist gern in einer Ecke abgehauen, wo zwei vier spurige Straßen sind und zwei Tramlinien...
Mir ist auch schon mal ne Schlepp gerissen, leider ist auch Biothane kein todsicheres Material.
 
  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #7
Oh man Loua. Sowas ist echt einfach nur Schock!
ABER Gott sei dank hattet ihr da echt nochmal Glück im Unglück und ihr ist nichts passiert! Ich geh mal davon aus dass dein letzter Schrei wahrscheinlich genau noch richtig kam. Hunde hören ja auch ob man "nur mal einfach so" ruft oder wirklich in Todespanik.
Und wahnsinn was dein Hund da für Kräfte entwickelt. Mein Hund ist ja ziemlich oft Vollgas in die Biothane-Leine gerannt, da war nie irgendwas (bis auf den Blessuren bei mir, aber naja). Aber ja, so doof es ist, passieren kann das. Jetzt nimm dir erstmal den Rest des Abends halbwegs frei und versuch den Schock zu verdauen.
 
  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #8
Guten Morgen zusammen ;-)
vielen Dank nochmal für eure Worte! Haben mich wirklich getröstet!
Wie die Leine reißen konnte ist für mich immer noch ein Rätsel, im Moment kann ich mir auch keine neue leisten, das heißt erstmal eh fürs Hundi kurze Leine. Ich will aber jetzt eh erstmal eh vorerst mit ihr an der kurzen (halt so eine 3m Leine) gehen um ihr überhaupt (!) keine Gelegenheit geben noch einmal ein Erfolgserlebnis durchs Hetzen zu geben. Ich hatte schon damals zu Beginn des Trainings das Gefühl, dass sie eine gewisse "Abstinenz" dringend gebraucht hat um überhaupt mit dem richtigen Schleppleinentraining anfangen zu können. Eine Art Entwöhnung von der Droge des Hetzens, hm, wisst ihr wie ich meine?
Was wir sonst so machen an Training: wir sind zweimal die Woche in der Gruppenstunde, Erziehung/(Grund)gehorsam/Unterordnung, davon einmal am Hundeplatz (also eingezäunt) und einmal das Ganze draußen. Klappt beides wunderbar, Hundi ist vorbildlich ;-) Klar, ist ja sehr reizarm für sie (andere Hunde sind ja nicht ihr Problem als Ablenkung...)
Einmal die Woche trainieren wir im Einzeltraining mit unserer Trainerin Schleppleine/Antijagd/Rückruf, waren auch schon im Wildpark, alles kein Problem, die laufen ja nicht weg die Rehleins dort ;-)
Bis die "Hetzsaison" für die Dame jetzt wieder begonnen hat konnte ich problemlos mit ihr an der langen Schlepp am Boden durch den Wald spazieren, ich konnte sie absitzen oder abliegen lassen, außer Sicht gehen, in den Wald rein und sie lag zuverlässig bis ich wieder gekommen bin. Abrufen klappte inzwischen an der Schlepp so gut, dass sie auf Pfiff auf dem Absatz kehrt machte und mit hohem Tempo zurück zu mir Vorsitz oder Fuß auf Kommando flitzte. Gerade dass sie wirklich sofort und mit hohem Tempo und vor allem freudig zurückkam hatte sich erst so in den letzten 3 Monaten entwickelt. Ich dachte schon wir hätten "es geschafft"... naja, ...
Ein bis zweimal im Monat dürfen wir in die Rettungshundestaffelarbeit hineinschnuppern. Die würden sie eigentlich mit Kusshand nehmen durch die gute Nase, aber: das Risiko der Jagens ist der Trainerin zu hoch, weil es keine just for fun Staffel sondern eine im Einsatz tätige Staffel ist. Aber wir dürfen jederzeit mitkommen zum Training (die trainieren jede Woche 8-10h), aber wir schauen je nach Zeit vorbei, und dann nimmt die total nette Trainerin sich immer Zeit für uns und wir dürfen bisschen Grundlagen dort lernen. Mein Highlight ehrlich gesagt, hab noch nie so viele glücklich arbeitende Hunde gesehen wie in der Staffel. Da merkt man wieder was Hunde eigentlich alles leisten können, wenn sie entsprechend ihrer Veranlagung gefördert, gefordert und geführt werden, echt toll *seufz*
Mit ihr alleine mache ich halt das weiter, was wir in der Einzel- und Gruppenstunde so machen, also Grundgehorsam und Unterordnung im weitesten Sinn. Ansonsten mache ich viel mit Futterbeutel verstecken mit ihr, das liebt sie abgöttisch, drinnen und draußen, drinnen gibts oft auch ihre geliebte Wühlkiste, mit TroFu in Klopapierrollen eingepackt, Papierknäuel mit TroFu drin, eine Weinkorkenkiste mit TroFu reingestreut, TroFu verstreuen, Kuscheltiere verstecken und sie muss sie suchen und apportieren (sie kann auch schon 3 zuverlässig unterscheiden), Tricks kann sie schon ein paar "Grundsachen", manchmal Reizangel im Garten (aber mehr for fun, muss ich definitiv mehr in den Trainingsmodus gehen...). Am Apportieren müssen wir definitiv noch üben, sie apportiert ihren Futterbeutel zuverlässig, aber: sie hält ihn nicht so lange bis ich die Hand hinstrecken und zb AUS sage, sondern gibt ihn mal in die Hand, mal knallt sie ihn mir vor die Füße, am "Nimm" üben wir seit Wochen, sie weigert sich standhaftestens etwas länger zu tragen als sein muss... mag sie einfach nicht, war schon immer so... Tips? :)

Über all dem Negativen darf ich aber echt nicht unterschlagen was die Maus schon alles toll gelernt hat und sich so wunderbar entwickelt hat. Am Anfang hatte sie ja so große Angst vor allem und jedem, Menschen, Geräusche, fremde Umgebung etc, war alles sehr beängstigend für sie. Jetzt geht sie entspannt durch die Stadt, ins Café, fährt liebend gerne Auto, und man kann sie echt "überall" mit hinnehmen.
Am WE erst war großes Verwandtentreffen bei uns zuhause, am Anfang hätte sie sich verängstigt in mein Zimmer verkrochen und hätte Panik gehabt. Am WE hat sie sich entspannt auf ihre Decke ins Wohnzimmer gelegt, obwohl viel Besuch da war, auch zB mein Opa mit Krücken usw, aber das war ihr offensichtlich wurscht, sie ist weder aufgeregt zu den Leuten hin, noch bellt sie wenns an der Tür klingelt, sie hat sich auf ihre Decke gelegt und erstmal neugierig geguckt, und dann entspannt gedöst. Das ist ja ein riesen Erfolg, das will ich echt mit der ganzen Jagerei ja nicht klein reden ;-)
 
  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #9
Das klingt doch alles super!
Auch, dass ihr schon so gut mit dem Antijagdtraining seid. Rückschläge wird es immer geben, Hunde sind nunmal Hunde und keine Maschinen :) Aber nichts desto trotz - es lief doch schon gut! Du weißt, was möglich ist. Klar, du wirst immer mit ihr arbeiten müssen und du darfst dir auch nie erlauben, nachlässig zu werden weil du denkst, dass es gerade funktioniert.
Aber was ihr beiden schon geschafft habt, wieviel Zeit du da investierst hat echt meinen vollen Respekt!

Und auch, dass ihr soviel gegen ihre Angst schon geschafft habt.

Also nicht verzagen, sondern weiter machen. Das nächste Mal schafft ihr es vielleicht, die "gute Phase" auf dreieinhalb oder gar vier Monate auszudehnen... :)
 
  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #10
Ich bin auch in keiner Just for fun Staffel, sondern in einer, die ganz normal in den Einsatz geht. Wir haben nur drei Leute, die eine besondere Funktion für die Staffel und/oder den Einsatz haben, so dass ihre Hunde mittrainieren dürfen, auch wenn fraglich ist, ob die je in den Einsatz gehen können. Ausgeschlossen ist es noch nicht, nur eben fraglich. Ich werd mich daher mehr auf den Sportbereich konzentrieren. Das Training bleibt dasselbe, die Prüfungsordnung ist ein bisschen anders und die Unterordnung hat eine größere Bedeutung. Wenn man meinen Hund momentan arbeiten sieht, selbst im Wildreichen Gebiet, ist unvorstellbar, dass sie jemals daran interessiert war, Kaninchen zu brackieren. (Lustigerweise gibt sie inzwischen manchmal Spurlaut, wenn sie Menschenwitterung hat)

Zum Befehl "gib in die Hand": Ich hab mich da doof gestellt. Hundi bringt den Beutel, hat ihn fallen gelassen, ich hab nichts gemacht. Irgendwann nimmt sie ihn dann wieder, dann streck ich meine Hand aus und nur, wenn sie ihn exakt in meine Hand legt und wartet, bis ich meine Faust geschlossen habe, bevor sie loslässt, bekommt sie ihn. Das haben wir stupide ein paar Tage in der Wohnung trainiert. Inzwischen gibts da gar keine Frage mehr. Wenn sie ihn jetzt fallen lässt oder eben nicht exakt in meine Hand gelegt hat und er deswegen fällt, nimmt sie ihn auch ganz selbstständig wieder auf und gibt ihn mir.
 
  • Ihr Jagdtrieb macht mich fertig :-( Beitrag #11
Hab jetzt nicht jedem kom. Gelesen aber ich kenne dieses Verhalten ist bei meiner noch extremer. (Labbi mix)
Es reicht bei ihr eine sich bewegende Katze zu sehen und sie ist völlig außer sich und schreit vor Adrenalin. Ich habe es trotz Training nicht geschafft sie kontrollierterbarer zu bekommen. Ich weis wo sie laufen kann und wo nicht. Im Herbst ist es bei ihr auch schlimmer besonders wenns dämmert
 
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