Off-Topic
Leute, bitte achtet auf die Ausdrucksweise. Ich denke, wir können hier alle nachvollziehen, wie problematisch solche Faulheits-Erfindungen sind, trotzdem wollen wir nicht beleidigend werden und die Netiquette wahren
. Es gibt sicher einiges an dieser Erfindung zu diskutieren, nur sollte das dann auch sachlich passieren und nicht nur sinngemäß »so ein Schwachsinn« geschrieben werden.
Zum Thema:
Zuerst einmal bewundere ich den Erfindergeist – ich träume schon lange von einem Haushaltsroboter, der putzt und kocht :mrgreen:.
Was ich hier schwierig finde, ist dass jemand scheinbar weiß, dass er seinem Hund mit seiner langen Abwesenheit nichts Gutes tut, das aber für ihn der einzige Ausweg zu sein scheint. Mag vll daran liegen, dass er Programmierer ist, vll wurde das Projekt sogar von Microsoft in die Wege geleitet, um Werbung zu machen? Wer weiß, denn immerhin haben sie es damit in die Medien geschafft und mir fiel sofort auf, dass er nicht einfach als Entwickler, sondern als Microsoft-Angestellter vorgestellt wurde.
Wenn wir aber davon ausgehen, dass es seine Idee war, finde ich es traurig, dass einem nicht zuerst ein Hundesitter in den Sinn kommt bzw. dass man sich sowas nicht vor der Anschaffung überlegt. Oft werden wir hier kritisiert, wenn wir die Leute auf zu lange Alleinseinszeiten hinweisen, aber ist der Mann nicht das beste Beispiel dafür, warum wir das tun? Der Hund ist einsam, der Halter hat ein schlechtes Gewissen und am Schluss ist keiner glücklich.
Was ich abgesehen von der fehlenden menschlichen Bindung problematisch finde: Man ist sich nicht einmal einig, ob Hunde auf dem Fernseher etwas erkennen können. Nun ist dieses Ding ja sowieso schon stark entfremdet (kein menschlicher Geruch, merkwürdige Bewegungsabläufe, verzerrte Stimme), aber vermutlich sehen zumindest manche Hunde noch nicht einmal das Gesicht ihres Halters, weil sie es gar nicht erkennen können. Das macht das Ding für mich zu nichts anderem als einem potentiell traumatisierenden (wird sicher nicht jedem Hund gefallen) Futterball. Es ist fast schon traurig, wenn man sich überlegt, wie viel Zeit und Geld der Mann in die Erfindung von etwas investiert hat, das er sich für 10 Euro im Tierladen hätte kaufen können, denn für den Hund gibt es m.E. überhaupt keinen Unterschied zwischen beidem. Dieser Roboter kann dem Hund niemals die Anwesenheit eines Menschen simulieren, weil der Hund den Mensch über Reize wahrnimmt, die der Roboter nicht liefern kann.
Wenn er zusätzlich Videoüberwachung will – es gibt günstige Webcams.
Darüber hinaus ist die Gefahr, dass sich jemand sowas holt, sehr gering. Zum einen wird das nie in Massenproduktion gehen, zum anderen kann niemand während der Arbeit stundenlang mit dem Gamepad vor dem PC sitzen.
Der Mann ist für mich nicht mehr als ein mahnendes Beispiel, dass man sich keinen Hund holen sollte, wenn man keine Zeit für ihn hat. Wenn man mal an dem Punkt angekommen ist, an dem er ist, sollte man sich überlegen, den Hund zu seinem eigenen Wohl abzugeben. Oder er wollte einfach nur mit einer Spielerei ins Fernsehen und es hat mit dem Hund gar nichts zu tun, das würde ich nach wie vor nicht ausschließen.