Schleppleinentraining - wie macht ihr das ?

Diskutiere Schleppleinentraining - wie macht ihr das ? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo zusammen, ich wollte mal fragen wie ihr euren Hund abrufbar gemacht habt. Nach der heutigen Situation nämlich will ich meinen Hund erst...
  • Schleppleinentraining - wie macht ihr das ? Beitrag #1
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Hallo zusammen,

ich wollte mal fragen wie ihr euren Hund abrufbar gemacht habt.
Nach der heutigen Situation nämlich will ich meinen Hund erst einmal nicht mehr von der Schleppleine lassen...

Heute kam uns nämlich aus einem kleinen Waldweg ein Hund entgegen gestürmt, ich habe ihn vorher nicht gesehen. Er sprang an mir hoch, fletschte die Zähne und knurrte mich an. Der Besitzer kam dann nach und meinte "Tja, wenn ich meinen alten Hund noch hätte, der leider verstorben ist, würde das nicht so gut für euch ausgehen. Der hätte euch zerfleischt!"
Bitte, was?!
Ich habe ihn dann nur gefragt, wie er sowas sagen kann und ob er doch wüsste, das man dies auch als Drohung verstehen könnte. Er ging dann ohne kommentar lächelnd weiter...
Mein Hund meinte nach diesem Vorfall nochmal zu dem Hund hinzugehen und mit ihm zu spielen:eusa_doh:
So schnell konnte ich ihn nicht festhalten, er war dann 0 abrufbar und tippelte dann in die Richtung zum Hund...

Sowas geht nicht, ich habe jetzt entschlossen ihn vorerst nicht mehr ohne Schleppi laufen zu lassen.
Aber wie habt ihr das gemacht? Eigentlich wollte ich keinen Hundekontakt an der Leine, aber das ist doch unvermeidbar wenn der Hund spielen möchte, oder? Losmachen will ich ihn dann nicht, schließlich ist er ja in solchen Situationen nicht mehr abrufbar.

Manchmal gehen wir aufs Feld mit ein paar anderen Hundebesitzern. Sollte ich sowas absagen? Schließlich laufen dort alle Hunde frei und machen ihr Ding... wenn ich dann meinen an der Leine lasse will der da bestimmt ja auch hin (Frust für ihn) obwohl er nicht darf. Und auf der anderen Seite meint dann bestimmt wieder ein Hund ihn immer zu beißen wenn er an der Leine ist. Das Spielchen hatte ich jetzt schon soo oft.. immer wenn ich an Wegen den Hund angeleint habe als einzige, kam die Hündin und biss ihn um zum spielen aufzufordern.. Das ganze hat mich im Training so weit zurück geworfen, das er allgemein das Verbot für spielen an der Leine überhaupt nicht mehr ernst nimmt. Mittlerweile ist das so schlimm, das er jetzt sogar an jedem Hund auf der Straße hinzieht und schnuppern möchte... obwohl es am Anfang so super geklappt hat.

Mich nervt das langsam, ihr könnt bestimmt den Frust hier rauslesen... ich werde ständig im Training zurück geworfen wegen solchen Dingen.. er nimmt das Verbot für Hundekontakt an der Leine garnicht mehr ernst durch sowas (Spielbeißen wenn ich ihn anleine) und der Abruf wird auch immer schlechter, was vllt. auch etwas an seinem Alter liegt (7 Monate, fast 8)(?) Ist halt alles interessanter als Frauchen, obwohl ich schon versuche auf mich aufmerksam zu machen. :(

Ach, ich weiß echt nicht mehr was ich machen soll... habt ihr einen Rat oder aufmunternde Worte? :( Oder übertreibe ich etwas, setze dem Hund zu viele Ziele?

Der Schock sitzt immer noch tief wegen der Hündin.. :(

Danke schon mal
LG
 
  • Schleppleinentraining - wie macht ihr das ? Beitrag #2
Muss leider auch das gleiche durchmachen,wie du :(

Schleppi geht bei mir auch nur noch.:|

Mich nervt das langsam, ihr könnt bestimmt den Frust hier rauslesen... ich werde ständig im Training zurück geworfen wegen solchen Dingen.. er nimmt das Verbot für Hundekontakt an der Leine garnicht mehr ernst durch sowas (Spielbeißen wenn ich ihn anleine) und der Abruf wird auch immer schlechter, was vllt. auch etwas an seinem Alter liegt (7 Monate, fast 8)(?) Ist halt alles interessanter als Frauchen, obwohl ich schon versuche auf mich aufmerksam zu machen.

Ich suche mir immer einen abgelegenen Ort ,wo ich mehr aufmerksamkeit von meinem Hund bekomme.
Dann übe ich immer so etwa 5 Minuten(Abruftraining an der Schleppi) und dann machen wir wieder Pause.
Nach 10 Minuten wiederholen wir dann das ganze usw.
Danach kann er dann als Belohnung mit dem Nachbarshund spielen.

Mittlerweile ist das so schlimm, das er jetzt sogar an jedem Hund auf der Straße hinzieht und schnuppern möchte... obwohl es am Anfang so super geklappt hat
Ich ignoriere dieses Verhalten immer und laufe weiter.

.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Schleppleinentraining - wie macht ihr das ? Beitrag #3
Grundsätzlich erstmal: Sehr gut.

Schleppleinentraining ist super, wenn man es richtig macht:)

Manchmal gehen wir aufs Feld mit ein paar anderen Hundebesitzern. Sollte ich sowas absagen? Schließlich laufen dort alle Hunde frei und machen ihr Ding... wenn ich dann meinen an der Leine lasse will der da bestimmt ja auch hin (Frust für ihn) obwohl er nicht darf. Und auf der anderen Seite meint dann bestimmt wieder ein Hund ihn immer zu beißen wenn er an der Leine ist. Das Spielchen hatte ich jetzt schon soo oft.. immer wenn ich an Wegen den Hund angeleint habe als einzige, kam die Hündin und biss ihn um zum spielen aufzufordern.. Das ganze hat mich im Training so weit zurück geworfen, das er allgemein das Verbot für spielen an der Leine überhaupt nicht mehr ernst nimmt. Mittlerweile ist das so schlimm, das er jetzt sogar an jedem Hund auf der Straße hinzieht und schnuppern möchte... obwohl es am Anfang so super geklappt hat.

Spielen lassen würde ich ihn trotzdem weiterhin. Das ist einfach megawichtig und gerade jetzt muss er einfach auch Rückmeldung von Artgenossen bekommen über sein Verhalten. Was geht, was geht nicht und wie weit kann ich gehen?
ABER ich würde die Schleppleine dran lassen. Zumindest so, dass sie über den Boden schleift damit du ihn im Notfall wieder ranholen kannst. AUßER du hast einen Hund dabei, der ihn mitzieht- Liam war in seiner Sturm und Drang-Phase auch 0 abrufbar, aber ich konnte ihn mit der Hündin einer Freundin laufen lassen, weil er sich so sehr an ihr orientiert hat, dass er ihr immer gefolgt ist.
Aber dafür muss man die anderen Hunde sehr gut kennen und die müssen tip top hören.

So.
Für das Leinenkontaktverbot würde ich einfach etablieren, dass er die Leinen unterscheiden kann.
Und das können Hunde;)
An der "normalen" Leine ist ernst und an der Schlepp ist Training oder Action mit dir- wenn er sich gut anstellt auch mal Spiel;)

Aus dem Spiel würde ich ihn auch nicht mit dem Abrufwort abrufen- nutz´das NUR noch beim Schleppleinentraining und sonst nicht. Du musst mind. 200,- drauf verwetten können, dass er kommt oder ihn kontrollieren können.
Einen Hund aus dem Spiel abzurufen ist quasi die Königsdisziplin also ruhig Blut- das Alter macht einen einfach wahnsinnig:)

Box´dich durch dieses Alter durch, festige die Dinge, die ihr bisher erreicht habt und baue nach und nach aus.
Und ganz, ganz wichtig: Geh´nur los zum Training, wenn du gut gelaunt bist. Klingt total doof, aber in diesem Alter ist das einfach oft unheimlich frustrierend und wenn du eh schon gestresst, genervt etc. bist wird das sowieso nicht funktionieren.
Als Faustregel halte dir einfach vor Augen, dass man erst einen wirklich guten gefestigten Grundgehorsam erwarten kann, wenn Hunde 1,5-2 Jahre alt sind.

Also durchatmen und nicht aufregen...:mrgreen:
Es wird irgendwann besser:)
 
  • Schleppleinentraining - wie macht ihr das ? Beitrag #4
Willkommen im Club!

Paco hängt seit bald 3 Monaten an der Schleppleine, sehr konsequent und immer, wenn wir nicht die kurze Leine nutzen. Für ihn war sehr bald klar, dass er mit Geschirr und Schleppleine auch mal (nach entsprechender Freigabe) mit anderen Hunden spielen darf. Mit Halsband und kurzer Leine ist das nicht erlaubt. Ich lasse die Schleppleine dann einfach schleifen, man muss halt etwas aufpassen, dass die Hunde sich nicht darin verfangen, wenn es zu wild wird.

Ich bin die ersten Tage mit ihm nur in ruhiger Gegend unterwegs gewesen, wo die Wahrscheinlichkeit, irgendwen zu treffen, eher gering ist. Schleppleine in der Hand und stumme Richtungswechsel geübt. So hat er relativ bald gelernt, sich an mir zu orientieren und den 10m-Radius einzuhalten. Dabei habe ich dann auch die Kommandos "langsam" (wenn er ans Ende der Leine kommt bzw. später zu weit vorläuft) und "weiter" (wenn ich weiter will, er aber noch irgendwo rumschnüffelt) aufgebaut.

Als das einigermaßen ging, habe ich angefangen, ihn beim Richtungswechsel, wenn er also schon auf mich zu lief, immer mal wieder zu rufen. Noch später auch ohne Richtungswechsel. Das alles mit langsam steigender Ablenkung. Parallel habe ich ganz viel mit dem Futterdummy gearbeitet, damit er einen Grund hatte, sich an mit zu orientieren und aufmerksam zu bleiben.

Relativ bald konnte ich dann auch schon die Leine in ruhigen Gebieten schleifen lassen, später eigentlich fast überall. Inzwischen sind wir so weit gekommen, dass wir die Leine langsam abbauen (40 cm sind schon weg ;)). Bei Hundebegegnungen stelle ich für meine eigene Sicherheit zwar meist noch einen Fuß auf die Leine, bis klar ist, ob er spielen darf oder nicht, Paco macht aber normalerweise keine Anstalten mehr, ohne Freigabe einfach durchzustarten. Gelegentlich genehmigen wir uns auch schon mal wieder einige Minuten "echten" Freilauf in übersichtlichem und ablenkungsfreiem Gebiet.
 
  • Schleppleinentraining - wie macht ihr das ? Beitrag #5
anke für die ganzen Tipps, in der nächsten Zeit werden wir auf jeden Fall mal daran arbeiten. :)
Und natürlich danke für die aufmunternden Worte, manchmal ist man ja schon am Boden wenn er all das gelernte einfach vergisst, heute war wieder so ein Tag an dem er plötzlich wieder alles konnte. :eusa_shhh:
Es ist immer ein auf und ab..
Mit dem "nach Hunden ziehen" wird immer schlimmer, auf der anderen Straßenseite ist ein Hund aufgetaucht und er stürmte drauf los - wir sind beide auf der Straße gelandet... sowas geht nicht und ich weiß auch nicht, wie ich das ändern soll. Ich habe ihn dann auf den Bürgersteig gezogen, Leckerlies halfen nicht und auch nichts anderes half mehr.. ich musste ihn wirklich hinterher zerren. :(
Die Besitzerin war total entzückt..sie wechselte dann extra die Straßenseite zu uns und ich stinke sauer und hab die Richtung einfach gewechselt. Die hat doof geguckt..
 
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