100 Kilo?!

Diskutiere 100 Kilo?! im Pferde Ausbildung und Reiten Forum im Bereich Pferde Forum; Hallöchen :) Ich habe zurzeit ein Problem mit meinem Pony. Jedesmal wenn ich ihn reite, nimmt er zwar dem Kopf schön hin (*stolz*), aber nach...
  • 100 Kilo?! Beitrag #1
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Steini J.

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Hallöchen :)
Ich habe zurzeit ein Problem mit meinem Pony. Jedesmal wenn ich ihn reite, nimmt er zwar dem Kopf schön hin (*stolz*), aber nach einiger Zeit halte ich soviel Gewicht in der Hand. :(
ich habe schon mehrere Übungen versucht z.B. immer wieder Zügel aus der Hand laufen lassen, teilweise einfach mal die Zügel "weggeschmissen" damit er merkt dass ich ihn nicht halte sondern er sich selber tragen muss, ihn mal 3-4 Tage ganz in Ruhe gelassen. Da ich keinen Platz oder keine Halle habe, kann ich natürlich nicht immer longieren. Meistens fahren wir aber alle 2-3 Woche auf einen Platz/Halle zur Doppellonge oder zum Reiten. Er ist dennoch richtig "weich" im Maul, er hört sehr gut und ist auch mega brav. Er wird mit seinem Kumpel in der Box mit anschließendem größeren Paddock gehalten, dass sie immer zur Verfügung haben. Wenn es möglich ist sind sie natürlich auf der Wiese und bei schlechterem Wetter haben wir eine kleinere Koppel. Also er wir eigentlich gut gehalten finde ich. Futter: "Selbstgemachtes" Heu, Karotten, manchmal bisschen Müsli und ab und an mal Leckerlie, etc. :)
Freue mich sehr über Tipps
LG :p
 
  • 100 Kilo?! Beitrag #2
Die Muskulatur ermüdet irgendwann. Gönne ihm, sobald Du merkst, dass er sich schwerer macht, eine Schrittpause mit langen Zügeln und nimm sie anschließend wieder auf. Am besten wäre es, wenn Du ihm vor der anstrengenden Phase eine kurze Pause genehmigst. Ein, zwei Minuten reichen.
 
  • 100 Kilo?! Beitrag #3
Auch wenn das Pony den Kopf schön hält, heißt das nicht, dass es auch gut läuft. Die HH ist wichtig. Es kann durchaus sein, dass das Pferd zwar Kopf und Hals schön hält, aber die Hüfte nach hinten gestellt hat und die Schulter fallengelassen hat. Wenn beide Schultern unten sind, merkt man das als Reiter nicht sofort, sondern nur in gewissen Übungen.
Ist das passiert, lehnt sich das Pferd immer mehr nach vorn und wird schwerer auf der Hand.
Was hier hilft sind Übungen, die es dem Pferd schwer machen, die HH nach hinten auszustellen und es dazu animieren die Schultern hoch zu nehmen und die Hüfte mehr abzukippen (nicht zu verwechseln mit Versammlung, was ich beschreibe ist der Ausbildungspunkt Schwung -unter den Körper und nicht davon weg-, dieser muss in die richtige Richtung kanalisiert werden).
Auch das Gleichgewicht ist dann schwach bei solchen Pferden und die Koordination ist in schwierigen Übungen nicht mehr gegeben.
 
  • 100 Kilo?! Beitrag #4
Das ist das was ich nicht verstehe, MACHTNIX. :/ Er hält sich super im Gleichgewicht und die Koordination passt auch gut. An der Doppellonge läuft er prima, läuft nicht auf der VH schön im Gleichgewicht. Ich geb ihm jetzt einfach mal paar Tage Pause und stell ihn nur raus. Vllt hat er grad einfach kein Bock. Bei uns ist schon ewig voll das Depriwetter. :D :/
Was wären so "gewisse Übungen"????
 
  • 100 Kilo?! Beitrag #5
Um die richtigen Übungen für gerade das Pferd herauszuarbieten müsste ich das Pferd sehen und dich einige Testübungen reiten lassen um zu sehen, was du umsetzen kannst und wo es vielleicht auch bei dir harkt.
Ich tu mich - ehrlich gesagt - sehr schwer, hier solche Übungen zu posten, da ich schonmal (und gerechterweise) angesprochen wurden, dass ich Übungen posten, die die Reiter überfordern und die bei falscher Umstzung auch schaden können.

Standardübungen (wenn sie korrekt geritten werden, also bitte erstmal den RL reiten lassen) sind z.B.
Außenstellung im Trab und Galopp auf Volten - die HH soll dabei einen größeren Kreis beschreiben als die VH, das Pferd soll hinten gleich treten bis sogar leicht kreuzen.
Schultervor
Stellungswechsel auf gebogenen Linien, ohne dass das Pferd schwankt. Hierfür stelle ich auf einen Zirkel 6 Pylonen im Abstand von jeweils ca. 80cm für 2 Pylonen. 2 Pylonen stehen in der Zirkelmitte, die anderen 4 werden an die beiden Außenstellen gestellt. Nun reitete man -logischerweise- eine 10m Volte, wenn man durch die Mittelpylonen und Außenpylonen reitet. In dieser Übung kann man spielen. Volten in Biegung und Stellung nach innen, Stellung nach außen, Handwechsel ohne Stellungswechsel und mit Stellungswechsel. Mal nach innen, mal nach Außenstellung. Stellungswechsel nicht zwischen den Pylonen, sondern zwischendurch, ohne dass das Pferd schwankt.

Das sind nur 3 Übungen, die bei den meisten Pferden Erfolg haben. Es gibt noch sehr viel mehr aber dafür müsste ich dich und das Pferd wirklich sehen.


Bei unmotivierten Pferden halte ich eine Reitpause, gerade im Winter, für falsch. Der dadurch neu gewonnene Elan ist meist nur Bewegungsdrang. Eine Pause zur Erhöhung der Motivation bringt nur etwas, wenn das Pferd in einer Herde gehalten wird und man von Anfang an ein bestimmtes System einhält, was das Pferd dann versteht.
Besser ist eine Abwechslung im Training. Beim derzeitigen Wetter lässt sich sicher mal ein Ausritt einschieben. Einfach mal grasen gehen (viele Pferde vermissen das Gras schmerzlich), dann lange und ruhig ausreiten, ist für die Motivation toll und meist schult es bei den Bodenverhältnissen auch die Koordination. Der Effekt ist sicher nicht sofort, sondern erst nach einiger Zeit.
Was Pferden auch hilft, ihren Frust im Winter loszuwerden, sind Spiele. Wer die Chance hat, sich mit anderen Reitern zu verabreden und einfach mal Reiterspiele macht, Pferdefussball spielen kann oder sonstwelche reinen Spaßreitereien zu veranstalten wird feststellen, dass das Pferd auch Freude daran hat.
Gerade gewisse Reiterspiele animieren ein Pferd zu ungeheurer Arbeit. Dabei ist die Sache für Reiter und Pferd spielerisch und somit nach sehr kurzer Zeit auch für das Pferd oft sehr zielorientiert.
 
  • 100 Kilo?! Beitrag #6
Du kannst natürlich auch die Zügel komplett wegschmeissen und versuchen das Tier ohne Zügel zu reiten. Einerseits tut er sich leichter wenn er den Kopf dort halten kann wo es für ihn angenehm ist, andererseits stemmt er sich nicht mit vollem gewicht in die Zügel. Klar kannst du ihn so nicht wirklich fordern, sondern dich fordern, touren im Trab reiten, schlanenlinien, auch für den Gallopp ist der Zügel ziemlich überflüssig, der Zügel ist zur Unterstützung da - nicht zum Mittel zum Zweck. Den Pferden tut es auch gut, im langsamen Trab mal mit den Nüstern am Boden grundeln dürfen.

Ich selbst mache das immer wieder um meinen Sitz zu korrigieren, ein Pferd biegt man nicht mit dem Zügel -sondern mit Körpergefühl und Schenkel....

Wobei das reiten auch Ursache sein kann, ich kenne unendlich viele Pferde die aufgrund der Verspannungen des Reiters ihren Schädel mit voller Wucht in die Zügel hängen, die machen das auch mit voller Absicht, es wundert einen teilweise wirklich dass das Pferd keinen Purzelbaum hinlegt wenn man auf die Schnelle die Zügel wegschmeisst.
 
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