- Der Jagdgebrauchshund von Carl Tabel Beitrag #21
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@Chica:
Wenn ein Hund der mit Leib und Seele jagt und der sich von sämtlichen anderen Erziehungsmethoden bisher nicht beeindrucken ließ, angeblich nach zwei Teletakt Stromstößen geheilt ist, mag man sich vielleicht vorstellen WIE schmerzhaft es für den Hund tatsächlich ist.
Vor allem wenn der Schmerz- oder Schreckreiz so groß war, dass der Hund es nun sein Leben lang nicht mehr vergessen sollte.
Man überlege mal wie viele Alltagsdinge wir Menschen so tun, bei denen wir uns öfter verletzen und die wir auch trotzdem nicht lassen (bestimmt haben wir uns alle schon mal beim Kochen verbrannt, trotzdem machen wir es immer wieder, oder man tappt im Sommer am Strand in eine Muschel und schneidet sich schmerzhaft den Fuß auf....nächstes Jahr latscht man trotzdem wieder unbekümmert im Wasser rum).
Wie intensiv muss also etwas schmerzen, oder einen erschrecken, dass man sein allerschönstes Hobby nach zwei solchen Erfahrungen für immer aufgibt? Zumal der Hund den Stromstoß des Teletakts erstmal genau so wenig als Strafe seines Herren wahrnimmt wie man selbst es für eine Strafe des Herdes kommt, wenn man versehentlich auf die heiße Platte gekommen ist.
Dafür dass die Leine gerissen ist kann der Hund ja nichts, es gibt definitiv Schleppleinen die auch für solche Gewichtsklassen geeignet sind.
Ein Hund der derart nicht leineinführig ist braucht zudem ein gutes Leinentraining und nicht ein Teletakt damit er fortan ohne Leine laufen kann.
Alles in allem möchte ich mich hier also Pewee und Infano anschließen, es gibt Mittel und Wege einen Hund (auch einen großen Hund) zu kontrollieren ohne Starkzwang einzusetzen.
Wenn ein Hund sich durchbuddelt oder einen Zaun überspringt ist das ebensowenig die Schuld des Hundes wie wenn die Leine reißt.
Es ist an den Menschen den Hund entsprechend zu beaufsichtigen und geeignete Hilfsmittel zu besorgen um ihn zu kontrollieren (ein höherer Zaun, eine reißfestere Leine, bessere Beaufsichtigung).
Anderernfalls lässt man den Hund nur für die eigenen Fehler bezahlen.
Die beste "Lebensversicherung" für den Hund wäre es, wenn man ihn erst gar nicht in solche Situationen bringen würde.
Hier wird also ein Lebewesen durch Schmerzeinwirkung gebrochen, damit seine Fähigkeiten für den Menschen als Ressource nutzbar sind.
Genau das finde ich ethisch nicht vertretbar (und in gewisser Weise sogar noch mehr moralisch verwerflich als z.B. Massentierhaltung, denn auch wenn das natürlich ebenfalls schlimm ist, wird hier das Leid der Tiere nur billigend in Kauf genommen und nicht noch absichtlich und zusätzlich Schmerz beigebracht).
Vielleicht sollte man Hunderassen mit besonders wenig Jagdtrieb als Jagdbegleithunde nutzen, diese könnten die gleichen Aufgaben erfüllen, nur ist es natürlich arbeitsintensiver einen Hund mit positiver Bestärkung zu etwas zu motivieren das er nicht von alleine tun würde, als einen triebgesteuerten Hund mit Schmerz und Zwang von etwas abzuhalten.
Hier hat der Mensch es gerne einfach....auf Kosten des Tieres.
Zudem findet sich doch immer ein Ort an dem man eben keinem Wild begegnet an dem man spazieren gehen kann und an dem der Hund ohne Leine laufen kann
Wenn ein Hund der mit Leib und Seele jagt und der sich von sämtlichen anderen Erziehungsmethoden bisher nicht beeindrucken ließ, angeblich nach zwei Teletakt Stromstößen geheilt ist, mag man sich vielleicht vorstellen WIE schmerzhaft es für den Hund tatsächlich ist.
Vor allem wenn der Schmerz- oder Schreckreiz so groß war, dass der Hund es nun sein Leben lang nicht mehr vergessen sollte.
Man überlege mal wie viele Alltagsdinge wir Menschen so tun, bei denen wir uns öfter verletzen und die wir auch trotzdem nicht lassen (bestimmt haben wir uns alle schon mal beim Kochen verbrannt, trotzdem machen wir es immer wieder, oder man tappt im Sommer am Strand in eine Muschel und schneidet sich schmerzhaft den Fuß auf....nächstes Jahr latscht man trotzdem wieder unbekümmert im Wasser rum).
Wie intensiv muss also etwas schmerzen, oder einen erschrecken, dass man sein allerschönstes Hobby nach zwei solchen Erfahrungen für immer aufgibt? Zumal der Hund den Stromstoß des Teletakts erstmal genau so wenig als Strafe seines Herren wahrnimmt wie man selbst es für eine Strafe des Herdes kommt, wenn man versehentlich auf die heiße Platte gekommen ist.
Zwei ausgewachsene Menschen sollten doch schon in der Lage sein einen 35kg schweren Hund an der Leine zu halten.Mit einem Hundetrainer gingen sie mit 2 Schleppleinenspazieren aber selbst da hat er sich selbst ständig gemacht. (Eine Leine ist gerissen und die der Besitzerin ist ihr wieder ausgekommen).
Dafür dass die Leine gerissen ist kann der Hund ja nichts, es gibt definitiv Schleppleinen die auch für solche Gewichtsklassen geeignet sind.
Ein Hund der derart nicht leineinführig ist braucht zudem ein gutes Leinentraining und nicht ein Teletakt damit er fortan ohne Leine laufen kann.
Alles in allem möchte ich mich hier also Pewee und Infano anschließen, es gibt Mittel und Wege einen Hund (auch einen großen Hund) zu kontrollieren ohne Starkzwang einzusetzen.
Wenn ein Hund sich durchbuddelt oder einen Zaun überspringt ist das ebensowenig die Schuld des Hundes wie wenn die Leine reißt.
Es ist an den Menschen den Hund entsprechend zu beaufsichtigen und geeignete Hilfsmittel zu besorgen um ihn zu kontrollieren (ein höherer Zaun, eine reißfestere Leine, bessere Beaufsichtigung).
Anderernfalls lässt man den Hund nur für die eigenen Fehler bezahlen.
Nein, ein Jagdhund "muss funktionieren" weil ihn sich der Mensch ansonsten nicht zunutze machen könnte. Man könnte auch auf Jagdhunde verzichten oder grundsätzlich Hunde mit weniger Jagdtrieb züchten.Ein Jagdhund muss "funktionieren", hart, aber die Lebensversicherung für das Tier, ich kann mir deshalb gut vorstellen, wieso Tabel so auf Zwang schwört.
Die beste "Lebensversicherung" für den Hund wäre es, wenn man ihn erst gar nicht in solche Situationen bringen würde.
Hier wird also ein Lebewesen durch Schmerzeinwirkung gebrochen, damit seine Fähigkeiten für den Menschen als Ressource nutzbar sind.
Genau das finde ich ethisch nicht vertretbar (und in gewisser Weise sogar noch mehr moralisch verwerflich als z.B. Massentierhaltung, denn auch wenn das natürlich ebenfalls schlimm ist, wird hier das Leid der Tiere nur billigend in Kauf genommen und nicht noch absichtlich und zusätzlich Schmerz beigebracht).
Vielleicht sollte man Hunderassen mit besonders wenig Jagdtrieb als Jagdbegleithunde nutzen, diese könnten die gleichen Aufgaben erfüllen, nur ist es natürlich arbeitsintensiver einen Hund mit positiver Bestärkung zu etwas zu motivieren das er nicht von alleine tun würde, als einen triebgesteuerten Hund mit Schmerz und Zwang von etwas abzuhalten.
Hier hat der Mensch es gerne einfach....auf Kosten des Tieres.
Ich denke nicht, dass die Lebensqualität eines Hundes sinkt wenn er in bestimmten Gegenden an die Leine muss. Hier schließe ich mich Pewee an, dass die Lebensqualität eines Hundes nicht steigt oder sinkt ob er nun mit Flexi/Schlepp gezwungen ist sich in einem Umkreis zum Menschen zu bewegen oder ohne Leine sich in eben demselben Umkreis aufhält.Ja , ihr habt Recht damit, dass es für den Hund psychisch hart ist.Aber ich vertrete die Meinung, dass es in den beschrieben Situationen richtig und vertretbar war, um die Lebensqualität der Hunde zu erhöhen.
Zudem findet sich doch immer ein Ort an dem man eben keinem Wild begegnet an dem man spazieren gehen kann und an dem der Hund ohne Leine laufen kann