Mein kleiner Lucky ein großes Problem

Diskutiere Mein kleiner Lucky ein großes Problem im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo bin seit heute neu hier und hoffe das ihr mir helfen könnt. Vorab ich war schon bei drei Hundetrainern die alle nichts gebracht haben und...
  • Mein kleiner Lucky ein großes Problem Beitrag #1
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chrissy1801

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Hallo bin seit heute neu hier und hoffe das ihr mir helfen könnt.

Vorab ich war schon bei drei Hundetrainern die alle nichts gebracht haben und ich hoffe das ich hier
Hilfe bekommen kann.

Nun zu meinem Problem....
Ich hab seit gut 1 1/2 Jahren meinen Chihuahua Mix Lucky. Er ist jetzt 2 Jahre alt. Er kam damals als Zweithund zu uns. Die Probleme mit ihm fingen schon direkt in der ersten Woche an in der er bei uns war. Lucky ist sehr unsicher und hat Angst vor allem. Da ich dieses Problem mit meinem ersten Hund nicht hatte und ich nicht wusste was ich tun sollte, habe ich und mein Freund die Hundeschule besucht. Was total daneben gegangen ist. Luckys Angst hat sich dort in Aggression umgewandelt. Wir haben daraufhin die Schule verlassen und uns woanders Hilfe gesucht. Der erste Trainer hat direkt aufgegeben und meinte dem Hund wäre nicht zu helfen. Der andere wollte das wir Lucky jedesmal treten.
Zuhause ist Lucky ein wirklich freundlicher, verspielter und verschmuster Hund.
Nur draußen ist er eine Katastrophe. Ich kann ihn nicht ableinen, da er sich nicht mehr anleinen lässt. Also habe ich ihn bisher immer mit Schleppleine laufen lassen, das aber auch nicht mehr geht. Sobald er einen Menschen, Hund, Pferd ect sieht greift er an. Er lässt auch nicht mehr locker. Dann ist er auch nicht mehr ansprechbar und er bekommt kaum noch Luft so regt er sich auf. Gebissen hat er bisher noch nicht, aber das ich nur noch eine Frage der Zeit. Darum lass ich ihn eigentlich gar nicht mehr laufen.
Ich weis einfach nicht was ich mehr machen soll. Ich will ihm wirklich helfen, aber ich weis nicht mehr wie. Vielleicht habt ihr Ideen für mich wie ich mich verhalten soll und was ich verbessern könnte.

Danke schon mal für die Antworten ;)
 
  • Mein kleiner Lucky ein großes Problem Beitrag #2
Hallo Chrissy,
willkommen im Forum.

Der erste Trainer hat direkt aufgegeben und meinte dem Hund wäre nicht zu helfen. Der andere wollte das wir Lucky jedesmal treten.
Oh je du arme - da bist du gleich 2x an richtig schlechte Trainer geraten. TRETEN??!!
Also meiner Erfahrung nach ist JEDEM Hund zu helfen.

Wie groß ist denn dein Lucky (weil du schriebst Chi-Mix), ich frage weil es in der Handhabung (Kräfte mäßig) da Unterschiede gibt.
Könntest du noch ein bißchen mehr schreiben über euren Alltag, was (und wer) ihr mit Lucky so macht, Fütterungs gewohnheiten, ob und wie lange er alleine ist.....wo er herkommt, wie verhält sich eure Ersthund......

Es gibt sehr viele verschiedene Arten von Aggression. Um mit Lucky zu arbeiten, musst du erst ganz sicher sein um welche Art es sich bei ihm handelt. hast du nur das Gefühl, es handele sich um Angst? denn wenn dies die Diagnose deiner leider sehr miesen Trainer war - dann würde ich da erstmal nichts drauf geben. Wir Menschen lesen unsere Hunde manchmal falsch....scheinbare Angst, kann auch nur Unsicherheit sein oder sogar Territoriales verrhalten. Analysiere doch mal Luckies Verhalten draußen und beschreibe es - vielleicht kann man daraus besser schließen was Lucky da tatsächlich meint.

Aggressionen: z.B. Dominanz Aggression / Territorial Aggression / Schmerz Aggression / erlernte Aggression / natürliche Aggression / Angst Aggression....

LG Suno
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Mein kleiner Lucky ein großes Problem Beitrag #3
Hey Suno danke erstmal für deine Antwort

Also Lucky ist 30 cm hoch und unseren Alltag beschreibe ich dir gerne ...

Ich kümmer mich alleine um Lucky und wenn ich morgens aufstehe muss ich auch direkt mit ihm raus, da er nicht wirklich lange einhalten kann....Lucky kriegt morgens eine Schale von seinem Futter und kann bis Nachmittags alleine entscheiden wann er frisst......Alleine bleiben kann er, aber höchstens 5 Stunden....Lucky haben wir als Welpen aus dem Tierheim er ist damals mit seinen Geschwistern dort abgeben worden in einer Box die Herkunft von dem kleine weis niemand....Zu meinem Ersthund hat er eigentlich ein sehr gutes Verhältnis nur manchmal gibt es kurze Auseinandersetzungen wenn Lucky zu doll spielen will und mein Ersthund nicht mehr

Ich bin mir nicht sicher welche Aggression es wirklich ist
Ich beschreibe dir am besten mal sein genaues Verhalten wenn es passiert.
Also ganz normaler Spaziergang und Lucky ist an der Leine, andere Menschen greift er NICHT an und geht so an ihnen vorbei. Wenn uns aber andere Hunden entgegen kommen stellen sich seine Haare auf und er geht geduckt auf den anderen Hund zu und bellt dann den anderen Hund an und kriegt kaum noch Luft, ich ignoriere es und gehe einfach weiter und warte bis er sich irgendwann mal beruhigt hat...
Ohne Leine laufen lassen kann ich Lucky nicht...Er lässt sich nicht mehr anleinen, heißt ich rufe er kommt bleibt einen Meter vor mir stehen und rennt dann wieder weg...darum bin ich auf Schleppleine umgestiegen, was auch bisher prima funktioniert hat. Es fing erst vor gut 2-3 Monaten an. Ich lass ihn an der Schleppleine laufen und er spielt mit meinem Ersthund und tobt sich richtig aus, aber sobald er einen Menschen, Hund ect sieht stürmt er knurrend und bellend auf das Objekt zu und lässt auch nicht mehr locker. Er steht dann vor dem Menschen ect und bellt und knurrt und hört auf mich überhaupt nicht mehr. Er läuft dann auch schonmal 100 bis 200 m weg oder in Wald rein und es stört ihn auch gar nicht das ich dann nicht mehr da bin. Er ist überhaupt nicht ansprechbar und kommt dann schwer atmend irgendwann wieder....Mittlerweile lasse ich ihn nicht mehr mit Schleppleine laufen da ich wirklich Angst habe das irgendwas passiert....

Ich hoffe du kannst mit den Informationen erstmal was anfangen

LG
Chrissy
 
  • Mein kleiner Lucky ein großes Problem Beitrag #4
Hallo Chrissy,
danke, damit kann ich und ganz bestimmt auch andere viel anfangen.
Ich bin sehr gespannt auf die Meinung der Anderen, ich verstehe einiges von Hunden, bin aber nicht unfehlbar...

Meiner Ferndiagnose (das ist ja immer bißchen wage) nach hat dein Hund keine Angstagression - bzw. nicht vorrangig. Für mich hört sich das eher nach Unsicherheit und territorial Verhalten an. 2 Dinge die Hand in Hand einher gehen und durchaus abwendbar sind. Interessant ist auch, daß territorial verhalten oft ab dem 2 Lebensjahr, wenn der Hund so langsam erwachsen wird , beginnt.

Mir scheint du hast da einen Zwerg, in dem ein Löwe schlummert und der will jetzt eben raus und muss gezähmt werden. Wie gesagt, das ist eine Ferndiagnose ohne den Hund jemals gesehen zu haben, warum territorial:

- er fixiert
- er stellt die Haare
- duckt sich
- "greift" bellt an
- stürmt vor
- stellt den Gegner
- regt sich unwahrscheinlich auf (hyperventiliert....)
- in der Situation nicht mehr ansprechbar

Ich denke dein Lucky glaubt da einen Job machen zu müssen. Und genau das musst du ihm durch dein Verhalten "ausreden". Lucky muss begreifen, daß es Dein Job ist das Gelände zu sichern, "Feinde" zu erkennen.

Und jetzt kommt die "schlechte" Nachricht:
Meiner Meinung nach mußt du Lucky Sicherheit durch Führung geben. Und das bedeutet Training. Gar nicht mal mit/gegen andere Hunde, sondern schlicht und einfach Grundgehorsamkeit. Viele denken, Unterordnung sei ein "brechen" der Hundeseele - ist es aber nicht. Unterordnung im Sinne von spielerisch Befehle erlernen, ist pures Entertainment für unsere Hunde.Ob Chi oder Schäferhund, Hunde wollen lernen und dabei unterhalten werden...wenn wir das nicht ausreichend machen - suchen sie sich selbst einen Job.

Du kannst damit zu Hause beginnen, schau mal ob er gerne apportiert mit Futterbeutel oder Ball....Dinge wie bring und aus, mit absitzen davor...sind das reinste Vergnügen für Hunde. Es bedeutet intensive Zeit mit ihrem Besitzer zu verbringen und Dinge richtig zu machen - das gibt Sicherheit und macht stolz.

Viel Belohnen gehört auch dazu, deshalb solltest du statt der bereitstehenden Mahlzeiten, ihm spielerisch sein Futter erarbeiten lassen......Futterbeutel spiele, Komm, Sitz, Bleib...und Belohnung....Bällchen jagen und Belohnung....am mann gehen (mit Leine) und Belohnung.....

Das ganze führt letztendlich dazu, daß er mit täglichem Training und damit verbundenem Entertainment, hundgerechte Bindung und Vertrauen zu Dir aufbaut und somit im Gelände von anderen Hunden abläßt, da Du interessanter bist und Du mit ihm seine Energie und Anspannung abbaust.



LG Suno
 
  • Mein kleiner Lucky ein großes Problem Beitrag #5
Wie hast du das Schleppleinentraining denn aufgebaut?
Eine Schleppleine ist ein super Hilfsmittel, wenn man es richtig benutzt. Ich hab dazu hier auch schonmal einen Thread aufgemacht, einfach mal die Forumssuche benutzen und gerne noch Fragen stellen, wenn du dann noch welche hast :D
Die Schleppleine ist an und für sich nicht dazu gedacht, einfach nur so am Hund zu hängen. Da steckt eine Menge Training dahinter dass sie auch Sinn macht ;)

Gleichzeitig würde ich ihn sein Futter erarbeiten lassen. Ist bei vielen Hunden nicht ganz so einfach, aber doch ein Grund mehr, in deiner Nähe zu bleiben ;)

Mich würde noch interessieren, ob dein Hund andere/fremde Hunde kennt?
Hast du schonmal versucht, einfach stehen zu bleiben während ein anderer Hund vorbei geht? Habe bei meinem Hund die Erfahrung gemacht, dass es überhaupt nichts bringt, ihn vorbei zu zerren.
Hab mich dann immer zwischen ihn und den anderen gestellt (so war ich zumindest schonmal im Sichtfeld, auch wenn er an mir vorbei gekuckt hat nahm er mich wahr), jeden zufälligen Sichtkontakt zu mir verbal belohnt (Leckerlies hätte er da nicht angenommen). Später dann Sitz verlangt und ein/zwei suuuuper einfach Kommandos (wir haben Stupsen - also dass er meine Hand mit seiner Schnauze anstupst). Dafür muss er sich nicht groß bewegen, aber man merkt inwieweit man noch ankommt...

Zu der Aggression/Unsicherheit kann ich leider nicht viel sagen. Aber da gibts andere Profis ;)
Nur soviel: Solange du auch nur im Ansatz denken könntest dass dein Hund aus Unsicherheit heraus so handelt ist jegliches körperliche Angehen nur eine Verstärkung seiner Unsicherheit. Wichtig ist, dass du in diesem Moment so verdammt viel Selbstsicherheit/Ruhe/Bestimmtheit ausstrahlst dass dein Hund dir irgendwann abnimmt, dass er nichts machen muss ;)

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Ach so, ja. Das Anleinen würde ich nochmal neu aufbauen.
Scheinbar weiß dein Hund, dass es keinen Spaß mehr macht, wenn er angeleint wird. Oder dass er etwas (den anderen Hund?) verpasst, wenn er angeleint wird.

Ich würde wohl erstmal wieder anfangen, ihn hin und wieder ohne Grund anzuleinen (geht leichter mit Schleppleine dran. Wenn du das Ende in der Hand hälst kann er ja auch nicht auskommen ;) ), ihn dafür zu belohnen und dann vielleicht ein paar Meter zusammen mit ihm zu rennen, ein tolles Suchspiel oder sonstwas.
Damit die Leine einfach nichts mehr ist, was ihn davonjagt...
 
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