Einige Fragen zur Wohnungshaltung von Kartäuserkatzen

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Nepsis

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Hallo an alle TierfreundInnen hier im Forum!

Falls ich jetzt irgendwie falsch gepostet habe oder eine Regel missachtet habe, sehr es mir bitte nach, das ist heute mein erster Beitrag.
Gleich zur Sache: Ich lebe in meiner eigenen Zweieinhalb-Zimmer-Wohnung (ca. 55 qm) mit Terrasse und habe einen sehr regelmäßigen Alltag. Nachdem ich einige Tests gemacht habe, glaube ich, dass eine Kartäuserkatze zu mir am besten passen würde. Sie müsste täglich von ca. 16.30 bis 21.30 allein sein können und damit gut zurecht kommen, dass ich morgens lange schlafe. Ich möchte eine reine Wohnungskatze, weil ich in der Nähe einer stark befahrenen Ausfallstraße wohne und Angst hätte, dass ihr etwas zustößt. Außerdem möchte ich nicht ständig tote Mäuse angeschleppt bekommen oder verdreckte Pfoten reinigen müssen, das ist der egoistische Grund. Sie könnte einen wunderbaren Fensterplatz auf der Heizung mit Blick ins Grüne haben, einen Katzenkorb, einen Kratzbaum. dürfte bei mir im Bett schlafen und ich würde hoffen, dass es mir gelingt, sie an das Katzenklo im Badezimmer zu gewöhnen. (Nein, ich hatte noch keine Katze, in meiner Kindheit gab es einen Wellensittich, ein Rosettenmeerschweinchen, einen Rauhhaardackel und einen Mittelschnauzer.) Das, was mich an einer Katze "reizt", ist gerade ihr Charakter. Meine Fragen richten sich im Wesentlichen auf folgende Punkte:
1) "Verträgt" eine Kartäuserkatze Einzelhaltung in der Wohnung? (Ich möchte nicht zur Katzenseelenmörderin werden.)
2) Hat jemand Erfahrungen mit zwei Kartäuserkatzen?
3) Vom Wesen her spräche mich auch die Russisch-Blau sehr an, aber da ich absolute Anfängerin bin, wäre meine Angst zu groß, da etwas falsch zu machen. Außerdem spricht für die Chartreuse (ich möchte eine oder zwei Kätzinnen, keine Kater, die sind mir zu groß), dass sie gesundheitlich so robust ist. Und was ich neben ihrer sehr leisen Art (ich bin ebenfalls sehr still, spiele ab und an leise Klavier) sehr mag, ist die vielzitierte "meditative" Art, wenn sie älter werden. Stimmt das?
4) Wie ist es um die Sauberkeit (Geruchsintensität) und den Pflegeaufwand (Fell bürsten, wie oft?)bestellt? Ich habe vieles gelesen, allein, es ist doch ein Unterschied, es von jemandem erzählt zu bekommen, der es aus eigener Erfahrung kennt.
5) Wenn die Kartäuserinnen dann rollig werden, steht dann zu befürchten, dass es hier in der Umgebung zu sommerlichen Katzenkonzerten kommt? Es gibt hier zwischen Gesang und Gefauche die unterschiedlichsten Katzenmusikstile...

Für eine angehende Katzenliebhaberin, die das erste Mal in diesem Forum schreibt, sind das eine Menge Fragen. Vielen Dank im voraus!
 
  • Einige Fragen zur Wohnungshaltung von Kartäuserkatzen

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  • Einige Fragen zur Wohnungshaltung von Kartäuserkatzen Beitrag #2
Erfahrung mit der Rasse direkt habe ich nicht, aber unter diesen Voraussetzungen kommen nur ZWEI Katzen in Frage. Wieso rollig werden? Katzen sollten grundsätzlich kastriert werden, gibt genug Katzen in den Tierheimen
 
  • Einige Fragen zur Wohnungshaltung von Kartäuserkatzen Beitrag #3
Zuersteinmal hab ich eine Frage: Warum muss es denn genau diese Rasse sein? Kämen eine "normale" Hauskatzen aus dem Tierheim nicht in Frage?
1) "Verträgt" eine Kartäuserkatze Einzelhaltung in der Wohnung? (Ich möchte nicht zur Katzenseelenmörderin werden.)
- Nein, eine Katze in Einzelhaltung würde ich nicht empfehlen. Das ist meiner Meinung nach Tierquälerei. Wenn dann 2 Katzen.
2) Hat jemand Erfahrungen mit zwei Kartäuserkatzen?
- Dazu kann ich leider nichts sagen, ich hab hier lediglich 2 Hauskatzen und eine Maine Coon.
3) Vom Wesen her spräche mich auch die Russisch-Blau sehr an, aber da ich absolute Anfängerin bin, wäre meine Angst zu groß, da etwas falsch zu machen. Außerdem spricht für die Chartreuse (ich möchte eine oder zwei Kätzinnen, keine Kater, die sind mir zu groß), dass sie gesundheitlich so robust ist. Und was ich neben ihrer sehr leisen Art (ich bin ebenfalls sehr still, spiele ab und an leise Klavier) sehr mag, ist die vielzitierte "meditative" Art, wenn sie älter werden. Stimmt das?
- Dazu kann ich nur sagen, dass alle Katzen im Alter eher ruhiger werden
4) Wie ist es um die Sauberkeit (Geruchsintensität) und den Pflegeaufwand (Fell bürsten, wie oft?)bestellt? Ich habe vieles gelesen, allein, es ist doch ein Unterschied, es von jemandem erzählt zu bekommen, der es aus eigener Erfahrung kennt.
- Was die Sauberkeit angeht: Da kommt es darauf an, welches Streu man benutzt, wie viele Klos man hat (bei 2 Katzen mindestens 3) und wie oft man sauber macht.
5) Wenn die Kartäuserinnen dann rollig werden, steht dann zu befürchten, dass es hier in der Umgebung zu sommerlichen Katzenkonzerten kommt? Es gibt hier zwischen Gesang und Gefauche die unterschiedlichsten Katzenmusikstile...
- Ja das wäre zu befürchten, aber Katzen gehören sowieso kastriert. Egal ob Wohnungshaltung oder Freigang

Außerdem sollte dir Bewusst sein, dass Katzen durchaus Luxus sind und dementsprechend Geld kosten. Die Erstanschaffung - also mindestens 2 Deckenhohe Kratzbäume, mindestens 3 Katzenklos, pro Nase 2 Futternäpfe, einige Wassernäpfe die in der Wohnung verteilt werden, Spielzeug, Decken, Liegeplätze usw. Da ist man kurzerhand 200 Euro oder mehr los.
Dann die monatlichen Kosten von Futter - kein Trockenfutter, sondern hochwertiges Nassfutter (kein Whiskas & Co) - Streu, eventuell entstehende Tierarztkosten - Impfung, Entwurmung, Kastration (Liegt bei einer Katze so zwischen 80 und 120 Euro)usw.
Ich hab hier 3 Katzen sitzen und füttere mittel - bis hochwertiges Futter und komme im Monat auf ca. 40 Euro Futterkosten. Dazu kommt noch das Streu mit nochmal ca. 30 Euro.
 
  • Einige Fragen zur Wohnungshaltung von Kartäuserkatzen Beitrag #4
Huhu,

Nachdem ich einige Tests gemacht habe
Hmm, Was für Tests waren das denn?

Sie müsste täglich von ca. 16.30 bis 21.30 allein sein können und damit gut zurecht kommen, dass ich morgens lange schlafe. Ich möchte eine reine Wohnungskatze, weil ich in der Nähe einer stark befahrenen Ausfallstraße wohne und Angst hätte, dass ihr etwas zustößt. Außerdem möchte ich nicht ständig tote Mäuse angeschleppt bekommen oder verdreckte Pfoten reinigen müssen, das ist der egoistische Grund. Sie könnte einen wunderbaren Fensterplatz auf der Heizung mit Blick ins Grüne haben, einen Katzenkorb, einen Kratzbaum. dürfte bei mir im Bett schlafen und ich würde hoffen, dass es mir gelingt, sie an das Katzenklo im Badezimmer zu gewöhnen.
Laut dieser Beschreibung passt so ziemlich jede Katze zu dir - solange du zwei nimmst und sie halbwegs gut erziehst.
Auch eine Karthäuserkatze wird dich nicht ausschlafen lassen, wenn sie Hunger hat und Mäuse fangen, wenn sie die Gelegenheit dazu hat... usw.

1) "Verträgt" eine Kartäuserkatze Einzelhaltung in der Wohnung?
Wie schon gesagt wurde: auf jeden Fall zwei Katzen, gerade bei Wohnungshaltung kommt es sonst zur Vereinsamung und unter Umständen auch zu richtigen Verhaltensauffälligkeiten. Ein verantwortungsbewusster Züchter wird auch niemals eine Katze in "Einzelhaft" abgeben.

3) Vom Wesen her spräche mich auch die Russisch-Blau sehr an, aber da ich absolute Anfängerin bin, wäre meine Angst zu groß, da etwas falsch zu machen.
Was lässt dich glauben, dass eine Russisch Blau komplizierter zu halten sei als eine Karthäuser? :eusa_think:

(ich möchte eine oder zwei Kätzinnen, keine Kater, die sind mir zu groß)
Mmh, dir ist aber schon klar, das der Größenunterschied oft nur minimal und manchmal gar nicht vorhanden ist? ;)

Außerdem spricht für die Chartreuse (...), dass sie gesundheitlich so robust ist. Und was ich neben ihrer sehr leisen Art (...) sehr mag, ist die vielzitierte "meditative" Art, wenn sie älter werden. Stimmt das?
Gesundheitlich robust... naja, robuster als manche Rassekatzen die sehr extrem von Erbkrankheiten belastet sind, aber das ist auch schon alles. Letztendlich ist es immer ein wenig Glückssache, ob du letztendlich wirklich ein durchwegs gesundes Tier erhältst und behältst.
Karthäuser sind auch nicht leiser als die meisten anderen Katzen - okay, man kann sie nicht mit Siamesen und anderen Orientalen vergleichen, aber das war's auch schon. Alle Katzen werden insgesamt ruhiger und "meditativer" wenn sie älter werden, das hat nichts mit ihrer Rasse zu tun.

Allgemein habe ich bisschen das Gefühl, du hast ein wenig viele Rasseportraits gelesen. Bei Katzen sind diese aber oft weit weniger aussagekräftig als etwa bei Hunden. Du wirst innerhalb einer Rasse bei Katzen noch immer recht große charakterliche Unterschiede finden und vor allem von Rasse zu Rasse bzw. von Rasse zur ganz normalen Feld- und Wiesenkatze nur kleine Unterschiede - wenn denn überhaupt welche da sind.
Wenn du wirklich Wert auf einen bestimmten Charaktertyp legst, solltest du auf jeden Fall nach zwei bereits erwachsenen Tieren Ausschau halten, bei denen der Charakter sich schon gefestigt hat und der Vorbesitzer Auskunft geben kann.
Unbedingt ans Herz legen würde ich dir aber einen Besuch im örtlichen Tierheim. Auch dort findest du heute sehr oft Rassekatzen und wie gesagt, die Anforderungen die du stellst kann nahezu jede Katze dort ebenso erfüllen!

LG blackcat
 
  • Einige Fragen zur Wohnungshaltung von Kartäuserkatzen Beitrag #5
Vieles wurde ja schon gesagt, vorallem gerade bei Wohnungshaltung, sollte es auf keinen Fall nur eine Katze sein.

Wie bist du auf die Rasse Kartäuser gekommen? Es gibt in Deutschland nur sehr wenige Züchter und wenn man im Internet unter Kartäuser-Züchtern sucht, sind dass meiste was angezeigt wird blaue BKHs und keine Kartäuser. Da reinrassige Chartreux (Kartäuser) wie gesagt recht selten sind und es nur wenige Züchter in Deutschland gibt, sind sie auch teurer als manch andere Rassekitten, dessen solltest du dir bewußt sein, ich denke mit mindestens 700,00 € pro Kitten musst du schon rechnen. Du könntest dir natürlich und dass wäre für einen Anfänger in Katzenhaltung am besten geeignet auch statt Kitten lieber zwei ehemalige Zuchtkatzen zu dir nehmen, die werden etwas günstiger und bereits kastriert abgegeben meist schon in einem Alter von 4-6 Jahren. Kitten sind eine große Verantwortung und alles andere als pflegeleicht und die Katzenerziehung ist für Anfänger auch nicht so leicht.

Die größte Schwierigkeit sehe ich ehrlich gesagt darin, dass es Rassekatzen sein sollen. Es gibt leider viele schwarze Schafe unter den Züchtern und für einen Laien ist es wirklich nicht leicht einen seriösen und verantwortungsvollen Züchter zu finden und zu erkennen. Ich weiß wovon ich spreche, ich habe auf der Suche nach einer seriösen BKH-Zucht mit mindestens 20-30 Züchtern Kontakt aufgenommen und mir mehrere Zuchten angeschaut, bis ich eine wirklich seriöse Zucht gefunden habe. Bei Kartäusern hast du da natürlich ein Problem, weil da gibt es gar nicht soviele Züchter und da musst du vermutlich auch eine weite Anfahrt in Kauf nehmen, um dir eine Zucht vor Ort anzuschauen.

Hier schon mal ein paar ganz wichtige Punkte, auf die du bei der Auswahl einer Zucht achten solltest:

- Die Kitten werden frühestens mit 12 Wochen abgegeben, die meisten geben erst mit 13-16 Wochen ab, sie sind fertig geimpft, entwurmt und haben einen Impfpass und einen Stammbaum und sind natürlich auch stubenrein, auch wenn bei dir trotzdem dann anfangs dass eine oder andere Malheur noch passieren kann.

- Es wird nur eine Rasse gezüchtet und es sind auch nicht zuviele Zuchtkatzen, normalerweise nicht mehr als 4-5 Kätzinnen und 1-2 Deckkater.

- Die Katzen leben im Haushalt integriert und dürfen sich frei bewegen, sind nicht in separierten Katzenzimmern untergebracht und auch die Deckkater sind nicht in Einzelhaft weggesperrt.

- Du darfst dich vor Ort in der Wohnung frei bewegen und dir alles anschauen, es ist ordentlich und sauber und riecht nicht schon im Flur nach Katzenhaltung.

- Die Kitten werden liebevoll aufgezogen, ab der 4./5. Woche abwechslungsreich und hochwertig zugefüttert, also erkundige dich auch, womit die Katzen dort gefüttert werden.

- Die Elterntiere werden regelmässig auf rassespezifische Erbkrankheiten untersucht, lass dir die Untersuchungsergebnisse der Katzen zeigen.

- Der Züchter beantwortet nicht nur deine Fragen offen und bereitwillig, sondern stellt auch dir jede Menge Fragen, weil ihm wichtig ist zu wem seine Katzen kommen und wie sie dann dort gehalten werden.

Sind schon mal ein paar wichtige Punkte auf die man unbedingt achten sollte, übrigens geben seriöse und verantwortungsvolle Züchter auch nicht in Einzelhaltung ab.
 
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  • Einige Fragen zur Wohnungshaltung von Kartäuserkatzen Beitrag #6
Das, was mich an einer Katze "reizt", ist gerade ihr Charakter.

Und da jede Katze ihren ganz eigenen Charakter hat, und das auch nicht rassseabhängig ist, würde ich Dir empfehlen, erstmal überhaupt Katzen "live" zu erleben. Du hast ja geschrieben, Du hattest noch nie eine Katze.

Also mach mal einen Ausflug ins nächste Tierheim und hocke dich in die Katzenstube. Vielleicht "reicht" es Dir dann schon und Du nimmst lieber Abstand von Katzen, wenn sich einige an Dein Bein klammern und die gute Jeans zerfetzen:mrgreen:, oder Du bist sofort fasziniert von diesen Wesen. In letzterem Fall kann man weitersehen;)
 
  • Einige Fragen zur Wohnungshaltung von Kartäuserkatzen Beitrag #7
Grundsätzlich möchte ich meinen ganzen Vorrednern zustimmen was die Punkte Einzelhaltung, Kastration und Rassentyp angeht.

Ich kann vielleicht noch zusätzlich folgendes beitragen. Als ich Jugendliche bei meinen Eltern war, hatten wir unter anderem zwei Rassekatzen. Einen Perser (mit Nase!) und einen (echten) Chartreux Kater. Die kamen natürlich mit Papieren und allem drum und dran. An der Stellen kann ich nur Simpats Kriterien für einen vernünftige Zucht bekräftigen.

Grizzly (unser Chartreux) war übrigens ein ausgesprochen aktiver und lebendiger Kater mit einem stark ausgeprägten Freiheitsdrang. Gleichzeitig war er sicher eines der anhänglichsten Katzentiere die ich je hatte, und eines der schönsten, bzw imposantesten. Aber von dem angeblich so ruhigen Rassetyp war bei ihm nicht viel zu sehen.
Ich denke auch, du solltest vielleicht dich nicht gleich zu Anfang so stark auf eine Rasse fixieren, sondern vielleicht auch mal den Tierschutz in erwägung ziehen. Jedes Tier kann charakterlich völlig verschieden sein, Rassetyp hin oder her. Vielleicht erobern ja zwei dein Herz gleich im Sturm?
Zudem ist es definitiv so, dass die Züchtung der Kartäuser hier in Deutschland sehr selten ist. Es wird einem oft was als "Kartäuser" verkauft, was eigentlich eine Blaue BKH ist. Die übrigens auch ausgesprochen süß sind und vom Grundwesen wohl für die Wohnungshaltung gut geeignet sein sollen.
Wir haben damals als wir Grizzly bekommen haben auch in Frankreich gewohnt, und die Züchterin war eine Freundin meiner Mutter.
 
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