Hund bewacht zu stark. Was tun?

Diskutiere Hund bewacht zu stark. Was tun? im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo, ich habe ein Problem mit meinem Hund Teddy. Ich kann z.B. nicht mit ihm picknicken, weil er sonst jeden im Umkreis von 10 m ankläfft und...
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #1
Kanaan

Kanaan

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Hallo,
ich habe ein Problem mit meinem Hund Teddy. Ich kann z.B. nicht mit ihm picknicken, weil er sonst jeden im Umkreis von 10 m ankläfft und manchmal angreift. Und wenn ich hinfalle oder mich verletze, lässt er keinen mehr an mich ran. Einmal bin ich auf dem Hundeplatz hingefallen und hab mir das Knie aufgeschürft und als mir eine Frau helfen wollte, hat er sie angegriffen. Er hört zwar sehr gut und ist sonst nicht mehr aggressiv, aber was passiert, wenn ich ich mich so stark verletze, dass ich ohnmächtig werde und er die Sanitäter nicht an mich ran lässt. Er ist ja auch kein kleiner Hund an dem man einfach vorbei kommt, sondern über 60 cm groß und sehr stark und ausdauernd.
Ich würde mich freuen, wenn ihr mir ein Paar Tipps geben könntet, um so etwas zu unterbinden.

LG Kanaan
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun?

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  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #2
Was ist Teddy den für eine Rasse?

grundsätzlich nehmen Hunde ihre Aufgaben ernst. Wenn du den Eindruck machst das du das wachen duldest oder der Hund den Eindruck hat er muesse seinem Armen Frauchen Hilfe und Schutz brauchst wird der Hund dieser Aufgabe nicht zu 50% sondern zu 100% nachkommen. Ich denke und damit will ich dich NICHT angreifen, du musst die Kontrolle darüber übernehmen. Wachhunde werden immer eine Tendenz haben zum wachen, aber man kann ihnen zeigen das Frauchen das fiel besser kann und sich der Hund zurück lehnen kann. Das ist sich bedeutend weniger Stress für den Hund. Allerdings weiß ich keinen rat wie man das bei Ohnmacht regelt. Vermutlich wird die Polizei gerufen die den Hund einfangt oder erschießt um die zu helfen. :eusa_think:
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #3
Hi,
Teddy ist ein Kanaan. Das mit dem sich nicht bewachen lassen klappt gut, wenn ich mich konzentriere und die ganze zeit 100% bei ihm bin, aber sobald das nicht der Fall ist wird er aggressiv gegenüber anderen. Also es hält nicht langfristig.
Danke für die schnelle Antwort;)

LG Kanaan
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #4
Huhu!
Ich würde dir zu einem Trainer oder einer Hundeschule raten die Erfahrung mit dem Thema haben.
Die können dir bestimmt richtig und gut helfen.

LG
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #5
Ich gehe bereits zu einer Hundeschule und habe mich auch schon bersten lassen, aber alle sagen das gleiche mit Chefrolle übernehmen und so, aber das klappt, wie gesagt nicht.:(
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #6
Hi,
Teddy ist ein Kanaan. Das mit dem sich nicht bewachen lassen klappt gut, wenn ich mich konzentriere und die ganze zeit 100% bei ihm bin, aber sobald das nicht der Fall ist wird er aggressiv gegenüber anderen. Also es hält nicht langfristig.
Danke für die schnelle Antwort;)

LG Kanaan



Also da würde ich erst Mal sagen das du alle Situationen ausschließt wo du nicht 100% bei dem Hund sein kannst. Das ist natürlich etwas ungemütlich, aber besser wie eine Anzeige weil einer sich vom Hund bedroht/ angegriffen oder gar verletzt fühlte. Und dann natürlich Trainer oder Hundeschule aber ehrlich gesagt weiß ich auch nicht wie man es an für sich unterbindet außer eben 100% vor deinen Hund die Lage unter kontrolle zu haben. :eusa_think:

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Also die Wikipedia beschreibung klingt nicht so gut;

Kanaanhunde sind noch so nah am Wildtier, dass ihr Verhalten ganz anders ist als das anderer Hunderassen. Sie sind territorial und besitzergreifend, misstrauisch gegenüber fremden Menschen und fremden Dingen, intelligent und sehr unabhängig. Man kann sie nie zwingen, etwas zu tun. Man muss sie davon überzeugen, dass es vernünftig ist, es zu tun.

Welpen müssen früher als Welpen anderer Rassen sozialisiert und mit unserer städtischen Umwelt vertraut gemacht werden, damit sie die ihnen angeborene Scheu überwinden. Da der Kanaan sehr ortsgebunden ist, streunt er nicht. Er betrachtet den Bereich, in dem er lebt mit all seinem Inhalt inklusive seines Besitzers, dessen Kindern und anderen Haustieren, als sein Eigentum, das er gegen jeden Eindringling verteidigen muss.


Seit wann hast du diesen Hund den, wie lastest du ihn aus, wie wurde er sozialisiert (und was mich persönlich interessiert) warum ein Kaanan? ;)
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #7
Also ich beantworte mal nacheinander deine Fragen:

1. Ich habe ihn seit Winter 2012. Ich habe ihn mit 6 Wochen gefunden. Er wurde ausgesetzt, war völlig unterkühlt und anscheinend ein Trauma, laut Tierarzt (wer hätte das nicht?).
2. Ich gehe jeden Tag 1 Stunde mit ihm spazieren, werfe ihm 15 - 30 min lang den Ball, gehe 2-mal die Woche zum Hundeplatz, fahre ab und zu mit ihm Fahrrad und meine Mutter fährt jeden 2. Tag mit ihm in den Wald oder aufs Feld, wo er frei laufen darf und andere Hunde trifft.
3. Ich bin mit ihm seit er ein Welpe ist immer in den Wald gefahren, war in einer Welpengruppe und habe darauf geachtet, dass er viel (positiven) Hundekontakt hat. Ich nehme an, dass er sich das besitzergreifende zusätzlich im Welpenalter von meinem anderen Hund abgeguckt hat. Dazu kommt, dass sein "Orientierungshund" gestorben ist, als Teddy 6 Monate alt war. Vermutlich fühlt er sich seitdem so, als dass er alle Verantwortung trägt, obwohl ich natürlich versuche ihm dieses Gefühl zu nehmen, was mir aber nicht immer gelingt.
4. Ich habe ihn gefunden und mich deswegen nicht für diese Rasse entschieden, sondern erst später herausgefunden, dass er ein Kanaan ist. Davor hielt ich ihn für einen Labrador-Weißer Schäferhund-Mix.

LG Kanaan
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #8
Die Eigenschaften die du austreiben möchtest sind der Rasse entsprechend.
Hier würde ich euch raten, mit jemand zu reden, der mit dieser Rasse entsprechende Erfahrung hat....

versuchs mal mit ihr
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #9
Danke ich werde sie mal anschreiben:)
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #10
Hallo Kanaan,

Da du gerade das Problem hast mit dem Beschützer Instinkt, vielleicht könnte ich dir in dieser Hinsicht weiterhelfen.
Mein DSH-Berner Sennenhund Mischling (Rüde - 9 Monate alt) hat auch seinen Beschützer Instinkt und klefft alles was bei 2 Meter nicht auf dem Baum ist an und versucht zu beißen oder zu zwicken.
Das ist bei mir schon 2 mal vorgekommen, das er gezwickt hat..
Jetzt pass ich selber auch auf, das er das nicht nochmal macht.

Wenn ich mit ihm Spazieren gehe, dann halte ich ihn bei JEDER Begegnung mit Menschen an die Kurze Leine... so das er keine Bewegungsfreiheit hat, sollte er jemanden Anvisieren und ich bekomme das mit, reicht ein Strenges Nein, AUS.. dann lässt er zu 80% ab... bei den Üblichen 20% ... muss ich ihn an den Kragen packen und ihn nach unten drücken. Somit weiß er sofort bescheid, Ahh...Ich mache es lieber doch nicht.
Diese Methode klappt bei mir sehr gut.

Liebe Grüße
Schaaf :p
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #11
Hallo Kanaan,

Da du gerade das Problem hast mit dem Beschützer Instinkt, vielleicht könnte ich dir in dieser Hinsicht weiterhelfen.
Mein DSH-Berner Sennenhund Mischling (Rüde - 9 Monate alt) hat auch seinen Beschützer Instinkt und klefft alles was bei 2 Meter nicht auf dem Baum ist an und versucht zu beißen oder zu zwicken.
Das ist bei mir schon 2 mal vorgekommen, das er gezwickt hat..
Jetzt pass ich selber auch auf, das er das nicht nochmal macht.

Wenn ich mit ihm Spazieren gehe, dann halte ich ihn bei JEDER Begegnung mit Menschen an die Kurze Leine... so das er keine Bewegungsfreiheit hat, sollte er jemanden Anvisieren und ich bekomme das mit, reicht ein Strenges Nein, AUS.. dann lässt er zu 80% ab... bei den Üblichen 20% ... muss ich ihn an den Kragen packen und ihn nach unten drücken. Somit weiß er sofort bescheid, Ahh...Ich mache es lieber doch nicht.
Diese Methode klappt bei mir sehr gut.

Liebe Grüße
Schaaf :p

Dein 9 Monate alter Junghund schnappt uhnd kläfft und als Strafe wird er am Kragen gepackt und runter gedrückt? Sorry dann kommst du einfach nicht mit den Hund klar. Die TE hat einen Kaanan, das ist noch mal ein ganz anderes Kaliber wie ein DSH- Berner Mix, die sind dagegen noch echt leichtführige Hunde gerade weil der DSH mit den Menschen arbeitet.
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #12
Wenn ich mit ihm Spazieren gehe, dann halte ich ihn bei JEDER Begegnung mit Menschen an die Kurze Leine... so das er keine Bewegungsfreiheit hat, sollte er jemanden Anvisieren und ich bekomme das mit, reicht ein Strenges Nein, AUS.. dann lässt er zu 80% ab... bei den Üblichen 20% ... muss ich ihn an den Kragen packen und ihn nach unten drücken. Somit weiß er sofort bescheid, Ahh...Ich mache es lieber doch nicht.
Diese Methode klappt bei mir sehr gut.
Die »kurze Leine« an sich halte ich für richtig, denn wenn der Hund schnappt darf er keine Gelegenheit bekommen, jemanden zu verletzen. Aber: Je kürzer die Leine, desto angespannter meist Mensch und Hund, was die Situation verschlimmert.
Dazu kommt, dass hier nicht das Problem behoben wird, sondern das Symptom. Warum schnappt der Hund nach fremden Menschen, wenn sie nur vorüber gehen?
Statt dem Hund Sicherheit zu geben und zu signalisieren »ey, da passiert nix«, nimmst du ihn kurz, bringst ihn in Spannung und wenn er dann reagiert wird er unverhältnismäßig und meiner Meinung nach falsch gestraft, indem er körperlich angegangen wird. Das verbindet er dann wieder mit dir und dem Mensch, baut Frust auf und lässt ihn am nächsten Passanten wieder aus. Sorry, aber egal ob das Schutztrieb oder Unsicherheit ist halte ich das Vorgehen für falsch und kontraproduktiv, völlig unabhängig von der Rasse. Dem Hund wird hier weder signalisiert, dass du die Situation im Griff hast, noch dass der Mensch ungefährlich ist und er sich nicht darum kümmern braucht. Der Hund wird nur verbinden Mensch=Schmerz.
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #13
Die »kurze Leine« an sich halte ich für richtig, denn wenn der Hund schnappt darf er keine Gelegenheit bekommen, jemanden zu verletzen. Aber: Je kürzer die Leine, desto angespannter meist Mensch und Hund, was die Situation verschlimmert.
Dazu kommt, dass hier nicht das Problem behoben wird, sondern das Symptom. Warum schnappt der Hund nach fremden Menschen, wenn sie nur vorüber gehen?
Statt dem Hund Sicherheit zu geben und zu signalisieren »ey, da passiert nix«, nimmst du ihn kurz, bringst ihn in Spannung und wenn er dann reagiert wird er unverhältnismäßig und meiner Meinung nach falsch gestraft, indem er körperlich angegangen wird. Das verbindet er dann wieder mit dir und dem Mensch, baut Frust auf und lässt ihn am nächsten Passanten wieder aus. Sorry, aber egal ob das Schutztrieb oder Unsicherheit ist halte ich das Vorgehen für falsch und kontraproduktiv, völlig unabhängig von der Rasse. Dem Hund wird hier weder signalisiert, dass du die Situation im Griff hast, noch dass der Mensch ungefährlich ist und er sich nicht darum kümmern braucht. Der Hund wird nur verbinden Mensch=Schmerz.

Danke Mischling, so sehe ich das auch, bin wohl noch halb dösig heute Morgen. :mrgreen:
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #14
Huhu,

ich kenn mich zwar mit der Rasse selber nicht gut aus, aber wir haben hier auch einen Wachhund (natürlich ein anderes Kaliber). Bei allen Wachhunden gilt es, ihnen beizubringen, dass DU alles unter Kontrolle hast und der Hund nicht diese Rolle übernehmen muss.

Am Anfang würde ich erst einmal üben, an anderen menschen vorbei zu gehen. Dazu nimmst du den Hund an der kurzen aber lockeren Leine. Auf keine Fall Druck erzeugen, er muss wirklich locker laufen. Lass ihn nicht vor dir gehen, du musst ihn führen. Meistens nehmen Wachhunde ihre Rolle viel ernster, wenn sie vorne sein dürfen.
Damit er nicht die kurze Leine mit "Gefahr Mensch" verknüpft, solltest du auch immer mal wieder den Hund kurz nehmen wenn nichts in der Nähe ist. Er muss lernen, dass es normal ist und keine Gefahr besteht.
Dann fängst du an, versuchst an Menschen vorbei zu laufen. Merkst du, er fixiert eine Person, sagst du klar und deutlich "nein". Hört er darauf, lobst du. Hört er nicht, drehst du um und gehst einen anderen Weg. Ist er dann ruhig, lobst du ihn und versuchst es erneut.
Es ist ein langer Prozess, vorallem für so eine Rasse mit den Eigenschaften die du quasie unterdrücken möchtest. Unmöglich ist es nicht, du musst nur konsequent daran arbeiten. D.h. ab sofort gibts keinen "ruhigen Tag" mehr, du bist sozusagen immer im Training. ;)
Als Hilfsmittel gibt es natürlich auch die Leckerlietube für Hunde, die man mit Leckerlies gut lenken kann. Die kann man fertig kaufen (Leberwursttuben z.B.) oder man kauft sich eine leere Tube im Campingladen (heißen leere Senfttuben zum selber befüllen).
Da kann man sich dann immer selber was reinfüllen, ganz praktisch wenn du barfer bist. Einfach alles in den Mixer werfen und dann die Pampe in die Tube füllen.
Er erarbeitet sein Futter selber, du bekommst keine klebrigen Finger und ihr tut was fürs Training.
Wenn du an Menschen vorbeigehst, nimmst du die Tube raus, hälst ihm die vor der Nase und führst ihn an den Menschen vorbei. Wenn er ruhig ist, loben. Wenn nicht, wie oben shcon beschrieben, umkehren, loben wenn er ruhig ist und erneut versuchen.

Beim Picknick würde ich sagen, leine deinen Hund erst mal nicht mehr ab. Halte ihn bei dir an der kurzen Leine. Sobald er anfängt zu fixieren bzw. zu knurren, nein sagen und zu dir holen, eventuell ins sitz schicken. Wenn er ruhig ist, loben.
Und immer so weiter...
Als Alternative zum "nein" kannst du auch ein Abbruchssignal anwenden (falls er dies kennt). Bei uns ist es "ist gut" oder "ok". Wenn er darauf ruhig ist, immer wieder loben.

Ich hoffe, ich konnte etwas helfen. :)
 
  • Hund bewacht zu stark. Was tun? Beitrag #15
Danke an alle für eure Tipps.
Dann heißt es wohl üben, üben und nochmal üben.
Das dachte ich mir auch schon, aber ihr habt mir noch Anregungen gegeben wie.

LG Kanaan
 
Thema:

Hund bewacht zu stark. Was tun?

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