"Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?)

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  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #1
Smoothie

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"Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?)

Hallo,

kennt ihr diesen Spruch? Ich kenne ihn gut, ich habe ihn nämlich schon sehr oft gehört, auch wenn ich finde das er nur zum Teil zu mir passt.
Wie fast jeder andere Hundebesi vertraue ich meinen Hund das er mir nicht mit seinen scharfen Zähnen die Kehle aufbeißt, wenn ich ihn für einen Begrüßungskuss aufs Bett lasse. Auch wenn ich manchmal etwas unsicher auf den Platz bin, vertraue ich mittlerweile meinem Hund das dieser zu keinem anderen Hund rennt. Ich vertraue darauf das ich meinen Hund lesen und abrufen kann wenn er in seinem hübschen kleinen Schädel sich doch mal blödsinn zusammenreimt. Ich vertraue meinen Hund so sehr, das ich die Schleppleine einfach schleifen lasse und ohne große Ängste ab und an auch abmache. Ich vertraue darauf das mein Hund sich im Freilauf gegenüber anderen Hunden zu benehmen weiß. Kurzum; für anderen mag die Schleppleine der Beweis sein das ich meinen Hund nicht vertraue, aber doch das tue ich. Aber mein Vertrauen ist nicht völlig und komplett, den mein kleines Nini ist ein Hund und Hunde sind keine Roboter.


heute habe ich eine kleine Begegnung gehabt mit einem anderen Hundebesitzer. Dieser Mann hat einen wunderschönen Rüden. Der Hund ist ein kleiner Spanier und aus einer Tötungsstadion. Er sagt; sein Hund läuft immer sehr weit weg im Freilauf, aber er wüsste das er wieder kommt. Tatsächlich war dieser Hund dann auf einem kleinen allein Spaziergang und ging mal so eben locker flockig um die 50-60 Meter von seinem Besitzer weg. Gut, tut mein Yuukan ja auch ab und an, aber nur zum Häufchen machen. Das Feld war gut übersichtlich, auch gut. Aber dann kam ein Hase und der Hund rannte diesen nach. Der Besitzer machte keine Anstalten ihn zurückzurufen. Der Hund rannte 200, 300, 400 Meter weit weg und außer Sicht. Wohlbemerkt in richtung Autobahn. Der Besitzer rief nicht, er lachte und sagte:
Ich vertraue meinem Hund, der braucht das und er kommt wieder.

Mal jetzt ganz abgesehen von dem armen Kaninchen was der Hund gehetzt hat. Ist das vertrauen? Ich meine richtig verantwortungsvolles Vertrauen? Da oben hätte ja nur ein Traktor sein müssen, oder ein Hase der noch was näher war, wo man dann losstartet zur zweiten Runde, oder ein weiterer Hund oder oder oder.
Der Hund kam tatsächlich nach etwa einer Minute wieder, immer noch lachte der Besitzer, der Hund rannte in etwa 300 Meter entfernung als kleiner schwarzer Fleck in der Landschaft herum und suchte noch was auf Spur, aber; Ích vertraue meinen Hund, der braucht das ja weil da ein Border mit drin ist, die brauchen das ja auch.
Er kam dann auf den Pfiff meiner Mutter, freute sich, wurde gestreichelt und gelobt vom Besitzer.
Meine Mutter war dabei und als ich reinging und sagte das ich das bei Yuukan nicht so zulassen würde (übrigens saß dieser mit einen Sitz und starte dem Hasen nur nach ohne irgendeinen Versuch zu machen nachzurennen) und das ich das gefährlich finde, sagte meine Mutter: Du vertraust eben deinem Hund nicht.


Vertrauen oder Verantwortungslos. Was sagt ihr dazu? :eusa_think:
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?)

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  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #2
Das der Hund zurueck kommt kann schon mit Vertrauen zutun haben. Aber ob ich den anderen Personen die involviert sein koennen vertraue ist sehr fraglich. Wenn der Hund auf die Autobahn rennt kann ich ihm 10mal vertrauen, wenn der Autofahrer nicht mehr bremsen kann, dann nuetzt mir dieses Vertrauen auch nichts mehr.
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #3
Das der Hund zurueck kommt kann schon mit Vertrauen zutun haben. Aber ob ich den anderen Personen die involviert sein koennen vertraue ist sehr fraglich. Wenn der Hund auf die Autobahn rennt kann ich ihm 10mal vertrauen, wenn der Autofahrer nicht mehr bremsen kann, dann nuetzt mir dieses Vertrauen auch nichts mehr.

Danke. ;)
Ich denke halt man sollte eher Trainieren und drauf vertrauen das der Hund gar nicht erst ausbüchst. Wie drauf vertrauen das der Hund nach Lust und Laune dann eben zurückkommt. Ich weiß das beißt sich was mit meiner ´der Hund ist kein Roboter´ Sache, aber da der Besi selber sagt das er das eben mal macht, alleine rumlaufen, was jagen finde ich es ist eine Sache vom Training. Es wurde von der Hundegruppe die sich da versammelt hat einstimmig gesagt das man diese Hunde ja nicht ´einsperren´ könne, sprich man könne sie ja nicht an die Schlepp nur machen. Aber eine Schlepp muss ja nicht unbedingt das ´Todesurteil´ für jeden wunderbaren Freilauf sein, verstehste? :eusa_think:
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #4
Off-Topic
Smoothie...das muessen wir jetzt mal im Kalender anstreichen, dass wir einer Meinung sind;)


Ich weiss was du meinst. Ich finde halt, dass der Hund eben auch eine Gefahr fuer andere darstellen kann.. Es muss nicht sein, dass ich meinen Hund sinnlos jagen lasse. Klar Coco und Hazel rennen im Garten auch mal nem Eichhoernchen oder Vogel hinterher, aber erwischt haben sie noch nichts;). Genau durch so eine Unvernuenftigkeit sind in einem nahegelegenen National Park Hunde verboten. Es gab Vorfaelle mit Wildtieren, vorallem Baeren, die einfach gestoert wurden.
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #5
Grüß dich,

Ein sehr interessantes Thema, durchaus,. Da jedoch jeder eine andere Anschauung von dem Wort "Vertrauen" hat, würde ich damit anfangen, was eigentlich Vertrauen heißt: Ist es das Vertrauen, dass das Training sitzt und somit auch der Rückruf? Ist das überhaupt Vertrauen oder bloß einfache, aufgebaute Sicherheit?
Kann man einem anderen Lebewesen überhaupt zu 100 % vertrauen?
Nun, in meinen Augen ja. Jedoch kommt es darauf an, wie man "Vertrauen" definiert. Hier mal ein Beispiel wie ich es meine:

Bei Wega kann ich darauf vertrauen, das er sich für Wild nicht interessiert, selbst wenn dieses vor ihm Samba tanzen würde. Bei Wega kann ich darauf vertrauen, das er sich nicht weiter als X Meter entfernt und abrufbar ist. Hier kann ich dem Ganzen sehr locker und leicht begegnen.
- Ich bezeichne das jetzt einfach mal als "positive" Sicherheit/Vertrauen.

Bei Akos kann ich darauf Vertrauen, das er abhaut, sobald er Wild sieht. Egal was ich tue. Der verschwindet im Busch und kommt nie wieder zurück. Daher bin ich im Feld immer bis zu einer gewissen Weise angespannt/ überschaubarer/vorsichtiger.
- Ich bezeichne das jetzt einfach mal als "negatives" Vertrauen/Sicherheit, weil das Verhalten ja nicht erwünscht ist.

Ich denke, das man auch über Negatives Vertrauen/Sicherheit aufbauen kann, wenn man weiß, wie der eigene Hund tickt. Vielleicht hat der Mann Erfahrungen gemacht, die ihn dazu bringen, seinen Hund so frei laufen zu lassen.

Für mich persönlich wäre das auch nicht denkbar, da man eine gewisse Verantwort gegenüber der Umwelt/Mitmenschen hat...und wenn mein Hund einen Unfall fabrizieren würde, jemand zu Schaden kommt, oder der Hund vielleicht selbst...ich würde mir das nie verzeihen.

Hoffe, ich hab das halbwegs verständlich geschrieben, ansonsten versuche ich es am Abend noch mal, da ist der Kopf freier.

Lg Foss
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #6
Off-Topic
Oh, sind wir nicht oft einer Meinung? :eusa_think: *geht es im Kalener anstreichen* :lol:


Richtig. Er kann auch eine Gefahr für andere darstellen. Alleine wenn er auf die Straße rennt und nen Massenkrach verursacht. :?

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Grüß dich,

Ein sehr interessantes Thema, durchaus,. Da jedoch jeder eine andere Anschauung von dem Wort "Vertrauen" hat, würde ich damit anfangen, was eigentlich Vertrauen heißt: Ist es das Vertrauen, dass das Training sitzt und somit auch der Rückruf? Ist das überhaupt Vertrauen oder bloß einfache, aufgebaute Sicherheit?
Kann man einem anderen Lebewesen überhaupt zu 100 % vertrauen?
Nun, in meinen Augen ja. Jedoch kommt es darauf an, wie man "Vertrauen" definiert. Hier mal ein Beispiel wie ich es meine:

Bei Wega kann ich darauf vertrauen, das er sich für Wild nicht interessiert, selbst wenn dieses vor ihm Samba tanzen würde. Bei Wega kann ich darauf vertrauen, das er sich nicht weiter als X Meter entfernt und abrufbar ist. Hier kann ich dem Ganzen sehr locker und leicht begegnen.
- Ich bezeichne das jetzt einfach mal als "positive" Sicherheit/Vertrauen.

Bei Akos kann ich darauf Vertrauen, das er abhaut, sobald er Wild sieht. Egal was ich tue. Der verschwindet im Busch und kommt nie wieder zurück. Daher bin ich im Feld immer bis zu einer gewissen Weise angespannt/ überschaubarer/vorsichtiger.
- Ich bezeichne das jetzt einfach mal als "negatives" Vertrauen/Sicherheit, weil das Verhalten ja nicht erwünscht ist.

Ich denke, das man auch über Negatives Vertrauen/Sicherheit aufbauen kann, wenn man weiß, wie der eigene Hund tickt. Vielleicht hat der Mann Erfahrungen gemacht, die ihn dazu bringen, seinen Hund so frei laufen zu lassen.

Für mich persönlich wäre das auch nicht denkbar, da man eine gewisse Verantwort gegenüber der Umwelt/Mitmenschen hat...und wenn mein Hund einen Unfall fabrizieren würde, jemand zu Schaden kommt, oder der Hund vielleicht selbst...ich würde mir das nie verzeihen.

Hoffe, ich hab das halbwegs verständlich geschrieben, ansonsten versuche ich es am Abend noch mal, da ist der Kopf freier.

Lg Foss


Nein, ich denke du hast das sehr gut beschrieben und ich habe es vertanden. Vielen Dank für deinen Beitrag, ich denke da hast du recht. Er war sich sehr sicher das der Hund zurückkommt, was er ja auch tat, aber verantwortungslos habe ich es schon eingestuft. Einfach wegen der extremen Entfernung. Der Hund war ja schon außer Sicht und was da alles hätte passieren können, ich denke da nur an Radfahrer die durch sie stürzen, Leute die Angst vor Hunden haben, weitere Hasen, die Autis auf der Autobahn. :shock:
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #7
Ich mag mittlerweile schon die Aussagen nicht..."der braucht das"!
Das was der Hund nicht braucht, ist zB in diesem Fall möglicherweise schon der Besitzer.
Zum einem, weil der Hund im Ausland bereits ein kleiner Jäger war, weil er überleben mußte.
Diese Hunde brauchen dann nicht wirklich jemand anderen zum Überleben.
Ich möchte meinen, das das Wort Vertrauen hier eigentlich auch eher heißen könnte.....Glück haben.
Der Besitzer hat Glück, das der Hund immer wieder zu ihm zurück gekommen ist und bisher noch nichts schlimmers passiert ist.
Das Verhalten finde ich, wie es schon geschrieben wurde, respektlos anderen Hundebesitzern gegenüber und mal abgesehen, das Hetzen von Hasis nicht erlaubt ist....wissen wir wohl alle. ICh sehe da eher, das der Herr da ein Problem herunter spielt...nämlich, das sein Hund nicht wirklich abrufbar ist ;) und sich da wohl was schön redet....:mrgreen:

Wie Foss es bereits schrieb....Vertrauen ist eine Definitionssache.
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #8
Ich mag mittlerweile schon die Aussagen nicht..."der braucht das"!
Das was der Hund nicht braucht, ist zB in diesem Fall möglicherweise schon der Besitzer.
Zum einem, weil der Hund im Ausland bereits ein kleiner Jäger war, weil er überleben mußte.
Diese Hunde brauchen dann nicht wirklich jemand anderen zum Überleben.
Ich möchte meinen, das das Wort Vertrauen hier eigentlich auch eher heißen könnte.....Glück haben.
Der Besitzer hat Glück, das der Hund immer wieder zu ihm zurück gekommen ist und bisher noch nichts schlimmers passiert ist.
Das Verhalten finde ich, wie es schon geschrieben wurde, respektlos anderen Hundebesitzern gegenüber und mal abgesehen, das Hetzen von Hasis nicht erlaubt ist....wissen wir wohl alle. ICh sehe da eher, das der Herr da ein Problem herunter spielt...nämlich, das sein Hund nicht wirklich abrufbar ist ;) und sich da wohl was schön redet....:mrgreen:

Wie Foss es bereits schrieb....Vertrauen ist eine Definitionssache.

:lol: Ich denke so kann man das sehen. ;)
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #9
Oh, ich habe sehr großes Vertrauen in meine Hunde - ich weiß aber auch genau, wann bei meinen Hunden die Sicherungen durchbrennen, was sie nicht mögen, wann Probleme auftauchen könnten, wann es gefährlich wird, usw.

Leichtsinn hat für mich nicht viel mit Vertrauen zu tun. ;)
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #10
Oh, ich habe sehr großes Vertrauen in meine Hunde - ich weiß aber auch genau, wann bei meinen Hunden die Sicherungen durchbrennen, was sie nicht mögen, wann Probleme auftauchen könnten, wann es gefährlich wird, usw.

Leichtsinn hat für mich nicht viel mit Vertrauen zu tun. ;)

So schaut´s aus.
Ich vertraue z.B. auch felsenfest darauf, dass Leni mir einen Hasen/Huhn/Fasan/andere Kleintiere und Katzen definitiv bringen würde- in Einzelteilen oder halb gefressen- würde ich sie offline laufen lassen :roll:
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #11
Oh, ich habe sehr großes Vertrauen in meine Hunde - ich weiß aber auch genau, wann bei meinen Hunden die Sicherungen durchbrennen, was sie nicht mögen, wann Probleme auftauchen könnten, wann es gefährlich wird, usw.

Leichtsinn hat für mich nicht viel mit Vertrauen zu tun. ;)

Seh ich auch so...

Ich finde es schön, wenn man seinem Hund vertrauen kann.
Das muss man aber eben auch erst lernen... wie der Hund im besten Falle auch lernt uns zu Vertrauen.

Viel ist wirklich Trainiertes, man vertraut das der Hund abrufbar ist usw...
aber ich finde z.B. beim Mantrailing lernt man noch mal auf eine andere Art dem Hund zu vertrauen.
Das ist für mich eine sehr wertvolle Erfahrung die ich immer wieder gerne Erlebe.
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #12
Das sehe ich auch so.

Ich hoffe, dass ich irgendwann an einen Punkt komme, wo ich meinem Hund wirklich vertrauen kann. Aber bis dahin brauchen wir beide noch viel Übung.

Derzeit vertraue ich ihm nur soweit, wie er sich in meinem direkten Umfeld aufhält. Ich weiß, bis zu welcher Distanz ich ihn auch ohne Leine gut kontrollieren kann und ich kenne die Situationen, in denen ich ihn rechtzeitig abrufen muss, damit er keinen Blödsinn macht. Ich kann ebenfalls darauf vertrauen, dass er keinerlei Aggression gegen andere Hunde oder Menschen zeigt.

Trotzdem würde ich ihn nie so weit außer Sicht laufen lassen und ich kann mir auch nicht vorstellen, dass ich ihm das irgendwann später mal erlaube. Es kann immer mal zu Situationen kommen, die sich dann von mir nicht kontrollieren lassen und in denen er zu einer Gefahr für andere Menschen, Tiere oder sich selber werden könnte. Das hat nichts mit Vertrauen zu tun, das finde ich leichtsinnig und unverantwortlich.
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #13
Hallöchen,

ein sehr interessantes Thema! @ Smoothie: Wenn ich ehrlich bin finde ich die Aussage deiner Mum etwas gemein, warum solltest du kein Vertrauen in deinen Hund haben? Nur weil du eine Schlepp dran hast? Kann ich nicht verstehen wie man so was sagen kann. Das kann doch jeder selbst entscheiden!

Ich kann meinen beiden Mädels zum Glück auch vertrauen. Bei Leni fiel mir das von Anfang an leicht, sie ist immer bei mir, geht höchstens 15m weg, jagt nicht, ist verträglich und abrufbar.
Bei Happy als Whippet viel mir das schon etwas schwerer, auch sie hatte am Anfang immer die Schlepp dran, wenn wir am Rückruf, anderen Hunden (sie war viel zu stürmisch) oder an Wild gearbeitet haben. Nun kann ich ihr aber Vertrauen, sie läuft noch enger um mich rum wie Leni, zeigt keine Jagdtendenzen und ist ganz vorsichtig mit anderen Hunden geworden.
Selbst wenn meine beiden mal toben, könnten sie mal eben mehrere 100m weg sein, aber auch das machen sie nicht. Sie toben in einem max. Umkreis von 50 - 100m.
Ach und diesen Satz "die brauchen das", finde ich so was von blöd. Musste ich mir mit Happy auch schon sehr oft anhören, die brauchen doch die Rennbahn die Whippets, falsch! Happy ist mit Sicherheit glücklicher als viele Whippets die nur aus Prestige für ihre Besis laufen müssen!

Sorry, ein langer Text :/ .
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #14
Off-Topic
Mal etwas anderes, ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber bei uns könnte ich meinen Hund ohne "richtigen" Sichtkontakt garnicht laufen lassen wenn ich in der Nähe von Hochsitzen oder so unterwegs bin, weil es LEIDER viele Jäger gibt, die sonst auf meinen Hund schießen würden.


Aber ich muss sagen, dass ich meinem Hund auch komplett vertrauen kann. Klar, im Wohngebiet ist er an der Leine, aber auch nur weil viele Nachbarn Angst vor ihm haben, nur weil er ein Schäferhund ist (alte Leute halt) aber sonst lasse ich ihn immer von der Leine, er weicht mir sowieso keine 10 Meter weg. Klar schnuppert er mal hier und da, aber spielen ist nicht unbedingt und wehe ich bin zu weit weg, dann kommt er schon angelaufen. In der Hinsicht kann ich meinem Hund eindeutig auch blind vertrauen.

Andererseits muss ich ganz klar sagen, ich würde trotzdem nie sagen, dass mein Hund nichts tun würde. Dann man weiß nie wie er in einem bestimmten Moment reagiert, wenn jemand kommt, der ihn angreifen würde z. Bsp. Hoffe ihr versteht was ich meine.
 
  • "Ich vertraue meinem Hund, das solltest du auch öfters....." (Vertrauen oder Verantwortungslos?) Beitrag #15
Bei der genannten Situation aus dem Eingangspost kann ich mir schon vorstellen, dass man Vertrauen (im Sinne von: Ich bin sicher, dass...) haben kann, dass der Hund wieder zurückkommen will. Mein Vertrauen oder vielmehr mein Glaube, dass mein Hund aber jede Situation einschätzen kann (z.B. nähernde Autos oder ein Jäger) würde nicht soweit reichen. Genauso wie mein Vertrauen in mich selbst nicht reichen würde, dass ich so eine Situation irgendwie kontrollieren könnte. Deswegen würde ich das auch nicht zulassen. Vertrauen hin oder her. Wenn ich spazieren gehe, kommt es m.E. nicht nur darauf an, dass ich meinen Hunden vertraue. Ich muss die Situation unter Kontrolle halten. Meine Hunde sind nicht vernünftig oder gucken rechts-links-rechs über die Straße, ehe sie diese überqueren. Ich bin für alles verantwortlich, also lasse ich die Hunde nur soweit von mir entfernt rennen, solange ich noch eingreifen oder die Situation kontrollieren kann. Ich würde sie aber nie unangeleint an der Straße rennen lassen. Nicht, weil ich ihnen nicht vertraue oder denke, dass sie einfach mal aus Spaß auf die Straße rennen, sondern weil sie im Schreck auf die Straße springen können. Das sind Affekte, die auch ein Hund nicht kontrollieren kann. Wer mir dann erzählen will, dass ich "halt nicht vertraue", mit dem diskutier ich gar nicht, weil er offensichtlich nicht verstanden hat, worum es mir geht.
 
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