Verlustangst-genervt davon

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  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #1
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Hanahxoxo

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Ich habe 2 kaninchen. Ein Weibchen und ein Männchen, die momentan noch voneinander getrennt sind, weil das Männchen erst noch kastriert werden muss. Der kleine war von Anfang an mein Sorgenkind. Wird momentan noch gegen Kokis behandelt und hat einen hohen e.c titer. Im November letzten Jahres habe ich meinen Lucky ganz plötzlich an einer Magenüberladung verloren. Seitdem habe ich echten Horror, dass mir ähnliches nochmal passiert. Er war erst 1 Jahr alt.
Wie soll ich es sagen? Ich kann nachts schlecht schlafen, weil ich Angst habe, dass morgens eines meiner Nina tot im Gehege liegt. Besonders mein Männchen bereitet mir schlaflose Nächte. Ich stehe oft 2 mal auf um nachzusehen ob er noch lebt.
Bin ich unterwegs und nicht daheim Male ich mir gedanklich aus, dass ich nach Hause komme und mir mein Freund sagt, dass mein kleiner tot ist.
Ich bin mit ihm in ärztlicher Behandlung und die Ärzte haben mir Mut zugesprochen, trotzdem habe i h richtige Panik. Als Lucky tot war, habe ich gelitten, als ob ein Mensch stirbt.
Ich weiß. Vielleicht ist meine Angst schon sehr übertrieben. Aber vielleicht kann mir hier ja jemand Tipps geben, wie man mit der Panik umgeht. Bis auf die 2 habe ich keine anderen HAustiere. Sie sind was ganz besonderes.
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #2
ich kann Dich nur allzugut verstehen und ich denke viele hier. Du bist jetzt bei der besten TA, die es in der Gegend weit und breit gibt, Du wirst ihn nicht verlieren, es werden jetzt nach und nach alle Baustellen behoben und alles wird gut!
Versuch Deine Angst vor allem vor dem Tier zu zügeln (ich muss mich da auch immer sehr stark am Riemen reißen, weil ich da auch extrem Angst haben einen von beiden zu verlieren zumal eines meiner Tiere ja erst vor 4 Monaten gestorben ist) Denn die Tiere merken das :( Je entspannter Du bist, desto entspannter sind auch Deine Tiere umso schneller werden die gesund. Daran glaub ich fest. Immer dran glauben: Dein kleiner Mann ist ein Kämpfer er wird wieder gesund und lange und glücklich bei Dir leben!
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #3
Ich hoffe es so. Schön, dass das jemand nachvollziehen kann. Meine Freunde denken schon ich bin total hysterisch, weil ich Panik schiebe, wenn ich unterwegs bin. :(
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #4
auch das kenne ich, auch das Phänomen, dass man die Kaninchen unter Dauerbeobachtung stellt und dann bei jedem Zucker in Panik verfällt *seufz
Nach 6 Jahren mit meinem immerzu kranken Mottchen hat sich das zwar mittlerweile größtenteils gelegt, aber es gibt immer noch Phasen wie jetzt gerade wo mich das auch wieder befällt
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #5
Hallo,

Ich kann dich auch mehr als gut verstehn. Auch mir geht es so... Es gibt noch viel mehr Halter die die gleichen Ängste haben. Wir sind nicht alleine.
Aber egal wie schlimm es war was man erlebt hat, wir wissen doch ganz genau wie unterschiedlich jedes einzelne Tier ist. Wenn es dem einen passiert muss es noch lange nicht den anderen passieren.

Es gibt auch Live-Cams, man kanns man online stelln und auch als App am Handy ansehn. Weißt was ich mein? Ich hab eine Halterin kennengelernt die das für ihren kranken Hamster eingerichtet hat. Sie ist davon begeistert. Ich kann mir gut vorstellen dass das in einem gewissen Rahmen beruhigt. Man sollte nur aufpassen dass es nicht zu einen Kontrollzwang führt...
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #6
Ich kann das auch gut verstehen.

Wobei ich eher der Typ bin, der Angst hat, nach zu schauen, falls wirklich Tier X tot sein könnte...
Mein Sunny war Montag/Dienstag auch ruhiger als sonst, Montag war ich mit ihm beim TA und da hatte er nen leicht harten Darm & war etwas ausgetrocknet (wahrscheinlich war ich sogar schuld,.. hab SonntagAbend bissi viel von dem Entwässerungs-Medi, statt 0,1 ml 0,12 ml, gegeben :?).
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #7
Bei mir ist es einfach dieses doofegefühl. Keine Ahnung warumnachts. Aber da ist es besonders schlimm. Ich schaue um 3 und dann nochmal um 6 bevor ich dann gegen 7 aufstehe. Es ist nachts einfach, weil ich da über einen langen Zeitraum nicht nachsehe. Der kleine ist ja momentan nochgetrennt, weil er später noch kastriert werden muss. Der ist ja dann die ganze Nacht allein. Und eben wenn ich zur Uni muss und die zwei ninis zu Hause sind. Mache ich mir auch immer sorgen
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #8
Ich kenne das Gefühl ebenfalls, vor allem mit dem kranken Wellensittich meiner Schwester, um den ich mich kümmere.
Ich vergiss dann alles, stehe neben mir, kann nicht schlafen und male mir Horror Momente aus und möchte am liebsten in der ganzen Verzweiflung ertrinken....

Als es dem Vogel am Sonntag verdammt schlecht ging und ich wusste, dass er nicht noch mal Medikamente bekommen kann, weil ich weiß, dass seine Organe dann versagen, war das sowas von unglaublich furchtbar. Ich hab noch nie eines der Wellensittiche so plustern sehen, doch ich dachte mir nur eines: "Du tust jetzt was in deiner Macht steht, vertraust fest auf die Mittel, beobachtest ihn und gibst ihm vor allem Zeit... mehr kannst du nicht tun! Sollte es nicht besser werden, dann fahre zum Arzt".

Wisst ihr, ich denke wir tun alles was in unserer macht steht und meine Vogelkundige Tierärztin sagte mal zu mir: "Sehen sie sich das Tier nicht krank. Er hat starke Organ Probleme, doch geht es ihm in Moment gut und allein das zählt!"
Seit dem sie das zu mir gesagt hat, mache ich mir um ihn nicht mehr so große sorgen, sondern freue mich wirklich viel viel mehr, wenn ich ihn zwitschern höre und er erwartungsvoll mir zuschaut, wie ich ihm sein Futter zubereite.

Ich kenne es durch Ivo nur zu gut, dass man sich um sein Chronisch Krankes Tier unheimliche sorgen macht. Doch macht man sich damit nur selber fertig, man geniest nicht mehr das zusammenleben mit dem Tier und das darf eigentlich nicht so sein.
Wenn es dann diesem Tier schlecht geht, dann ist es normal zu verzweifeln und angst zu haben, hatte ich von Sonntag bis Dienstag auch, bis ich dann gestern zuversichtlich war, dass meine Mittelchen ihm helfen und es ihm wirklich schon deutlich besser geht. Über dem Berg ist er noch nicht, doch ein Arztbesuch und für ihn tödliche Medikamente konnten wir abwehren. Darüber freue ich mich wieder so dermaßen, dass ich gerne ins Vogelzimmer gehe und gerne auf meinen Pflegling, Ivo kucke und mich über seine stabile Haltung, ohne plustern enorm freue.

Der Spruch meiner VK Tierärztin hat mir da sehr geholfen, denn zuvor war ich auch nur am Internet, hab mich durch andere Vogelhalter bekloppt machen lassen und fühlte mich vor lauter sorge und angst, hoffnungslos überfordert.

Wir tun alles für unsere Tiere. Alles was in unserer Macht steht. Mehr können wir nicht tun...
Was wir aber meiner Meinung nach, besonders mit unseren ständig kranken Tieren machen sollten, ist, dass wir uns über ihr stabilen Zustand freuen und die Zeit einfach genießen. Es bringt uns und auch ihnen überhaupt nichts, wenn wir selber krank vor sorge werden. Zum einen vergeht doch die Zeit mit unseren lieben oftmals so schnell und zum anderen können wir allein doch nur ihnen helfen, wenn es ihnen wieder schlechter geht und dazu brauchen wir einen klaren Kopf, damit wir gezielt, kompetent handeln und helfen können.


Liebe Grüße
Amber
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #9
Ich kann Amber da nur zustimmen.

Ich kenne das Gefühl selber, das man sich verrückt macht und sich dann auch noch Vorwürfe machte, etc.
Das habe ich alles hinter mir gelassen.
Ich geniesse die Zeit, die ich mit dem Wesen habe, welches an meiner Seite ist.

Niemand, wirklich niemand kann vorhersehen, wie lange jemand Lebt.

Warum geniessen wir die Zeit nicht? Warum machen wir uns selber immer wegen allem Verrückt anstatt das zusehen und nehmen, was wir haben?
Ich habe einen schönen Spruch gerade gelesen:"Man ist meistens nur durch Nachdenken unglücklich." - Joseph Joubert-
Oder gar:"Verbringe deine Zeit nicht mit der Suche nach einem Hindernis, vielleicht gibt es gar keines." -Franz Kafka-

Und sie haben so recht.
Ich meine, ich kann alle verstehen, die sich sorgen.
Aber... was könnt ihr ändern, wenn ein Lebewesen, egal ob Mensch oder Tier, von uns geht?
Nichts. Zumindest dann nicht, wenn es plötzlich passiert.
Ihr gebt alles, was ihr könnt.
Ihr könnt die Zeit miteinander geniessen und ihnen das schönste Leben und Pflege geben, wie es nur geht.
Und das solltet ihr nicht durch Gedanken verdrängen, die euch diese schöne Sache, die Tierhaltung, gibt, kaputt machen lassen.

Lernt zu akzeptieren. Das ist Leben.
So schwer es auch manchem fällt.
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #10
Das Problem ist auch einfach man macht nicht nur sich verrückt, sondern auch die Tiere, wenn Du dreimal die Nacht aufstehst, störst du deinen kleinen Mann auch dreimal in der Nacht :( wie gesagt ich kenn das auch von mir, aber es ist eben weder für einen selbst noch fürs Tier gut
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #11
Ihr habt alle so recht. Schön, dass man sich hier so verstanden fühlt :D
 
  • Verlustangst-genervt davon Beitrag #12
Na aber dafür gibt es Tierforen doch :D Hier wirst du sicher nie hören: "Ist doch "nur" ein Tier." ;)

Ich versteh dich auch echt gut, so eine Angst kann einen verrückt machen. Aber meine Erfahrung in solchen Dingen ist: Manchmal kann der pure Glaube daran, dass alles gut wird, wirklich Berge versetzen.
[VERSTECK]Wie groß war damals die Chance, dass von all den Katzen in der Nachbarschaft ausgerechnet meine entlaufene, scheue Sookie in diese Lebendfalle läuft? Ich bin prinzipiell kein abergläubischer Mensch, aber ich habe mir die ganze Zeit gesagt: "Das klappt. Es wird alles gut." Und ich habe es mir auch geglaubt![/VERSTECK]
Also gib deinem Nin alle Kraft, die du bei dir hast, das zu packen, dann packt er es auch! :)
Was du brauchst sind Mut, Kraft, Hoffnung und Liebe, damit hilfst du ihm am allerbesten! :)
*auf einer rosa Wolke davonflieg*
..
Das klingt so spirituell und ich finde es selbst ein Bisschen lächerlich. Aber mir hat es schon so oft geholfen.:angel:
 
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