Huhu,
ich schaue ja immer wieder, aber der aktuelle Stand scheint mir zu sein, dass es absolut keine geeigneten Studien gibt, die negative Folgen durch erhöhten Proteingehalt aufzeigen. Es gibt das Gerücht, dass sich der erhöhte Proteingehalt auf das Wachstum der Welpen negativ auswirken kann, da zu viel eingelagert wird und dass die Nieren davon dauerhaft geschädigt werden. Andere besagen, dass zu viel Protein einfach wieder ausgeschieden wird und daher keine Wachstumsprobleme auftreten. Ob diese erhöhte Verarbeitung und Ausscheidung wirklich die Nieren stark belastet, sodass sie davon schnell kaputt gehen, kann auch nicht sicher gesagt werden. Generell sehe ich diese "immer höher, immer weiter"-Entwicklung des Rohproteingehalts auch kritsch. Vor einigen Jahren waren 26-27% Rohprotein eigentlich noch eher ein Exot bei den Futtermittelsorten und alles darunter war üblich. Heute sind 26% schon Standard. Gerade Wolfsblut gehört mit vielen Sorten mittlerweile eher zu den Futtermitteln, die was für sehr aktive Hunde sind. Der Normalohund braucht das gar nicht so, aber viele Hundehalter wollen sich auch nicht eingestehen, dass der Hund eben "nur" normalaktiv ist und nicht superduper sportlich, sodass er Hochleistungsfutter braucht. Die Hersteller reagieren da natürlich drauf, denn es geht ja nicht um gutes Hundefutter, sondern das, was die Halter wollen.
Tiermehle sind gar nicht so schlecht. Ein Hund kann sich nicht nur von Fleisch ernähren. Tiermehl oder "Nebenerzeugnisse" sind immer sehr negativ behaftet, weil der Mensch seine eigene Maßstäbe anlegt, aber ein Hund frisst und braucht Nebenerzeugnisse, ansonsten müssen die ganzen Vitamine und Mineralstoffe künstlich zugefügt werden und das ist ja auch nicht unbedingt Sinn der Sache. Nebenerzeugnisse sind ja nicht nur Haare oder irgendwelche Hufe, die sonst nicht verwertet werden könnten - und selbst wenn, wäre das auch kein Drama, denn letztlich geben wir es ja auch mal als Kauartikel und nicht nur feinstes Filet. Der Hund hat damit wirklich keine Probleme und frisst es offenbar auch ganz gerne.
Mir ist wichtig, dass es möglichst kein Getreide enthaelt und viel Fleisch
Beim Welpen würde ich den Fokus ausnahmsweise nicht unbedingt nur auf diese Faktoren legen. Ich halte das Calzium-Phosphor-Verhältnis für entscheidender, um das Wachstum angemessen zu unterstützen. Da kommt es dann wieder ein wenig auf die Rasse an, die ihr haben wollt. Generell geht man aber bei kleinen bis mittelgroßen Rassen von einem Verhältnis von 1,2:1 aus. Bei manchen großen Rassen ist der m.W. höher. Manche gehen auch von einem 1:1 Verhältnis aus, aber da habe ich bisher nie ein Futter gesehen, welches so ein Verhältnis hat und da sollte man auch dringend aufpassen, dass man das nicht unterschreitet. Da halte ich z.B. das Platinum Puppy für ganz geeignet. Da ist zwar Getreide enthalten, aber das Ca-P-Verhältnis ist recht gut und da würde ich in dem Fall ein Auge zwecks Getreide zudrücken, solange der Welpe keine Unverträglichkeiten hat. Alternativ ist Granatapet Junior auch noch recht angenehm dafür. Da geht aber auch sicher mal Wolfsblut. Da man m.E. ohnehin viel wechseln sollte, macht sich ein anderes Verhältnis vielleicht gar nicht so direkt bemerkbar.
Und wie ist es mit Abwechslung? Soll ich möglichst viel abwechseln oder lieber konstant bei einem Futter bleiben?
Wie einen Absatz darüber geschrieben, würde ich das machen. Je eher sich der Welpe an Abwechslung gewöhnt, desto weniger Probleme hat er m.E. später. Gerade Hunde, die immer dasselbe Futter bekommen haben, haben Schwierigkeiten, da sie nichts gewöhnt sind. Je nach Größe des Hundes, würde ich also jeden Sack mal wechseln. Hanna hat als Welpe zwischen 2 und 5 Kg gewogen, da habe ich z.B. alle 2 Kg gewechselt, da sie ja keine großen Portionen zu sich genommen hat. Das entsprach alle paar Wochen.
Liebe Grüße
Pewee