- Mein Sorgenkind: Augen- und Fellprobleme Beitrag #1
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Tapa
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Hallo, ich habe vor ein paar Wochen 3 Kaninchen aus einer ziemlich lieblosen Haltung übernommen. Was ich am Schlimmsten fand: Die Kinder, denen die Tiere vorher gehört hatten, konnten mir auf Nachfrage nch nicht einmal mehr die Namen der Tiere nennen, so desinteressiert waren sie...Lt der Mutter der Vorbesitzer handelt es sich um Löwenköpfchen, Geschwister, 4 Jahre alt, 2 kastrierte Männchen und ein Weibchen.
Die drei hatten viel zu lange Krallen, ich musste rund 2 Zentimeter abschneiden! Bei zwei Kaninchen fehlten auch Krallen, alos: wachsen gerade erst ganz klein nach - ich nehme an, dass sie mit dem Mörderkrallen irgendwo hängengeblieben waren und sie sich ausgerissen hatten - war aber entzündungslos verheilt.
Ernährt wurden sie mit Heu (geruchlos, fast gelb, ich nehme an, uralt), Trockenfuttermischung aus dem Supermarkt und (angeblich) zweimal täglich selbstgesammeltem Grünzeug.
Zwei Kaninchen machen einen normalen, gesunden und gepflegten Eindruck. Das dritte Kaninchen (Männchen) iost mein Sorgenkind: Er hat extrem langes Fell, Augen total zugewachsen. Eine méiner ersten Amtshandlungen war, ihm die "Gardine" von den Augen zu schneiden, damit er was sieht. Und da sah ich dann die Berscherung: vereiterte rote Augen.
Der TA diagnostizierte eine mutmaßlich verschleppte Bindehautentzündung, relativ schlechte Zähne (er hätte das Tier wesentlich älter geschätzt anhand der Zähne), was aber auch genetisch bedingt sein könnte: das Tier habe eine sehr plattgezüchtete Nase, ähnlich wie eine Perserkatze, dadurch sei der Kiefer viel kleiner als bei einem Wildkaninchen, wenig Platz, und dadurch könne es auch zu schlechten Zähnen kommen. Aber jedenfalls keine Fehlstellung, keine Zahnhaken. Ansonsten sei das Tier sichtlich verwahrlost, aber gesund.
Er hat mir anitbiotische Augentropfen mitgegeben, mir noch einen Vortrag über Kaninchenernährung gehalten und das ich weg vom Trockenfutter umstellen soll auf vernünftiges Heu und Grünzeug. Und mir bereits mitgeteilt, dass die Augengeschichte langwierig sein könnte und evtl. immer wieder Probleme machen könnte.
Rund anderthalb Wochen später war ich nochmal zur Kontrolle, ein Auge war okay, das andere immer noch vereitert, wenn auch schon besser. Ich sollte weitermachen mit den Augentropfen auf dem kranken Auge, wenn die Augentropen alle seien, bevor das Auge okay sei, müsste ggf. auf anderes Antibiotika umgestellt werden, aber ich müsse die Behandlung weiter fortsetzen. Mache ich und nun hat nach ein paar Tagen Nichtbehandlung das für "okay" erklärte Auge auch wieder angefangen zu eitern. Mache jetzt mit Augentropfen auf beiden Augen weiter.
Kann ich sonst noch ergänzend dem Tier irgendwas gutes tun? Hat jemand Erfahrung?
Ja, und nun zum zweiten Problem: dem Fell: Das ist wie gesagt sehr lang, er haart sehr und sieht zottelig aus, teilweise hängen Köttel im Fell (kein Durchfall, es fällt ihm offenbar nur schwer, sich selbst zu pflegen. Die Geschlechtsecken waren mit schwarzer Schmiere verklebt. Und ich finde im Stall immer wieder Köttelketten - und vermute, dass die von ihm stammen.
Die Verkäuferin im Tierbedarfsladen, der ich den Fall geschildert habe, meinte, ich solle ich einfach nur mit einer weichen Bürste bürsten und mit der Schere beschneiden, wo es ginge, Vom Scheren riet sie mir eher ab, da der Stress enorm sei. Vom üblichen Trockenfutter riet sie auch dringend ab, allenfalls im Winter zu einer getreidefreien Mischung mit getrockneten Kräutern, jetzt im Sommer sei nur Wiesengrün und Heu nötig.
Und auch hier die Frage: Hat jemand Erfahrung mit "Zottelfellen"? Was kann ich gegen die Köttelketten machen? Doch scheren? Wenn, wo und wie überhaupt?
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Ach ja, Ergänzung: Die Tiere sind mittlerweile umgestellt und bekommen kein Trockenfutter mehr.
Die drei hatten viel zu lange Krallen, ich musste rund 2 Zentimeter abschneiden! Bei zwei Kaninchen fehlten auch Krallen, alos: wachsen gerade erst ganz klein nach - ich nehme an, dass sie mit dem Mörderkrallen irgendwo hängengeblieben waren und sie sich ausgerissen hatten - war aber entzündungslos verheilt.
Ernährt wurden sie mit Heu (geruchlos, fast gelb, ich nehme an, uralt), Trockenfuttermischung aus dem Supermarkt und (angeblich) zweimal täglich selbstgesammeltem Grünzeug.
Zwei Kaninchen machen einen normalen, gesunden und gepflegten Eindruck. Das dritte Kaninchen (Männchen) iost mein Sorgenkind: Er hat extrem langes Fell, Augen total zugewachsen. Eine méiner ersten Amtshandlungen war, ihm die "Gardine" von den Augen zu schneiden, damit er was sieht. Und da sah ich dann die Berscherung: vereiterte rote Augen.
Der TA diagnostizierte eine mutmaßlich verschleppte Bindehautentzündung, relativ schlechte Zähne (er hätte das Tier wesentlich älter geschätzt anhand der Zähne), was aber auch genetisch bedingt sein könnte: das Tier habe eine sehr plattgezüchtete Nase, ähnlich wie eine Perserkatze, dadurch sei der Kiefer viel kleiner als bei einem Wildkaninchen, wenig Platz, und dadurch könne es auch zu schlechten Zähnen kommen. Aber jedenfalls keine Fehlstellung, keine Zahnhaken. Ansonsten sei das Tier sichtlich verwahrlost, aber gesund.
Er hat mir anitbiotische Augentropfen mitgegeben, mir noch einen Vortrag über Kaninchenernährung gehalten und das ich weg vom Trockenfutter umstellen soll auf vernünftiges Heu und Grünzeug. Und mir bereits mitgeteilt, dass die Augengeschichte langwierig sein könnte und evtl. immer wieder Probleme machen könnte.
Rund anderthalb Wochen später war ich nochmal zur Kontrolle, ein Auge war okay, das andere immer noch vereitert, wenn auch schon besser. Ich sollte weitermachen mit den Augentropfen auf dem kranken Auge, wenn die Augentropen alle seien, bevor das Auge okay sei, müsste ggf. auf anderes Antibiotika umgestellt werden, aber ich müsse die Behandlung weiter fortsetzen. Mache ich und nun hat nach ein paar Tagen Nichtbehandlung das für "okay" erklärte Auge auch wieder angefangen zu eitern. Mache jetzt mit Augentropfen auf beiden Augen weiter.
Kann ich sonst noch ergänzend dem Tier irgendwas gutes tun? Hat jemand Erfahrung?
Ja, und nun zum zweiten Problem: dem Fell: Das ist wie gesagt sehr lang, er haart sehr und sieht zottelig aus, teilweise hängen Köttel im Fell (kein Durchfall, es fällt ihm offenbar nur schwer, sich selbst zu pflegen. Die Geschlechtsecken waren mit schwarzer Schmiere verklebt. Und ich finde im Stall immer wieder Köttelketten - und vermute, dass die von ihm stammen.
Die Verkäuferin im Tierbedarfsladen, der ich den Fall geschildert habe, meinte, ich solle ich einfach nur mit einer weichen Bürste bürsten und mit der Schere beschneiden, wo es ginge, Vom Scheren riet sie mir eher ab, da der Stress enorm sei. Vom üblichen Trockenfutter riet sie auch dringend ab, allenfalls im Winter zu einer getreidefreien Mischung mit getrockneten Kräutern, jetzt im Sommer sei nur Wiesengrün und Heu nötig.
Und auch hier die Frage: Hat jemand Erfahrung mit "Zottelfellen"? Was kann ich gegen die Köttelketten machen? Doch scheren? Wenn, wo und wie überhaupt?
EDIT (automatische Beitragszusammenführung)
Ach ja, Ergänzung: Die Tiere sind mittlerweile umgestellt und bekommen kein Trockenfutter mehr.