Hund macht alles kaputt

Diskutiere Hund macht alles kaputt im Hunde Verhalten und Erziehung Forum im Bereich Hunde Forum; Hallo :) habe vor fünf Monaten einen Hund aus der Tötung bekommen. Er ist jetzt 12 Monate alt und kastriert. Nun zu meinem Problem: Wenn ich ihn...
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #1
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Schizophrenia

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Hallo :)
habe vor fünf Monaten einen Hund aus der Tötung bekommen.
Er ist jetzt 12 Monate alt und kastriert.
Nun zu meinem Problem:
Wenn ich ihn mal ein paar Stunden alleine lasse und ich wieder
komme, kann ich darauf wetten, dass er wieder was kaputt gemacht hat.
Mittlerweile hab ich nur noch drei paar Schuhe, schon das vierte Ladegerät usw
Ich schimpfe dann nicht mit ihm, ich ignoriere es und räume es dann eben weg.
Er ist nicht ganz alleine, meine Hündin ist dabei...
Ich denke, dass er vielleicht Langeweile hat?! Manchmal gebe ich ihm
bevor ich gehe einen Knochen aber das ist ja auch nicht Sinn der Sache.
Hat jemand einen Tipp, was ich machen kann?
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #2
Wie beschäftigt ihr ihn denn sonst? Kann es sein, dass er nicht ausgelastet ist?
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #3
Wir gehn vier mal am tag mit ihm spazieren.
Viel kann ich im Moment nicht mit ihm draußen machen, da er ein schlimmer angsthund ist. Ich bin froh, dass ich ihn mittlerweile ohne Leine laufen lassen kann. Hundeplatz etc kann ich leider vergessen. Draußen nehme ich wenn es möglich ist zb einen Ball mit. Das Problem ist draußen eben seine Angst....
Wie könnte man noch fördern?
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #4
Denksport? Oder du gehst mit ihm da spazieren, wo nicht viele andere sind?
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #5
Der hat keine Langeweile, sondern Panik.

Hunde fangen an Dinge zu zerstören, wenn sie wirklich, wirklich gestresst sind- da ändert auch deine Hündin nichts daran, dass er sich vollkommen verlassen fühlt.
Ist bei Straßenhunden durchaus häufiger zu beobachten (wie auch bei allen Hunden, die das Alleinsein nicht gelernt haben).
Verlust des Rudels = Tod = du gehst weg = er wird sterben.

Du musst ihm das Alleinsein von Grund auf wie einem Welpen beibringen.
Dazu findest du hier auch ganz, ganz viele Threads;)

Und bevor du an Auslastung denkst würde ich erstmal daran arbeiten, dass er seine Angst weitestgehend verliert. Also Dinge machen, die die Bindung fördern und sein Selbstbewusstsein stärken. Das ist für einen Angsthund erstmal mehr als genug an "Denkmaterial".
Einen Angsthund würde ich übrigens nur an der Schlepp laufen lassen...wenn der sich mal richtig erschrickt ist der weg.

Ballspiele bei Straßenhunden sind auch so eine Sache...in der Regel jagen diese Hunde eh schon und das sollte man nicht auch noch über Ballspiele fördern.
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #6
Wir gehn vier mal am tag mit ihm spazieren.
Viel kann ich im Moment nicht mit ihm draußen machen, da er ein schlimmer angsthund ist. Ich bin froh, dass ich ihn mittlerweile ohne Leine laufen lassen kann. Hundeplatz etc kann ich leider vergessen. Draußen nehme ich wenn es möglich ist zb einen Ball mit. Das Problem ist draußen eben seine Angst....
Wie könnte man noch fördern?

Tue dir und deinem Hund bitte einen gefallen, lass ihn eine Schleppleine dran und führe ihn damit.
Auf gar keinen Fall, einen solchen Angsthund, absolut ohne Leine laufen lassen.
Wenn der Angst bekommt und dir abhaut, und vor ein Auto rennt... Oder auf Kinder los geht in Angst.

Desweiteren musst du deinem Hund das allein sein richtig beibringen, im Sekunden takt am besten. ;)
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #7
Hast du vielleicht Tipps, für Bindung und Selbstbewusstsein?
Was kann ich da tun?
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #8
Wovor hat er denn eigentlich genau Angst draußen? Vielleicht kannst du versuchen ihm zu zeigen, dass er keine Angst haben braucht? Aber dann langsam, nicht zu schnell.
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #9
Alles was man mit dem Hund zusammen macht stärkt die Bindung.
Also auch ruhig schwierige Situationen suchen wie z.B. für einen Augenblick an einen Angstreiz näher ran gehen...bevor es dem Hund zuviel wird wieder gehen.
Eben immer im Toleranzbereich des Hundes bleiben.

So lernt er nach und nach, dass ihm an deiner Seite keine Gefahr droht;)

Gemeinsamen Spaziergänge quer durch die Botanik, einfach mal irgendwo hinsetzen und die Welt beobachten usw. usw. sind Dinge, die man eig. sowieso ganz unbewusst macht, die aber wirklich wichtig sind und gerade bei Angsthunden immer mit ganz viel Ruhe und Ausgeglichenheit gemacht werden sollten.

Alles was toll und interessant ist passiert bei dir- Leckerchen, Spielzeug, kuscheln usw.:)
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #10
Er hat Angst vor Menschen, bei Männern ilst es am schlimmsten. Es reicht zb auch schon ein Plakat mit einem Gesicht drauf...
Sobald er jemanden sieht, klappt er den Schwanz ein; entweder sitzt er sich und beobachtet oder er versucht zu flüchten.
Menschen, wie zb meine Mutter, die er schon mehrmals gesehen hat, von denen lässt er sich auch anfassen und spielt sogar mit ihr. Man Brauch nerven aus stahl ;)
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #11
Ach der Arme ist ja völlig verstört. Da braucht es eine Menge Geduld und Einfühlsamkeit um sein Vertrauen wieder zu normalisieren. :eusa_think:
Da muss man wohl ganz behutsam vorgehen und ihn nicht überfordern. Stück für stück und mit sehr viel Lob, wenn er was gut gemacht hat. :)
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #12
Ja das stimmt. Er hat sich aber schon ganz schön gemacht für das, dass es erst fünf Monate sind die er hierist.
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #13
Ich möchte nochmal aufgreifen, was hier schon zwei Mal gesagt wurde: Wieso läuft der Hund frei? Wenn er schon beim Anblick eines Fotos die Flucht ergreift hat der Hund zu seiner eigenen Sicherheit an der Schleppleine zu bleiben. Und das in dem Fall nicht, bis der normale Rückruf sitzt, sondern bis die Angst entsprechend im Griff ist.

Was mir auch noch am Herzen liegt: Für die Zeit, die er das alleine sein noch lernen muss, sollte er nicht alleine sein. Dabei zählt deine Hündin wie du schon gemerkt hast nicht als Gesellschaft. Hast du die Möglichkeit, eine Betreuung zu besorgen?

Arbeitet ihr eigentlich mit einem erfahrenen Angsthundtrainer oder Therapeuten zusammen? Wenn nicht würde ich das dringend empfehlen.

Über Auslastung würde ich mir auch erstmal wenig Gedanken machen, für so einen Hund ist das reine aus dem Haus gehen bereits purer Stress und sehr anstrengend.
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #14
Tue dir und deinem Hund bitte einen gefallen, lass ihn eine Schleppleine dran und führe ihn damit.
Auf gar keinen Fall, einen solchen Angsthund, absolut ohne Leine laufen lassen.
Wenn der Angst bekommt und dir abhaut, und vor ein Auto rennt... Oder auf Kinder los geht in Angst.

Desweiteren musst du deinem Hund das allein sein richtig beibringen, im Sekunden takt am besten. ;)

Ich möchte mich noch einmal Zitieren, besonders, wenn ich das hier lese:
Er hat Angst vor Menschen, bei Männern ilst es am schlimmsten. Es reicht zb auch schon ein Plakat mit einem Gesicht drauf...
Sobald er jemanden sieht, klappt er den Schwanz ein; entweder sitzt er sich und beobachtet oder er versucht zu flüchten.
Menschen, wie zb meine Mutter, die er schon mehrmals gesehen hat, von denen lässt er sich auch anfassen und spielt sogar mit ihr. Man Brauch nerven aus stahl ;)
Ich sage dir das aus erfahrung. Mein Hund war am anfang genauso. Vielleicht sogar noch etwas heftiger. Der hatte vor allem angst.
Selbst vor Halsband und Leine.
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #15
Ne, einen Trainer haben wir nicht.
Er sollte eigentlich auch nur Pflegehund sein, wobei soein Hund wohl nur schwer bis gar nicht vermittelbar ist. Ich muss dazu sagen, dass es auch noch der falsche Hund ist. Habe mir einen ganz anderen ausgesucht, zurückschicken wollte ich ihn dann aber auch nicht.
Er war am Anfang auch schlimm, kannte weder Treppen noch sonst was :/
Bin jetzt mit ihm von der Stadt aufs Land gezogen und der Hund ist wie ausgewechselt. Er hat richtige Lebensfreude, fteut sich so wenn wir spazieren gehen :)
 
  • Hund macht alles kaputt Beitrag #16
Seid ihr denn auf der Suche nach einem Trainer? Wie du schon sagtest ist so ein Hund schwer zu vermitteln, mal ganz abgesehen von dem Stress, den er selbst mit der Situation hat. Je schneller sich das bessert, desto eher hat er die Chance auf ein dauerhaftes Zuhause.

Ich finde es toll, dass er bei euch eine Pflegestelle gefunden hat und ihr ihn nicht gleich zurück geschickt habt, aber: Bei allem, was sich schon gebessert hat, hat er dennoch noch Angst und sollte deswegen nicht frei laufen. Was machst du, wenn irgendwo im Wald ein Schuss fällt? Wenn ein Traktor vorbeifährt und eine Fehlzündung hat? Irgendwas in der Art? Hier wird seit Anfang 2013 ein Hund aus dem TS gesucht, der sich vor einem Schuss erschrocken hat und davon lief und der war schon länger bei seiner Familie. Die Organisation, von der Leo kommt, hat 2012 einen Hund an einen Zug verloren, weil er sich erschrocken hat.

Und um noch einmal auf das ursprüngliche Problem zurück zu kommen: Kannst du eine Betreuung organisieren, bis er alleine bleiben kann? Nachbar, Freunde, Familie, Sitter? Es wird ja nicht nur nicht besser, wenn er weiter so alleine bleiben muss, es wird tendenziell eher schlimmer.
 
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