Drohende Amputation

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  • Drohende Amputation Beitrag #1
Hexe76

Hexe76

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Bin grad ziemlich traurig und durcheinander. Mein Kater Sprout wird wahrscheinlich sein Hinterbein verlieren und ich weiss nicht, ob das die richtige Entscheidung ist.
Zur Vorgeschichte: Er ging Ende März abends nochmal vor die Tür und ich hab ihn bis letzten Montag nicht mehr gesehen....
Eine Nachbarin fand ihn - er humpelte die Strasse lang.
Ich bin direkt mit ihm zu Tierarzt. Der sagte, dass das Hinterbein ausgerenkt ist und es ist älter. Hab ihn nun 1 Woche aufgepäppelt und heut ging es wieder zum Tierarzt zum röntgen. Ich hab gehofft, dass der TA es "einfach" reparieren kann, aber einfach is nich....
Was auch immer mit Sprout passiert ist - es muss ganz am Anfang passiert sein. Er läuft nun also schon ca 8 Wochen mit einem ausgerenkten Gelenk rum.
Das Röntgenbild sieht echt schlimm aus. :( Das ganze Gelenk ist ineinander verschoben und verdreht und weil es so alt ist, hat der Körper versucht das zu heilen. Da wächst Knochen nach, wo keiner sein sollte.
Der TA hat das Röntgenbild zu einem Kollegen geschickt der auf Orthopädie bei Tieren spezialisiert ist.
Man kann versuchen es mit einer Platte zu korrigieren. Kostenpunkt: 1200 Euro und mehr. Die Wahrscheinlichkeit, dass es funktioniert, liegt irgendwo bei 50 %. In den meisten Fällen bricht der Knochen wieder, oder bricht an anderer Stelle wegen der Platte, was natürlich weitere Kosten verursachen würde und am Ende evtl. trotzdem zur Amputation führt.
Weswegen der TA mir gleich zur Amputation rät.
Und was nun?
Risiko eingehen, Haufen Geld investieren und am Ende wird er vielleicht trotzdem sein Bein verlieren, oder gleich amputieren und mich für den Rest seines Katzenlebens fragen, ob ich zu voreilig gewesen bin?
Ich muss mich nicht sofort entscheiden. Er lebt grad recht gut mit seinem Wackelbein, aber ich kann es nicht für immer so lassen.
Ach...was mach ich bloss.....? :(
Hat hier irgendwer Erfahrungen damit?
 
  • Drohende Amputation Beitrag #2
Hey,

ehrlich? Ich würde die Amputation machen. Einfach weil der Kater gut damit zurechtkommen wird und man ihn nicht mit X operationen "quälen" muss. Bei einer 50% Chance würd ich direkt den sichereren Weg wählen. Wärens 80 oder 90 würd ichs mit der Platte versuchen.
 
  • Drohende Amputation Beitrag #3
Danke für Deine Meinung :)
Das macht mir ja auch zu schaffen mit den vielen OP's die dann vielleicht anstehen.
Ich werd wohl ein paar Nächte drüber schlafen müssen und mich dann entscheiden.
 
  • Drohende Amputation Beitrag #4
Hallo,

es ist natürlich schön, dass dein Kater wieder da ist, aber dass er so verletzt ist tut mir sehr leid für euch :(
Ich denke, ich würde mich auch für eine Amputation entscheiden. Katzen kommen damit wohl ziemlich gut klar, sie trauern Extremitäten nicht so hinterher wie wir Menschen und er wäre die Probleme los. Eine 50%ige Chance mit der Platte wäre mir zu ungewiss. Klar wenn das klappt, wäre es super, aber bei jedem zweiten funktioniert es nicht, und die Folgebehandlungen wären wieder so anstrengend und wahrscheinlich auch schmerzhaft.
Alles gute an ihn :)
 
  • Drohende Amputation Beitrag #5
Danke auch Dir für Deine Meinung. :) Ich hab letzte Nacht noch ein bisschen rumgegoogelt und gelesen, was das Internet so zu bieten hatte. Da ist alles vertreten. Tierarztmarathon, wochenlange Einzelhaft für Mieze um die Heilung nicht zu gefährden und aber auch immer wieder die Anmerkung, dass Katzen gut mit Amputationen klar kommen. Ich mag seine Pfote gar nicht angucken. Ich kann mir das bis jetzt überhaupt nicht vorstellen, dass die einfach abgeschnitten werden soll :(
 
  • Drohende Amputation Beitrag #6
Ich seh´ das so wie die anderen - 50% wären mir auch zu gering. Zum einen natürlich wegen der Kosten, die nicht zu verachten sind - aber in erster Linie wegen der quälenden Folgen, die ein Misserfolg für die Katze hätte.
Frag´ mal blackcat (vielleicht kommt sie ja noch hier vorbei) - die hat ja auch eine dreibeinige Katze, die kommt supergut klar.
Und unser Schulhausmeister hat ebenfalls eine dreibeinige Katze - Freigängerin - wenn die mal morgens über den Schulhof flitzt, sieht man überhaupt nicht, dass sie nur 3 Beine hat, so schnell ist die unterwegs.
Katzen stecken das wirklich gut weg und sind so gut wie gar nicht benachteiligt, wenn ihnen ein Beinchen fehlt. Natürlich tut einem das in der Seele weh - aber für die Katze ist es sicher leichter, als wenn sie eine monatelange Odyssee vor sich hat, deren Ende ungewiss ist....

Alles Liebe,
seven
 
  • Drohende Amputation Beitrag #7
Oh je ich fühle mit dir!

Ich hatte vor kurzem eine nicht ganz so schlimme Situation da ging es aber zum Glück "nur" um den Schwanz.
und auch bei uns war es eine 50/50 Chance...

Der Versuch der Erhaltung viel teurer und Pflegeintensiver als eine Amputation und eine Garantie gibt's nicht.
Ich hatte das Gefühl das die Ärzte alle Kompetent waren, aber im Zweifel hieß es immer ab damit...

Ich habe mich dafür entschieden zu Kämpfen (war aber nur der Schwanz und eine nicht so "schlimme" Verletzung)
und ich kann deine Bedenken verstehen eine Amputation ist so endgültig...(so ging es mir)

Wie wahrscheinlich ist es denn das der Knochen mit Platte nochmal Bricht?
Kann man die Platte nicht nach einer gewissen Zeit wieder rausnehmen?
Wie lange würde der Heilungsprozess dauern?

Dann ist da natürlich noch ne Menge Geld das vielleicht weg ist.
Ich würd dir gerne einen Rat geben aber ich glaube hier gibt es kein Richtig oder Falsch...

Ich drücke die Daumen
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Drohende Amputation Beitrag #8
Das tut mir echt Leid für dich:(

Vielleicht kannst du dir noch eine zweite Meinung einholen von einem anderen TA?
 
  • Drohende Amputation Beitrag #9
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Ich denke Bilder sagen hier mehr als tausend Worte... ;)
Flyt mit drei Beinen im Apfelbaum und beim letzten frisch nach der OP, daher so kahl.

Dazu zu sagen ist, dass eine Amputation einer Hinterpfote für Katzen weniger Umstellung erfordern als eine Amputation eines Vorderbeines, weil die Pfote Vorne eben doch viel für Feinarbeit beim Scharren, hangeln etc. verwendet werden und auch insgesamt mehr Köpergewicht Vorne lastet.
Trotzdem hatte ICH wohl fast größere Probleme mit der Umstellung als Flyt. Zum Einen, weil ich es mir viel schlimmer vorgestellt hatte und jedes Zucken gleich kritisch beäugen musste, zum Anderen, weil die Reaktionen in meinem privaten Umfeld leider doch nicht gerade positiv ausfielen am Anfang ("du tust der Katze keinen Gefallen, ist Tierquälerei, besser gleich Einschläfern"). Inzwischen kann ich über derartige Kommentare natürlich nur lachen und der einzig positive Nebeneffekt den ich mir erhofft hatte - nämlich dass der Freiheitsdrang bisschen nachlässt oder wenigstens der Jagderfolg in Zukunft ausbleibt - ist alles andere als eingetroffen. :roll:

Wenn es gute Heilungschancen gibt, dann lohnt sich eine OP sicherlich, aber bitte hab keine Skrupel, Sprout Wochen- und Monatelanges Leiden zu ersparen, wenn es eher danach aussieht!

Eine Amputation ist für die Katzen wirklich keine große Sache. Schmerzen konnte ich keine feststellen, Flyt hat auch nicht gezuckt oder sich gewehrt, wenn man die Wunde oder das Bein abgetastet hat. Die Umgewöhnung auf die drei Beine erfolgte wahnsinnig schnell, nach ein paar Tagen ist sie dann auch schon im Haus regelrecht die Wände hoch gelaufen um endlich wieder raus zu dürfen. ;)
Gerade nach der wochenlangen Qual vorher beim Versuch das Bein wieder her zu stellen kann ich nur sagen, ich bereue es keine Sekunde lang, diese Entscheidung getroffen zu haben!
 
  • Drohende Amputation Beitrag #10
@blackcat: Schön, mal wieder Fotos von Flyt zu sehen ;). Und ja, diese Bilder sagen mehr, als wir alle jemals dazu Worte finden könnten :).

@Hexe76: Ich kann mich dem Rest nur anschließen: Ich habe bereits einige Katzen ohne Schwanz getroffen und auch welche mit nur drei Beinen kennengelernt. KEINE davon hat unter den Konsequenzen der Amputation gelitten sondern sich wunderbar und schnell auf die neue Situation eingestellt.
Mir persönlich wäre eine 50%ige Chance zu wenig, wenn man dem die ganzen Nachteile, die Sprout erdulden müsste in der Zeit, gegenüber stellt.
Wenn man selbst als Mensch betroffen ist, kann man einiges erdulden und sich auch erklären lassen, WIESO das so sein muss, aber eine Katze kann das alles gar nicht nachvollziehen und leidet schlicht und ergreifend nur unter den OPs, den eventuellen Fixierungen, einer zeitlich begrenzten Einzel- oder gar Käfighaltung und den Schmerzen. Das alles kannst du ihm ersparen und ich bin mir sicher, dass du dir da keine Vorwürfe machen bräuchtest!
 
  • Drohende Amputation Beitrag #11
Hallo!

Ich kann mich den Meinungen der anderen auch nur anschließen. Auch ich habe schon Katzen getroffen denen ein Bein oder auch ein Schwanz gefehlt hat und es ist überhaupt nicht aufgefallen.
Die Katze, die nur drei Beine hat, hat sich sogar glaube ich einen Spaß draus gemacht. Ihr hat halt das komplette Bein bis oben hin gefehlt, und sie hat sich über ihre Brust immer abgerollt und hingeworfen und sich dann beschmusen lassen :D

Also bevor ich einen meiner Katzen die Qualen mit diesen OPs und dann noch das Risiko weiterer Ops und Schmerzen aufbrumme um dann vielleicht am Ende doch zu scheitern, weil wieder was kaputt gegangen ist, würde ich auch amputieren lassen. Da wird Sprout sich super schnell dran gewöhnen und dann hat er auch wieder mehr Spaß am Leben, wenn die "Baustelle" quasi abgeschlossen ist.

Und lass dir bloß keinen Unfug erzählen. Das ist keine Tierquälerei... Leute die sowas erzählen haben meist keine Ahnung und wollen sich einfach nur wichtig machen und dich verunsichern. Du wirst ihm damit wirklich einen Gefallen tun.
 
  • Drohende Amputation Beitrag #12
Vielen, vielen Dank für eure Meinungen und ganz besonders Dir blackcat für die Bilder und Deinen Zuspruch.
Ich möchte natürlich nur das Beste für Sprout. Er hat schon soviel mitmachen müssen in seinem bisherigen Katzenleben. Ich denke, er hat genug Abenteuer erlebt für 2 Katzenleben. Ich denke, ich werde ihn noch ein Weile aufpäppeln (er hat viel Gewicht verloren) und ihm dann schweren Herzens die Pfote abnehmen lassen. :(
Ich hoffe, er wird sich schnell damit arrangieren.
Solange ich ihn noch aufpäppele, hab ich auch Zeit mich damit auseinanderzusetzen.
 
  • Drohende Amputation Beitrag #13
Du wirst sehen, dass es die richtige Entscheidung ist, wenn du ihn dann wieder durch die Wohnung flitzen siehst.
 
  • Drohende Amputation Beitrag #14
Klingt nach der richtigen Entscheidung - nur, zerbrich dir nicht gar zu sehr den Kopf darüber. Erfahrungsgemäß... du machst dich nur selbst fertig, dabei ist es für den Kater gar keine große Sache.

Es scheint übrigens wirklich Katzen zu geben, die Unheil förmlich anziehen... Flyt gehört auch zu der Sorte die definitiv zwei Dutzend Katzenleben hatte und die auch sehr fleißig ausgereizt hat... *seufz*
 
  • Drohende Amputation Beitrag #15
Die Tierarzthelferin hat Sprout schon ermahnt, dass er bitte erstmal seine verbliebenen Katzenleben durchzählen soll, bevor er den nächsten Blödsinn anstellt :mrgreen:
Was ist mit Flyt passiert? Wieso hat sie ihr Bein verloren?
 
  • Drohende Amputation Beitrag #16
Bissl verspätet noch die Geschichte von Flyt:

Sie ist eines Tages nach Hause gehumpelt und hat die eine Vorderpfote regelrecht nachgeschleift. Es war kaum mehr als ein Kratzer von Außen zu sehen, aber sofort klar, dass da etwas Schlimmeres fehlt. Vermutlich von einem Auto angefahren worden, der Richtung nach aus der sie kam - da ist nur Wald, Wiese und eine Straße.
Der Tierarzt diagnostizierte eine Nervus Radialis Lähmung vom "Ellbogen" abwärts. Das heißt das komplette Gefühl in der Pfote und dem "Unterarm" war weg und Flyt konnte sie auch nicht mehr bewegen oder spüren.
Über eine Wochen habe ich versucht den Nerv wieder aufzubauen. Täglich Tabletten und Massagen und und und - Flyt war ein echter Schatz und ich habe gelernt wie man eine Tablette innerhalb von zwei Sekunden in eine Katze rein bekommt. ;) (Musste ich nämlich mit Hand machen, Flyt hat die Tabletten sonst ständig ausgespuckt...)
Obwohl Flyt die Pfote nicht bewegen konnte ging es ihr an und für sich nicht schlecht. Keine sichtbaren Schmerzen, die Pfote wurde (seltsam umgeknickt mit dem vorderen Gelenk am Boden) als Stütze genutzt und beim Laufen bisschen nachgezogen, aber nicht wirklich schlimm, wenn man sich estmal daran gewöhnt hatte.

Nach einigen Wochen ist die Oberseite der Pfote durch das ständige Aufstützen und Nachziehen aufgeschürft. Es tat Flyt nicht weh (wenigstens etwas positives wenn es um die Nerven geht...), aber auf Dauer durfte es so nicht bleiben, viel zu gefährlich wegen Infektionen und dass es sich verzieht.
Nun hätte ich mich aber nicht zwingend für eine Amputation entscheiden müssen. Verband und Aufbauarbeit fortsetzen oder Stützapparat für die Pfote oder dergleichen wären auch noch alles Möglichkeiten gewesen.
Muss sagen es war echt nicht einfach, weil irgendwo halt doch die Hoffnung auf ein Wunder war, dass das Gefühl doch zurück kommt und die Pfote gerettet werden kann. Oder auch einfach nur, dass das mit einem Stützapparat so hinhauen würde, dass Flyt die Pfote weiter wenigstens zum Laufen nutzen kann.
Hab mich dann lange zu dem Thema eingelesen und mit zwei TAs gesprochen.

Mit sehr gemischten Gefühlen habe ich mich dann für die Amputation entschieden.
Ich WUSSTE von zahlreichen Menschen mit Erfahrung, dass das Ganze nicht so schlimm ist wie es klingt, aber selbst das zu entscheiden... gerade bei Flyt dem kleinen Wildfang der dem Tod schon so oft von der Schippe gesprungen ist... wahnsinnig schwer und meine Familie war ja leider auch alles andere als hilfreich.

Tja, den Wildfang hatte ich wenige Tage nach der Amputation in vollem Umfang wieder, so übermütig und unvernünftig wie eh und je. :mrgreen:
Und nein, trotz meiner Recherchen war ich absolut nicht darauf vorbereitet was Flyt alles konnte und vor allem wie verdammt schnell.
Ich hoffe mit dem Alter entwickeln sich keine Gelenkprobleme oder dergleichen, aber aktuell kann ich alles andere als klagen. :)

PS: Doch eine kleine Episode vielleicht noch, die ich nicht verschweigen will. Nämlich der Tag, an dem Flyt mit drei Beinen angehumpelt kam - nicht weil sie drei Beine hatte, sondern weil sie die verbliebene Vorderpfote keine-Ahung-Wo verletzt hatte. Da ist mir dann wirklich mal mein Herz still gestanden.
Hat sich als harmloser Kratzer heraus gestellt, aber da hätte ich dann echt in Tränen ausbrechen können. Flyt hat es zum Glück gelassen hingenommen (und sich höchstens über mich gewundert), aber die Momente wo die drei Beine nicht so toll sind gibt es halt leider auch...
 
  • Drohende Amputation Beitrag #17
Auch wenn ich nicht aus der Katzenecke komme, möchte ich doch auch nochmal erzählen, dass ich schon mehrere Katzen mit fehlendem Bein kennengelernt habe und ebenfalls immer den Eindruck hatte, dass sie gut damit zurecht kommen.
In meiner Kindheit lebte z.B. ein Kater in meiner Nachbarschaft der aus welchen Gründen auch immer ein Bein und die Hälfte seines Schwanzes verloren hatte. Trotz seiner Amputationen war er äußerst durchsetzungsstark, was ihm den Spitznamen "John Silver" einbrachte :lol:

Eine unserer eigenen Katzen in meiner Kindheit fing irgendwann an eine Pfote zu vernachlässigen und im Laufe von Monaten immer mehr und mehr auf nur drei Beinen zu gehen. Ich weiß nicht was die Ursache war, aber er wurde letztendlich eingeschläfert, weil man ihm "eine Amputation nicht antun wollte". Er war keine 10 Jahre alt und diese Entscheidung macht mich heute noch traurig :(


Er lebt grad recht gut mit seinem Wackelbein, aber ich kann es nicht für immer so lassen.
Hat er denn Schmerzen oder noch andere Probleme mit dem Bein?
Auch wenn ich im Zweifelsfall für eine Amputation bin, würde ich ihm glaube ich trotzdem das Bein so lange lassen wie es ihn nicht stört, da ich auch denke, dass ein schmerzloses Wackelbein vielleicht immer noch besser ist als gar kein Bein mehr, selbst wenn Katzen offenbar gut mit Amputationen leben können.
 
  • Drohende Amputation Beitrag #18
Danke blackcat für die Geschichte.
Erzähl mir mal noch, wie man ne Tablette in ne Katze bekommt, ohne anschliessend ins Krankenhaus zu müssen :shock:
Deine Flyt scheint ja wirklich ne ganz tapfere Mieze zu sein.

@Kompassqualle:
Sprout nutzt die Pfote so gut es geht. Dummerweise hat sich der obere Knochen seitwärts am unteren Knochen vorbeigeschoben und steht nun seitwärts raus. Man kann ihn wunderbar unter der Haut sehen. Das ist ne richtig dicke Beule. Irgendwann wird es durch die Haut brechen, weil Sprout nicht vorsichtig genug ist. Man darf sein Bein nicht anfassen, obwohl er normalerweise alles mit sich machen lässt. Also ist es schmerzhaft.
Im Moment ist er nur drinnen. Schon allein weil er sich ja erstmal an die neue Umgebung gewöhnen muss. Aber irgendwann möchte ich ihn gerne wieder rauslassen können und mit der kaputten Pfote möchte ich ihn nicht rauslassen. Wenn er irgendwo doof abrutscht oder umknickt, kann der Knochen durchbrechen.
Und ich kann mir nicht vorstellen, dass er ein drinnen - leben akzeptieren würde. Meine anderen beiden dürfen raus und er nicht... er schielt jetzt schon immer zur Tür und ich kann kein Fenster offen lassen. :?

Ich krieg dann nun auch schon die ersten Kommentare Richtung "wäre es nicht besser ihn einzuschläfern?"
Meine liebreizende Mutter meint es wäre "menschlicher, ihn zu erlösen" :eusa_doh:
Ich soll einen aufgeweckten, verspielten Kater, der keine 3 Jahre alt ist einschläfern, weil er ein Humpelbein hat. Super.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

18494908es.jpg

Das Bild werd ich meiner Mutter schicken und sie fragen, warum in aller Welt ich den Kerl einschläfern soll..... :evil:
Das Bild hab ich vor einigen Tagen gemacht. Sprout war im Tiefschlaf.....
 
  • Drohende Amputation Beitrag #19
Hallo,

ich habe deinen Thread hier verfolgt. Es tut mir leid, was deinem Sprout zugestoßen ist und dass du nun vor so einer Entscheidung stehts. Aber ich denke hier ist alles schon gesagt worden und ich schließe mich da den anderen an. Und jetzt, wo ich dein Bild hier sehe und dann lese, dass deine Mutter meint, es wäre das beste, ihn zu erlösen ... Naja, was soll ich sagen, macht einen schon ein bisschen ärgerlich. Wie die anderen Mitglieder schon geschrieben haben, Katzen stecken sowas gut weg. Ich kann mir vorstellen, dass man total hin und her gerissen ist und nicht weiß, was das richtige ist. Eine Amputation hört sich immer so schrecklich an. Aber wenn ich hier lese, dass sich die Knochen schon verschoben haben und es vllt. irgendwann durch die Haut bricht ... na, da denke ich mal, da tut man dem Tier auch keinen Gefallen mit. Wichtig sollte hier sein, was dem Tier gut tut und nicht dauernde Schmerzen bereitet. Ich bin sicher, du triffst schon die richtige Entscheidung. Ich bin auch der Meinung, dass das kleine Katerle das gut weg steckt. Er ist noch jung und voller Energie. Un ich bin mir sicher, solltest du dich für eine Amputation entscheiden, er wäre dir dankbar, dass er dann keine Schmerzen mehr hat.

P.S.: Sprout ist echt süß und scheint ne coole Socke zu sein :cool:
 
  • Drohende Amputation Beitrag #20
Sehr, sehr süßes Bild. :)

Und ich sehe meine Familie ist nicht die Einzige, die eine eigene Auffassung von Tierliebe hat... aber lass dich nicht verunsichern. Es ist Unwissenheit.
Ich glaub das war einer meiner größten Siege, als meine Mutter eine Weile nach der Amputation zugegeben hat, dass DAS die richtige Entscheidung war.

Ich weiß nun zwar die genaue Lage nicht, aber das mit dem Knochen der durchbrechen kann klingt schon eher übel. Wenn das Risiko da nicht nur verschwindend gering ist würde ich das nicht zu lange so belassen worden, du kannst ja auch nicht rund um die Uhr die Katze beaufsichten und wenn es passiert sobald niemand da ist stell ich mir das doch recht gefährlich vor. :|

Erzähl mir mal noch, wie man ne Tablette in ne Katze bekommt, ohne anschliessend ins Krankenhaus zu müssen :shock:
1. Katze streicheln, Tablette in die freie Hand
2. mit der streichelnden Hand seitlich runter fahren, einen Finger ins Maul --> zeitgleich Tablette mit der anderen Hand über der Zunge reinschieben
3. mit der streichelnden Hand weiter streicheln und mit der anderen kurz die Kehle massieren
Fertig. :mrgreen:
Braucht definitiv ein wenig Übung, aber klappt dann wirklich so schnell dass die Tablette drin ist bevor die Katze richtig reagieren kann. Nix mit lästigem Katze festhalten oder einklemmen oder was auch immer. ^^
 
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