Heilerde zur Darmsanierung

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  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #1
Susan&Lilly

Susan&Lilly

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Guten Tag liebe Foris,

Unsere Hündin wird derzeit noch gebarft. Sie bekommt genug Zusätze und Öl ins Futter, wirkt aber trotzdem oft sehr hungrig bzw. so als würde ihr etwas fehlen. Sie frisst draußen alles, was sie findet. Essensreste, Brotkrümel, Kot diverser Tiere - auch Hundekot, Erde, Grasbüschel - eben Exemplar "Staubsauger". Eine Blutuntersuchung wurde letztens erst gemacht. Da war nichts auffällig, außer wohl ein paar Entzündungswerte, weswegen dann noch eine Wurmkur gemacht wurde.

Wegen ihrer Verfressenheit habe ich mich etwas belesen und erstmal den Trick mit Harzer Käse versucht, der kläglich scheiterte. Geändert hat es an ihrem Staubsaugerverhalten rein gar nichts. Nun riet mir eine Bekannte zu Heilerde. Gesagt, getan. Sie bekommt nun durchschnittlich einmal am Tag einen Löffel Heilerde mit Joghurt vermischt zwischen den Hauptmahlzeiten. Und ich habe das Gefühl, dass es etwas besser wurde.

Nun zu meiner eigentlichen Frage:
Da ich sie bald auf Trockenfutter umstellen werde, kann ich ihr die Zusatzstoffe, die ich noch vom Barfen hab ja schlecht ins Futter mischen. Ich habe überlegt, ob es Sinn macht, sie mit der Heilerde im Joghurt zu geben? Durch Heilerde können Nährstoffe aber wohl nur bedingt aufgenommen werden soweit ich weiß. Ist es also doch besser die Zusätze seperat mit Joghurt ohne Heilerde zu füttern? Letzte Option wäre halt, dass ich es ganz lasse und die restlichen Zusätze an jemand anderen weitergebe, der es beim Barfen noch gut gebrauchen kann. Aber Spirulina würde ich zb gerne trotzdem geben, da es ja gut für die Gelenke ist, genauso wie Bierhefe im Fellwechsel.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #2
Huhu,

wenn du auf Trockenfutter wechselst, wieso willst du dann noch weitere Zusatzstoffe füttern? Trockenfutter sind ja schon so zusammengesetzt, dass man nichts mehr zusätzlich geben muss. Damit riskiert man eher eine Überversorgung, die nicht weniger schlimm ist als eine Unterversorgung. Bestimmte Nährstoffe oder Ergänzungsmittel würde ich dann nur noch geben, wenn der Hund akut etwas hat und auch nur dann per Kur und nicht dauerhaft. Generell würde ich eigentlich nichts auf Dauer geben, auch nicht Heilerde. Ich fände es sinnvoller, herauszufinden, wieso der Hund etwas macht, wie er es macht und dann entscheiden, wie man das Problem angeht. Aus Verdacht und "einfach so" würde ich nichts geben.

Liebe Grüße
Pewee
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #3
Die Spirulina würde ich eben ganz gerne aufgrund der positiven Wirkung auf die Gelenke weiter geben. Lilly wurde auf HD geröntget und da wurde mir gesagt: "Sie hat keine HD, aber es könnte besser sein" Von daher denke ich nicht, dass man da etwas falsch machen kann. Und Bierhefe dann eben im Fellwechsel oder der Läufigkeit zur Unterstützung, also nicht dauerhaft. Auch die Heilerde gibt es nicht dauerhaft. Ich habe damit erst vor einer Woche angefangen und werde es als Kur machen und dann schauen, ob es wirklich etwas ändert. Vielleicht bessert sich ihr Verhalten ja auch schon durchs Trockenfutter.

Es ist leicht gesagt, dass man versucht herauszufinden, warum der Hund dieses oder jenes Verhalten zeigt. Aber in der Praxis dann doch nicht so einfach. Gesundheitlich ist alles ok. Ihr Verhalten ist zum Teil auf den reinen Genuss der "Köstlichkeiten" und auf Stress zurückzuführen. Das versuche ich in erster Linie mit langwierigem Training wegzubekommen und unterstütze es mit einer Heilerde Kur. Natürlich gibt es immer wieder Rückschläge, da sie draußen immer mal wieder etwas aufnimmt. Aber das ist hier ja nicht das Thema. :)

Ich möchte eigentlich nur wissen, ob man Heilerde auch mit anderen Nährstoffen, wie Bierhefe oder Spirulina füttern kann.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #4
Die Spirulina würde ich eben ganz gerne aufgrund der positiven Wirkung auf die Gelenke weiter geben.
Wo hast du denn da was zu gelesen? Das wäre mir neu.

"Sie hat keine HD, aber es könnte besser sein"
Was soll das heißen? :eusa_eh:
Entweder liegt eine HD vor oder nicht, also entweder A oder nicht A. Was genau könnte denn besser sein?

Die Spirulina ist eine Meeresalge und damit jodhaltig. Jede zusätzliche Jodzufuhr hat Einfluss auf die Schilddrüse, weswegen man da durchaus was falsch machen kann (zumal die in vielen Futter inzwischen sogar drin ist). Ich würde es einfach weglassen. Und solange der Hund nicht etwas diagnostizierbares an den Gelenken hat würde ich da auch nichts unternehmen. Sollte was vorhanden sein kann Grünlippmuschel gegeben werden.

Gesundheitlich ist alles ok.
Sicher? Irgendwelche Entzündungswerte verschoben und auf gut Glück mal entwurmt heißt nicht unbedingt gesund, das würde ich im Auge behalten.

Ihr Verhalten ist zum Teil auf den reinen Genuss der "Köstlichkeiten" und auf Stress zurückzuführen.
Dann bringen aber auch Kuren nix, dann ist es reine Erziehungssache ;).

Ich möchte eigentlich nur wissen, ob man Heilerde auch mit anderen Nährstoffen, wie Bierhefe oder Spirulina füttern kann.
Können ja. Es gibt m.W. keine pflanzlichen Kuren, die sich beißen würden (gilt nicht für Medikamentengabe oder kranke Tiere!). Ob man es sollte ist die andere Frage. Eine Kur soll eine kleine Unterstützung für den Körper mit möglichst wenig und natürlichem Eingriff sein. Drei verschiedene Kuren wären mir da schon zu viel. Die Spirulina erfüllt m.E. gar keinen Sinn, wenn sie für die Gelenke gegeben wird. An Heilerde glaube ich sowieso nicht so wirklich, ob da wirklich so viel Kieselsäure drin ist und ob die überhaupt was bringt ist fraglich. Ähnlich ist es mit Probiotika. Trotzdem würde ich doch lieber mal ein wenig Joghurt geben als Heilerde, zumal man die wohl mit Wasser verrühren muss und nicht direkt zu den Mahlzeiten geben soll, weil sie sonst von manchen Hunden scheinbar nicht gut vertragen wird. Das ist ja auch nicht wirklich Sinn der Sache?
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #5
Oh Mann...danke Mischling, du hast Recht. Ich hatte mich da mal irgendwann belesen wegen den Zusatzstoffen und hab da jetzt wohl was durcheinander gebracht. Spirulina bringt den Gelenken nix.

Die Aussage des Tierarztes ist schon korrekt. Sie hat uns das auf dem Röntgenbild erklärt und gezeigt. Es ist keine HD,aber man hatte ganz minimale Unstimmigkeiten gesehen. Die waren aber wirklich kaum vorhanden. Wenn man Schulnoten verteilen würde,gäbe es eine 1 minus. Sie meinte damals, dass sich das natürlich auch noch ändern könnte. Als wir sie röntgen ließen war sie ein gutes Jahr alt.

Mir ist klar,dass das in erster Linie Erziehungssache ist, aber eben nicht nur. Es ist auch von der Ernährung abhängig, so zumindest mein Gefühl. Manchmal ist es besser,manchmal hat sie wieder richtig krasse Phasen, daher eben auch das Gefühl als würde ihr etwas an Nährstoffen fehlen. Sie auch ständig hungrig zu sein und kennt kein Ende...ich bin gespannt ob sich das mit Wolfsblut Trofu ändert.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #6
Spirulina bringt den Gelenken nix.
Ok, hatte mich schon gewundert :lol:.

Es ist keine HD,aber man hatte ganz minimale Unstimmigkeiten gesehen. Die waren aber wirklich kaum vorhanden. Wenn man Schulnoten verteilen würde,gäbe es eine 1 minus. Sie meinte damals, dass sich das natürlich auch noch ändern könnte. Als wir sie röntgen ließen war sie ein gutes Jahr alt.
Was genau ist es denn? Der Winkel? Die Form von Gelenkkopf oder -platte? Der Gelenkspalt?
Grünlippmuschel zielt auf die Flüssigkeit im Zwischenraum und Knorpel ab, d.h. sie soll den Knorpel in seiner Funktion als Schwamm unterstützen, um es mal grob zu sagen. Teufelskralle und Co. zielen auf Entzündung.

Es ist auch von der Ernährung abhängig, so zumindest mein Gefühl. Manchmal ist es besser,manchmal hat sie wieder richtig krasse Phasen, daher eben auch das Gefühl als würde ihr etwas an Nährstoffen fehlen. Sie auch ständig hungrig zu sein und kennt kein Ende...ich bin gespannt ob sich das mit Wolfsblut Trofu ändert.
Wenn aber sonst alles in Ordnung ist, ein guter Allgemeinzustand vorhanden ist und auch die Untersuchung beim TA nix ergeben hat frage ich mich, inwiefern das noch ein Mangel sein kann. Zumindest der Kot müsste dann ja mal verändert sein. Und selbst wenn es ein Mangel wäre müsstest du wissen welcher, um dagegen vorzugehen.

Heilerde wäre dann sinnvoll, wenn du vermutest, dass der Darm geschädigt ist. Wenn der Hund aber sonst keinerlei Auffälligkeiten zeigt wäre das eher unwahrscheinlich. Dann liegt die Vermutung nahe, dass es wirklich eine reine »Angewohnheit« ist, die vielleicht auch abhängig von Gelegenheit (Gülle z.B.), Stress oder derzeitigem Erziehungserfolg (einmal nicht aufgepasst o.ä.) variiert.
Wäre es der Darm würdest du ihr mit einer Umstellung auf TroFu übrigens auch nicht unbedingt einen Gefallen tun, das würde nur noch mehr Stress verursachen.

Vll magst du mal deinen Barfplan posten?
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #7
Sie hat gute 27 kg und kriegt laut Berechnung 810g pro Tag.

243g Gemüse/Obst
170g Fleisch
397g RFK

Auf einen Monat berechnet gibt es in der Kategorie Fleisch auch noch je 1kg Fisch und Innereien und einmal in der Woche Pansen.

In der Praxis habe ich die Fütterung vereinfacht. Ich rechne die Massen auf 1-2Monate hoch und bestelle dementsprechend. Dann bekommt sie immer im Wechsel einen Tag Gemüse/Obst und einen Tag Fleisch. Sie bekommt auch deutlich mehr als die 810g pro Tag. Fleisch meist 1kg und beim Gemüse liegt die Masse zwischen 800g und 1kg.
Ihre Aktivität ist normal. Sie rennt auch mal gerne, aber hält auch gut Ruhe. Mit der Masse an Futter hält sie gerade so ihr Gewicht. Sie ist allgemein ein sehr schlanker Typ. Nach der letzten Läufigkeit nahm sie ganz schön ab. Dadurch kam auch die Blutuntersuchung und die Wurmkur zustande. Inzwischen hat sie wieder ihre gewohnte Figur.
Achso und an Zusätzen gibt es immer(hauptsächlich zum Gemüse, nur manchmal zum Fleisch): z.Z. Omega3 Pflanzenöl, ein Mineralienmix; Spirulina, Bierhefe und Hagebuttenschalen eher temporär.

Aber eigentlich tut mein Barfplan ja nun auch nicht mehr allzuviel zur Sache. Denn die Umstellung auf das Trofu steht fest, ist auch schon da. :lol: Ich schaue dann erstmal eine Woche, wie sie es verträgt und entscheide dann weiter.

Ich muss ehrlich sagen, dass ich nicht mehr genau weiß, was an der Hüfte leicht verändert war. Die Erklärung war auch recht kompliziert zu merken und ich war einfach zu froh, dass sie keine HD hat. Bin aber der Meinung, dass es etwas mit der Lage des Glenkkopfes in der Pfanne zu tun hatte.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #8
243g Gemüse/Obst
170g Fleisch
397g RFK
Hast du das auch genauer? Welches Fleisch, fettig usw.? Welche Gemüsesorten? Und wieso derart viele Knochen? :shock:
Welche Innereien gibt es? Und wieso nur 1kg im Monat? Das wären umgerechnet 33g pro Tag.

Fleisch meist 1kg und beim Gemüse liegt die Masse zwischen 800g und 1kg.
Solche Massen bei einem Hund mit nicht einmal 30kg? oO
Nie im Leben dürfte der Hund 2kg Gesamtration am Tag brauchen. Ist das Fleisch sehr mager, das du gibst?
Wurde mal Schilddrüse und Co. untersucht?


z.Z. Omega3 Pflanzenöl, ein Mineralienmix; Spirulina, Bierhefe und Hagebuttenschalen eher temporär.
Öl ist vollkommen ok, aber warum noch Mineralstoffmix, Alge, Hefe und Hagebutten?
Die Alge enthält selbst schon viele Mineralstoffe, zusammen mit dem Mix hast du garantiert eine Überversorgung produziert, die wiederum die Aufnahme anderer Mineralstoffe hemmt. So kann es auch zu einem Mangel bzw. zu Symptomen einer Überversorgung kommen. Wenn man richtig barft sollte man nahezu ausgewogen sein, mit den Zusätzen bringst du das wieder durcheinander.
Die Hefe als Kur fürs Fell ist ok, aber wozu die Hagebutte? Wenn sie gerade nicht krank ist oder es auf den Winter zugeht macht die Vitamin C Zufuhr recht wenig Sinn. Über Obst kommt schon genug rein, abgesehen davon, dass der Hund selbst synthetisiert (den vollen Bedarf).

Aber eigentlich tut mein Barfplan ja nun auch nicht mehr allzuviel zur Sache. Denn die Umstellung auf das Trofu steht fest, ist auch schon da. :lol: Ich schaue dann erstmal eine Woche, wie sie es verträgt und entscheide dann weiter.
Es tut durchaus was zur Sache, wenn du glaubst, dass dein Hund einen Mangel hat. Wenn er diesen hat wird es durch das TroFu höchstwahrscheinlich besser, aber eben auch nicht nach ein paar Tagen. Hat sie keinen Mangel sondern ein anderes Problem wird das TroFu nicht helfen, hat sie wirklich einen empfindlichen Darm wird die Umstellung eher noch schaden. Und die Zusätze bitte alle weglassen, wenn das TroFu gefüttert wird.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #9
Sie bekommt keine 2kg Tagesration, sondern den einen Tag 1kg Fleisch und den nächsten ca. 800g Gemüse. So ist das Füttern einfach praktischer, da ich auch die Fleischportionen in kg Portionen geliefert bekomme. Anfangs hatte ich immer alles seperat angetaut, abportioniert und eingefroren um in einer Tagesration alles ausgeglichen drin zu haben. Inzwischen füttere ich eben auf einen Monat hin ausgeglichen.

Ich kann dir das nicht Gramm genau sagen, was für Fleisch sie bekommt. Es wechselt ja auch immer mal. Rind fällt inzwischen komplett flach, verträgt sie leider nicht mehr, wobei es lange keine Probleme bereitete. Daher kommt hier viel Hähnchen in den Napf. Zur Abwechslung gibt es dann noch Kaninchen, Pferd, Rentier und Pute. Wenn ich es in Prozenten sagen müsste: Hähnchen 40%, Pute 20% und der Rest gleichmäßig auf 40% verteilt. Achso und dann ja noch der Fisch: da gibt es meist Barsch oder Lachs. Insgesamt füttere ich schon recht mager. Das fettigste ist eigentlich das Hähnchen.

Die Mengenberechnung habe ich nach einer Seite aus dem Netz gemacht.
Und da hatte ich schon mit einer etwas höheren Prozentzahl gerechnet. Die RFK fallen da eben mit dem größten Anteil an.

Gut, dann werde ich wohl die Zusätze einfach komplett weglassen außer der Bierhefe. Vielleicht finde ich ja noch einen Abnehmer, wär ja sonst schade, wenn man es wegwerfen muss.

Schilddrüsenwerte wurden mit dem Blutbild gemacht und waren Ok. Sonst ist wie gesagt auch nichts auffällig bei ihr. Die Tierärztin meinte, sie sehe einen gesunden Hund vor sich. Hatte eben die Grunduntersuchung gemacht und Blut abgenommen, Impfungen aufgefrischt und Wurmkur mitgegeben. In ihrem täglichen Verhalten ist sie auch nicht anders. Fit wie immer, nur ein wenig beeinträchtigt durch die Hitze, aber auch das ist im Normalbereich. Appetit ist auch ausreichend da.

Mit dem Barfen schließe ich eben auch immer mehr ab...Sie bekam gestern z.B. wieder Gemüse. Weißkohl, Blumenkohl, Apfel und Banane; der Kohl etwas gegart. Daraufhin hat sie riesige Haufen gemacht und heut früh dann noch Gras gefressen und Schaum gebrochen. Wird wohl den Weißkohl nicht vertragen haben. Den gab es nämlich sonst nicht und wäre die einzige Veränderung.:?
Ihr Magen ist ansonsten eigentlich nicht empfindlich. Sie bricht nicht ständig und verdaut das meiste ja gut. Als wir früher zu viel Knochen gefüttert hatten, kamen Knochenteile öfter mal hoch, aber Knochen gibt es am Stück jetzt nur noch selten und wenn dann mit ordentlich Fleisch. Bei dem ganzen Unrat, den sie draußen immer mal aufnimmt, müsste man zwar denken, das kommt auch immer mal wieder hoch, ist aber nicht so.

EDIT: Gemüse/Obst gibt es hier in erster Linie: Gurke, Blumenkohl, Radieschen, Kohlrabi, Rotkohl, Apfel, Banane, Birne, Mandarinen, Kiwi, Zucchini
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #10
*schleicht sich mal rein*

Also ich habe hier zwei Hunde mit je 28 bzw. 29kg und die bekommen eine Tagesration von ca. 800g bzw. 1000g (Gemüse inklusive), ich "halte" mich da nicht an den ausgerechneten Werten fest, sondern daran, wie das Gewicht der Hunde sich entwickelt. Dazu wiege ich streckenweise recht engmaschig und vergleiche dann die Futtermengenwerte mit der Gewichtsentwicklung. Meine Schäferhündin hat bei lediglich 1kg mehr Körpergewicht und ähnlicher Aktivität einen wesentlich höheren Umsatz als mein Podenco. Da komme ich mit den ausgerechneten 870g absolut nicht hin, genauso wie mein Podenco bei den ausgerechneten 840g stetig zunimmt - deshalb habe ich lediglich einen groben Plan, aber kein minutiös ausgerechnetes Tagesprogramm. Wenn es mal Tage gibt, wo kaum Aktivität war, gibt es auch mal weniger oder eben "nur" fleischige Knochen und eine kleine Portion Fleisch mit Gemüse, andersherum verfüttere ich auch wesentlich mehr pro Hund, wenn wir z.B. 6 Stunden wandern waren.

Was ich damit sagen will, ist dass die Rechnung lediglich eine Orientierung gibt, die "Feinabstimmung" sollte dann schon individuell dem Hund angepasst werden. Hast du denn Lillys Gewicht mal über längere Zeit engmaschig kontrolliert? Plus/minus 1-2kg fallen erschreckenderweise nicht bei jedem Hund sofort auf (sogar bei einem Podenco nicht...;)) sagen aber viel aus über die "Passung" der Ernährung, denn allzu große bzw. häufige Schwankungen sollte man nicht haben, wenn die Fütterung passt.

Was mir auch auffällt ist deine Gemüse-Obstauswahl...:eusa_think:
Kohlrabi, Rotkohl, Radieschen, Blumenkohl, Birne, Kiwi, Mandarinen - all das zählt nicht gerade zu den "leicht verdaulichen" Sachen und außer Kohlrabi und Blumenkohl (sehr selten) füttere ich davon z. B. gar nichts. Was ist denn mit Pastinake, Petersilienwurzel, Paprika, Karotten, Fenchel, Sellerie, Beeren, frischen Kräutern, Nüsse und so was? Verträgt sie das nicht?

Allgemein kann ich von meinen Hunden sagen, dass ein zu hoher Obstgehalt meist eher negative Auswirkungen auf die Kotkonsistenz und das "Wohlbefinden" hat, deshalb gibt es bei mir auch Tage da besteht der vegetarische Brei nur aus Gemüse. Und Obst gibt es nur Beeren, Apfel und Banane, hin und wieder mal Melone oder Mango (wenn was über ist von mir). Von allem anderen bekommen zumindest der Podi und der Schäfi Durchfall.

Und habe ich das richtig verstanden, dass es quasi nur jeden zweiten Tag Fleisch gibt? Also immer abwechselnd Fleisch und dann Gemüse/Obst? Rein intuitiv würde ich mal behaupten, dass meine Hunde da gar nicht mit klarkämen, vor allem mein Podi nicht, der einen recht empfindlichen Magen hat und mindestens 2 Mahlzeiten am Tag braucht und wenn es vegetarisch sein soll wenigstens noch Kartoffeln, Nudeln oder Reis dazu braucht. Nur vegetarischer Brei, da würde er vermutlich sogar versuchen den Teppich zu fressen oder alles voll kotzen oder beides...:lol:
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #11
Hallo Tompina

Nein, das Gewicht habe ich nicht über einen längeren Zeitraum kontrolliert. Ich habe sie immer mal aller paar Wochen oder Monate gewogen. Letztens wollte ich sie mal wieder wiegen, um zu gucken ob sie wieder in ihrem Normalgewicht liegt, doch da hat meine Waage auch schon den Geist aufgegeben. Also fiel das erstmal wieder flach. Aber ich kann dir trotzdem aus Erfahrung sagen, dass man ihr bereits 1kg weniger ansieht, bei Gewichtsabnahme darunter spürt man es beim streicheln ganz gut. Das liegt wohl daran, dass sie zum einen so unheimlich schlank ist und zum anderen, weil sie irgendwie nur aus Muskeln besteht. :lol:

Mit der Menge an Futter handhabe ich es ja ähnlich. Aber ich richte mich nicht nach dem Aktivitätsgrad, sondern eben nach ihrem Gewicht. Wie gesagt, man merkt bei ihr schnell wenn sie abnimmt. Es hier nach dem Aktivitätsgrad zu richten, wäre wohl recht langweilig, da wir eigentlich jeden Tag dasselbe Level haben. Ewig lange Wanderungen machen wir eigenlich nur im Urlaub, da können die Kilometer sehr leicht im 2 stelligen Bereich liegen. ;) Aber selbst wenn ich aller paar Wochen an einem Gruppenspaziergang teilnehme, der recht lange geht, ist sie nicht so aktiv. Das was wir dort laufen, bringt sie sonst eben an intellektueller Leistung.

Stimmt Karotten vergaß ich noch. Die kommen hier auch regelmäßig mit ins Gemüse. Nun, die "schwer" verdaulichen Sachen koche und häcksle ich. So verträgt sie es auch ohne Probleme und ohne sonderliche Blähungen - außer eben vorgestern, als der Weißkohl dabei war. Heut gibts ja wieder Gemüse, diesmal dasselbe wie vorgestern, aber ohne Weißkohl...mal schauen, ob es wirklich der Auslöser war. Karotten verträgt sie auch nur gekocht. Gehäckselt kam ein Großteil wieder (hinten) so raus, wie es rein kam.
Paprika ist für Hunde giftig und auch gekocht unverträglich !!!
Bis auf Fenchel gab es auch die anderen von dir aufgezählten Sachen hier schon, aber eben nur sehr selten.

Das hast du richtig verstanden. Einen Tag Gemüse und den nächsten Fleisch. Natürlich hat sie am Gemüsetag mehr Hunger als am Fleischtag, aber sie leidet ja auch eh ständig unter Hunger und könnte fressen bis zum Umfallen oder wohl eher fressen, brechen, Gebrochenes fressen usw...:silence: Ansonsten frisst sie ihr Gemüse auch gerne, zwar langsamer als das Fleisch, aber ich bin ganz froh, wenn sie mal länger als 3 Sekunden zum futtern braucht. ;) Es muss schon wirklich etwas "ekliges" drin sein, damit sie ihr Gemüse nicht anrührt, wei z.b. Rote Beete.

Lilly bekommt ihr Futter auch auf mindestens 2 Mal aufgeteilt, manchmal auch 3 mal am Tag. Reis, Kartoffeln und Nudeln bekommt sie auch manchmal ins Futter, wenn etwas übrig blieb. Ich ess nämlich keine Nudeln und wenn mein Freund am Sonntag Nudeln gegessen hat, bleibt gern mal was über wenn er dann wieder weg muss. :) Als sie sehr dünn war, bekam sie auch extra Kohlenhydrate ins Futter.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #12
:eusa_eh: - seit wann ist Paprika denn giftig? Das höre ich zum ersten Mal.
Dann habe ich meine Hunde wohl unwissentlich bereits mehrmals umgebracht.

(das man den Strunk rausmacht und das Ganze wegen der recht "harten" Schale andünsten vor dem Verfüttern, halte ich für selbstverständlich,
wobei meine Hunde auch rohe Paprika fressen und vertragen...:eusa_think:)

Also ich habe auch immer behauptet, dass man es meinen Hunden sofort ansieht, wenn sie zunehmen/abnehmen - gerade mein Podi besteht ja nur aus Knochen, Muskeln und Haut - aber dem ist erschreckenderweise gar nicht so. Nachdem ich mal wirklich engmaschig (alle 2 Tage) gewogen habe, fiel mir auf, dass ich ein Abnehmen/Zunehmen visuell tatsächlich erst ab ca. 1,5kg bemerke und gerade bei einem "trockenen" Körperbau sind 1,5kg schon ziemlich viel. *so find* Aber das ist halt meine Erfahrung.

Und wegen dem täglichen Wechsel zwischen Fleisch und Gemüse, das halte ich halt bei meinem Podi für absolut magenunfreundlich, aber auch meine beiden anderen würden dann vermutlich den "Gemüsetag" mit "alles fressen" verbringen...deshalb diese Anmerkung.

Aber da deine Entscheidung ja feststeht, ist es ja eh egal.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #13
Paprika ist ein Nachtschattengewächs und enthält das für Hunde giftige Solanin, genauso wie Auberginen, Tomaten und grüne Stellen an Kartoffeln. Somit hast du deinen Hunden dann tatsächlich mehrfach, wenn auch nur leicht vergiftet. Hast du bei Fütterung von Paprika wirklich nie etwas festgestellt? Dünner Kot oder Durchfall und dich gewundert wo es wohl herkommt?
Ich hatte meiner auch mal gekochte Paprika gegeben (hier ist das Solanin abgetötet) und auch die konnte sie nicht verwerten. Ich würde es an deiner Stelle besser vom Essensplan streichen. :silence:

Ich weiß ja, dass sie "nur" 1,5 kg abgenommen hatte und so extrem dünn aussah, weil wir sie vom Tierarzt wiegen ließen. Die haben ja immer die Vergleichswerte von vorher. Und wie gesagt, alles andere bekomme ich beim streicheln und kuscheln mit. Aber sobald ich weiß ob ich nur die Batterien wechseln muss oder mir eine neue Waage kaufen muss, werde ich es einfach mal testen. Ist allerdings schwierig, wenn ich allein zu Haus bin. Ich steh sonst immer mit Hund auf der Waage und lasse meinen Freund das Gewicht ablesen. Kann es selber nämlich nicht mit 27kg Hund im Arm. :lol: Wie machst du das denn? :eusa_think:
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #14
Paprika ist ein Nachtschattengewächs und enthält das für Hunde giftige Solanin, genauso wie Auberginen, Tomaten und grüne Stellen an Kartoffeln. Somit hast du deinen Hunden dann tatsächlich mehrfach, wenn auch nur leicht vergiftet. Hast du bei Fütterung von Paprika wirklich nie etwas festgestellt? Dünner Kot oder Durchfall und dich gewundert wo es wohl herkommt?
Das mit dem leicht vergiftet stimmt nicht ganz ;). Das klingt immer ein wenig heftig, als würde man knapp an einer tödlichen Dosis vorbeischrammen. So viel könntest du dem Hund davon aber vermutlich gar nicht füttern. Außerdem sind rote, reife Paprika weit weniger gefährlich. Mein Hund hat auch schon Paprika und Tomate bekommen und es ist rein gar nichts passiert ;).
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #15
Das mag sein, aber warum sollte man einem Hund etwas geben, wo Stoffe drin sind, die nicht gut für den Hund sind und das ist ja nachgewiesen. Auch wenn man keine Auswirkungen sieht, heißt es nicht, dass er es verträgt. ;) Das ist dann wohl ungefähr so schlimm, wie wenn wir Menschen ständig Industrieprodukte und Fast Food essen. Schmeckt gut, man verträgt es in erster Linie, aber auf lange Sicht tut es einem ganz und gar nicht gut.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #16
Das mag sein, aber warum sollte man einem Hund etwas geben, wo Stoffe drin sind, die nicht gut für den Hund sind und das ist ja nachgewiesen. Auch wenn man keine Auswirkungen sieht, heißt es nicht, dass er es verträgt. ;) Das ist dann wohl ungefähr so schlimm, wie wenn wir Menschen ständig Industrieprodukte und Fast Food essen. Schmeckt gut, man verträgt es in erster Linie, aber auf lange Sicht tut es einem ganz und gar nicht gut.
Wenn sich nichts bemerkbar macht, woran machst du dann fest, dass es nicht vertragen wird? :eusa_eh:
Den Vergleich finde ich auch ein wenig unpassend, denn von hin und wieder etwas roter Paprika bekommt mein Hund weder Cholesterin noch einen Herzinfarkt ;). Da lagert sich ja nichts ein und solange es vertragen wird richtet es auch keinen Schaden an.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #17
In erster Linie mache ich es an Logik fest. Solanin ist nunmal ein Gift und das kann ja wohl nicht ohne weiteres durch den Körper wandern, ohne das wirklich rein gar nichts passiert? Selbst wenn es nur ein paar Zellen sind, die sich dadurch verändern, ist es eine negative Auswirkung, die man dann ja nicht unbedingt mitbekommen muss. Genauso gut kann dem Hund ja auch übel sein, ohne dass er brechen muss und das würde man auch nicht unbedingt merken.

Mein logischer Menschenverstand sagt mir nunmal, fütter das lieber nicht, wenn ein giftiger Stoff drin ist. ;)
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #18
Diese Nachtschattengewächse enthalten das für Hunde giftige Solanin. Bei Kartoffeln kommt es in den grünen Stellen sehr gehäuft vor, diese sollten also großzügig rausgeschnitten werden, ansonsten geht von der Kartoffel keine Gefahr aus. Tomaten und Auberginen verlieren ihren Solaningehalt, wenn sie überreif sind, doch auch dann sollte es nur in geringen Mengen gefüttert werden.
-> schädigt lokal die Schleimhäute und führt zu Durchfall, Krämpfen, Paresen und Atemlähmung


grüner und gelber Paprika enthält das für Hunde giftige Solanin. Im Reifungsprozess wird das Solanin abgebaut, weswegen roter Paprika gefüttert werden kann.


Solanin ist ein hitzestabiles, wasserlösliches und giftiges Glykoalkaloid, welches aus dem Alkaloid Solanidin und dem Zucker Solatriose besteht. Es wird im Magendarmtrakt nicht zersetzt. Die Wirkung beruht auf einer Hemmung der Enzyme Butyryl- und Acetyl-Cholinesterase und führt in schweren Fällen zu einer Auflösung der roten Blutkörperchen. Solanin findet sich in Nachtschattengewächsen wie Tomaten, Paprika, Kartoffeln, Peperoni und Auberginen. Dabei enthalten aber nur die unreifen Früchte das giftige Solanin, wie z.b. grüne Tomaten oder grüne Paprika, die darum auf keinen Fall verfüttert werden sollten. Auch Auberginen und rohe Kartoffeln sollten nicht verfüttert werden. Kartoffeln kann man aber gekocht verfüttern, nur sollte man alle grünen Stellen sorgfältig entfernen und auch das Kochwasser entfernen, da Solanin zum Teil auch ins Kochwasser übergeht durch seine Wasserlöslichkeit. Ein Schuss Essig unterstützt diesen Vorgang noch. Auch alles Grüne an den Tomaten sollte entfernt werden.


In der Kartoffelpflanze sind das giftige Alkaloid Solanin und in geringen Mengen auch Cholin und Acetylcholin enthalten. Die Gifte finden sich in den Blüten, Beeren, unreifen grünen Kartoffeln, in den Keimen sowie in den Augen auskeimender Kartoffeln. Die heutigen Kultursorten enthalten in der Regel harmlose Mengen an Glykoalkaloiden, zwischen 1,8 und 9,4 mg / 100 g Frischsubstanz (ganze Knolle). Einzelne Sorten erreichen 10 - 13 mg und gelegentlich werden auch über 20 mg / 100 g Frischsubstanz errreicht. Erste Vergiftungserscheinungen treten ab etwa 40 mg / 100 g Kartoffeln auf. Dazu gehören ein brennendes, kratzendes Gefühl im Hals, Kopfschmerzen, Mattigkeit, Erbrechen, Durchfälle. In schweren Fällen kommt es durch Gehirnödeme zu Benommenheit bis hin zum Koma und zu Krämpfen. Als Gegenmaßnahmen sollte bei Betroffenen Erbrechen ausgelöst und ein Arzt aufgesucht werden. Kleinkinder können an einer Solaninvergiftung sterben, bei Erwachsenen sind keine tödlichen Fälle bekannt. (Quelle: Ernst Lindner: Toxikologie der Nahrungsmittel, Thieme Verlag, Stuttgart 1990)
Bezogen auf das Lebensmittel wird von einem toxischen Grenzwert von 20 mg/100 g Frischgewicht ausgegangen.


Tomaten: Schon 25 Milligramm Solanin machen sich unangenehm bemerkbar – so viel kann in einer unreifen Tomate (80 Gramm) stecken. Bei halbreifen Früchten sinkt der Gehalt auf weniger als harmlose 2 Milligramm.


Vergiftungen können ab einer Konzentration von 1 mg/kg Körpergewicht auftreten. Daher sind insbesondere Kinder gefährdet. Die akuten Vergiftungssymptome von Solanin sind Brennen und Kratzen im Hals, Magenbeschwerden, Darmentzündungen, Gliederschmerzen, Übelkeit, Brechreiz, Nierenreizungen, Durchfall und in schlimmen Fällen sogar die Auflösung der roten Blutkörperchen, Störungen der Kreislauf- und Atemtätigkeit sowie Schädigungen des zentralen Nervensystems (Krämpfe, Lähmungen). Um den Wert zu erreichen, ab dem es zu Vergiftungen kommen kann, müssten Männer 2,7 kg und Frauen 2,2 kg Pellkartoffeln am Tag essen. Das sind jeweils mehr als zehn Portionen Pellkartoffeln! Und hier sind die Solaninverluste bei der Zubereitung noch nicht mitberücksichtigt.


Für Hunde gibt es noch nicht einmal Angaben, welche Mengen giftig sind. Folgt man manchen der Quellen ist Solanin in roten Paprika und reifen Tomaten kaum bis gar nicht enthalten, sodass das auch keine Rolle spielen dürfte. Legt man mal vergleichsweise den giftigen Wert für Menschen an, wären für einen 30kg schweren Hund 30mg giftig. Das wäre mehr als eine vollkommen unreife Tomate. Schon von halbreifen Früchten müssten 15 Tomaten auf einmal verzehrt werden, um an eine giftige Menge heran zu kommen (und damit meine ich keine Cocktailtomaten, sondern große!).
Vergiftungserscheinungen brauchen vier bis 19 Stunden, um wirksam zu werden. Dass Langzeitschäden entstehen oder das Gift sich einlagern kann ist nirgends angegeben. Da Solanin im Darm scheinbar nicht verwertet werden kann wäre sogar anzunehmen, dass es schlicht ausgeschieden wird und durch die Schleimhäute gar nicht in den Körper gelangt.

Für Menschen ist Solanin ja ebenfalls gefährlich, wenn zu viel davon verzehrt wird. Da stellt sich die Frage, ob du Angst vor Langzeitschäden hast, wenn du dir Kartoffeln kochst oder einen Tomatensalat machst? Wenn ich etwas ohne Furcht zu mir nehme, das einen für mich ebenso giftigen Stoff enthält, wo soll dann das Problem sein, wenn der Hund es ab und an bekommt? Man muss Tomate und Paprika nicht füttern, man kann gerne darauf verzichten, wenn einem unwohl dabei ist. Man sollte sicherlich auch keine Massen verfüttern, das sehe ich vollkommen ein. Aber zu sagen, man würde seinen Hund damit »dem gesunden Menschenverstand nach« langsam vergiften halte ich für vollkommen übertrieben. Wenn der Hund es nicht verträgt – gut. Aber wenn es dem Hund nichts ausmacht, was macht dann schon hin und wieder eine reife Paprika aus? Hundenase hatte es an anderer Stelle mal schön gesagt wegen der Weintrauben: Wenn ein Hund sein Leben lang welche verzehrt hat und nie Probleme hatte wird er jetzt nicht bei der nächsten Traube tot umfallen, nur weil man gelesen hat, dass es Probleme gab. Gut, bei Trauben ist nicht klar, was daran warum giftig ist, aber bei Solanin sehe ich es ähnlich. Wenn mein Hund sein Leben lang immer wieder mal eine Paprika bekommen hat, warum sollte es ihm jetzt plötzlich schaden, nur weil ich was über Solanin gelesen habe?

Sorry, aber ich finde es ein wenig vermessen, seine eigenen – meines Wissens nicht belegten – Sorgen einer Langzeitwirkung als gesunden Menschenverstand hinzustellen und damit allen anderen, die ab und an Paprika oder Tomate geben, durch die Blume zu sagen, sie hätten keinen und würden ihre Hunde gefährden. Wenn es nicht so gemeint war tut es mir leid, aber genau so kam es rüber.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #19
Danke Mischling für die ganzen Textphrasen. Ist ganz interessant, aber wie du sagtest, gibt es ja auch keine Mengenangaben für Hunde.

Ich bitte um Verzeihung, dass die Aussage anscheinend flasch rüber kam. :eusa_eh: Ich sagte lediglich in meinem letzten Satz, dass es sich für MICH logisch erschließt, etwas nicht zu füttern, worin ein giftiger Stoff enthalten ist. Hierbei wollte ich keinesfalls alle anderen schlecht hinstellen, weil man doch Paprika füttert o.ä. Außerdem sprach ich im letzen Post auch nicht von irgendwelchen Langzeitwirkungen.

Ich beschäftige mich gerade auch intensiv mit meiner eigenen Ernährung. Hier merke ich, dass mir viele Sachen aus unterschiedlichen Gründen nicht bekommen. Daher bin ich vielleicht in manchen Sachen dann eben extremerer Meinung, weil ich bei Lilly ja auch GESEHEN habe, dass ihr Paprika (selbst gekocht) nicht bekam. Und trotzdem bleibe ich dabei. Solanin ist ein Gift, welches nicht verarbeitet werden kann im Verdauungssystem. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass alles was im Verdauungssytem nicht verarbeitet werden kann im Normalfall zu Durchfall oder ähnlichem führt - natürlich bei entsprechender Menge, was sicher auch von Hund zu Hund unterschiedlich sein kann.

Dass es in roter Paprika kaum bis gar nicht mehr vorhanden ist, wusste ich auch noch nicht. Von reifen Tomaten hatte ich das schonmal irgendwann gehört und daher auch vor langer Zeit mal eine reife Tomate in der Fütterung probiert, die ihr aber auch nur semi bekam, daher auch gleich wieder gelassen.
 
  • Heilerde zur Darmsanierung Beitrag #20
Lilly bekommt jetzt seit vorgestern das Trockenfutter. Häufchen sind ok, pupsen tut sie ein bisschen und heute Morgen hat sie mir dann erstmal gepflegt in den Flur gekotzt. Es kam der noch nicht komplette verdaute Brei von der späten Abendfütterung raus. Danach drehten wir eine lange Runde, wobei sie wieder verschiedene Sachen eingeschlungen hat, die sie mir bei der Heimankunft wieder in den Flur gekotzt hat - wie schon zu erwarten war. :?

Ist ihr Magen vielleicht nur noch überfordert oder entzündet durch die Umstellung, auch weil ich von jetzt auf gleich umgestellt habe? Ich habe ihr seither natürlich kein Futter mehr angeboten, nur Wasser und jetzt schläft sie erstmal friedlich. Nachher werde ich Hähnchen und Reis für sie kochen, damit sich der Magen erstmal beruhigen kann.

Wie genau kann ich dann weiterverfahren? Wielange Schonkost? Das Trofu dann immer ein bisschen zur Schonkost geben, damit der Magen langsam dran gewöhnt wird?

EDIT: Was haltet ihr in so einem Fall von Heilerde mit Joghurt? Sollte sich ja eigentlich Magenberuhigend auswirken. Und würde wohl noch Kamillentee kochen und anstelle von Wasser geben.
 
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