Danke dir Mischling. Meinst du jetzt, wenn sie nach einem Tag Schonkost schon wieder keine Symptome mehr hat, noch einen Tag Schonkost und dann langsam umstellen?
War vll ein wenig doof ausgedrückt. Ich machs immer so: Erster Tag Schonkost und volle Besserung – direkt wieder umstellen; zweiter Tag Schonkost und volle Besserung – Umstellung mit Reismischung am dritten Tag, dann wieder normal; drei Tage Schonkost keine volle Besserung – TA anrufen (beim erwachsenen, gesunden Hund, der ausreichend trinkt usw.). Grundsätzlich würde ich aber bei einer Besserung am ersten Tag auch langsam noch die nächsten zwei Tage umstellen, daher mindestens drei Tage Schonkost.
Was kann ich alles als Schonkost geben? Also Hähnchen und Reis ist klar, wie sieht es mit Kartoffeln und Joghurt aus? Quark wäre ja glaube auch ok?
Mein Rezept sieht so aus:
Milchreis, Wasser, Geflügelfilet, klein geschnittene Karotte und Fenchel mit etwas Salz in einem großen Topf zusammen aufkochen. Benötigte Wassermenge dürfte etwa 1:4 Reis zu Wasser sein, weil auch das Gemüse mit drin schwimmt. Milchprodukte gebe ich erst bei der Umstellung wieder. Theoretisch kann man auch geriebenen Apfel nehmen (selber Effekt wie die Karotte aufgrund der Pektine) oder etwas Quark untermischen. Da ich aber der Meinung bin, viel hilft nicht unbedingt viel, beschränke ich mich auf Sättigung und Magenberuhigung. Der Magen soll sich ja besonders bei Erbrechen erst einmal beruhigen und nicht wieder überfordert werden. Daher kleine Portionen, Zimmertemperatur oder leicht lauwarm.
Unser Physio verwendet Kartoffeln statt Reis, weil seine Hunde Reis nicht vertragen, andere nehmen gequollene Haferflocken. Das dürfte sich nicht viel nehmen. Der Milchreis wird halt schön matschig, normaler Reis geht aber auch.
Hab auch gelesen, dass es bei einer Schleimhautentzündung gut ist, wenn man 24-48 Stunden komplett Futter weglässt. Also lieber erstmal fasten und dann Schonkost? Aber das kann doch auch nicht gut sein, wenn nix im Magen ist? :|
Muss man abwägen. Woher die 48 Stunden kommen weiß ich nicht, ich halte es für zu lange (meine TÄ auch). Irgendwann kommt man ja in den Bereich, dass im Prinzip der Hunger schon wieder Magenschmerzen verursacht, was ja auch nicht Sinn der Sache ist. 12-24 Stunden sind meinem Empfinden nach eher geläufig. Da aber bspw. meiner zum Magensaftbrechen neigt muss er in Absprache mit dem TA gar nicht fasten, wenn er Probleme in der Richtung hat. Er bekommt gleich jede Stunde einen Esslöffel der obigen Mischung. Würde er anfangen Magensaft zu brechen würde das schließlich auch nicht helfen, ganz im Gegenteil.
Der Sinn ist ja, dass sich der Magen beruhigt, indem er nix tun muss. Wenn dein Hund also nicht übersäuert sind 12 Stunden fasten (und trotzdem Wasser/Tee!) durchaus machbar. Schlussendlich kommt es wohl auf den Hund und das bestehende Problem an, was das beste ist. Sie muss ja auch keine Entzündung haben, es kann einfach eine Unverträglichkeit oder Reizung sein. Sie kann sich auch überfressen haben und als das Trockenfutter aufgequollen ist war es plötzlich zu viel.