Woher soll immer dieses Trauma kommen, wenn Hund allein bleibt? Das war mal völlig normal; ob es dem Hund so gut tut, ständig immer mehr Lebensmittelpunkt zu werden, glaube ich nicht.
Naja, nur weil etwas normal ist heißt das noch lange nicht, dass das gut ist. Es war auch lange Zeit normal, dass Frauen nicht wählen durften- um mal ein vermenschlichendes Beispiel zu bringen
Generell finde ich das immer schwierig "Richtwerte" zu nennen.
Ich ganz persönlich lasse meine Hunde nicht länger als (absolute Ausnahme) 4-5 Stunden allein- weil ich es kann und den Luxus habe mir meine Arbeitszeiten selbst setzen zu können.
Im Normalfall sind sie aber auch das nicht, sondern im Büro während ich nebenan Kurse gebe- das dann aber halt auch mal länger mit Pinkelpausen.
So- mit meiner Hündin z.B. wäre auch die 4-5 Stundenregel regelmäßig schlicht falsch.
Sie bleibt unter ca. 254985 Sonderbedingungen durchaus allein, aber das "normale" Alleinsein funktioniert bei ihr nicht mal für 30 Minuten.
Mein Rüde kommt besser damit klar, wenn er nicht nur 1-2 Stunden allein ist, sondern mind. 3-4. Er KANN auch wesentlich länger allein sein.
So.
Wenn ich nun also einen Hund habe, der definitiv damit klar kommt X Stunden allein zu bleiben (mir also entspannt/verschlafen entgegen kommt, ausgeglichen ist usw.) sehe ich da persönlich wie z.B. in Zufis Fall kein Problem.
Dafür muss man sich dann aber eben selbst so einschränken, dass bestimmte Dinge nicht noch im Anschluss erledigt, sondern eben erst an einem freien Tag usw. usf.
ständig immer mehr Lebensmittelpunkt zu werden, glaube ich nicht.
Und dazu: Ja.
Wenn ich mir unsere Pensionshunde teilweise angucke...die werden so extrem viel bespaßt, nie allein gelassen usw., dass die hier einen totalen Kulturschock erleben, weil es keine 24-Stunden-Bespaßung gibt. Der Extremfall bellt non-stop. 24 Stunden.
Und dieses Problem gibt es sehr, sehr häufig- auch im Training massenhaft.
Sowas passiert aber auch, wenn man Welpen zu früh zu viel allein lässt.
Davon bin ich auch absolut kein Fan.