Wie gestaltet ihr euren Alltag im Stall ? Abwechslung !?

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  • Wie gestaltet ihr euren Alltag im Stall ? Abwechslung !? Beitrag #1
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17Franzi03

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Halli hallo :)
Ja ich möchte in diesem Tread mal eure Erfahrungen zum Thema Abwechslung im Reitsport wissen.
Ich sehe oft Reiter die Tag ein Tag aus mit ihren Pferden auf dem Platz herumreiten und einfach nicht zu frieden mit ihrer Arbeit sind.
Seit ein paar Wochen habe ich mich dazu entschlossen, den Alltag meines Pferdes etwas besser zu gestalten.
Ich reite etwa 3-4 mal die Woche.
Davon teile ich mir es in 2 mal ausreiten und 2 mal Training auf dem Platz.
Um meinem Pferd noch mehr zu bieten habe ich sie halb auf das Bitless Bridle umgestellt, das ich aber nur im Gelände benutze.
Das Training auf dem Platz ist sehr unterschiedlich. Mal mache ich reine Dressur, dan stelle ich ein paar Cavalettis auf, und dann longiere ich wieder.

Ich finde auch das ein Pferd nur ausgelassen sein kann wenn es Abwechslung bekommt.
Neue Aufgaben sind sehr wichtig für ein Pferd.

Wie gestaltet ihr eure Tägliche Arbeit ?

Das würde mich jetzt mal interessieren :)

Liebe Grüße
 
  • Wie gestaltet ihr euren Alltag im Stall ? Abwechslung !? Beitrag #2
pferde können sich auch langweilen und wenn man immer auf dem platz laufen muss is das doch echt öde. ich geh auch gern mal nur spazieren oder mache gern bodenarbeit. man merkt das sie herausvorderungen liebt aber sie langweilt sich auch schnell wenn man immer das selbe macht. ich MUSS also bei meiner immer was anderes machen, sonst kommt sie nicht mehr zu mir gerannt wenn ich sie von der koppel hole :D
 
  • Wie gestaltet ihr euren Alltag im Stall ? Abwechslung !? Beitrag #3
Satori bei meiner ist Stute ist es so ähnlich :/
Ich arbeite mit ihr so auf dem Platz (Dressur oder springen), dann lasse ich sie regelmäßig freispringen, longiert wird sie auch zwischen durch, ausggeritten wird sie, bei den zirkuslektionen sind wir auch seit kurzem bei. Wenn wir auf alles keine Lust haben treiben wir die Rinder von meinem Opa(die stehen auf der Nachbarn Koppel). Also unsere pferde haben viel Abwechslung :)
 
  • Wie gestaltet ihr euren Alltag im Stall ? Abwechslung !? Beitrag #4
Ich mache mit meinem momentan hauptsächlich Longe, um seine Muskeln aufzubauen. Hier lege ich ab und zu mal Stangen hin. Mache aber davor /danach Bodenarbeit oder kurze Spaziergänge, um ihn warm zu bekommen bzw voll zur Ruhe kommen zu lassen

Wenn ich ihn reite mache ich das je nach Laune und Tagesform vom Pferdi
- mit Trense
- mit Halsring
- mit kleinen Hindernissen
- mit Sattel
- ohne Sattel

Ausritte sind auch je nach Wetter und Laune vom Pferd mal:
- ruhig und querfeldein (Wald und Wiesen)
- mit kleinen Dehnungs- und Stallungsübungen
- vielen Tempo-Übergängen

Bei der Bodenarbeit wechsle ich immer wieder zwischen:
- Arbeit "ohne alles" und auch mal einfach "laufen lassen"
- kleinen Tricks (Kompliment, auf Podest stehen, an weiteren arbeiten wir noch)
- Stangenarbeit (rückwärts drübergehen, gasse bilden etc.)

Ich mache auch sehr gerne Spaziergänge mit ihm, je nach der restlichen Trainingszeit unter der Woche
- gehen wir viel Bergauf / Bergab
- legen den Hauptpunkt auf der grasen lassen
- machen Bodenarbeitslektionen (aber eben im Gelände)
- bummeln einfach nur so rum
- schritt trab übergänge
- mal passe ich mich ihm an (laaaaaaaaaaaaaangsaaaaaam) und mal gebe ich das Tempo vor

Ich denke so biete ich ihm viel verschiedenes. :)
 
  • Wie gestaltet ihr euren Alltag im Stall ? Abwechslung !? Beitrag #5
Pferde lernen durch Wiederholungen.
Abwechslung sollte also nur eine andere Art der wiederholten Übungen sein.
Wenn ein Pferd beispielsweise stumpf am Schenkel ist, so reite ich entsprechende Übungen. Ich übe den Schenkelgehorsam aber gleichzeitig am Boden und auch im Gelände, immer dann, wenn es dem Pferd aufgrund seiner natürlichen Fussfolge leicht fällt meinen Anweisungen zu folgen.
Es ist egal wo man das Pferd arbeitet. Die Arbeit sollte aber auf jeden Fall aufbauend sein, immer auf das Pferd abgestimmt sein und die aktuellen Probleme angehend. Nicht aufbauende Arbeit verwirren das Pferd, da es sich immer wieder auf neue Hilfen einstellen muss, die es ja noch nicht kennt. Es wird daher nicht leicht folgen und unangenehm sein.
Manche Pferde sind schnell gelangweilt und haben viele Ideen was sie mit ihrer Zeit anfangen können, wenn der Reiter immer die selben Dinge reitet. Diese Pferde benötigen immer neuen Input und immer neue Aufgaben. 5 Runden geradeaus sind hier einfach tötlich. Die Erhöhung der Konzentrationszeit eines Pferdes ist daher oberste Aufgabe des Reiters.

Andere Pferde benötigen Sicherheit, für sie ist beispielsweise ein einfacher Gebisswechsel schon eine Aufgabe.

Erst einmal muss man herausfinden, welche Wechsel ein Pferd mag und was ihm angenehm ist. Die angenehmen Dinge sollte man erhalten und ausbauen.
Das was angenehm ist, kann man sowohl im Gelände als auch am Boden verfeinern (Erhöhung der Konzentrationszeit).

Die meisten Pferde, die gelangweilt und stumpf sind oder die zu viele eigene Ideen beim Reiten haben, langweilen sich genauso wenn der Reiter nur den Trainingsort oder das Material wechselt. Es kommt meist auf das gesamte Trainingsprogramm an.
2 Runden Trab an der Bande ist für viele Pferde schon zu viel.
Die Aufgabenstellung an das Pferd sollte einfach erhöht werden und das Pferd sollte ermuntert werden auf feinste Hilfen eigenständig zu arbeiten. Hierfür muss es angelernt werden, wie es seine Füsse am Besten setzen muss um alle Anweisungen des Reiters exakt zu befolgen.
Ich übe beispielsweise niemals das geschlossene Stehen. Das Pferd sollte nur nach dem ruhigen Stehen (was eine Basisübung ist) niemals wissen, was ich jetzt von ihm fordere. Es soll die nächste Übung in exakter Fussfolge absolvieren. Daher wird sich das Pferd nach kurzer Zeit von allein geschlossen hinstellen, da es nicht weiß, ob ich wenden will, rückwärts oder vorwärts gehen will.
Neue und vor allen Dingen plötzliche Anweisungen an ein Pferd (z.B. das Wenden) sollten -gerade anfangs- immer dann gegeben werden, wenn das Pferd dank der natürlichen Fussfolge dazu in der Lage ist (z.B.das Wenden, wenn im Galopp die Vorderbeine in der Luft sind). So wird das Pferd aufmerksamer, sensiber und schneller.
Es liegt also weniger an einem Mangel an Abwechslung als oft an einem Mangel an Konzentration.
 
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