Huhu. Das ist bei mir um die Ecke und mich macht das auch sehr betroffen.
Ich bin wirklich niemand, der vorschnell der Polizei die Schuld an etwas gibt. Ich weiß wie schwer sie es oft haben, wie gerne ein Video von schlechtem Verhalten eines Polizisten hergenommen wird, um gegen die gesamte Polizei zu wettern, die ansonsten einfach einen guten Job macht - was aber natürlich keiner erwähnt, weil es ja uninteressant ist. Wie oft Polizisten dafür niedergemacht werden, dass sie jemanden mit ihrem Stock gehauen haben, während rund um sie herum Leute mit Waffen stehen und ihnen drohen, ja sie teilweise auch angreifen. Die werden bespuckt, beleidigt, geschlagen etc. und sobald sie sich wehren landet das Video auf Youtube und es wird geschimpft.
Wirklich.. ich habe vollstes Mitgefühl..
Aber hier.. hier geht es mir einfach ab.
Wenn ich z.B. diesen Beitrag von HR hier anschaue:
Achtung: Das Video enthält nicht nur Interviews, sondern auch Ausschnitte des Passantenvideos, auf dem die Schüsse fallen!
https://www.youtube.com/watch?v=O8iHo3DsnSE
Wie der Polizist sich hinstellt und sagt, dass der Versuch das Tierheim einzuschalten leider fehlgeschlagen ist und es zu Bissverletzungen gekommen sei, man dann aber vom Tierheim liest, dass sie abbestellt wurden, weil der Besitzer auf dem Weg sei und vom angeblichen Opfer erfährt, dass es zu keiner Verletzung kam.. da hört es bei mir einfach auf. Am Ende noch schön Aussagen von Leuten reingeklatscht, die Angst vor Hunden haben und finden, dass die da nicht ohne Aufsicht, Leine und Halsband auf dem Platz herumlaufen sollten (natürlich nicht! Sie sind aus dem Laden gekommen, weil eingebrochen wurde!). Hauptsache irgendwelche Rechtfertigungen für den Mord an den Hunden finden.
Ich erwarte so eine Tatsachenverdrehung von der Bildzeitung, aber doch nicht von der Polizei.
Es gibt keinen einzigen Zeugen der von einem Angriff der Hunde berichtet, aber sehr viele, die für die absolute Friedlichkeit der beiden Tiere sprechen. Zeugen berichten, dass die Hunde vorher noch gestreichelt wurden von Passanten und diese dann weggeschickt wurden als die Polizei kam. Der Versuch die Hunde zu sichern wurde über "am Nacken packen" gemacht, wobei sich die Hunde natürlich gewehrt haben - es aber zu keiner Verletzung kam - anstatt, dass man ein Seil, einen Gürtel oder irgendwas hernimmt.
Die Hunde sind "Kampfhunde" und sie lassen sich nicht am Nacken packen = Abschussfrei?!?
Da hört es für mich einfach auf.
Von den Hunden ging einfach ganz offensichtlich keine akute Gefahr aus und der Besitzer wäre ja in wenigen Minuten vor Ort gewesen - was er dann auch war, nur leider zu spät.
Ganz davon zu schweigen, wie viele Schulkinder - wovon einige die Hunde kannten, schon selber gestreichelt haben und/oder auch selber Hunde zuhause haben - das life miterleben mussten. Mich hat das nach dem Schauen des Videos von zwei "fremden" Hunden schon so mitgenommen.. ich will gar nicht wissen, wie es den Kindern dort jetzt geht! Der "Schaden" zählt natürlich nicht..
Was ich natürlich nicht gutheiße sind die mittelalterlichen Lynchmobs, die jetzt wieder starten. Da wird dem Polizisten, seiner Frau, seinen Kindern und sowieso generell allen Polizisten der Tot gewünscht. Dass die Leute damit am Ende das Gegenteil von dem bewirken, was sie eigentlich wollen, ist den wenigsten klar.
Ich wünsche mir, dass es eine faire Untersuchung der ganzen Sache gibt und eben ggf. auch Konsequenzen für diese (meiner Meinung nach eindeutigen) Fehlentscheidung.