- ERlösung oder Tötung? Beitrag #1
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Ute 2011
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Hallo, ich bin neu hier habe aber schon oft hier im Forum gelesen und mitgetrauert!
Heute brauche ich einfach mal Eure Hilfe, ich fühle mich beschissen!
Zuerst muss ich mal die Geschichte meiner kleinen Katze erzählen. Sorry wenn es ein bisschen lang ist, aber man braucht das um zu verstehen!
In unserer kleinen Gartenanlage streunerte vor Jahren ein kleines Kätzchen umher, ich beobachtete sie fast jeden Tag. Schon von weitem konnte man erkennen, das sie nur ein kurzes Stummelschwänzchen hatte, höchstwahrscheinlich war sie einmal in einen Mähdrescher geraten, hinter unserm Garten sind Felder.
Aber es behinderte sie nicht. Als ich eines Tages in den Garten kam miaute sie kläglich, sie hatte Hunger. Ich gab ihr etwas Trockenfutter, sie wartete bis ich weg war, dann holte sie das Fressen.
Irgendwie war ich von nun an ihre Freundin, es dauerte ein - zwei Jahre dann kam sie freiwillig, lies sich von mir bürsten und streicheln, war aber immer auf der Hut und etwas ängstlich.
Ich taufte sie auf den Namen Schnucki, weil sie so niedlich war. Wenn ich sie rief kam sie angelaufen oder wartete auf mich und rollte sich vor lauter Freude im Dreck.
Vorige Woche kam sie aber 2 Tage nicht, das war ungewöhnlich, ich machte mir Sorgen. Ich ging auf die Suche fand sie aber nicht. Am späten Nachmittag sah ich sie und rief nach ihr, sie zögerte ob sie kommen soll oder nicht. Dann kam sie setze sich auf mein Bein lies sich bürsten, drehte sich dann rum, das ich ihr das Köpfchen soll. Nach paar Minuten sprang sie auf und rannte fort, ich rief sie noch, aber sie drehte sich nicht mehr um. Heute glaube ich das war eine Art Verabschiedung.
Dann sah ich sie wieder einen Tag gar nicht, dann sah ich sie doch, ich rief nach ihr aber sie lief vor mir davon. Das heißt laufen kann man das nicht nennen der Gang war torklig.
Ich stieg über Gartenzäune um sie zu suchen, fand sie aber nicht, es wurde dann auch finster, ich beschloss, am nächsten Morgen weiter zu suchen.
Nach einigen Stunden fand ich sie dann, das war nicht mehr meine Schnucki, wie ich sie kannte! Fell zerzaust, schwankend, das Köpfchen konnte sie kaum noch halten einfach traurig.
Ich packte sie in ein Körbchen (normalerweise würde sie sich niemals hochnehmen lassen, sie ist trotz allem eine wilde Katze) und fuhr zum Tierarzt.
Nach kurzer Untersuchung tippte die Ärztin auf Rattengift. Ich sagte sie soll alles unternehmen um Schnucki zu retten, egal was es kostet! Ich ließ sie dort.
15.00 rief ich in der Praxis an, man sagte mir, das die Körpertemperatur noch ziemlich unten ist, der Allgemeinzustand sich aber verbessert habe, ich solle sie 17.00 abholen. Gern hätte ich sie über Nacht dort gelassen, um ganz sicher zugehen, aber leider ginge das nur in Tierkliniken nicht aber in Tierarztpraxen.
Etwas mulmig war mir schon sie mit nach hause zu nehmen, sie ist ja eine wilde Katze und keine Hauskatze, sie kennt das alles ja gar nicht!
Aber egal, ich fuhr hin um sie abzuholen.
Man sagte mir, sie hätten alles getan, es ginge ihr besser, morgen könnte sie wieder raus, wenn ich mir unsicher wäre könnte ich ja am morgen noch mal vorbei kommen, dann würde man noch mal nachschauen.
Dann brachte man mir Schnucki, was ich sah war meiner Ansicht nach eine totkranke Katze, aber man sagte das wären die Medikamente.
Man denkt, wenn eine Ärztin das sagt wird's schon richtig sein. Also nahm ich Schnucki mit, gab ihr im Bad ein warmes Plätzchen mit vielen Decken vor der Heizung.
Leider blieb sie dort nicht liegen, sie versuchte sich auf die kalten Fliesen zu schleppen, was ihr sichtlich schwer viel. Ich wollte sich wieder auf die warmen Decken heben, aber sie miaute qualvoll, sie hatte Schmerzen im Bauch. Trinken wollte sie, konnte aber nicht, mit einer kleinen Spritze gab ich ihr was in Mäulchen, das wollte sie dann auch nicht mehr!
Bis Mitternacht sah ich mir die Quälerei an, dann beschloss ich beim Notdienst anzurufen. Dienst hatte die Praxis, die ich am Morgen schon besuchte, nur ein anderer Tierarzt. Der meinte ich soll sie in die Praxis bringen, dort untersuchte immer er nochmal. Sie hatte immer noch Untertemperatur und war sehr schwach.
Am Fieberthermometer sah ich Blut. Ich fragte wie es aussieht, er meinte nicht gut. Ich sagt ihm, ich möchte nicht, das sie sich unnötig quält, dann soll er sie so schwer es ist lieber erlösen.
Dann hab ich noch gefragt, was er tun würde wenn es seine Katze wäre? Er stand auf ging zum PC, um zu sehen was seine Kollegen schon alles getan haben, kam zurück und sagte, ich würde es auch tun! Und das klang ehrlich!!
Er sagte, es würde, selbst wenn sie es überlebt immer was zurück bleiben. Nierenschädigung, Darmschäden usw., wie will man das händeln? Es ist nun mal keine Hauskatze, sie braucht die Freiheit!
Wir haben uns entschlossen sie zu erlösen, den Blick von ihr wird ich niemals vergessen, aber sie ist ganz ruhig eingeschlafen.
Am nächsten Morgen bin ich in die Praxis, um meine Rechnung zu begleichen. Dort waren dann die " Erstbehandler" von Schnucki, Ärztin und Schwester waren von den Socken, das Schnucki eingeschläfert wurde. Die Ärztin sagte, das sie festgestellt hätte, das Schnucki aus dem Maul nach Eiter roch (ich habe nichts gerochen), sie
wollte sie, wenn es ihr besser ginge in Narkose legen, um den Rachenraum zu untersuchen. Jetzt wäre es nicht gegangen, weil sie vor Schwäche die Narkose nicht überlebt hätte. Davon hat sie mir aber kein Wort gesagt, sie hatte uns ja quasi schon als geheilt entlassen. Sie sagte mir bei der Entlassung, heute Nacht soll sie drin bleiben und morgen kann sie wieder raus. Wenn ich aber unsicher wäre, sollte ich früh nochmal kommen, da würde sie nochmal "drüber schauen"
Jetzt frag ich mich hab ich alles falsch gemacht? Hätte sie noch eine reelle Chance gehabt zu überleben? Würde ein Tierarzt eine Katze einschläfern, die vielleicht doch überleben würde?
Bin ich der Mörder meiner Katze? Ich fühl mich beschissen! Könnt ihr mir bitte dazu Eure Meinung schreiben!
Heute brauche ich einfach mal Eure Hilfe, ich fühle mich beschissen!
Zuerst muss ich mal die Geschichte meiner kleinen Katze erzählen. Sorry wenn es ein bisschen lang ist, aber man braucht das um zu verstehen!
In unserer kleinen Gartenanlage streunerte vor Jahren ein kleines Kätzchen umher, ich beobachtete sie fast jeden Tag. Schon von weitem konnte man erkennen, das sie nur ein kurzes Stummelschwänzchen hatte, höchstwahrscheinlich war sie einmal in einen Mähdrescher geraten, hinter unserm Garten sind Felder.
Aber es behinderte sie nicht. Als ich eines Tages in den Garten kam miaute sie kläglich, sie hatte Hunger. Ich gab ihr etwas Trockenfutter, sie wartete bis ich weg war, dann holte sie das Fressen.
Irgendwie war ich von nun an ihre Freundin, es dauerte ein - zwei Jahre dann kam sie freiwillig, lies sich von mir bürsten und streicheln, war aber immer auf der Hut und etwas ängstlich.
Ich taufte sie auf den Namen Schnucki, weil sie so niedlich war. Wenn ich sie rief kam sie angelaufen oder wartete auf mich und rollte sich vor lauter Freude im Dreck.
Vorige Woche kam sie aber 2 Tage nicht, das war ungewöhnlich, ich machte mir Sorgen. Ich ging auf die Suche fand sie aber nicht. Am späten Nachmittag sah ich sie und rief nach ihr, sie zögerte ob sie kommen soll oder nicht. Dann kam sie setze sich auf mein Bein lies sich bürsten, drehte sich dann rum, das ich ihr das Köpfchen soll. Nach paar Minuten sprang sie auf und rannte fort, ich rief sie noch, aber sie drehte sich nicht mehr um. Heute glaube ich das war eine Art Verabschiedung.
Dann sah ich sie wieder einen Tag gar nicht, dann sah ich sie doch, ich rief nach ihr aber sie lief vor mir davon. Das heißt laufen kann man das nicht nennen der Gang war torklig.
Ich stieg über Gartenzäune um sie zu suchen, fand sie aber nicht, es wurde dann auch finster, ich beschloss, am nächsten Morgen weiter zu suchen.
Nach einigen Stunden fand ich sie dann, das war nicht mehr meine Schnucki, wie ich sie kannte! Fell zerzaust, schwankend, das Köpfchen konnte sie kaum noch halten einfach traurig.
Ich packte sie in ein Körbchen (normalerweise würde sie sich niemals hochnehmen lassen, sie ist trotz allem eine wilde Katze) und fuhr zum Tierarzt.
Nach kurzer Untersuchung tippte die Ärztin auf Rattengift. Ich sagte sie soll alles unternehmen um Schnucki zu retten, egal was es kostet! Ich ließ sie dort.
15.00 rief ich in der Praxis an, man sagte mir, das die Körpertemperatur noch ziemlich unten ist, der Allgemeinzustand sich aber verbessert habe, ich solle sie 17.00 abholen. Gern hätte ich sie über Nacht dort gelassen, um ganz sicher zugehen, aber leider ginge das nur in Tierkliniken nicht aber in Tierarztpraxen.
Etwas mulmig war mir schon sie mit nach hause zu nehmen, sie ist ja eine wilde Katze und keine Hauskatze, sie kennt das alles ja gar nicht!
Aber egal, ich fuhr hin um sie abzuholen.
Man sagte mir, sie hätten alles getan, es ginge ihr besser, morgen könnte sie wieder raus, wenn ich mir unsicher wäre könnte ich ja am morgen noch mal vorbei kommen, dann würde man noch mal nachschauen.
Dann brachte man mir Schnucki, was ich sah war meiner Ansicht nach eine totkranke Katze, aber man sagte das wären die Medikamente.
Man denkt, wenn eine Ärztin das sagt wird's schon richtig sein. Also nahm ich Schnucki mit, gab ihr im Bad ein warmes Plätzchen mit vielen Decken vor der Heizung.
Leider blieb sie dort nicht liegen, sie versuchte sich auf die kalten Fliesen zu schleppen, was ihr sichtlich schwer viel. Ich wollte sich wieder auf die warmen Decken heben, aber sie miaute qualvoll, sie hatte Schmerzen im Bauch. Trinken wollte sie, konnte aber nicht, mit einer kleinen Spritze gab ich ihr was in Mäulchen, das wollte sie dann auch nicht mehr!
Bis Mitternacht sah ich mir die Quälerei an, dann beschloss ich beim Notdienst anzurufen. Dienst hatte die Praxis, die ich am Morgen schon besuchte, nur ein anderer Tierarzt. Der meinte ich soll sie in die Praxis bringen, dort untersuchte immer er nochmal. Sie hatte immer noch Untertemperatur und war sehr schwach.
Am Fieberthermometer sah ich Blut. Ich fragte wie es aussieht, er meinte nicht gut. Ich sagt ihm, ich möchte nicht, das sie sich unnötig quält, dann soll er sie so schwer es ist lieber erlösen.
Dann hab ich noch gefragt, was er tun würde wenn es seine Katze wäre? Er stand auf ging zum PC, um zu sehen was seine Kollegen schon alles getan haben, kam zurück und sagte, ich würde es auch tun! Und das klang ehrlich!!
Er sagte, es würde, selbst wenn sie es überlebt immer was zurück bleiben. Nierenschädigung, Darmschäden usw., wie will man das händeln? Es ist nun mal keine Hauskatze, sie braucht die Freiheit!
Wir haben uns entschlossen sie zu erlösen, den Blick von ihr wird ich niemals vergessen, aber sie ist ganz ruhig eingeschlafen.
Am nächsten Morgen bin ich in die Praxis, um meine Rechnung zu begleichen. Dort waren dann die " Erstbehandler" von Schnucki, Ärztin und Schwester waren von den Socken, das Schnucki eingeschläfert wurde. Die Ärztin sagte, das sie festgestellt hätte, das Schnucki aus dem Maul nach Eiter roch (ich habe nichts gerochen), sie
wollte sie, wenn es ihr besser ginge in Narkose legen, um den Rachenraum zu untersuchen. Jetzt wäre es nicht gegangen, weil sie vor Schwäche die Narkose nicht überlebt hätte. Davon hat sie mir aber kein Wort gesagt, sie hatte uns ja quasi schon als geheilt entlassen. Sie sagte mir bei der Entlassung, heute Nacht soll sie drin bleiben und morgen kann sie wieder raus. Wenn ich aber unsicher wäre, sollte ich früh nochmal kommen, da würde sie nochmal "drüber schauen"
Jetzt frag ich mich hab ich alles falsch gemacht? Hätte sie noch eine reelle Chance gehabt zu überleben? Würde ein Tierarzt eine Katze einschläfern, die vielleicht doch überleben würde?
Bin ich der Mörder meiner Katze? Ich fühl mich beschissen! Könnt ihr mir bitte dazu Eure Meinung schreiben!