- Tierarzt-Kosten gerechtfertigt?! Beitrag #1
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Floh2005
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Hallo liebe Leute,
mein Freund und ich haben einen grausamen Tag und eine schreckliche Nacht hinter uns. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich unserer TÄ einfach so vertraut habe, aber auf der anderen Seite, ist SIE die Ärztin und man sollte einem Arzt vertrauen dürfen.
Eine kurze Vorgeschichte: Unsere 9-jährige Hündin Floh ( Mischling Boxer/engl. Bulldogge) war bis Ende September läufig.
Wir waren am 29.09.2014 bei unserer TÄ zum Impfen (Läufigkeit in den letzten Zügen).
Da Floh schon 3X scheinträchtig war, haben wir unsere TÄ nach dem weiteren Vorgehen gefragt. Ihre Läufigkeit wurde von mal zu mal länger. Floh hat uns einen Tag auch mehrfach in die Wohnung gemacht, was sie normalerweise niemals tut. Unsere TÄ fand daran nichts besorgniserregend und sagte, das sollten wir erstmal beobachten. Bisher war Floh nie krank und die TÄ hat lediglich Impfungen durchgeführt und ihr einmal Galastop wegen der Scheinträchtigkeit verschrieben (bei der zweiten). Die dritte Scheinträchtigkeit wurde von ihr gar nicht weiter beachtet. Sie sagte, es sei völlig natürlich, wir sollten uns da nicht weiter drüber Gedanken machen. Solange Floh frisst, ist alles okay. Sie ist die Ärztin, wir haben ihr vertraut.
Am Donnerstag (16.10.2014) haben wir Schleim an Flohs Vagina entdeckt. Ich habe sofort bei unserer TÄ angerufen, diese sagte mir, dass das völlig normal sei. Wieder habe ich ihr vertraut.
Gestern saß ich mit meiner Mutter auf dem Balkon, als plötzlich Unmengen von Eiter aus Flohs Vagina liefen. Wir sind sofort zur Tierklinik gefahren, wo Floh sofort Not-operiert wurde.
Es war grausam. Ich hatte in meinem Leben noch nie so viel Angst.
Die Ärztin aus der Tierklinik war völlig schockiert, dass unsere TÄ Floh nicht kastriert hat, obwohl sie bereits 3x scheinträchtig war, dass uns gesagt wurde, Schleim sei normal. Dass kein Ultraschall gemacht wurde, obwohl wir von den Besonderheiten (Pipi in der Wohnung, Schleim...) berichtet hatten.
Eine Kastration war lebensnotwendig. Ich wurde darüber informiert, dass der Eingriff mindestens das Doppelte von einer normalen Kastration kosten würde, mindestens 800€. Natürlich habe ich da keine Sekunde überlegt.
Wären wir nur einen Tag später in die Klinik gegangen, wäre Floh nun tot. Die TÄ aus der Klinik sagte, dass die Gebärmutter von Floh hochgradig vereitert gewesen ist, ihre Eierstöcke voller Zysten waren. Außerdem wurde auch entdeckt, dass Floh eine schwere Arthrose hat - unsere "Haus-TÄ" hat davon niemals etwas erwähnt, im Gegenteil, Floh war ihrer Meinung nach immer topfit, alles, was uns besorgt hatte, hat sie als normal oder nicht schlimm abgetan.
Als wir Floh nachts endlich aus der Klinik abholen durften, kam der zweite Schock. Die OP hat 1.223,57€ gekostet ! Ich hatte mit maximal 1000€ gerechnet. Dieser Preis ist mehr als das dreifache einer "normalen" Kastration. Ist das überhaupt "rechtens"?
Desweiteren denke ich die ganze Zeit darüber nach, dass uns und vor allem unserem Tier das alles hätte erspart bleiben können. Es wäre nur ein Ultraschall gewesen und man hätte gesehen, dass etwas nicht stimmt. Waren unsere Schilderungen nicht Anlass genug, genauer nachzuforschen? Ich finde, unsere TÄ hat da fahrlässig gehandelt und die TÄ aus der Klinik hat mir das gleiche vermittelt.
Floh erholt sich gerade von der OP. Sie ist ziemlich müde und noch recht schlapp aber es geht ihr soweit gut. Das ist für uns selbstverständlich die Hauptsache und mehr wert, als alles Geld der Welt. Dennoch muss ich über die Summe ziemlich schlucken. 1.223,57€ haben wir nicht eben in der Ecke liegen und ich frage mich, ob diese Summe gerechtfertigt ist. Aus der GOT werden wir leider nicht ganz schlau. Die Kastration wird auf der Rechnung beispielsweise mit 543,31€ berechnet ( 1,5 Kastration Hündin, GOT Z4.2 Z). zusätzlich mehrere Posten Medikamente, Infusion etc. Die Klinik-Ärztin sagte uns, sie musste sehr viele Fäden verwenden, die sehr sehr teuer wären. Wir kennen uns nicht aus und haben natürlich bezahlt, um unser Tier wieder zu bekommen. Wie gesagt würde ich dennoch gerne wissen, ob eine solche Summe "normal" ist.
Ich frage mich auch, ob wir irgendwelche Möglichkeiten haben, unsere - jetzt ehemalige- TÄ zur Rechenschaft zu ziehen. Es geht hier gar nicht ausschließlich um die unnötigen Kosten sondern vielmehr um das Leid, welches unserem Tier und uns hätte erspart bleiben können.
Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
Vielen lieben Dank!
Jana
mein Freund und ich haben einen grausamen Tag und eine schreckliche Nacht hinter uns. Ich mache mir Vorwürfe, dass ich unserer TÄ einfach so vertraut habe, aber auf der anderen Seite, ist SIE die Ärztin und man sollte einem Arzt vertrauen dürfen.
Eine kurze Vorgeschichte: Unsere 9-jährige Hündin Floh ( Mischling Boxer/engl. Bulldogge) war bis Ende September läufig.
Wir waren am 29.09.2014 bei unserer TÄ zum Impfen (Läufigkeit in den letzten Zügen).
Da Floh schon 3X scheinträchtig war, haben wir unsere TÄ nach dem weiteren Vorgehen gefragt. Ihre Läufigkeit wurde von mal zu mal länger. Floh hat uns einen Tag auch mehrfach in die Wohnung gemacht, was sie normalerweise niemals tut. Unsere TÄ fand daran nichts besorgniserregend und sagte, das sollten wir erstmal beobachten. Bisher war Floh nie krank und die TÄ hat lediglich Impfungen durchgeführt und ihr einmal Galastop wegen der Scheinträchtigkeit verschrieben (bei der zweiten). Die dritte Scheinträchtigkeit wurde von ihr gar nicht weiter beachtet. Sie sagte, es sei völlig natürlich, wir sollten uns da nicht weiter drüber Gedanken machen. Solange Floh frisst, ist alles okay. Sie ist die Ärztin, wir haben ihr vertraut.
Am Donnerstag (16.10.2014) haben wir Schleim an Flohs Vagina entdeckt. Ich habe sofort bei unserer TÄ angerufen, diese sagte mir, dass das völlig normal sei. Wieder habe ich ihr vertraut.
Gestern saß ich mit meiner Mutter auf dem Balkon, als plötzlich Unmengen von Eiter aus Flohs Vagina liefen. Wir sind sofort zur Tierklinik gefahren, wo Floh sofort Not-operiert wurde.
Es war grausam. Ich hatte in meinem Leben noch nie so viel Angst.
Die Ärztin aus der Tierklinik war völlig schockiert, dass unsere TÄ Floh nicht kastriert hat, obwohl sie bereits 3x scheinträchtig war, dass uns gesagt wurde, Schleim sei normal. Dass kein Ultraschall gemacht wurde, obwohl wir von den Besonderheiten (Pipi in der Wohnung, Schleim...) berichtet hatten.
Eine Kastration war lebensnotwendig. Ich wurde darüber informiert, dass der Eingriff mindestens das Doppelte von einer normalen Kastration kosten würde, mindestens 800€. Natürlich habe ich da keine Sekunde überlegt.
Wären wir nur einen Tag später in die Klinik gegangen, wäre Floh nun tot. Die TÄ aus der Klinik sagte, dass die Gebärmutter von Floh hochgradig vereitert gewesen ist, ihre Eierstöcke voller Zysten waren. Außerdem wurde auch entdeckt, dass Floh eine schwere Arthrose hat - unsere "Haus-TÄ" hat davon niemals etwas erwähnt, im Gegenteil, Floh war ihrer Meinung nach immer topfit, alles, was uns besorgt hatte, hat sie als normal oder nicht schlimm abgetan.
Als wir Floh nachts endlich aus der Klinik abholen durften, kam der zweite Schock. Die OP hat 1.223,57€ gekostet ! Ich hatte mit maximal 1000€ gerechnet. Dieser Preis ist mehr als das dreifache einer "normalen" Kastration. Ist das überhaupt "rechtens"?
Desweiteren denke ich die ganze Zeit darüber nach, dass uns und vor allem unserem Tier das alles hätte erspart bleiben können. Es wäre nur ein Ultraschall gewesen und man hätte gesehen, dass etwas nicht stimmt. Waren unsere Schilderungen nicht Anlass genug, genauer nachzuforschen? Ich finde, unsere TÄ hat da fahrlässig gehandelt und die TÄ aus der Klinik hat mir das gleiche vermittelt.
Floh erholt sich gerade von der OP. Sie ist ziemlich müde und noch recht schlapp aber es geht ihr soweit gut. Das ist für uns selbstverständlich die Hauptsache und mehr wert, als alles Geld der Welt. Dennoch muss ich über die Summe ziemlich schlucken. 1.223,57€ haben wir nicht eben in der Ecke liegen und ich frage mich, ob diese Summe gerechtfertigt ist. Aus der GOT werden wir leider nicht ganz schlau. Die Kastration wird auf der Rechnung beispielsweise mit 543,31€ berechnet ( 1,5 Kastration Hündin, GOT Z4.2 Z). zusätzlich mehrere Posten Medikamente, Infusion etc. Die Klinik-Ärztin sagte uns, sie musste sehr viele Fäden verwenden, die sehr sehr teuer wären. Wir kennen uns nicht aus und haben natürlich bezahlt, um unser Tier wieder zu bekommen. Wie gesagt würde ich dennoch gerne wissen, ob eine solche Summe "normal" ist.
Ich frage mich auch, ob wir irgendwelche Möglichkeiten haben, unsere - jetzt ehemalige- TÄ zur Rechenschaft zu ziehen. Es geht hier gar nicht ausschließlich um die unnötigen Kosten sondern vielmehr um das Leid, welches unserem Tier und uns hätte erspart bleiben können.
Über Antworten würde ich mich sehr freuen.
Vielen lieben Dank!
Jana