Angstverhalten bei Besuchern im Haus

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bluecanvas2

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Hallo,

ich habe mit meiner 4-jährigen Schäferhündin Cara folgendes Problem:
Sie reagiert äußerst ängstlich wenn Besucher zu uns in den Garten oder ins Haus kommen. Sobald jemand den Garten betritt, zieht sie sich in ihre Hundehütte zurück (oder gleich ins Haus) und kommt auch bei gutem Zureden nicht raus.
Wenn Besucher ins Haus gehen, versteckt sie sich im äußersten Winkel (meist auf der Stiege zum Dachboden, da dort niemand hinkommt). Sie bleibt dann stundenlang weg, bis der Besuch gegangen ist. Wenn man sie herlockt lässt sie sich zwar streicheln und beschnuppert die Besucher, aber sie hat dabei immer einen ängstlichen Blick und entspannt sich erst wieder wenn die Besucher gegangen sind.
Sie scheint übrigens nicht ängstlich zu sein, wenn man Fremden auf der Straße begegnet, nur innerhalb ihres Reviers zeigt sie Angst.

Da sie nicht aggressiv reagiert hat niemand ein großes Problem mit ihrem Verhalten, aber sie tut mir halt leid wenn sie dauernd Angst hat, wenn Besuch kommt.

Hier ist Cara's Steckbrief:

Name des Hundes: Cara, weiblich
Alter des Hundes: 4 Jahre
Rasse des Hundes: Schwarzer Schäferhund (angeblich Mischling, aber sie sieht aus wie ein normaler Schäferhund, nur in schwarz)
Herkunft: 2 Besitzer in Spanien, danach Tierheim in Spanien, nach kurzer Zeit nach Österreich ausgeflogen, weil ein Tierheim in Niederösterreich ein Weibchen brauchte, aus dem Tierheim ist sie dann bei uns gelandet...
Kastriert? Ja
Wie lange lebt der Hund schon bei euch? Genau 1 Jahr.

Hier ist ein Bild von ihr:
IMAG0212.jpg

Was ist das Problem? siehe oben
Erziehung (Hundeschule, Hundetrainer, bisher versuchte Methoden für das Problem):
Sie ist sehr brav und anhänglich, zeigt keine Verhaltensauffälligkeiten im alltäglichen Leben. Während der ersten 4 Monaten haben wir mit ihr in einer Wohnung gewohnt. Sie war dort auch gegenüber Besuchern nicht besonders auffällig. Erst seit wir ein Haus mit Garten gekauft haben, ist sie bei Besuchern extrem schüchtern geworden und zieht sich bei Besuch zurück.
Art und Häufigkeit der geistigen Auslastung (Suchspiele, Agility, Turnierhundesport usw.): Wir spielen gerne Suchspiele mit ihr. Sie ist ziemlich gut darin. Richtigen Hundesport betreiben wir mit ihr nicht.
Art und Häufigkeit der körperlichen Auslastung (Uhrzeit und Länge der Spaziergänge, Radfahren, Joggen usw.): Sie geht mit mir joggen. Während eines normalen Wochentags geht sie 4 mal pro Tag für jeweils ca. 30 Minuten spazieren, an Wochenenden gehen wir meist längere Touren mit ihr (ca. 2 Stunden am Stück).
Wer ist die Bezugsperson, wer trainiert mit dem Hund? Cara hat 3 Bezugspersonen, welche die unmittelbare Familie bilden, 2 dieser Personen trainieren mit ihr regelmäßig).

Falls jemand Ideen zu Cara's Besucher-Problem hat wäre ich sehr dankbar.
Liebe Grüße,

Martin


 
  • Angstverhalten bei Besuchern im Haus Beitrag #2
Hallo,
willkommen im Forum.


Ich hätte noch eine Fragen:
1. Macht Cara das bei jedem Besuch (auch bei Bekannten die öfter kommen?)
Mein erster Gedanke wäre, dass sie sich aus der Vergangenheit in Spanien etwas mitgebracht hat - was in der Wohnungssituation nicht zum tragen kam. Sprich Haus-Garten-Besuch= schlechte Erfahrung....

Man könnte (so würde ich das jetzt angehen) ein paar "Besucher" sprich Freunde die mit helfen wollen einbinden um Cara eine neue Verknüpfung zu ermöglichen.
ZB ihr verabredet euch...15.00 Uhr.
14.58 Uhr Du nimmst Cara an die Leine - ganz ruhig und gehst wortlos zur Tür....Besucher kommt - Cara wird ignoriert .
Und ihr geht gemeinsam in den Garten / Wohnzimmer. Nur kurz hinsetzten - dann wider zur Tür und Besucher geht. Kein Stress machen, keine Belohnung...einfach "machen". Jeden Tag...mind. 1x
Das macht ihr eine Weile...und dann verlängert ihr den "Besuch".....SOLANGE bis CARA irgendwann "aufgibt" und sich entspannt (immer noch an der Leine ) ablegt.
Erst bei der ersten Entspannungs Phase allerdings dann sofort : BELOHNEN. Noch während der Besuch da ist - das dauert aber eine Weile...

Oft macht man den Fehler "beruhigend" auf den Hund wirken zu wollen - leider in der Anspannungs /Angst-Phase...für den Hund bedeutet dass aber Zuspruch/bzw. Belohnung für das eigentlich nicht gewünschte Verhalten.....und anstatt besser wird es immer schlimmer.



LG suno
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Angstverhalten bei Besuchern im Haus Beitrag #3
Hey,

habt ihr schon mal versucht ihr Besuch schön zu füttern?
Also der Besuch bekommt ihre absolute Leibspeise in die Hand gedrückt und wirft ihr die auf Distanz ohne großartige Beachtung erstmal zu?

Bei vielen Hunden reicht das schon aus um die Angst zu nehmen...aber wenn sie zu große Angst hat könnte es auch sein, dass sie gar kein Futter nimmt.

Hat sie einen fest zugewiesenen Platz?

Letzten Endes stört sie ja niemanden mit ihrem Verhalten- vermutlich würde ich einfach gezieltes Deckentraining mit ihr machen damit sie sich kein eigenes Versteck suchen muss.
Da ist sie dann sicher, ihr passt auf sie auf und alle lassen sie in Ruhe.

Dürfte für sie dann ja schon das Optimum sein:)

Ich würde sie keinesfalls dazu zwingen/bringen wollen, dass sie Besuch jetzt superduperdoll toll findet...sie wird ihre Gründe haben warum sie skeptisch ist;)

Da sollte die Motivation Kontakt aufzunehmen von ihr ausgehen.

Nochmal ganz kurz zum Bild: Sie sieht darauf ziemlich übergewichtig aus (was def. ein Problem beim Joggen wäre für ihre Gelenke!)...hast du vllt. nochmal ein Bild von oben/der Seite?:)
 
  • Angstverhalten bei Besuchern im Haus Beitrag #4
Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Cara macht das bei jedem Besuch, auch bei Leuten die schon öfter da waren. Besonders ausgeprägt ist es aber bei Männern.

Wenn Besucher Cara füttern nimmt sie das Futter schon an und freut sich. Sie weicht aber dann trotzdem ängstlich aus wenn der selbe Besuch im Gang an ihr vorbeigeht, z.b.

Sie hat einen eigenen Platz in der Küche und einen weiteren im Wohnzimmer. Sie liegt dann immer dort wo der Besuch nicht ist.
Gleich zu Beginn versteckt sie sich aber komplett, erst nach einiger Zeit und wenn man sie ruft kommt sie her und inspiziert den Besucher erst.

Cara ist etwas übergewichtig. Sie kam stark unterernährt aus dem Tierheim und hatte lange mit Verdauungsproblemen zu kämpfen und hat nur langsam zugenommen.
Seit wir im Haus wohnen hat sich das gebessert und sie hat schneller zugenommen, weshalb wir jetzt mit ihr aktiver werden damit sie abnimmt.
 
  • Angstverhalten bei Besuchern im Haus Beitrag #5
Hallo,
hast du das Gefühl, dass es Cara "schlecht" geht wenn sie sich "versteckt"?
Falls nicht - könntet ihr sie auch erstmal einfach machen lassen...(vielleicht den Weg zum Dachboden versperren), so daß sie sich eben erst einmal zurück ziehen darf, halt nicht sooo weit entfernt.
Denn wenn sie mit der Zeit und evtl. mit Futteranlockung nach und nach kommt - legt sich das Verhalten durch gewonnenes Vertrauen auch langsam.

Übergewicht kann ja mal passieren....das gute bei Hunden ist, daß sie nicht "heimlich" an den Kühlschrank oder Kiosk gehen können.... Es liegt also in der Hand des Halters.
Du kannst davon ausgehen, daß sämtliche "gekauften" Produkte (Futter/Leckerlies) versteckte Fette und Zucker enthalten. Wenn ihr, ihr als Leckerlies z.B. selbst Putenfleisch oder Hühnerherzen "trocknet" (im Herd - Low Temperatur) dann wißt ihr 100% was drin ist. Und auch diese Leckerlies von der Tagesration abziehen....

Manche Hunde lieben bestimmtes Gemüse....meine lieben Karotten , allerdings müssen diese blanchiert :)mrgreen:) sein.....dann ist das eines ihrer Lieblings Leckerlies - ganz ohne Fett. Ich kenne Hunde die lieben Wassermelone, oder Zuchini...das müßt ihr ausprobieren.
Gemüse ist auch ein guter Magenfüller (weniger Fleisch / Kohlenhydrate - mehr Gemüse)....und bei Diät, generell Hände weg von "Menschenfutter":
hier mal ein Stück Käse, da mal eine Ecke vom Wurstbrot DAS geht so richtig auf dien Rippen:
Ich hatte meine schlanke Hündin bei meiner Mama geparkt....nur 7 Tage, je 6 Stunden...und sie hat es fertig gebracht (aus falsch verstandener Liebe und mit "ach die guckt doch so schön) 2,8 Kilo Speck drauf zu füttern:shock:
Die sind wieder runter - aber so schnell geht das.

LG Suno
 
  • Angstverhalten bei Besuchern im Haus Beitrag #6
Hallo,

nein, ich habe nicht das Gefühl dass es ihr schlecht geht wenn sie sich versteckt. Sie darf sich natürlich auch jederzeit verstecken. Es kommt mir nur komisch vor, dass sie dieses Verhalten erst jetzt zeigt, obwohl sie ein halbes Jahr mit uns gelebt hat, ohne sich vor Besuch zu fürchten. Vielleicht hatte sie aber in der Wohnung auch das Gefühl, nicht "flüchten" zu können, wegen Platzmangel...

Ihre Vorgeschichte mit Menschen ist uns nicht bekannt. Sie war aber von Anfang an sehr anhänglich und verspielt, daher vermuten wir, dass sie keiner Gewalt ausgesetzt war. Aber sie hat schlechte Erfahrungen mit anderen Hunden gemacht (Kampfspuren im Gesicht) und fürchtet sich auch vor Hunden (vor allem große Hunde mit weißem Fell). Allerdings geht sie dabei bevorzugt in die Offensive und verbellt sie anstatt sich zu verstecken. Aber sie hat mittlerweile in unserer Nachbarschaft viele Spielgefährten und hat die meisten Ängste in dem Bereich erfolgreich überwunden (am Anfang hat sie prinzipiell jeden Hund aggressiv angebellt).

Wir haben Cara zu Beginn "aufgepäppelt" und mehrmals pro Tag gefüttert, damit sie zunimmt. Als sich ihre Verdauungsprobleme von selbst eingestellt hatten, waren wir froh, dass sie endlich zunimmt. Jetzt hat sie allerdings etwas zu viel auf den Rippen...

Vielen Dank für die Tipps, ich werde sie beherzigen!!
 
  • Angstverhalten bei Besuchern im Haus Beitrag #7
Huhu,
ich habe ganz vergessen: Cara hat ein bildschönes Gesicht..ich habe selbst Schäferhunde und liebe diese Rasse....schön , daß ihr einem Heimkind ein neues zu Hause bietet!!!!
 
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