Neuer Familienhund

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Jojanis

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Hallo zusammen,

wir haben beschlossen, dass es jetzt Zeit ist einen Hund in unsere Familie einziehen zu lassen.
Wir, das sind im Grunde zwei Familien: meine Frau, unser Sohn 11 Jahr und ich sowie meine Schwiegereltern.

Für den Hund stünden somit in erster Linie die vier Erwachsen (Schwiegereltern "Neurentner") zur Verfügung.

Fragebogen:
- Welche Erfahrung mit Hunden ist vorhanden? Hattest du bereits einen Hund? Kein eigner Hund, aber mit Hund (Dackel) aufgewachsen
- Welches Alter soll der Hund haben? (Welpe, Junghund, Erwachsener, Senior) am liebten Welpe, Junghund
- Soll es ein Rassehund vom Züchter oder ein Hund aus dem Tierschutz oder einem Tierheim werden? Rassehund oder Mischling ist egal, Tierheim eher nicht.
- Welche Charakterzüge und Eigenschaften sind erwünscht bzw. unerwünscht? Er muss nicht unbedingt bewachen (aber möglich), familien- und kinderfeundlich, Jagdtrieb nur eingeschränkt
- Gibt es Ansprüche an das Aussehen, die Größe oder die Beschaffenheit des Fells? um die 50 cm (+/- 5 cm), Fell nicht allzu pflegeintensiv, nicht zu sehr haarend - uns ist aber natürlich bewußt, dass ein Hund haart

- Wie sieht deine Wohnsituation aus? Lebst du in der (Groß-)Stadt oder eher ländlich? Am Rande einer mittelgroßen Stadt (Felder 100 m enternt), Zweifamilienhaus, unten ebenerdig, meine Wohnung aber über eine 2 m breite außen liegende Wendeltreppe zu erreichen, Garten
- Leben Kinder im Haus? Wenn ja, wie alt? 1 Kind, 11 J.
- Gibt es weitere Tiere im Haushalt? Wenn ja, welche? nein
- Wie viel Geld hast du für die Anschaffung des Hundes eingeplant? Bin mir bewußt was ein Hund zB. vom Züchter kostet und bereit den Preis zu zahlen
- Kannst du dir den regelmäßigen Besuch einer Hundeschule vorstellen oder käme das nur bei Bedarf bzw. für bestimmte Zwecke in Frage? Hundeschule mache ich in jedem Fall ggs. auch Hundeverein
-Was möchtest du mit deinem Hund gemeinsam unternehmen? Wie soll er ausgelastet werden, welche Aufgaben bekommt er? Schwiegereltern: vornehmlich mit ihm spazieren gehen; wir: Spazierengehen, Radfahren, rumtollen, evtl. Hundesport,
- Wie lange müsste der Hund täglich alleine bleiben? in Ausnahmefällen bis zu vier Stunden, regelmäßig aber weniger; falls Welpe : am Anfang gar nicht.
- Von wem kann der Hund z.B. im Krankheitsfall betreut werden? Ist die Ferien- bzw. Urlaubsplanung bedacht? Falls alle ausfallen, stünde noch "hundeerfahrener" Schwager, eine Schwester mit eigenem Hund und eine Schwester (ehemal mit Hund)zur Verfügung
- Sind die Kosten für den Unterhalt gedeckt? ja


Bisher ist ein Labrador oder entsprechender Mischling in unserem Kopf. Ich mag auch Appenzeller, meine Frau mag Beagle.

Was wäre eure Meinung, bzw. Rat? Insesondere über meine Wendetreppe habe ich mir lange Gedanken gemacht. Klar ist, dass ein Welpe diese, wie jede andere Treppe, nicht laufen darf und im Alter der Hund wahrscheinlich seinen "Ruhesitz" unten bekommen wird oder muss.

Danke für eure Ansichten und Hilfe.
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #2
Die Voraussetzung finde ich gar nicht mal so schlecht und im Gegensatz zu (recht vielen....) Neulingen scheinst du dir schon ein paar Gedanken gemacht zu haben.

Bevor ich aber wild Rassen vorschlage "analysiere" ich mal deine drei genannten den vom Typ her sind diese recht unterschiedlich. Ahhhh, aber ich bin jetzt kein Ultra experte daher können die anderen User gerne ergänzen oder verbessern wenn ich falsch liege:

Zuerst der Labrador, ganz klassischer Familienhund. Meist freundlich, gelassen, clownhaft und gerne für Spaß zu haben, mit der richtigen Sozialisierung freundlich zu Kindern und anderen Tieren ABER verfressen (das kann natürlich mehr o. weniger nach Charakter ausgeprägt sein)
Beispiel:
reinrassiger Labrador kann NICHT abgeleint werden und läuft beim Besitzer immer an einer sehr kurzen Leine weil er sonst alles frisst (Stichwort: Giftköder), das ist natürlich erziehungssache, ist aber so eines der Dinge die man vom Labradorhalter sehr oft hört.
Labradormix:
Null interessiert an Fressen. Kann problemlos über ein Feld aus Leckereien laufen ohne etwas anzufassen (Erziehungssache!)
Desweiteren haben auch Labradore Jagdtrieb. Kenne einen der darf nicht freilaufen da er sofort auf und davon ist, kenne aber auch einen der hüpft zwar nach ist ansonsten aber super abrufbar und ein anderer Labrador zuckt nicht mal mit den Wimpern bei Wild.
Labradore wurden aber mal dafür vorgesehen das tote (geschossene) Wild zu apportieren es sind also durchaus Jagdhunde.

Labradore sind Distanzlos. Zwar ist das auch eine Erziehungssache aber man hört sehr häufig von labradorbesitzern das sie sehr lange daran trainieren musste das ihr Labrador sie nicht für in 10 Meter entfernung wildfremde Menschen stehen lassen sollte. Nicht jeder Mensch hat es besonders gerne wenn ein knapp 30kg schwerer Hund auf sie zugebrettert kommt und es gibt scheinbar einige Hunde die so schlechte Erfahrungen mit dieser Distanzlosigkeit gemacht haben (Wie sagte meine Freundin so schön: Labrador kam, sah udn überrannte alles im Weg stehende....:lol:)
das sie diese Rasse nicht mehr so wirklich was abgewinnen können.
Mein Labrador Mix hingegen hat kein Interesse daran zu anderen hinzurennen, wir haben aber auch imemr viel geübt das WIR interessanter sind.

Labradore sind aber für viele Arten Hundesport geeignet.

Zum Beagle: Das sind Jagdhunde die viel mit der Nase arbeiten und u. a. im Gegensatz zum Labrador euch nicht die ganze Zeit anstarren "was nun? was jetzt? Komm schon mach mit mir was tolles..." Sondern sich ne nette Hasenspur suchen und ab geht es. Ohren sind dann plötzlich auf Durchzug. Ich denke nicht das es die besten Familienhunde sind und Hundesportarten sind auch nicht besonders breitflächig wählbar. Hatte zwar nen Beagle mal Agi machen sehen aber so richtig begeistert war er eher von Fährtenarbeit.

Zum Apazellen kann ich dann leider gar nichts sagen, die Rasse ist mir sehr wenig geläufig außer das viele sagen das sie sehr Stur sein können und ich glaube die haben auch eine größere Höhe und Gewichtsklasse und außer Zughunde will mir so recht kein Sport einfallen...:lol:
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #3
Kurze Anmerkung: Das von Smoothie klingt ein wenig so, als wäre ein Labradormix die Lösung für die "Probleme" (Verfressenheit, Distanzlosigkeit). Dem ist natürlich nicht so! Gerade Mixe können (vor allem, wenn die mitgemischten Rassen nicht bekannt sind) richtige Überraschungspakete sein und schnell mal ganz andere - vor allem unerwartete - Probleme mit bringen (können, nicht müssen!). Ich denke, das wollte sie damit auch nicht sagen, aber es liest sich eben ein wenig so. ;)

Soll es ein Junger-Mischling werden würde ich euch auf jeden Fall dazu raten im Tierheim zu schauen (darf man fragen, warum ihr das nicht wollt?). Einen seriösen Züchter für Mischlinge findet man nämlich (gerade als Anfänger) nicht so einfach.

Soll es eine bestimmte Rasse werden und ihr könnt euch nicht entscheiden, würde ich euch dazu raten die Rassen persönlich kennen zu lernen. Das kann z.B. auf Ausstellungen sein, aber ich persönlich rate immer dazu Kontakt zu Besitzern und/oder Züchtern aufzubauen und die Hunde in ihrem normalen Alltag zu sehen.

Ansonsten kann ich für "Familienhunde" vor allem die FCI-Gruppe 9 empfehlen:
Gerade Pudel und Kromfohrländer geben wunderbare, ruhige, robuste und zufriedene Familienhunde ab und werden meiner Meinung nach einfach total unterschätzt, was vor allem beim Pudel daran liegt, dass man sie noch immer nur als "Oma-Hündchen mit verrückten Frisuren" kennt (die werden nicht mit den Frisuren geboren!). Beim Kromfohrländer liegt es eher daran, dass sie noch recht unbekannt sind.

An sich denke ich aber, dass auch die drei von euch genannten Rassen bei euch glücklich werden können (und ihr mit ihnen). Von allen drei hört man immer wieder von ihrer "Familientauglichkeit", allerdings haben sie alle ihre Eigenarten. Deswegen mein Rat: Lernt die Rassen persönlich kennen.
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #4
Ups... wenn das so rüberkam... Ne, Mixe sind NICHT die Lösung aller Probleme. Ich wollte mit meinen Text auf gar keinen Fall aussagen das du losgehen und dir den nächstbesten Typen aussuchen sollst der dir aus "liebevoller Hobbyzucht" Labrador- Irgendwas Mixe verkauft.

Du solltest dich bei der Wahl eines Züchters gut informieren und auf keinen Fall im Internet nach den billigsten schauen oder dich von irgendwelchen schöngeredeten Aussagen beeinflussen lassen mit den man dir die neusten Mode- Mixe anpreisen mag. Das ganze gedoodle gehört für mich dazu, nur Geldmacherei

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

edit: Der Labrador Mix von dem ich sprach ist mein eigener und der hat dafür ganz andere Probleme. Wie Syn schon sagte kommen bei Mischlingen ja immer noch andere Gene dazu. Yuukan ist zwar nicht verfressen dafür ein übersensibelchen. Ist zwar Abrufbar bei Hasen aber wenn er einen Heißluftballon sieht ist er auf und davon. Sehr schön wenn ma einmal im Jahr die Damen- Heißluftballon Mannschaft über sein Ort fliegen hat... :roll:

Also jetzt bloß nicht denken nen Mischling wäre das non plus ultra und wenn doch... ich wüsste nicht was gegen das Tierheim spricht. Es ist vollkommen falsch wenn man denkt das da nur ´geistesgestörte´ und gefährliche Tiere sind. Bei meinen damaligen Tierheimbesuch waren z. B. auch gerade Welpen anwesend und man wurde sehr kompetent beraten. Manchmal, auch da sind natürlich schwarze Schafe aktiv wie in der Hundezucht.
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #5
Meine Tante hat ne Labrador-Golden Retriever Mix Hündin, inzwischen 9 Jahre alt. Sie war von Anfang an alles andere als ein typischer Labbi. Geht nicht gern ins Wasser, ignoriert fremde eig. und verfressen ist sie auch nicht, zumindest bis zu einem gewissen Maß (meine Tante hat zur Probe mal ein paar Leckerlies auf den WZ-Tisch gelegt und an nem anderen Tag ein Stück Leberwurst. Die Leckerlies waren nicht angerührt, von der Leberwurst war nichts mehr zu sehen). Ich würde aber mal behaupten, das liegt nicht an dem Mix, sondern war/ist erziehungssache und auch Charakter; Golden Retriever & Labrador kommt für mich quasi aufs selbe raus, nur 1x kurzes Fell & 1x langes Fell.

Ich habe aber ab&zu eine LabradorHündin zur Betreuung und ganz ehrlich, die hat mich darin bestätigt, dass ich 1. keinen Welpen möchte (wenn ein Hund einzieht) und 2. kein Labrador. Ableinen kann die Besitzerin sie (außer in der Pubertät war das schwierig), unterwegs gefressen hat sie auch nichts, aber sie konnte/kann an keinem vorbei gehen, ohne hoch zu springen.

Die Tochter einer Kollegin hat zwei Appenzeller, eine Hündin, die sehr distanziert zu Fremden ist und einen Rüden (Sohn der Hündin), der alle Leute liebt. "Normal" (laut meiner Kollegin) ist aber wohl eher der Charakter der Hündin. Bei dem Rüden hat sie darauf geachtet, dass er (und seine Geschwister) von Klein auf viel Kontakt zu vielen versch. Leuten hatten. Aber im Vergleich zu Labradoren sollen sie sehr aktiv sein und auf jeden Fall Hundesport machen. Wenn der euch optisch gefällt, wäre vll. ein anderer Sennenhund etwas? Es gibt noch Entlebucher, Berner Sennen und Großer Schweizer Sennenhund.

Wenn ihr den Wunsch auf einen wenig-haarenden Hund wollt, wäre der Pudel vll. wirklich am besten geeignet. Ein vernünpftiger Haarschnitt und er sieht eig. aus wie ein gelockter, etwas langhaariger Labrador.
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #6
Danke zunächst für die Antworten.

Ein Pudel wird es wohl nicht, da er bei den anderen - im Gegensatz zu mir - nicht unbedingt auf große Begeisterung stößt.
Über einen Labradoodle hatten wir auch schon nachgedacht, jedoch habe ich da gelesen, das auch er ca. alle acht Wochen geschoren werden muss.

Im Tierheim hier vor Ort sind nur Hunde bei denen vermerkt ist, dass sie für Familien und/oder Anfänger nicht geeignet sind. Ausserdem hätten wir gerne einen Welpen oder evtl. auch Junghund unter einem Jahr. Du solche habe ich hier im Umkreis noch nicht gefunden.
Bei einem älteren Tier bin ich unsicher, ob er sich in die gesamte Familie einordnet oder nicht schon aufgrund seiner Geschichte charakterlich in eine bestimmte Richtung geprägt ist und dann nicht zu uns fünf passt.

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Die Hunde der FCI-Gruppe 9 finden allesamt bei uns keinen Gefallen (Ausnahme für mich ist da nur der Großpudel- aber wie gesagt nur für mich).
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #7
Ich glaube, das mit dem Labradoodle hast du nicht verstanden, wir raten davon eig. ab. Ein seriöser Züchter "züchtet" keine Mischlinge = wer Mischlinge als "Züchter" verkauft ist ein Vermehrer. Ein Labradoodle (und alles andere gedoodle) ist nichts außer ein Pudel-Mischling oder ein Labrador-Mischling. Und Pudel wollen deine anderen Familienmitglieder ja wohl nicht. Ich bin der Meinung, dass jemand der unbedingt was gedoodeltes will, auch einen Pudel nehmen kann. Kommt aufs selbe raus, außer, dass man beim Pudel def. sagen kann: Der haart eher wenig - gar nicht. Wenn beim Labradoodle, aber der Labrador sich Fellmäßig durchsetzt... Dann heißt es täglich Staubsaugen.

Schaust du auch bei einem Züchter nur im Umkreis von x km? Ich meine, weil du nur im nächsten Tierheim schaust. Schau doch mal in weiteren Tierheimen. In vielen Tierheimen suchen auch Welpen & Junghunde ein Zuhause.

Ich pers. würde einen älteren Hund (älter heißt nicht 10+, sondern so ab 2-3 Jahre) bevorzugen. Einfach weil sich da der Charakter schon gefestigt hat (ggf. muss man dann bissi suchen um den passenden Hund zu finden, aber es soll ja auch passen), an Fehlverhalten kann man übrigens bis ins hohe Alter noch was ändern, und er ist einfach "fertig". Ich hätte keine Lust wochen-, monatelang alle 2 Stunden aufzustehen, weil der Welpe vielleicht nicht so schnell stubenrein ist. Ein erwachsener Hund wird oft schnell stubenrein, wenn er es noch nicht ist (wäre bei einem Hund, der direkt aus dem Ausland kommt oder einem Hund, der schon länger im TH sitzt, evtl. der Fall.

Ihr habt doch schon so zwei, drei Wunschrassen. Schaut doch einfach mal bei den Rassen nach Nothilfen, die gibt es (leider) für sehr viele Rassen. Dort sitzt dann normal nur diese Rasse und das in Pflegestellen. Man kann also sagen, wie der Hund sich im Haus verhält. Für Labradore gibt es z.B. eine solche Nothilfe, viele ehemalige Vermehrerhündinnen suchen da, aber auch Welpen.
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #8
Ich glaube, das mit dem Labradoodle hast du nicht verstanden, wir raten davon eig. ab. Ein seriöser Züchter "züchtet" keine Mischlinge = wer Mischlinge als "Züchter" verkauft ist ein Vermehrer. Ein Labradoodle (und alles andere gedoodle) ist nichts außer ein Pudel-Mischling oder ein Labrador-Mischling. Und Pudel wollen deine anderen Familienmitglieder ja wohl nicht. Ich bin der Meinung, dass jemand der unbedingt was gedoodeltes will, auch einen Pudel nehmen kann. Kommt aufs selbe raus, außer, dass man beim Pudel def. sagen kann: Der haart eher wenig - gar nicht. Wenn beim Labradoodle, aber der Labrador sich Fellmäßig durchsetzt... Dann heißt es täglich Staubsaugen.

Schaust du auch bei einem Züchter nur im Umkreis von x km? Ich meine, weil du nur im nächsten Tierheim schaust. Schau doch mal in weiteren Tierheimen. In vielen Tierheimen suchen auch Welpen & Junghunde ein Zuhause.

Ich pers. würde einen älteren Hund (älter heißt nicht 10+, sondern so ab 2-3 Jahre) bevorzugen. Einfach weil sich da der Charakter schon gefestigt hat (ggf. muss man dann bissi suchen um den passenden Hund zu finden, aber es soll ja auch passen), an Fehlverhalten kann man übrigens bis ins hohe Alter noch was ändern, und er ist einfach "fertig". Ich hätte keine Lust wochen-, monatelang alle 2 Stunden aufzustehen, weil der Welpe vielleicht nicht so schnell stubenrein ist. Ein erwachsener Hund wird oft schnell stubenrein, wenn er es noch nicht ist (wäre bei einem Hund, der direkt aus dem Ausland kommt oder einem Hund, der schon länger im TH sitzt, evtl. der Fall.

Ihr habt doch schon so zwei, drei Wunschrassen. Schaut doch einfach mal bei den Rassen nach Nothilfen, die gibt es (leider) für sehr viele Rassen. Dort sitzt dann normal nur diese Rasse und das in Pflegestellen. Man kann also sagen, wie der Hund sich im Haus verhält. Für Labradore gibt es z.B. eine solche Nothilfe, viele ehemalige Vermehrerhündinnen suchen da, aber auch Welpen.

Ich kann dem nur zustimmen. Schade das es verstanden wurde als wäre ich für solche Doodles. Ist nämlich gar nicht der Fall. Selbst der Erfinder des labradoodles sagt heute das er Frankensteins Hund erfunden hat und es zutiefst bereut.
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #9
Hallo,
ich kann Menschen sehr gut verstehen die ebne einen Welpen groß ziehen möchten. Sozusagen das neue Familienmitglied schon als Baby adoptieren um die größt mögliche Nähe und Bindung auf bauen zu können - mir geht es da genauso. Ich habe einfach gerne von Anfang an die best Möglichen Voraussetzungen...dazu gehört auch eine Vernünftige, Artgerechte und Nachvollziehbare Herkunft.
Ich finde Menschen toll , die sich ein Tier aus dem Tierheim oder sogar ein älteres Tier aus den Notierhilfen zulegen - für mich kommt das nur für einen sehr alten Hund in Frage, dem ich als Zweithund ein liebevolles Plätzchen im Gnadenbrot schenke.

Was kommt für euch in Frage? Bei den Voraussetzungen so ziemlich alles. Ausser sehr groß werdende, schwere Rassen wg. der Wendeltreppe. Als Welpe kann man jeden Hund tragen....wenn er alt wird und nicht mehr allein hochkommt, wäre ein Neufundländer schon eher schwierig. Ich habe meine Schäferhündin 3 Jahre die Wendeltreppen hoch und runter getragen...alles eine Frage der Technik und des Willens.

Vielleicht machst du es nach dem Ausschluss Verfahren....alles was prinzipiell als besonders Jagdtriebig gilt fällt weg, alles was größer und schwerer als ein Schäferhund ist fällt weg, alles was vierl kleiner / viel größer als 50cm ist fällt weg.....die Haar länge hat nichts mit dem haaren an sich zu tun....Wenn der Hund vom Züchter kommt fallen auch alle Mixe weg.


Beagle (eigentlich kleiner als 50cm) sind bekannt eher stur und recht eigenwillig zu sein ...Hundesport geht in Richtung Fährte, weniger in Agility oder Begleithund...(Ausnahmen bestätigen die Regel)

Spontan würde mir bei euch einfallen (alles zwischen 13kg - 16 kg / 46 - 54 cm):

- Mittelschnauzer ...allerdings muss auch er zur Schur.
- Shetland Sheepdog
- Kooikerhondje
- Lagotto Romagnolo
- Mudi
- Shapendoes
- Pumi


Kannst dich ja mal mit deiner Familie an den Rechner setzten schau mal hier findest du viele Rassebeschreibungen.



Im übrigen finde ich die Zeit der Suche auch ganz besonders wertvoll und schön - es ist ein bißchen wie "schwanger" sein.:mrgreen:

Wenn euch etwas besonders gefällt, mit all den Beschreibungen und - wir alle gehen auch ein bißchen nach dem Äusseren...kannst du ja hier posten und diskutieren...

LG Suno
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #10
Ich finde durchaus, dass auch Mischlinge von seriösen Züchtern gezüchtet werden können. Es ist wesentlich anstrengender und erfordert um einiges mehr Wissen, aber es ist möglich und die Ergebnisse können wunderbar sein! Das Problem ist nur, dass es sowas sehr selten gibt (ich suche aktiv danach und habe erst sehr wenig dahingehend gesichtet). Einen seriösen Züchter erkennt man eben nicht daran, dass das Haus schön ist, die Leute nett und bei den Welpen viele bunte Bälle herumliegen. Zu einem seriösen Züchter gehört eben vor allem ein umfangreiches Wissen (welches auch eingesetzt wird) in Hinsicht auf Vererbung und Gesundheit. Auch "Papiere" alleine kennzeichnen keinen seriösen Züchter. Ich kann von meinem PC auch ganz lustige "Papiere" ausdrucken.. da steht sogar alles drauf was ich will... :eusa_shhh:

Ebenso möchte ich kurz anmerken, dass auf den "Notseiten" für bestimmte Rassen oft keine "offiziell reinrassigen" Hunde vermittelt werden. "Offiziell reinrassig" ist bei uns in Deutschland in der Regel nur ein Hund mit nachvollziehbarer Ahnentafel. Ein Vermehrer kann seinen Hund noch so oft reinrassigen Golden Retriever nennen, wenn es dazu keine Beweise gibt, dann kann man das nicht nachprüfen. Das ist einerseits natürlich Bürokratie, aber andererseits hat es auch einen sehr wichtigen wahren Kern: Man kann es nämlich tatsächlich nicht wissen. Auch als Hundehalter bzw. -käufer nicht.

Von dem herumgedoodle halte ich - wie von den meisten "Modemischlingen" - rein gar nichts. Das liegt bei mir wirklich nicht daran, dass es "Mischlinge" sind. Der Punkt dabei ist einfach, dass dort eben zum einen mit falschen Versprechungen gelockt wird (haart nicht etc.) und zum anderen es vor allem diese "tolles Haus, nette Leute, bunte Bälle bei den Welpen" Leute dazu verleitet ohne Hintergrundwissen zwei Hunde zu vermehren und dafür dann noch so viel Geld - teilweise sogar mehr! - zu verlangen wie ein seriöser Züchter.

Mal ganz davon abgesehen, wie ich auch niemals verstehen werde, warum man einen Pudel ablehnt, aber einen Doodle haben möchte. Ich kenne einige Doodles persönlich.. die gibt es von "gerupftes Huhn" bis hin zu "sieht 100% aus wie ein Großpudel", von "haart gar nicht und muss geschoren werden" bis hin zu "haart mehr als ein Labrador". Ich finde das wirklich sehr schade, da ich es immer wieder erlebe. Man schlägt Leuten einen wirklich robusten, intelligenten, vielseitigen und ausgeglichenen Familienhund vor (der im Gegensatz zu vielen anderen Rassen auch noch sehr gesund ist) und die Ablehnung kommt wie aus der Pistole geschossen "Pudel? Ne.. eher nicht.....". Wenn man nachfragt warum nicht, wissen es die Leute meist selbst nicht. Kommt dann auch noch ein Doodle in Frage, kann ich mir nur vor den Kopf fassen.

Die Sache mit den Haaren bei Hunden ist die: Entweder sie haaren oder man muss sie scheren, bei manchen auch beides.
Da muss man eben schauen, was einem lieber ist.
Gerade "einfache" Schuren, sprich: Fell ab, kann man aber z.B. auch wunderbar Zuhause machen. Wir haben das damals bei unserem Familienhund auch gemacht. Einfach mit einer Decke auf den Tisch gestellt und mit einer Schermaschine drüber geschoren (vorher einmal zeigen lassen). Er sah danach aus wie ein ganz normaler Hund.
Beim Haaren kann man auch "Glück" haben oder "Pech". Das hat auch mehr Faktoren als nur die Rasse. Einige davon (Fütterung, Kastration etc.) kann man auch selber mit beeinflussen. Im Endeffekt kann man aber so oder so einen Hund haben, bei dem man wirklich jeden Tag mindestens einmal putzen muss, der sich irgendwo auf eine Decke legt und sofort Haare hinterlässt oder einen Hund, den man einmal in drei Monat durchkämmt und trotzdem nur "einen Kamm" voll Haare aus ihm herausbekommt.
Mein Golden Retriever - der Rasse, der man auch nachsagt sie würde viel haaren - ist so einer. Er haart so gut wie gar nicht und scheren muss ich ihn auch nicht. Sehr pflegeleicht. Kann man vorher nur leider nie wissen und sowas kann sich auch noch durch äußere Einflüsse ändern.

Wenn euch das Haaren lieber ist als das Scheren, dann solltet ihr generell von allem Abstand nehmen was Pudel oder Doodle ist.


Ich bleibe ansonsten bei meinem Rat euch die drei Rassen mal persönlich anzuschauen (und eben generell jede Rasse, die euch zu sagt) und für Mischlinge im Tierheim zu schauen (auch mal weiter weg, wenn es sein muss).
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #11
Huhu,
ich finde diese Seite toll:


@Syn würde mich sehr für deine Recherche btr. seriöse Züchter von Mischlingshunden interessieren...wie du selbst sagtest keine Doodles /designer Hunderassen...habe noch nie von sowas gehört..

LG Suno
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #12
Off-Topic
Habe dir mal geschrieben. :)
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #13
Danke für die Meinungen.
Syn (habe keine Nachricht von dir): Ich möchte anmerken, dass wir uns doch wie gesagt von einem Labradoodle verabschiedet haben. Weiter finde ich Pudel klasse. Aber es darf doch jedem unbenommen sein, eine andere Meinung zu haben, auch wenn sie nicht rationell begründbar ist.
Uns ist klar das ein Hund ein Lebewesen ist, das er haart und nicht mit allen Charaktereigenschaften durchplanbar ist- das ist bei uns Menschen ja nicht anders.
Ebenso ist uns durchaus bewusst, dass Mischlinge idR nicht über einen zugelassenen Züchter zu bekommen sind.
Das Thema Tierheim ist nicht zwingend erledigt, aber steht zumindest nicht ganz oben.
Weiterhin steht neben dem Welpen immer mehr ein Junghund und hier ein Mischling zur Debatte.
Den Kromfohrländer finde ich im Übrigen toll. Hat die richtige Größe in den Augen meiner Frau, mir ist er evtl. etwas klein.

Mal sehen wo uns der Weg hinführt. Werde jetzt auch erst mal in eine Hundeverein um Rat und Meinungen nachfragen.
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #14
Ich meinte damit auch suno. :)

Gerade heute meldete jemand in einem anderen Thread mit ähnlichen Anforderungen (auch 11 jähriges Kind und der Wunsch nach einem Familienhund, gerne Junghund), dass sie einen passenden Hund im Tierheim gefunden haben. Auch dort war Tierheim erstmal abgeschrieben gewesen, weil nichts passendes dort war, aber am Ende wurden sie nach etwas Suche doch fündig.
Vielleicht magst du ja auch dort mal reinschnuppern:
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #15
  • Neuer Familienhund Beitrag #16
Im Tierheim hier vor Ort sind nur Hunde bei denen vermerkt ist, dass sie für Familien und/oder Anfänger nicht geeignet sind.
Ja, das haben wir hier auch ganz viel. Das örtliche TH ist eh nicht soo groß und die Hunde, die dort sitzen haben fast alle den Zusatz, dass sie für Anfänger nicht geeignet sind und Hundeerfahrung (oft mit der gleichen Rasse) vorausgesetzt ist. Aber das ist nicht in jedem TH so, ich würde da einfach nochmal in anderen schauen - parallel vielleicht. Die Sache mit dem Züchter ist ja damit nicht gegessen. Wir haben damals auch auf Not-Seiten geguckt und nach Züchtern und am Ende ist es mehr oder weniger durch Zufall ein Züchter geworden.
 
  • Neuer Familienhund Beitrag #17
Off-Topic
huhu ok THX für den Hinweis!!! Wiederv was gelernt......TRIMMEN UND SCHEREN UND SCHNEIDEN...ist echt ein himmelweiter unterschied....sorry ich hatte schon immer langhaarige Hunde (die mit langen Haaren auch cool leben...) WEIL sie lange Haare hatten und "kürzen":eusa_shhh: kam da nie in Frage....

LG Suno
 
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