- Sie fehlt mir so..und ich mache mir schwere Vorwürfe Beitrag #1
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toni79
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Erstmal hallo an alle,
ich bin neu hier und zufällig auf diese Forum gestoßen.
Wir haben unsere süße Katze (14) vor ein paar Tagen einschläfern lassen, und ich kann es einfach nicht verkraften. Wir wussten seit ca. einem Jahr, dass sie chronisches Nierenversagen hatte. Ich war damals bei einem anderen Arzt, der diese Diagnose stellte. Grund für den Tierarztbesuch war, dass sie auf einmal so viel abgenommen hatte, sich viel übergab und stetig trank. Es wurde Blut abgenommen, unter anderem auch Schilddrüse und Zucker, die zwar minimal erhöht waren, aber nicht beachtenswert, wie der Arzt damals sagte. Er verabreichte ihr Medikamente und riet zu einer Ernährungsumstellung. Dies half auch, sie übergab sich nicht mehr so viel und der Durst wurde auch weniger. Dünn war sie nach wie vor.
Jetzt zu Weihnachten beschloss ich zu einem anderen Tierarzt zu fahren, um sie nochmals anschauen zu lassen, da sie in letzter Zeit sehr anhänglich wurde. Zusätzlich umkreiste sie seit 2 Tagen, bevor sie ihr Geschäft verrichten wollte, 10 mal das Klo, was mir schon Sorgen bereitete. Ein Tag bevor ich zum Tierarzt fahren wollten, war sie morgens total apathisch, reagierte zwar auf uns, konnte aber die Stimmen nicht zuordnen, als wenn sie blind wäre. Ich hab sie gleich eingepackt und bin zu einer Tierärztin, die am Feiertag Notdienst hatte, gefahren.
Diese machte ein Schnellblutbild: Nierenwerte erhöht aber nicht dramatisch, Leukos ebenso, Kalium zu niedrig, die Leberwerte waren in Ordnung. Das gesamte Blutbild schickte sie zwar ins Labor ein, aufgrund der Feiertage dauerte es aber 5 Tage bis zur Auswertung. Zwischenzeitlich bekam sie Infusionen, Vitamine, Kalium, Antibiotika, Phosphatbinder, Schmerzmittel und etwas gegen die Übelkeit.
Am nächsten Tag schien es ihr augenscheinlich besser zu gehen. Zu Hause gab ich ihr weiterhin Medikamente, welche mir die Ärztin mitgab.
Jetzt hieß es warten auf den Blutbefund.
Am 2. Tag bekam sie wieder Infusionen und Medikamente. Blut wurde zum Vergleich nochmals abgenommen und ins Labor geschickt.
Am 3. Morgen (Samstag)lag sie nur noch mit dem Kopf an der Wand gelehnt in den unterschiedlichsten Ecken, an den ungewöhnlichsten Orten. Sie reagierte kaum, spitzte nur die Ohren. Ihr Herz raste, die Atmung war sehr flach. Gemaunzt und geschnurrt hatte sie die letzten Tage fast gar nicht mehr, nur den Abend davor, als sie bei mir im Arm lag, als die Medikamente zu greifen schienen.
Sie rannte gegen die Wand, wobei rennen kein Ausdruck ist, eher schleichen, weil sie sichtlich große Mühe hatte zu gehen. Sie sah aus, als wenn sie sterben würde.
Also schnell zur Tierärztin. Der Blutbefund war noch immer nicht da. Ihr Zustand war sehr schlecht, die Ärztin meinte wir könnten noch versuchen Cortison zu geben, bis der Blutbefund da ist, dazwischen lagen aber noch 3 Tage, und sie war sich allerdings nicht sicher ob sie bis dahin quasi überlebt.
Wir entschieden uns sie gehen zu lassen. Sie bekam die 1. Narkose, danach übergab sie sich, das komplette Essen vom Vortag, unverdaut. Die Ärztin meinte dann, dass ihre Verdauung anscheinend nicht mehr richtig funktionierte. Als ihr Herz bereits aufgehört hatte zu schlagen, rann ihr Blut aus der Nase. Ich habe schon mehrere Tiere, allerdings keine Katzen, einschläfern sehen, noch kein Tier hatte da aus der Nase geblutet.
Gestern kam der Blutbefund: Leukos, Nieren noch immer erhöht, Schilddrüse ebenso, Zucker war normal.
Ich musste einfach wissen, was im Blutbefund stand, auch wenn meine Süße nicht mehr da war. Die Ärztin meinte, dass wir zwar die Schilddrüse hätten behandeln können, allerdings die Symptome nicht auf das alleine zurückzuführen seien. Wahrscheinlich spielten mehrere Erkrankungen ein Rolle, eventuell auch eine Schädigung des Gehirns als Folge von Bluthochdruck. Sie vermutet auch, dass sie das Wochenende wahrscheinlich nicht geschafft hätte.
Ich kann aber nicht aufhören mir Vorwürfe zu machen. Ich frage mich ständig, ob ich sie nicht hätte doch retten können, wenn wir schon bei der Diagnose von CNI die Schilddrüse auch therapiert hätten. Der erste Arzt sah keine Notwendigkeit. Warum bin ich nicht gleich zu einem anderen Arzt gefahren bezüglich einer Zweitmeinung, ich weiß es nicht. Vielleicht würde ich jetzt nachts noch ihre Schritte hören, auf den Weg zu uns ins Bett. Ich vermisse sie unendlich, wie sie bei mir jeden Abend in den Armen lag, ihr Maunzen und ihr Schnurren. Und ich kann nicht aufhören zu weinen.
Ständig schwirrt dieses was wäre wenn...in meinen Kopf.
Danke fürs Zuhören
lg
Toni79
ich bin neu hier und zufällig auf diese Forum gestoßen.
Wir haben unsere süße Katze (14) vor ein paar Tagen einschläfern lassen, und ich kann es einfach nicht verkraften. Wir wussten seit ca. einem Jahr, dass sie chronisches Nierenversagen hatte. Ich war damals bei einem anderen Arzt, der diese Diagnose stellte. Grund für den Tierarztbesuch war, dass sie auf einmal so viel abgenommen hatte, sich viel übergab und stetig trank. Es wurde Blut abgenommen, unter anderem auch Schilddrüse und Zucker, die zwar minimal erhöht waren, aber nicht beachtenswert, wie der Arzt damals sagte. Er verabreichte ihr Medikamente und riet zu einer Ernährungsumstellung. Dies half auch, sie übergab sich nicht mehr so viel und der Durst wurde auch weniger. Dünn war sie nach wie vor.
Jetzt zu Weihnachten beschloss ich zu einem anderen Tierarzt zu fahren, um sie nochmals anschauen zu lassen, da sie in letzter Zeit sehr anhänglich wurde. Zusätzlich umkreiste sie seit 2 Tagen, bevor sie ihr Geschäft verrichten wollte, 10 mal das Klo, was mir schon Sorgen bereitete. Ein Tag bevor ich zum Tierarzt fahren wollten, war sie morgens total apathisch, reagierte zwar auf uns, konnte aber die Stimmen nicht zuordnen, als wenn sie blind wäre. Ich hab sie gleich eingepackt und bin zu einer Tierärztin, die am Feiertag Notdienst hatte, gefahren.
Diese machte ein Schnellblutbild: Nierenwerte erhöht aber nicht dramatisch, Leukos ebenso, Kalium zu niedrig, die Leberwerte waren in Ordnung. Das gesamte Blutbild schickte sie zwar ins Labor ein, aufgrund der Feiertage dauerte es aber 5 Tage bis zur Auswertung. Zwischenzeitlich bekam sie Infusionen, Vitamine, Kalium, Antibiotika, Phosphatbinder, Schmerzmittel und etwas gegen die Übelkeit.
Am nächsten Tag schien es ihr augenscheinlich besser zu gehen. Zu Hause gab ich ihr weiterhin Medikamente, welche mir die Ärztin mitgab.
Jetzt hieß es warten auf den Blutbefund.
Am 2. Tag bekam sie wieder Infusionen und Medikamente. Blut wurde zum Vergleich nochmals abgenommen und ins Labor geschickt.
Am 3. Morgen (Samstag)lag sie nur noch mit dem Kopf an der Wand gelehnt in den unterschiedlichsten Ecken, an den ungewöhnlichsten Orten. Sie reagierte kaum, spitzte nur die Ohren. Ihr Herz raste, die Atmung war sehr flach. Gemaunzt und geschnurrt hatte sie die letzten Tage fast gar nicht mehr, nur den Abend davor, als sie bei mir im Arm lag, als die Medikamente zu greifen schienen.
Sie rannte gegen die Wand, wobei rennen kein Ausdruck ist, eher schleichen, weil sie sichtlich große Mühe hatte zu gehen. Sie sah aus, als wenn sie sterben würde.
Also schnell zur Tierärztin. Der Blutbefund war noch immer nicht da. Ihr Zustand war sehr schlecht, die Ärztin meinte wir könnten noch versuchen Cortison zu geben, bis der Blutbefund da ist, dazwischen lagen aber noch 3 Tage, und sie war sich allerdings nicht sicher ob sie bis dahin quasi überlebt.
Wir entschieden uns sie gehen zu lassen. Sie bekam die 1. Narkose, danach übergab sie sich, das komplette Essen vom Vortag, unverdaut. Die Ärztin meinte dann, dass ihre Verdauung anscheinend nicht mehr richtig funktionierte. Als ihr Herz bereits aufgehört hatte zu schlagen, rann ihr Blut aus der Nase. Ich habe schon mehrere Tiere, allerdings keine Katzen, einschläfern sehen, noch kein Tier hatte da aus der Nase geblutet.
Gestern kam der Blutbefund: Leukos, Nieren noch immer erhöht, Schilddrüse ebenso, Zucker war normal.
Ich musste einfach wissen, was im Blutbefund stand, auch wenn meine Süße nicht mehr da war. Die Ärztin meinte, dass wir zwar die Schilddrüse hätten behandeln können, allerdings die Symptome nicht auf das alleine zurückzuführen seien. Wahrscheinlich spielten mehrere Erkrankungen ein Rolle, eventuell auch eine Schädigung des Gehirns als Folge von Bluthochdruck. Sie vermutet auch, dass sie das Wochenende wahrscheinlich nicht geschafft hätte.
Ich kann aber nicht aufhören mir Vorwürfe zu machen. Ich frage mich ständig, ob ich sie nicht hätte doch retten können, wenn wir schon bei der Diagnose von CNI die Schilddrüse auch therapiert hätten. Der erste Arzt sah keine Notwendigkeit. Warum bin ich nicht gleich zu einem anderen Arzt gefahren bezüglich einer Zweitmeinung, ich weiß es nicht. Vielleicht würde ich jetzt nachts noch ihre Schritte hören, auf den Weg zu uns ins Bett. Ich vermisse sie unendlich, wie sie bei mir jeden Abend in den Armen lag, ihr Maunzen und ihr Schnurren. Und ich kann nicht aufhören zu weinen.
Ständig schwirrt dieses was wäre wenn...in meinen Kopf.
Danke fürs Zuhören
lg
Toni79