Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht)

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Unihaerts

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Grüß Gott in die Runde!

Konfrontiert mit der Problematik :eusa_think:der richtigen Fütterung von Enten und Schwänen(Brot verunreinigt die Gewässer und lässt sie kippen) habe ich mir fundiertes Wissen angeeignet.:eusa_doh:

Die Vögel brauchen nahezu das gesamte Jahr unsere Hilfe, da ihre Nahrungspalette mit der des Menschen nahezu identisch ist, will heißen, sie fressen im Frühjahr die Sprossen, dann Blüten und später (Sommer) Früchte, im Herbst die Samen von nahezu allen Gemüsen und Kräutern:roll: Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig um die Populationen gesund und! :uups:fortpflanzungsfähig zu erhalten.
In unserer Welt, in der nahezu jede freie ( fruchtbare) Fläche für die Agrarwirtschaft genutzt wird :mrgreen: bleibt für die Vögel definitiv zu wenig zum überleben (Arterhaltung).

Bei einer ausgewogenen Ernährung hilft man den Wildvögeln auch in Bezug auf die Vogelgrippe.:043:

Ganz nebenbei können sich die Schmetterlingsbestände erholen:sm1_013::eusa_dance:, da d e Vögel aus Protein- sowieso Öl/Fettmangel (Sonnenblumenkerne, Hanfsaat, Rabs ect.) angefangenhaben vermehrt Insekten zu fressen(deshalb hört man in lauen Sommernächten:eusa_boohoo::057: immer seltener das Singen von Heimchen). Dieser inflationäre Verzehr von Insekten hat dazu geführt das für Reptilien wie Frosch und Blindschleichen zu wenig Futter bleibt, was wiederum zum Aussterben von beispielsweise Störchen führt.

Nachdem ich einige Jahre (2 oder 3) Aufzuchtfutter für Wildvögel verfüttert hatte (als Streufutter auch am Rande von Feldwegen bzw. auf Lichtungen, für Vögel die sich nicht ans das Vogelfutterhäuschen trauen)(gern würde ich eine Internetseite empfehlen, denke aber dies ist verboten [sorry, an die Verantwortlichen, bin zu gestresst um die Richtlinien zu lesen]), sowie dem Aussetzen einiger tausend Heimchen und Mehlwürmer, habe ich Vögel in Baumspitzen beim Fangenspielen beobachtet und Schmetterlinge beim Hochzeitstanz (hier wäre es gut im Garten eine Ecke mit Wildblumen(wiese) stehen zu lassen, Samenmischungen gibt es preiswert bei einem Discounter mit rot-gelbem Logo.

Viel Spaß beim Füttern

Wenn man als Suchwort Wildvogelfütterung eingibt stehen die interessanten Internethändler weit oben.



Es grüßt Sieglinde Abd El Aziz
 
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  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #2
Hallo und willkommen im Forum!

Ich finde es sehr löblich, dass du dich so für die Natur einsetzt und da so viel Hintergrundwissen sammelst.
Allerdings muss ich dir in einigen Dingen widersprechen und würde gerne ein paar Zusammenhänge ins richtigere Licht rücken ;)

Bei der Fütterung von Wassergeflügel wie Enten, Gänsen und Schwänen ist nicht das Brot das Problem. Das ist zwar nicht gesund für die Tiere, aber das Ökosystem Teich/See wird vom Brot an sich nicht so arg belastet. Was viel schlimmer ist, ist die große Anzahl von Tieren, die durch die unkotrollierte Fütterung angelockt wird. Es entsteht ein Teufelskreis, mehr Tiere bedeuten mehr Futter, mehr Futter bedeutet mehr Tiere, und alle Tiere verunreinigen das Gewässer und seine Umgebung durch ihren Kot. Was sonst als natürlicher Dünger wirkt, ist ab einem gewissen Maß einfach zu viel. Die Nährstoffe im Wasser lassen die Pflanzen wachsen, was zwangsläufig auch mehr abgestorbenes Pflanzenmaterial bedeutet. Dies muss von Bakterien abgebaut werden, die Sauerstoff verbrauchen. Ab einem gewissen Punkt verbrauchen diese Bakterien (und andere Vorgänge im Wasser) mehr Sauerstoff, als produziert werden kann - das Gewässer kippt um.
Schuld daran ist nicht das Brot, sondern eine zu große Population von Wasservögeln. Eine artgerechte Fütterung des Wassergeflügels würde deshalb zu dem gleichen Ergebnis führen. Das beliebte "Entenfüttern" ist also so oder so falsch, egal ob man Brot, Salat oder Saaten füttert. Unkontrollierte Fütterungen sind immer schlecht für das Ökosystem, ob gut gemeint oder nicht.

Bezüglich der Nahrung bin ich mir unsicher, welche Vogelart du da ansprichst. Falls nach wie vor die Wasservögel gemeint sind, so sind alle Gänsearten (und damit auch Schwäne) Weidegänger und fressen hauptsächlich Gras. Die Landwirtschaft bietet ihnen teilweise sogar ein reichliches Futterangebot, statt ihnen die Futtersuche schwieriger zu machen - Gänse fressen im Winter häufig die Sprösslinge auf den Feldern oder Raps.

Auch der Rückgang an Insekten hat nichts damit zu tun, dass Gänse und Schwäne plötzlich Insekten fressen, um ihren Proteinhaushalt zu decken. Gänsevögel sind Vegetarier und fressen keine Insekten, gezielt tun das nur Halbgänse (z.B. Nilgänse) und Enten und da sie eher wasserlebede Insekten und Weichtiere bevorzugen, sind sie vom Rückgang diverser Fliegen-, Schmetterlings-, Bienen- und sonstiger Insektenarten nicht so stark betroffen. Das gilt eher für viele Singvogelarten.
Der Verzehr von Insekten ist nicht inflationär, das ist in Anbetracht des erläuterten ziemlich unsinnig.
Störche sterben nicht aus, weil Frosch und Blindschleiche kein Futter mehr finden und ihre Bestände zurück gehen, sondern weil der Storch generell nicht mehr genug Lebensraum hat. Dank seiner Anpassungsfähigkeit und intensiven Bemühungen im Naturschutz ist der Storch aber längst zurückgegekehrt, mit steigender Populationsdichte.

Vom Aussetzen mehrerer Tausend Heimchen und Mehlwürmer würde ich dir dringend abraten - zumindest Mehlwürmer gelten als Schädlinge und du machst dich mit ihrer "Freilassung" strafbar. Solche massiven Eingriffe in das Ökosystem schaden oft mehr, als dass sie nutzen. Was du da betreibst, gleicht einer unkontrollierten Fütterung, die das Gleichgewicht der Natur schnell durcheinander bringt.

Ich würde dir wirklich ans Herz legen, die Zusammenhänge noch mal ein bisschen genauer zu durchdenken und deine Fütterungen ein bisschen anzupassen. Nicht alle Vögel brauchen wirklich unsere Hilfe, nicht jede Gegend ist von der Landwirtschaft wirklich so geprägt, dass für diverse Vogelarten kein Platz mehr bleibt - diese Sicht ist zu einfach und umfasst nicht die tatsächlichen Umständen.
Wenn du Singvögel ganzjährig füttern möchtest, bau dir eine Futterstation aus Häuschen und Silos auf und biete dort dein Futter an, anstatt haufenweise Insekten freizulassen und die Mäuse am Feldrand satt zu füttern ;)
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #3
Stimmt.
Und wenn sich die Mäuse dann anschließend wie Sau vermehren, weil das Nahrungsangebot so großzügig ist hat das auch wieder Auswirkungen auf das ganze System.
Ein wirklich schwieriges Thema. Auf der einen Seite nimmt der Mensch den Tiere immer mehr Lebensraum weg oder vergiftet die Tiere durch die ganze Chemie in der Landwirtschaft, aber auf der anderen Seite brauchen diese Tiere auch unsere Hilfe..
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #4
Grüß dich Laura!

Grüß Dich Laura!
Danke für Deine Begrüßung.
Leider kann ich Dir in keiner Deiner Erwiderungen beipflichten.

Was die Vermehrung von Wasservögeln betrifft: Nachdem ich diese etwa 2 Jahre mit Geflügelfutter ernährt hatte ist die Population nicht abgestiegen sondern gesunken. Der Grund?: sie waren wieder flugfähig und suchen sich nach dem Winter neue Brutplätze.


Sorry, Du hast natürlich Recht, wenn Du beanstandest, das nicht zu ersehen ist welche Vögel ich füttere(bei flüchtigem überfliegen), bei genauerem Lesen stößt man auf die Vogelhäuschen.

Das Aussetzen von Insekten? Der Mensch hat das Ökosystem bereits erheblich geschädigt, ich versuche behutsam der Natur Etwas zurück zu geben.

Natürlich muss Einjeder für sich selbst entscheiden wieweit er sich für eine Sache angagiert, wenn dem Gesetzgeber es nicht passt das ich mich an spielenden Vögeln und Schmetterlingen bei ihrem Hochzeitsflug erfreue stimmt Etwas mit den Regierenden nicht, das lasse ich mir nicht verbieten.:angel: Zudem achte ich darauf wieviele Insekten ich aussetze.
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Grüß dich Blacky95!

Da Störche u.a. Mäuse fressen, dürfte dieses Problem überschaubar bleiben

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Da Laura mich darauf aufmerksam gemacht hat, daß der Bezug welche Vögel ich meine verschwommen ist möchte ich es spezifizieren:

gemeint sind alle Wildvögel, vorallem Wald-und Feldvögel
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #5
Der Grund?: sie waren wieder flugfähig und suchen sich nach dem Winter neue Brutplätze.

Auch hier ist irgendwie ein kleiner Knick in der Denkweise: Dass die Tiere woanders brüten heißt ja nicht, dass es weniger Tiere werden. Davon mal abgesehen brüten vor allem Gänse und Enten gerne am gleichen Ort, wenn sie dort im Jahr zuvor Bruterfolge verzeichnen konnten.
Entenvögel, die an einem Ort "festgefüttert" werden, stellen das Zugverhalten zudem irgendwann gänzlich ein, es macht ja keinen Sinn für sie, wegzufliegen...

Ich weiß nicht, ob dir bewusst ist, was du mit der unkontrollierten Fütterung von Wasservögeln anrichten kannst. Deine gute gemeinte Hilfe kann schnell tödlich für die Tiere sein. Zudem störst du ihr natürliches Verhalten und das über Generationen, denn die Eltern geben erlerntes Bettelverhalten an die Küken weiter und diese erlernen nicht einmal mehr, dass Menschen durchaus auch gefährlich sein können...
Die Natur wieder ein Stück ins Gleichgewicht rücken schön und gut, aber das ist der ganz falsche Weg. Zudem Wasservögel in der Regel an einem intakten Gewässer keiner Zufütterung bedürfen.
Ohne den Rahmen einer offiziellen Aufklärung, zum Beispiel durch ortsansässige Naturschutzorganisationen oder Vereine, ist das ganze schlichtweg nicht nachhaltig.

Da Störche u.a. Mäuse fressen, dürfte dieses Problem überschaubar bleiben

Weniger, da Beutetiere sich immer schneller und in deutlich größerer Zahl vermehren als Räuber. Durch die Zufütterung vermehren sich die Mäuse mehr, als von der Natur vorhergesehen und das können die Räuber nicht auffangen. So viel zu nicht zu viel in die Natur eingreifen ;)
 
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  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #6
Nun, Du kannst die von mir gemachten Erfahrungen nicht entkräften, geschweige denn widerlegen!

Und die "Naturschutzverbände" werden von der Regierung mithin von der Wirtschaft kontolliert, in Aktionen wie Empfehlungen.
Dies mag Dir zu weitgehen hat aber eine mindestens 2000jährige Vorgeschichte.

Versuche nicht mir vorzuschreiben wie ich mein Leben zu führen habe.
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #7
Wow, nicht gleich angegriffen fühlen. Ich schreibe dir gar nichts vor, ich gebe dir einen Rat. Wenn du darüber nicht nachdenken willst, ist das schade, die Natur würde es vielleicht danken.

Nun, Du kannst die von mir gemachten Erfahrungen nicht entkräften, geschweige denn widerlegen!

Es wundert mich, dass du so genau weißt, dass ich das nicht kann. Zufälligerweise arbeite ich seit 4 Jahren in diesem Gebiet und tatsächlich ist meine Arbeitsstelle aus einem "Massen"sterben von Enten entstanden, welches durch einen Botulismusausbruch bedingt war. Vielleicht ist dir bekannt, dass Botulismus an Gewässern durch unkontrollierte Fütterung von Wasservögeln stark begünstigt wird - das habe ich sogar von einem Klinikleiter bestätigt bekommen, falls du es mir nicht glauben magst - und dass Botulismus noch sehr lange gefährlich für das Ökosystem sein kann (über 10 Jahre).
Deshalb fragte ich, ob du dir wirklich bewusst bist, was du da tust.

Tieren helfen schön und gut, aber nicht alle Tiere brauchen unsere Hilfe und an der falschen Stelle schadet es einfach mehr, als dass es nützt.
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #8
Und die "Naturschutzverbände" werden von der Regierung mithin von der Wirtschaft kontolliert, in Aktionen wie Empfehlungen.
Dies mag Dir zu weitgehen hat aber eine mindestens 2000jährige Vorgeschichte.
Das klingt nach einer ausgefeilten Verschwörungstheorie. Uh, das dürfte spannend werden :cool:
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #9
Grüß dich Felix!
Mit solch einer Reaktion habe ich gerechnet!; weiss aber wovon ich rede, da ich mich seit Ende 1994 intensiv mit der Geschichte der Menschheit beschäftigt und bin tief in die Geheimnisse eingedrungen.

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Sorry Laura, aber durch die letzten Jahre bin ich extrem genervt durch und von Leuten die keine vernünftige Diskussion wollen sondern nur Widerworte.

Ich habe zuviel Wissen als das ich mit unhöflichen und vorlauten Erwiderungen beleidigen lasse bzw. "zurechtweisen"

Du solltest akzeptieren, daß ich die Erfahrung gemacht habe, daß die Enten wieder gezogen sind und im darauffolgendem Jahr in geringerer Stärke wiedergekehrt.

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Was bitte ist Botulismus und wird durch was verursacht?

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Eine kleine Leseprobe?
Wie heißt es? Wer die Menschen lehrt kontrolliert seine Gedanken? (In freier Anlehnung)

Die Geschichte des Meters: mit dem Sturm auf die Bastille verlor die katholische Kirche den Einfluss auf das Volk, also musste ein Ersatz her, von nun an sollte der Intellekt das sagen haben, um nun einerseits glaubwürdig zu wirken als auch Aufmerksamkeit zu erlangen hat der Klerus(vermutlich die Freimaurer) sich die Sache mit dem Meter ausgedacht und es richtig groß aufgezogen.

Deutlich einfacher, billiger und Sachbezogener wäre es gewesen das Mittel der geĺäufigen Maße herzunehmen und diese als Meter zu bestimmen.

In der Bibel kenne ich mich nicht wirklich gut aus(ist auch irrelevant, da die katholische Kirche reichlich drin rumgepfuscht hat) aber mit ziemlicher Sicherheit findet man irgendwo in der Literatur einen hinweis, daß die weltlichen Machthaber durch Wissen ihres Einflusses verlustig werden. Nun war Kleopratra die erste Herrscherin welche sich intensiv mit Esoterik/(Astronomie) beschäftigt hat - woraus ich schließe das der Brand von Alexandria, bei welchem auch die große Bibliothek mit dem größten angesammelten Wissen der Menschheit gelegt worden ist um ihrer Entmachtung vorzubeugen (vor 2.000 Jahren hat so gut wie Niemand an der Wiedergeburt gezweifelt).

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:035::032:
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #10

Sorry Laura, aber durch die letzten Jahre bin ich extrem genervt durch und von Leuten die keine vernünftige Diskussion wollen sondern nur Widerworte.
Ich habe zuviel Wissen als das ich mit unhöflichen und vorlauten Erwiderungen beleidigen lasse bzw. "zurechtweisen"
Du solltest akzeptieren, daß ich die Erfahrung gemacht habe, daß die Enten wieder gezogen sind und im darauffolgendem Jahr in geringerer Stärke wiedergekehrt.

Ich lasse mich gerne auf eine sinnige Diskussion ein, wenn mir aber gesagt wird, ich könne deine Erfahrungen nicht widerlegen (ohne wissen zu können, ob das stimmt) und du damit deine eigenen Erfahrungen als unfehlbar betrachtest, ist das schon mal ein schlechter Anfang. Zumal deine Erfahrungen grade mal zwei Jahre betragen, wenn ich das richtig rausgelesen habe (wenn nicht, korregier mich bitte) und man auf dieser Basis kaum Rückschlüsse auf die Auswirkungen des Eingreifens ziehen kann.
Ich habe dich nirgendwo beleidigt und nirgends zurecht gewiesen - auch diese Vorwürfe haben mit einer sachlichen Diskussion nichts zu tun.
Deine Erfahrung bezüglich der Enten akzeptiere ich, aber du kannst nicht von deinen eigenen Erfahrungen auf sämtliche Verhältnisse schließen. Ich habe gegenteilige Erfahrungen gemacht und wenn ich das richtig verstanden habe, greife ich auf einen über fünf mal so langen Zeitraum zurück wie du, und was du von mir verlangst, verlange ich auch von dir - akzeptiere das und wirf mir nicht vor, ich würde dich beleidigen oder zurecht weisen.


Dass du bei deinem großen Wissen noch nie von Botulismus gehört hast, erstaunt mich - das ist bei der Fütterung von Wasservögeln gar nicht selten und wirklich ein großes Problem.

[FONT=Arial, Helvetica, sans-serif]Allein 1973 fielen drei schweren Botulismusausbrüchen in Spanien (Coto Doñana), den Niederlanden (Ijsselmeer) und in Deutschland (Ismaninger Speichersee bei München) zusammen mehr als 100.000 Vögel zum Opfer. Die bisher schlimmste Epidemie in der Bundesrepublik vernichtete 1983 in der Wedeler Marsch bei Hamburg mindestens 40.000 Vögel. In den USA sind solche Massensterben bereits seit Anfang des Jahrhunderts bekannt.[/FONT]

[VERSTECK]Quelle: [/VERSTECK]

Ich will versuchen, es dir kurz zu erklären.
Botulismus lässt sich grob gesagt als eine Art Lebensmittelvergiftung beschreiben. Botulismus wird durch das in Gewässern vorkommende Bakterium Clostridium botulinum verursacht, wenn bestimmte Zustände zusammen kommen. Das Bakterium gedeiht unter warmen, nährstoffreichen und sauerstoffarmen/-freien Bedingungen. Abgesehen von der Temperatur werden alle diese Faktoren unter anderem durch die Population von Wasservögeln beeinflusst und wenn durch eine unkontrollierte Fütterung zu viele Wasservögel an einem Gewässer ansässig werden, schaffen sie perfekte Wachstumsvorraussetzungen für das Bakterium. Die Zusammenhänge hatte ich weiter oben schon mal angeschnitten, die Vögel bringen viel Kot ins Wasser (viele Nährstoffe), dieser regt unter anderem das Pflanzenwachstum an, abgestorbene Pflanzenteile und andere organische Stoffe werden von sauerstoffverbrauchenden Bakterien abgebaut und bei zu großem Ungleichgewicht verbrauchen alle Vorgänge im Wasser zusammen mehr Sauerstoff, als produziert wird (Sauerstoffarmut). Stark vereinfacht gesagt kann die Fütterung von Wasservögeln also dazu führen, dass Clostridium botulinum sich massiv vermehrt. Wird dieses Bakterium nun durch Bakteriophagen infiziert, produziert es ein extrem starkes Nervengift. Dieses wird von den Vögeln bei der Nahrungssuche aufgenommen und sie sterben einen qualvollen Erstickungstod, weil das Gift die Atemmuskulatur lähmt. Leider betrifft Botulismus nicht nur Wasservögel, sondern beispielsweise auch Singvögel: Legen Fliegen ihre Eier in einem mit dem Gift verseuchten Kadaver ab, reichern ihre Maden das Gift in ihrem Körper an, da Insekten aufgrund ihres anderen Nervensystems nicht anfällig für das Gift sind. Ein kleiner Singvogel, der so eine vermeintlich leckere Made frisst, hat keine Chance zu überleben.

Vielleicht verstehst du jetzt, warum ich so verhemment davon abrate, unkontrolliert Wasservögel zu füttern. Es ist nicht das Futter an sich, dass gut oder schlecht für die Tiere ist, es ist die Gefahr für das gesamte Ökosystem, die eine Fütterung mit sich bringt. Mag sein, dass es an deinem Gewässer anders ist, vielleicht bist du die einzige, die dort füttert und es hat deshalb keine gravierenden Folgen. Je nach Gegebenheiten deines Gewässers fällt die Fütterung vielleicht gar nicht besonders ins Gewicht. Aber du kannst nicht für überall sprechen, nur weil es bei dir (noch) funktioniert. In einem derart stark frequentierten Forum wie unserem ohne Einschränkungen die Fütterung von Wasservögeln (oder generell eine Fütterung von Wildtieren) anzupreisen, ohne auf die möglichen Risiken hinzuweisen - oder überhaupt davon zu wissen! - ist in meinen Augen verantwortungslos.
Ich verstehe, dass du es nicht böse meinst und Gutes tun willst, aber dazu gehört ein bisschen mehr, als Körner an Feldern auszustreuen und Enten mit Geflügelfutter zu füttern.
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #11
Siehst Du Laura: der geringe Gehalt von Sauerstoff bzw. das Fehlen führt zum kippen der Gewässer. Falsche Fütterung ist eben Brot(als organisches Material verbraucht es bei seinem Zerfall Sauerstoff und setzt CO2 frei) deshalb meine Recherche, und wirke auf diesem Wege dem Botolismus entgegen.

Meine Beobachtungen habe ich 2003 begonnen.

Was die Fütterung der Wald-, Wiesen- und Feldvögel anbelangt: wie breit die benötigte Futterpalette ist lässt sich Anhand der Angebotspalette der Internethändler für Wildvögel ablesen. Wobei ein Händler nicht reicht um sich ein Bild zu machen, dies kann schlicht an der Vielzahl von Saaten liegen oder aber weil die Händler sich auf bestimmte Vogelarten konzentrieren.

Du kannst den Menschen nicht diesen Kontakt zur Natur verbieten, also sollte man ihn in vernünftige Bahnen lenken.

Kippen der Gewässer: ich erneuere meine Entschuldigung, ich bin zu genervt um mich mit langen Texten eingehend zu beschäftigen.

Fütterung der Wasservögel: auch habe ich beobachtet, das die Männchen zu Beginn der Fütterung nahezu so grau waren wie die Weibchen, nach und nach haben sie ihr bunt schillerndes Gefieder wiederbekommen(zeugungsfähigkeit)

In unserer kaputten Natur wissen wir doch kaum noch was die Tiere tatsächlich brauchen um gesund zu sein. Wie Du schreibst: sie äsen, aber um Kraft für ihren Zug nach Süden zu bekommen braucht es mehr; erschwerend kommt hinzu, das ich davon ausgehe, daß viele Wildtiere noch immer durch die Kriege traumatisiert sind und sich dadurch nicht getrauen in menschlichen Revieren zu "wildern"(die Beobachtungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen) die Tiere wissen nicht, das die Bomben nicht ihnen galten.

In Amerika werden rund 50% der produzierten Nahrung wegkgeschmissen(ein großer Teil bevor er in den Handel kommt), geben wir den
Leidtragenden(den Tieren) etwas zurück

Fütterung im Allgemeinen:

Wenn sich das Problem auf mehrere Gewässer verteilt, da die Vögel wieder fitter sind, auch mental Stichwort Zuversicht, sollte man auch den Botolismus in den Griff bekommen, zusammen mit einer größeren Widerstandsfàhigkeit der Tiere gegen Krankheiten, da sie die benötigten Vitamine nur dur h eine ausgewogene Ernährung bekommen.

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Du nennst Deinen letzten Satz nicht respektlos?, dann möchte ich nicht wissen wie es ist, wenn Du respektlos wirst

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Der Botolismus lässt sich natürlich auch auf die anhaltende Erderwärmung zurückzuführen ,in derem Zuge es stets am Ende einer Wärmeperiode zu Artensterben kam, tun wir also das bestmögliche für die verbleibenden
 
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  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #12
Falsche Fütterung ist eben Brot(als organisches Material verbraucht es bei seinem Zerfall Sauerstoff und setzt CO2 frei) deshalb meine Recherche, und wirke auf diesem Wege dem Botolismus entgegen.

Du fütterst also anorganisches Material wie Steine oder wie?
Komisch, dass du damit Vögel zu füttern meinst, die sind als Tiere auf die Aufnahme organischer Nahrung angewiesen.
Aber wenn du Steine oder ähnliches fütterst, hat das tatsächlich eher keine Einfluss auf das Kippen vom Gewässern, solang die Tiere nicht daran zu Grunde gehen und die Kadaver im See verwesen.

Zum Rest sag ich nichts.
Ich empfehle dir ein Studium der Biologie (Schwerpunkte Ökologie, Mikrobiologie, Zoologie, Verhaltensbiologie) oder Veterinärmedizin (wobei den Veterinären leider die Grundlagen in der Ökologie im Studium fehlen). Oder eine genauere Auswahl deiner "Quellen". Da müsstest du schon Lust haben, längere Fachtexte zu lesen, wenn du dich wirklich bilden willst.
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #13
Laura: ich empfehle Dir in Diskussionen den Mund zu halten und erst einmal fundierte Kenntnisse zu erlangen bevor Du Stellung beziehst, das erspart dir Größe zu zeigen in dem Du Deine Unkenntnis eingestehst.

In Punkto Studium verweise ich auf mein Statement zu FelixS und was Heutzutage von einem Studium zu halten ist. Du kannst offenbar nur wiedergeben was Andere dich lehren zu denken, ich denke selber, aber von uns gibt es nicht eben viele.
Wir sind die von denen Kant geschrieben hat, oder war es Nietsche?; -den Denkenden, werden Knüppel zwischen die Beine geworfen!?- in, zugegebenerweise, sehr freien Wiedergabe
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #14
Und ich empfehle dir, dich nun mal etwas zurückzuhalten, auf deine Wortwahl zu achten und anderen ihr Fachwissen nicht abzusprechen.
Zum besseren Verständnis: Dies ist eine Mod-Anweisung.
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #15
Empfehle das Deiner Mod-kollegin bevor Du mich angreifst! Zudem fehlt Deiner Mod-kollegin das fachübergreifende Wissen von Geologen und Metereologen um zu wissen was Sache ist. Sie ist nicht universell gebildet, auch wenn Universität das vorgaukelt, ist er Anspruch seit Erfindung des Buchdrucks nichtig
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #16
Achso...also sind andere mit egal welcher beruflicher Vorbildung deiner Meinung nach schlicht und ergreifend nicht ausreichend informiert um mit dir zu diskutieren?
Warum hast du diesen Thread dann eröffnet?
Um Beifall für deine fehlerhafte Argumentation und deine grob fahrlässige Vorgehensweise zu erhaschen?
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #17
Empfehlung: lies!
Deine Frage ist redundant
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #18
Jaaaa!!! Super!!! Lasst uns mal diskutieren.:clap:


Ironie an

"Aber eins sage ich euch gleich: Ihr habt alle keine Ahnung, seid ungebildet, habt keinen Durchblick.

Aber ich. Ich ganz allein weiß, wovon ich rede:p Also haltet euch mal schön zurück mit euren dämlichen Meinungen und halbausgegorenem Wissen."

Ironie aus



Zuerst dachte ich ja noch, das wird hier bestimmt eine interessante Ecke- jeder kann seine Erfahrungen einbringen, die man vergleichen könnte, ausarbeiten, ausfeilen.... aber neiiiin, da will wieder jemand eine Gutmenschenplakette.


Off-Topic
Ist euch schon mal aufgefallen, dass Diskussionsteilnehmer zunehmend aggro werden, wenn sie ihre eigenen Theorien widerlegt sehen?
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #19
"redundant"...das Wort hab ich ewig nicht gelesen bzw. gehört...benutzt man das heute noch?
Und nein, meine Frage ist sogar sehr angemessen.
Du polterst hier herein, stellst völlig fehlerhafte Dinge als Tatsachen dar (ich sag nur: der Frosch ist kein Reptil), aber bei dem geringsten Gegenwind haben alle keine Ahnung...?
Weil ihnen das Fachwissen studierter Geologen und Meteorologen fehlt?
Obwohl ein Studium ja eh völliger Blödsinn ist?

Ich benötige in der Tat kein Studium um ökologische Zusammenhänge zu verstehen, das ist richtig- aber ein bisschen Logik wäre nicht verkehrt.
Und Faunenverfälschung durch tausende ausgewilderter Insekten ist einfach absolut nicht okay und widerspricht eben dieser Logik.

Aber das möchtest du nicht lesen, oder?
 
  • Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht) Beitrag #20
Aggro wird das Mod-Team, ist wohl der allgemeinen Aufmerksamkeit entgangen.

Und an die Studierten: ihr studiert, zumindest auch wg. sozialem Status und zum Geldverdienen, ich rein um des Wissens willen.
Farlo: Sachbezogene Einwänden bin ich offen gegenüber, solang dies mit gebotenem und gehörigem Respekt geschieht, nicht jedoch diese besserwisserische Weise einer 21jährigen

EDIT (automatische Beitragszusammenführung)

Urizen Du bist, wie so viele zu kleinlich, indem Du alles haarklein analysierst anstatt, beim Thema zu bleiben und zu einem(gemeinsamen?) Resultat zu kommen. Ihr seid es die in erster Lienie beleidigend werdet, da ihr argumentativ nicht weiter kommt
 
Thema:

Wildvogelfütterung - ganzjährig? - das richtige Futter (Wildvogelzucht)

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