- Leber und Niere - das Wechselspiel und der Teufelskreis Beitrag #1
Tompina
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Hallo ihr Lieben,
da ich (bzw. mein einer Hund) das Ganze nun schon fast fünf Monate mit mir herum schleppe und sich keine greifbare, machbare Lösung abzeichnet, möchte ich das Problem mal mit euch teilen. Zum Einen in der Hoffnung, das jemand das auch schon mal hatte bzw. eine zündende Idee hat, zum Anderen um eventuell einfach Erfahrungen, Informationen und Anderes auszutauschen.
Um was/wen geht es?
Tom, Podenco Ibicenco, Rüde kastriert, geb. August 2007 - der Hund kommt aus Spanien, wurde dort mit ca. 6-8 Wochen vollkommen abgemagert und dehydriert neben seiner fast toten Mutter gefunden, die schon lange keine Milch mehr hatte. Er wurde dann von Hand aufgezogen, vertrug aber die Aufzuchtmilch nicht und schwebte mehrere Monate zwischen Tod und Leben. Mit 6 Monaten kam er dann nach Deutschland, lebte dort erst in einer Welpenstation und wechselte dann mit ca. 8 Monaten auf eine Pflegestelle, wo ich ihn dann als er gerade ein Jahr geworden war, abholte. Von Beginn an hatte er IMMER Durchfall - von breiig bis wässrig war innerhalb einer Woche immer alles dabei, an schlimmen Tagen erbrach er sich zusätzlich mehrmals (vornehmlich Galle). Er bekam Sensitivfutter (ich probierte verschiedene Marken und verschiedene Sorten, da ich mich damals mit dem Thema Ernährung noch nicht wirklich auskannte), wurde von mehreren TA auf links und wieder zurück gedreht, aber erst in der Tierklinik Weihnachten 2008, als er 4 Monate bei mir war, kam der Durchbruch. Ihm ging es so hundeelend, dass ich dachte, er würde sterben, er hatte von 28kg auf nicht mal 23kg abgenommen und hing drei Tage am Tropf. Währenddessen wurde er dann komplett untersucht - Röntgen, Ultraschall, Schleimhautbiopsie von Magen und Darm, sämtliche Blutwerte und Erkrankungen wurden abgecheckt und am Ende war klar: der Hund hatte seit Monaten einen chronisch entzündeten Darm (vermutlich ausgelöst durch eine Getreideallergie) und konnte die Nährstoffe im Futter 0,0 aufnehmen und verwerten. Nach Medikamententherapie, weiteren Infusionen und der Umstellung auf Barfen, war der Hund Mitte 2009 wieder topfit, nahm endlich zu bzw. hielt sein Gewicht (ohne 5 Fütterungen von x kg Trofu am Tag). Zurück geblieben war lediglich eine Niere, die sich immer im oberen Grenzgebiet der Werte aufhielt, aber ansonsten nicht negativ auffiel. So weit so gut.
Seit Anfang diesen Jahres - bzw. seit dem obligatorischen Blutcheck zu Beginn jeden Jahres (der letzte Check davor war im April 2014) ist nun klar, dass neben der Niere, nun auch die Leber anfängt zu "spinnen". Womit wir schon beim maßgeblichen Problem wären...
Januar 2015 - massiv erhöhte Leberwerte (nicht nur der kurzfristige Wert GPT, sondern auch der langfristige Wert GOT *ist sich nicht sicher, ob es nicht umgekehrt ist*), d.h. leberschonende Fütterung, Zufütterung von einem Mariendistelpräparat, Ausschluss einer Vergiftung, Nachkontrolle nach einer Woche. Im Laufe des Januars erholten sich die Leberwerte fast wieder in den Normbereich, die Zufütterung des Mariendistelpräparates und die leberschonende Fütterung behielt ich bei.
Februar 2015 - massiv erhöhte Nierenwerte, leicht erhöhte Leberwerte (diesmal nur der kurzfristige Wert, der langfristige war noch im Rahmen), d.h. Umstellung auf nierenschonendes Füttern, trotzdem Weitergabe des Mariendistelpräparates. Erholung beider Werte in den Fast-Normbereich.
März 2015 - erneut erhöhte Leberwerte, immer noch grenzwertig zu hohe Nierenwerte. Erste Ratlosigkeit. Die Entscheidung fiel erneut "zu Gunsten" der Niere, also Zugabe von Fortekor zur Durchblutungs- und Regenerationsförderung der Niere, nierenschonendes Futter, aber weiter das Mariendistelpräparat.
April 2015 - stark schwankende Leberwerte (selbst der langfristige Wert "hopste" rauf und runter wie ihm lustig war) und trotz Nierenschonung steigende Nierenwerte. Infusionstherapie, Medikamente weiter wie bis dato.
Mai 2015 - erneut mehr als massiv erhöhte Leberwerte, Nierenwerte wieder fast normal. Endgültige Hilflosigkeit und Ratlosigkeit...
Was wurde bisher gemacht?
Röntgen (Herz-Lunge, Abdomen, Kontraströntgen des Verdauungstraktes), Ultraschall (zwei Mal kompletter Hund), Untersuchung sämtlicher Blutkrankheiten/im Blutbild ersichtlichen Krankheiten (Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose, Stoffwechselstörungen verschiedener Art, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse etc. pp), Urinprobe und Kotprobe.
Tom ist fit, zeigt keinerlei Symptome wie Lahmheit, Schlappheit, Appetitlosigkeit o.Ä. und mein TA ist langsam auch mit seinem Latein am Ende. Für eine chronische Erkrankung beider Organe springen die Werte zu sehr auf und ab, für eine tumoröse Erkrankung fehlen die Anzeichen, alle möglichen (und selbst die unmöglichen) bakteriellen, virösen und vergiftungsbedingten Krankheiten/Krankheitsbilder haben wir teilweise mehrmals ausgeschlossen. Was jetzt bleibt ist: Warten.
Leider sind Leber und Niere die kompletten Gegenspieler im Bezug auf die Fütterung bzw. Unterstützung durch Zufütterung bestimmter Sachen.
Füttere ich nierenschonend, haut es Tom die Leberwerte nach oben, füttere ich leberschonenden drehen die Nierenwerte hohl, füttere ich normal scheinen die beiden Organe drum zu Würfeln wer spinnen darf...:roll:
Kennt das jemand von euch?
Passt das doch zu irgendeiner Krankheit?
Muss noch wer nierenschonend und leberschonend füttern und hat Tipps?
Verzweifelte Grüße
Tompina
da ich (bzw. mein einer Hund) das Ganze nun schon fast fünf Monate mit mir herum schleppe und sich keine greifbare, machbare Lösung abzeichnet, möchte ich das Problem mal mit euch teilen. Zum Einen in der Hoffnung, das jemand das auch schon mal hatte bzw. eine zündende Idee hat, zum Anderen um eventuell einfach Erfahrungen, Informationen und Anderes auszutauschen.
Um was/wen geht es?
Tom, Podenco Ibicenco, Rüde kastriert, geb. August 2007 - der Hund kommt aus Spanien, wurde dort mit ca. 6-8 Wochen vollkommen abgemagert und dehydriert neben seiner fast toten Mutter gefunden, die schon lange keine Milch mehr hatte. Er wurde dann von Hand aufgezogen, vertrug aber die Aufzuchtmilch nicht und schwebte mehrere Monate zwischen Tod und Leben. Mit 6 Monaten kam er dann nach Deutschland, lebte dort erst in einer Welpenstation und wechselte dann mit ca. 8 Monaten auf eine Pflegestelle, wo ich ihn dann als er gerade ein Jahr geworden war, abholte. Von Beginn an hatte er IMMER Durchfall - von breiig bis wässrig war innerhalb einer Woche immer alles dabei, an schlimmen Tagen erbrach er sich zusätzlich mehrmals (vornehmlich Galle). Er bekam Sensitivfutter (ich probierte verschiedene Marken und verschiedene Sorten, da ich mich damals mit dem Thema Ernährung noch nicht wirklich auskannte), wurde von mehreren TA auf links und wieder zurück gedreht, aber erst in der Tierklinik Weihnachten 2008, als er 4 Monate bei mir war, kam der Durchbruch. Ihm ging es so hundeelend, dass ich dachte, er würde sterben, er hatte von 28kg auf nicht mal 23kg abgenommen und hing drei Tage am Tropf. Währenddessen wurde er dann komplett untersucht - Röntgen, Ultraschall, Schleimhautbiopsie von Magen und Darm, sämtliche Blutwerte und Erkrankungen wurden abgecheckt und am Ende war klar: der Hund hatte seit Monaten einen chronisch entzündeten Darm (vermutlich ausgelöst durch eine Getreideallergie) und konnte die Nährstoffe im Futter 0,0 aufnehmen und verwerten. Nach Medikamententherapie, weiteren Infusionen und der Umstellung auf Barfen, war der Hund Mitte 2009 wieder topfit, nahm endlich zu bzw. hielt sein Gewicht (ohne 5 Fütterungen von x kg Trofu am Tag). Zurück geblieben war lediglich eine Niere, die sich immer im oberen Grenzgebiet der Werte aufhielt, aber ansonsten nicht negativ auffiel. So weit so gut.
Seit Anfang diesen Jahres - bzw. seit dem obligatorischen Blutcheck zu Beginn jeden Jahres (der letzte Check davor war im April 2014) ist nun klar, dass neben der Niere, nun auch die Leber anfängt zu "spinnen". Womit wir schon beim maßgeblichen Problem wären...
Januar 2015 - massiv erhöhte Leberwerte (nicht nur der kurzfristige Wert GPT, sondern auch der langfristige Wert GOT *ist sich nicht sicher, ob es nicht umgekehrt ist*), d.h. leberschonende Fütterung, Zufütterung von einem Mariendistelpräparat, Ausschluss einer Vergiftung, Nachkontrolle nach einer Woche. Im Laufe des Januars erholten sich die Leberwerte fast wieder in den Normbereich, die Zufütterung des Mariendistelpräparates und die leberschonende Fütterung behielt ich bei.
Februar 2015 - massiv erhöhte Nierenwerte, leicht erhöhte Leberwerte (diesmal nur der kurzfristige Wert, der langfristige war noch im Rahmen), d.h. Umstellung auf nierenschonendes Füttern, trotzdem Weitergabe des Mariendistelpräparates. Erholung beider Werte in den Fast-Normbereich.
März 2015 - erneut erhöhte Leberwerte, immer noch grenzwertig zu hohe Nierenwerte. Erste Ratlosigkeit. Die Entscheidung fiel erneut "zu Gunsten" der Niere, also Zugabe von Fortekor zur Durchblutungs- und Regenerationsförderung der Niere, nierenschonendes Futter, aber weiter das Mariendistelpräparat.
April 2015 - stark schwankende Leberwerte (selbst der langfristige Wert "hopste" rauf und runter wie ihm lustig war) und trotz Nierenschonung steigende Nierenwerte. Infusionstherapie, Medikamente weiter wie bis dato.
Mai 2015 - erneut mehr als massiv erhöhte Leberwerte, Nierenwerte wieder fast normal. Endgültige Hilflosigkeit und Ratlosigkeit...
Was wurde bisher gemacht?
Röntgen (Herz-Lunge, Abdomen, Kontraströntgen des Verdauungstraktes), Ultraschall (zwei Mal kompletter Hund), Untersuchung sämtlicher Blutkrankheiten/im Blutbild ersichtlichen Krankheiten (Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose, Stoffwechselstörungen verschiedener Art, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse etc. pp), Urinprobe und Kotprobe.
Tom ist fit, zeigt keinerlei Symptome wie Lahmheit, Schlappheit, Appetitlosigkeit o.Ä. und mein TA ist langsam auch mit seinem Latein am Ende. Für eine chronische Erkrankung beider Organe springen die Werte zu sehr auf und ab, für eine tumoröse Erkrankung fehlen die Anzeichen, alle möglichen (und selbst die unmöglichen) bakteriellen, virösen und vergiftungsbedingten Krankheiten/Krankheitsbilder haben wir teilweise mehrmals ausgeschlossen. Was jetzt bleibt ist: Warten.
Leider sind Leber und Niere die kompletten Gegenspieler im Bezug auf die Fütterung bzw. Unterstützung durch Zufütterung bestimmter Sachen.
Kennt das jemand von euch?
Passt das doch zu irgendeiner Krankheit?
Muss noch wer nierenschonend und leberschonend füttern und hat Tipps?
Verzweifelte Grüße
Tompina